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Dieses Thema hat 51 Antworten
und wurde 4.799 mal aufgerufen
 Synchronschaffende
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Griz


Beiträge: 28.797

14.03.2013 21:50
#16 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Ich lernte Rolf Schults Stimme damals erstmals auf "Petrocelli" kennen und lieben. Diese Nuancen auf Barry Newman fand ich sehr gelungen.

Mein Beileid gilt seiner Familie und allen Freunden.

Pete


Beiträge: 2.799

14.03.2013 21:56
#17 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Mein allerherzlichstes Beileid auch von mir an die Hinterbliebenen, Freunde und Kollegen mit einem Beileidsgruß da auch an seinen Sohn Christian!

Er war wirklich einer der grössten, markantesten und ausdrucksstarksten (auch einfach groß- und einzigartig!) Sprecher auch noch der alten Garde! Und wenn ich recht überlege, hörte sich seine Stimme gerade im Alter sowieso sehr väterlich an. Komisch, gerade neulich vor ein paar Tagen habe ich noch gehofft, zu erfahren, dass auch er neben seinem Sohn wenigstens manchmal noch als Off-Sprecher in der Werbung zu hören ist. Leider wird sich das so jetzt nicht mehr erfüllen.

Sehr schade um ihn, aber wir dürfen dankbar um das große stimmliche Vermächtnis sein, dass er hinterließ, eine lange Karriere mit vielen tollen Rollen.

Ich denke, dass er neben den bereits genannten Schauspielern den vor allen Dingen schon Älteren unter uns (ich muss zugeben, dass ich mit meinen erst 34 Jahren vielleicht nicht mal zu diesen dazugehöre!) auch vielen vor allem auf Henry Darrow als Manolito Montoya in der beliebten Westernserie "High Chaparall" (als DIE Glanzrolle grandios neben Arnold Marquis, Christian Brückner und Heinz Petruo) und ja richtig Griz Barry Newman als Rechtsanwalt Petrocelli in der gleichnamigen 70er-Jahre-Krimiserie darf man nicht vergessen, in angenehmer Erinnerung bleiben dürfte.

John Connor



Beiträge: 4.883

14.03.2013 22:04
#18 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Neben Christian Brückner ist Rolf Schult mit Sicherheit der herausragendste Sprecher, der in den 1970ern seinen längst fälligen großen Durchbruch schaffte und sich damit als einer der populärsten Sprecher der zweiten Nachkriegs-Synchrongeneration etablierte. Daran hatte ohne Frage auch die Allianz mit Robert Redford, einem der Superstars dieses Jahrzehnts, großen Anteil (Entsprechendes gilt für das Brückner/De Niro-Bündnis, was wieder einmal ein Hinweis darauf ist, dass jeder Synchronschauspieler letztlich doch mit einem bekannten Schauspieler/Star in einer langfristigen Verbindung stehen muss, um auch eine über die Synchron-Fangemeinde hinaus gehende Popularität zu erlangen).

Das Erstaunliche an Schults Synchrographie ist für mich, dass er auch nach seinem endgültigen Durchbruch weiterhin verhältnismäßig viele Nebenrollen und vor allem böse Buben sprach. Eine seiner früheren Darbietungen in diesem Rollenfach, für Alan Arkin in WARTE BIS ES DUNKEL IST [„Ich wusste es schon, bevor DIE es wussten!“], ist bis heute eine meiner liebsten von ihm geblieben.
Selbstverständlich gehört seine Besetzung auf Redford zu den ganz großen Glücksfällen der deutschen Synchrongeschichte, besonders unvergesslich für mich in DER CLOU und DIE DREI TAGE DES CONDOR.

Und auch wenn die große Anhängerschaft von STAR TREK gewiss dafür gesorgt haben dürfte, dass seine Beteiligung an diesem Kultphänomen seine Stimme im allgemeinen Bewusstsein weiterhin präsent hielt, fand ich immer, dass er für den trantütigen Stewart viel zu schade war.
Immerhin hat er mich dann in dieser Phase mit einer Performance entschädigt, die für mich die denkwürdigste und beste Synchronleistung der letzten 25 Jahre ist: mit der für Anthony Hopkins in DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER – jeder Äußerung ein Gedicht! Selbst ganz gewöhnliche Sätze bekommen durch seine unvergleichliche Intonation Klasse („Bereit, wenn Sie es sind, Sergeant Pembry.“). Damit schlägt er die Vorlage m.E. um Längen. Und genau das ist es unter anderem auch, was Synchronbearbeitungen unter künstlerischen Aspekten legitimiert: etwas Eigenständiges zu kreieren, was für sich genommen Bestand hat. Rolf Schult hat dazu enorm viel beigetragen. Er war einer der Besten!

DaddlerTheDalek



Beiträge: 193

14.03.2013 22:07
#19 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Rolf Schult. Der Deutsche Original Picard ist für immer verstummt...
Ich habe ihn auch in anderen Rollen immer gerne Gehört. Wirklich Bedauerlich.
Ruhe in Frieden.

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.251

14.03.2013 22:19
#20 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Einer der ganz Großen. Mein Beileid! Neben den bereits genannten hat er mir für Donald Sutherland auch immer toll gefallen, besonders in BLUTSVERWANDTE, wo zweiterer einen hartnäckigen Ermittler spielte. Da konnte sich Schult zwischen leiseren und lauten Tönen schön entfalten. Absolut genial auch für Joe Pesci in der Erstsynchro von ES WAR EINMAL IN AMERIKA. Herrlich diabolische Performance.

smeagol



Beiträge: 3.789

15.03.2013 08:32
#21 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Ein großer Verlust - das stimmt mich wirklich traurig. Am besten gefiel er mir immer auf Robert Redford und auch ich bevorzugte ihn klar für Patrick Stewart und auch Anthony Hopkins. Mein Herzliches Beileid allen Angehörigen. Er wurde von vielen geschätzt und seine Stimme werden wir immer vermissen.

marakundnougat


Beiträge: 4.420

15.03.2013 10:48
#22 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten
Buscemihatseinpwverloren


Beiträge: 64

15.03.2013 12:09
#23 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Etwa 1993 hab ich die Videokassetten von meinem Onkel, ein Mann mit Geschmack, ausgegraben. Darunter war "Das Schweigen der Lämmer". Und was ich da hörte war mitunter das Beeindruckendste was ich an sprachlichem Ausdruckvermögen je gehört habe. Jede Silbe hat gesessen. Da kommt nur noch Brückner ran, den ich wenig später durch De Niro kennenlernte.

Den ersten Schlag verpasste mir die Umbesetzung von Hopkins auf Kerzel. Den zweiten hab ich jetzt grad bekommen.

smeagol



Beiträge: 3.789

15.03.2013 12:25
#24 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Zitat von Buscemihatseinpwverloren im Beitrag #23
Den ersten Schlag verpasste mir die Umbesetzung von Hopkins auf Kerzel.

Kerzel hält sich nach eigener Aussage auch nicht für die Idealbesetzung für Hopkins und das ist er auch meinem Empfinden nach nicht. An Schult kommt da keiner ran. Für Dustin Hoffman finde ich Kerzel aber sehr gut (den er ja auch "übernommen" hat, nachdem er zunächst eine andere Feststimme hatte).

schakal
Listenpfleger

Beiträge: 6.815

15.03.2013 13:00
#25 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Auch von mir, mein herzliches Beileid. Nach der traurigen Nachricht vom Tode Dieter Pfaffs, nun eine weitere.

Er war wirklich einer der Größten! Bin mit ihm und Anthony Hopkins (Schweigen der Lämmer) quasi aufgewachsen. Er war nach Terminator 2 der erste Film den ich in jungen Jahren nicht sehen durfte und bei dem ich beim anschließenden ersten Mal Sehen leichte Albträume hatte. Wohl auch wegen Rolf Schult.

Es wurden schon so viele schöne und passende Zeilen verfasst. Da schließe ich mich gerne an.

Für Redford war er einfach nicht wegzudenken. DIE Stimme. Sein Monolog für Donald Sutherland in "JFK" bleibt für mich unvergessen.
Und auf Anthony Hopkins war er phänomenal. Doch Kerzel ist für mich als Nachfolger ebenso großartig. Man merke die kleine Abstufung.

Ich bin froh, dass uns die Stimme und die Rollen von Rolf Schult auf ewig erhalten bleiben.

Dennis Hainke


Beiträge: 1.343

15.03.2013 13:29
#26 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Sehr, sehr Schade.

Ich habe seine markante, kernige Stimme geliebt und ich emfand ihn immer als den besseren Jean-Luc Picard.
Natürlich war er auch gut für Redford oder (Donald) Sutherland.

Für mich war er einer der besten Synchronschauspieler überhaupt. So einen gibt es kein zweites Mal.

Synchronfan


Beiträge: 692

15.03.2013 14:00
#27 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Ich habe ihn immer sehr gern gehört. Mein Beileid an die Angehörigen.

dlh


Beiträge: 14.027

15.03.2013 18:53
#28 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Mein Beileid an die Angehörigen. Schult war ein großartiger Sprecher, der jede Rolle veredelt hat.

N8falke



Beiträge: 4.273

15.03.2013 19:54
#29 RE: Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Es wurde ja bereits mehrmals angesprochen, doch auch für mich zählt Rolf Schults Ausnahmeleistung in "Das Schweigen der Lämmer" zum besten, was ich jemals in einer deutschen Synchro zu hören bekam.
Hier ist eine Legende von uns gegangen. Mein aufrichtiges Beileid.

Harald


Beiträge: 31

15.03.2013 23:14
Rolf Schult verstorben Zitat · antworten

Rolf Schult ist tot - Die deutsche Stimme von Redford und Co.

Er war in etlichen der bekanntesten Hollywoodstreifen der letzten Jahrzehnte zu hören - als Stimme von Stars wie Robert Redford oder Clint Eastwood. Jetzt ist Rolf Schult in München gestorben

(München /dpa) Er war die deutsche Stimme von Robert Redford, Anthony Hopkins und Clint Eastwood - jetzt ist Rolf Schult für immer verstummt. Der Synchronsprecher sei bereits am Mittwoch mit 85 Jahren in München gestorben, bestätigte sein Sohn Christian Schult am Freitag einen Bericht der Münchner "Abendzeitung".

Rolf Schult absolvierte ein Ausbildung an der Schauspielschule Hannover und hatte danach verschiedene Engagements an Theatern. Bekannt wurde aber seine Stimme seit den 1960er Jahren: Er vertonte Redford in Klassikern wie "Butch Cassidy und Sundance Kid", "Der Clou" oder "Die Unbestechlichen", Hopkins unter anderem in dem Schocker "Das Schweigen der Lämmer". Auch Donald Sutherland ("Klute") oder "Star Trek"-Kommandant Patrick Stewart lieh er die Stimme.

Die Liste der Stars, die Schult synchronisierte, ist lang. Redford sprach er über Jahrzehnte hinweg in rund zwei Dutzend Streifen bis vor wenigen Jahren, bei anderen Hollywoodgrößen wie Eastwood, Marlon Brando, Karl Malden, Peter Sellers, Robert Duvall, Roy Scheider oder Gene Hackman war er insbesondere in deren frühen Werken bis in die 1970er Jahre zu hören. In der deutschen Fassung von Roman Polanskis Gruselkomödie "Tanz der Vampire" war Schult der Erzähler.

Schults rauchige, tiefe Stimme wurde auch von den Regisseuren von Hörbüchern oder Werbespots gerne gebucht. Der gebürtige Berliner wurde mit dem Deutschen Synchronsprecherpreis ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2007 den als "Synchron-Oscar" bezeichneten Deutschen Preis für Synchron - als Ehrenpreis für sein "herausragendes Gesamtschaffen". Schult soll am kommenden Donnerstag auf einem Friedhof im Münchner Stadtteil Solln beigesetzt werden.

--> dort auch ein Bild
Quelle: http://web.de/magazine/unterhaltung/kino....html#.A1000145

Wiki schreibt:

Rolf Schult (* 16. April 1927 in Berlin; † 13. März 2013 in München[1]) war ein deutscher Schauspieler und zählte zu den profiliertesten deutschen Synchronsprechern. Besondere Bekanntheit erlangte er als Sprecher von Robert Redford und Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer). Erste Aufmerksamkeit erregte er als Erzähler der deutschen Synchronfassung im Horrorklassiker Tanz der Vampire aus dem Jahre 1967.

Schult absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Hannover sowie der dortigen Akademie für Musik und Theater. Nach seinem Theaterdebüt ebenda führten den 1959 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichneten Schauspieler Engagements zunächst nach Bochum und Köln und schließlich an das Schillertheater in Berlin, dem er lange Jahre angehörte. 1970 wurde Schult zum Berliner Staatsschauspieler ernannt. Neben seiner intensiven Bühnentätigkeit ergaben sich nur selten Auftritte in Film und Fernsehen wie in seiner Rolle als Joachim Herrmann in dem Fernsehspiel Wer zu spät kommt... über die Tage des Mauerfalls.

Einem breiten Publikum ist Schult besonders durch seine markante Stimme bekannt. Seit 1965 ist er umfangreich in der Synchronisation tätig und die deutsche Standard-Stimme für zahlreiche fremdsprachige Kollegen wie Robert Redford (fast immer), Patrick Stewart (Professor X und Captain Picard, zuletzt im Wechsel mit Ernst Meincke), für David Hemmings im Spionage-Thriller Charlie Muffin oder Anthony Hopkins (zum Beispiel in Das Schweigen der Lämmer; seit Hannibal wird Hopkins durch seinen Kollegen Joachim Kerzel synchronisiert). Darüber hinaus synchronisierte er unzählige bekannte Stars wie Marlon Brando (Superman), Yul Brynner (Catlow), Clint Eastwood (Dirty Harry, Sadistico), Gene Hackman (No Way Out oder Poseidon Inferno), Peter Sellers (Lass mich küssen deinen Schmetterling) oder Donald Sutherland (unter anderem in JFK – Tatort Dallas oder Outbreak). Zuletzt hatte sich Rolf Schult bis auf wenige Ausnahmen (v. a. Robert Redford) vom Synchronisieren zurückgezogen.

Auch hört man sein unverwechselbares, leicht heiser wirkendes Organ in zahlreichen Hörbüchern, Werbespots, Hörspielen und Fernseh-Reportagen. Auch dem Musikprojekt E Nomine lieh er seine Stimme.

Sein Sohn Christian Schult, dessen Stimme ein ganz ähnliches Timbre hat, ist ebenfalls als Synchronsprecher tätig. Schults Cousin ist der Schauspieler und Synchronsprecher Peer Augustinski. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jürgen Thormann erhielt Rolf Schult 2007 den Deutschen Preis für Synchron für sein herausragendes Gesamtschaffen in der Synchronarbeit.

Im Jahr 2007 befand ein US-amerikanischer Supervisor, nachdem Schult den Trailer zu Redfords neuestem Film bereits synchronisiert hatte, seine Stimme für zu tief, so dass Robert Redford in Von Löwen und Lämmern von Kaspar Eichel synchronisiert wurde. Schult ist daher nur noch im ersten Trailer zu hören.[2] 2009 hatte Rolf Schult erneut einen Auftritt als Synchronstimme von Patrick Stewart im X-Men-Film Wolverine, dem er bereits bis zur Mitte der vierten Staffeln von Star Trek – The Next Generation und in den Filmen seine Stimme geliehen hatte.[3]

Einzelnachweise

↑ Clint Eastwoods deutsche Stimme: Synchronsprecher Rolf Schult ist tot, Spiegel Online vom 15. März 2013 (abgerufen am 15. März 2013).
↑ Synchron Forum, Von Löwen und Lämmern
↑ Jean-Luc Picard Abschnitt Synchronsprecher auf memory-alpha.org


http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schult

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