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Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 3.209 mal aufgerufen
 Allgemeines
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kogenta



Beiträge: 1.697

04.11.2017 01:44
#16 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

VHS-Mitschnitte der Hirthe-Fassung Jahre vor der ZDF-Erstsendung sind aber ein starkes Indiz für eine bereits frühere Ausstrahlung dieser Fassung! Und:

ferramonti1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Typischer DDR-Beginn, das wurde im Westen nie so gemacht. So beginnt die ZDF-Fassung mit Martin Hirthe, weshalb ich an eine eigene DDR-Synchro bis zum Beweis des Gegenteils nicht glauben mag...

Gruß, kogenta


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.163

04.11.2017 09:47
#17 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Das sieht wirklich ganz DDR-mäßig aus. Da man (fast) konsequent keine ZDF-Fassungen übernahm (wie auch umgekehrt), könnte hier eine Synchro vorliegen, die eigentlich für einen Kinoverleih (West) vorgesehen war, der dann aber nicht statt fand.
Aber dass man die Westsynchro durch einen eigenen Vor- und Abspann "tarnen" wollte, kann ich mir nicht recht vorstellen, obwohl es die einzige Erklärung ist, die mir in den Sinn kommt ... (Bei "Asterix erobert Rom" und "Asterix und Kleopatra" gab es ja im DDR-Kino einen entsprechenden Fall.)

Gruß
Stefan

Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 16.255

13.11.2017 19:05
#18 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Durchaus kurios: das mein lange gesuchter Sprecher tatsächlich doch einfach nur Harry Kühn war, hat sich ja gestern entgültig geklärt. Das er als einziger Westdeutscher unter lauter Ostdeutschen in der Telenovela "Ruf des Herzens" in einer relativ großen Nebenrolle dabei war (auch wenn die Synchro erst kurz nach der Wende entstand), ist schon verblüffend.

Ein ähnlich obskurer Fall ist die Serie "Dona Beija", die fast zum gleichen Zeitpunkt auch in Adlershof entstand. Die Bearbeitung erfolgte durch den DFF. So weit, so unwichtig. Aber interessanterweise wurde die Synchro im Auftrag von Studio Hamburg gemacht. Entweder war hier erst eine Hamburger Synchro geplant oder kein Plan.

beija1.png - Bild entfernt (keine Rechte) beija2.png - Bild entfernt (keine Rechte)

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.163

04.01.2018 17:27
#19 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Kurios finde ich (ohne es stichhaltig begründen zu können), wenn eine Synchronikone ihre Karriere in einer ganz anderen Stadt begann als der, mit der man sie/ihn identifiziert.
Friedrich Schoenfelder begann nicht etwa in Berlin, sondern in Remagen; Martin Hirthe, geborener Berliner und sogar berliner Tatort-Kommissar, synchronisierte erstmals in Hamburg; Marianne Groß begann in München und Arnold Marquis ebenso.

Gruß
Stefan

Koboldsky


Beiträge: 1.838

04.01.2018 17:28
#20 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Geht mir auch so. Tommi Piper verbinde ich beispielsweise nur mit München, obwohl seine Synchronkarriere, soweit ich weiß, in Hamburg begann.


"Synchron ist und bleibt Nachmachen!" (Tommi Piper im massengeschmack.tv-Interview)

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.163

04.01.2018 17:38
#21 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Peter Thom habe ich noch vergessen. Den identifiziere ich derart mit münchner Synchros, dass sein gar nicht so kurzer berliner Anfang (immerhin bereits Anfang der 60er und dann möglicherweise nach großer Lücke Anfang der 70er) mich irritiert, obwohl man bis zum Schluss bei ihm eigentlich eine kräftige berliner Sprachmelodie hörte.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 15.108

04.01.2018 17:55
#22 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
Kurios finde ich (ohne es stichhaltig begründen zu können), wenn eine Synchronikone ihre Karriere in einer ganz anderen Stadt begann als der, mit der man sie/ihn identifiziert.
Friedrich Schoenfelder begann nicht etwa in Berlin, sondern in Remagen; Martin Hirthe, geborener Berliner und sogar berliner Tatort-Kommissar, synchronisierte erstmals in Hamburg; Marianne Groß begann in München und Arnold Marquis ebenso.

Im alten Forum meinte jemand mal, er habe es kurios gefunden, dass Hartmut Reck aus der DDR stammte, da er diesen sehr stark mit dem Standort München in Verbindung bringe. Laut Arnes Liste begann seine Synchronkarriere übrigens bei der DEFA ("Das gestohlene Glück").
Klaus Höhne stammte ebenfalls nicht aus dem süddeutschen Raum, sondern aus Hamburg, wo seine Synchronkarriere begann. Gleiches galt für Holger Hagen, bevor er seinen Schwerpunkt nach München und (zeitweise) Berlin verlegte.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.163

25.08.2018 11:21
#23 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Auch wenn Renate Küster niemals Emma Peel sprach, sondern nur ihre Nachfolgerin, ist es schon kurios, sie zwei Jahre zuvor in "Im Banne des Unheimlichen" sagen zu hören: "Das ist mein Emma-Peel-Dress".

Gruß
Stefan

Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 16.255

25.08.2018 11:59
#24 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Hm, hat aber eher was von Insier-Witze. Auch wenn ich natürlich nicht absprechen will, dass es nicht auch hierhin gehört.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.163

25.08.2018 13:02
#25 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Insiderwitz kann es nicht sein, da der Film 2 Jahre VOR Küsters Hauptrolle in "Mit Schirm, Charme und Melone" gedreht wurde - sonst hätte ich das Beispiel auf jeden Fall dort reingenommen.

Gruß
Stefan

iron


Beiträge: 3.021

10.03.2019 22:24
#26 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Hier gelöscht!


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.163

22.03.2019 08:33
#27 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

"Stern des Gesetzes" war der erste Anthony-Mann-Film seit Jahren, in dem nicht James Stewart auftrat. In der deutschen Fassung ist er dafür quasi gleich doppelt präsent: Man hört die beiden wichtigsten Synchronstimmen Stewarts und das auch noch in den Hauptrollen, also im ständigen Dialog - Siegmar Schneider für Fonda (sehr passend) und Eckart Dux für Perkins (wie es sich gehört).

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 15.108

31.07.2019 15:56
#28 RE: Synchron-Kuriositäten Zitat · antworten

Wenn in einer aus der DDR stammenden Synchro (in diesem Fall der Zweitfassung der "Kralle" aus der Holmes-Serie mit Basil Rathbone) plötzlich vom "Eisernen Vorhang" die Rede ist, wirkt das aus heutiger Sicht kurios, da dies bekanntlich im Kalten Krieg ein westlicher Begriff war. Das Booklet verweist hier knapp auf den "Theaterjargon", Hintergrundinformationen zu diesem Punkt fand ich neulich in dem Buch "Seit wann hat geilnichtsm ehr mit Sex zu tun? 100 deutsche Wörter und ihre erstaunlichen Karrieren" von Matthias Heine. Dort heißt es: "Ein Eiserner Vorhang ist eigentlich der flammenfeste Vorhang, der auf die Bühne heruntergelassen werden kann, um Theaterbrände einzudämmen." (S. 262)
In diesem Sinne dürfte das Wort dann auch an dieser Stelle gemeint sein. Ob den Machern der Zweitsynchro (Rosemarie Oppel, Horst Schappo) die politische Bedeutung nicht präsent war? Oder gingen sie davon aus, dass das DDR-Publikum diese "offiziell" nicht kennen durfte?


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