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Dieses Thema hat 64 Antworten
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PeeWee


Beiträge: 1.693

22.02.2019 21:54
#31 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Für mich klingt das eher so: Er wurde gefragt, ob er den ersten Teil für weniger als üblich macht, freundlicherweise hat er zugestimmt. Dann wurde der Film wahrscheinlich auch für den deutschen Auftraggeber ein großer finanzieller Erfolg. Trotzdem ist niemand auf die Idee gekommen, zu sagen: Wir haben super an deiner Arbeit verdient (die du günstiger gemacht hast, als für Filme üblich), hier ist ein kleiner Bonus. (Was nach einer Situation klingt, für die Marcus Off geklagt hat.) Jetzt kommt Teil 2 und da ihm nach 1 niemand an dessen enormen Erfolg beteiligt hat, hat er "von sich aus" eine entsprechende "Anpassung" seiner Gage angeboten, die ja in gewisser Weise den Erfolg des ersten Teils mit einschließt. Oder interpretiere ich da irgendwas falsch?

Nyan-Kun


Beiträge: 4.575

22.02.2019 21:55
#32 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

@Frischi
Vielleicht ließt du mal das Statement von Pan etwas genauer durch. Da das damals ein sehr kleiner Verleih war und das Budget für die Synchro nicht allzu groß war, war Pan dem Verleih sehr entgegen gekommen indem er deutlich weniger verlangt hatte als üblich für ein solches Synchronprojekt. Das man nach dem Erfolg des ersten Films damit rechnete, dass Pan wieder für eine ähnliche Gage den zweiten Film synchronisieren würde war dann von seiten des Verleihs einfach nur dreist.


Frischi


Beiträge: 87

22.02.2019 22:02
#33 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Also sind 15000 eine normale Gage und er hat es für ein Zehntel davon gemacht? Wenn ein Synchronsprecher 15000 pro Film bekommt, heißt das ja, ein Synchronsprecher kann sich jedes Jahr einen neuen AMG kaufen. Aber das kann ja nicht sein, denn er hat ja geschrieben der Kunde meinte "zu seiner Kinogage", also muss was er verlangt hat mehr sein, oder?
PeeWee ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die deutsche Repräsentation einer amerikanischen Firma an dem deutschen Erfolg eines Films verdient. Ich würde meinen es ist wie in jedem Business, die deutsche Firma bekommt ein Budget zur Verfügung gestellt. Wie in jedem Gewerbe üblich, versucht die Firma zu sparen wie es Sinn ergibt, denn alles was unter dem Budget ist, ist dann ihr verdienst.

Frischi


Beiträge: 87

22.02.2019 22:09
#34 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Zitat von Nyan-Kun im Beitrag #32
@Frischi
Vielleicht ließt du mal das Statement von Pan etwas genauer durch. Da das damals ein sehr kleiner Verleih war und das Budget für die Synchro nicht allzu groß war, war Pan dem Verleih sehr entgegen gekommen indem er deutlich weniger verlangt hatte als üblich für ein solches Synchronprojekt. Das man nach dem Erfolg des ersten Films damit rechnete, dass Pan wieder für eine ähnliche Gage den zweiten Film synchronisieren würde war dann von seiten des Verleihs einfach nur dreist.

Das habe ich, aber eine ähnliche Gage und das 10 Fache sind Welten von einander entfernt. Stellt euch vor ein Tonmeister bekommt seine 30€ Kinogage die Stunde und verlangt jetzt beim 2. Teil das 10-Fache. Wäre bei 300€ die Stunde ein Verständnis deinerseits? Natürlich nicht, weil deiner Meinung nach jeder Tonmeister das machen kann. Scheinbar will der Verleih nun beweisen, dass man den Sprecher ebenso ersetzen kann.
Mir ist schon klar, dass ein Tonmeister und ein Sprecher auf unterschiedlichen Ebenen liegen, aber es ist doch wohl nachvollziehbar, dass für jedes Gewerbe, eine 10 Fache Ausgabe, ohne eine 10 Fache Gage für den Verleih, verwirklichbar ist oder?

Brian Drummond


Beiträge: 3.342

22.02.2019 22:17
#35 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Wir reden aber nicht von irgendeinem Synchronsprecher, sondern von Michael Pan, mit 59 Jahren Berufserfahrung. Außerdem hat der Film (also Teil 1) "bundesweit ca. 4 Millionen Kinozuschauer und einen Umsatz von ca. 30 Millionen Euro generiert!"

Nyan-Kun


Beiträge: 4.575

22.02.2019 22:22
#36 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Du scheinst das aus einer ähnlichen Perspektive zu sehen wie der Verleih. Die Sache ist aber die, dass Pan in dem Fall aus Nettigkeit einen unglaublichen Rabatt gewährt hat, wenn man das so sagen kann. Für den Verleih hatte sich das dann als "Normalpreis" etabliert und da fing das ganze Schlamassel im Grunde genommen an. Wenn eine nette Geste so mit Füßen getreten wird dann glaube ich, dass Pan sowas zum letzten mal gemacht hat und beim nächsten Verleih, der so ähnlich um eine geringere Gage bittet mit "Pech gehabt" antwortet und da nicht mehr so entgegenkommend ist.

Zitat von Frischi im Beitrag #33
Also sind 15000 eine normale Gage und er hat es für ein Zehntel davon gemacht? Wenn ein Synchronsprecher 15000 pro Film bekommt, heißt das ja, ein Synchronsprecher kann sich jedes Jahr einen neuen AMG kaufen. Aber das kann ja nicht sein, denn er hat ja geschrieben der Kunde meinte "zu seiner Kinogage", also muss was er verlangt hat mehr sein, oder?

Ein Synchronsprecher ist Freiberuflicher. Man verdient nicht immer 15000€ (vor Steuern!!!). Das kommt ganz auf die Rolle und das entsprechende Synchronprojekt an. Bei einer kleineren Nebenrolle in einer TV-Serie wird er natürlich bekanntlich weniger verlangen. Zudem bekommen nur die wenigsten Sprecher regelmäßig massig Aufträge und dann auch nicht immer dicke Hauptrollen. Der Verdienst schwankt also schon sehr.

Zitat von Frischi im Beitrag #34
Mir ist schon klar, dass ein Tonmeister und ein Sprecher auf unterschiedlichen Ebenen liegen, aber es ist doch wohl nachvollziehbar, dass für jedes Gewerbe, eine 10 Fache Ausgabe, ohne eine 10 Fache Gage für den Verleih, verwirklichbar ist oder?
Ist in der Tat kein so guter Vergleich. Damit brichst du den Beruf des Synchronsprechers auf eine rein technische Ebene herunter. Auch eine Sichtweise, die die US-Verleiher lange Zeit pflegten. Ich sehe das ganze mehr als einen künstlerischen Beruf. Da passt dann auch eher der Vergleich zu Malern oder berühmten Hollywoodschauspieler. Für ein Originalportrait von Da Vinci zahlen die Leute auch Unsummen, die ein wenig bekannter Maler niemals verlangen könnte. Ein Will Smith würde sich für die Gage eines mäßig bekannten deutschen Schauspielers noch nicht einmal bücken. Was da zählt ist die Arbeitserfahrung, gepaart mit Talent und Marktwert. Und da stufe ich den Wert eines Michael Pan deutlich höher ein als die eines soliden Nebenrollensprechers aus Köln oder Hamburg ein.


UFKA8149



Beiträge: 8.445

22.02.2019 22:54
#37 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Zitat von Frischi im Beitrag #29
Ich kenne mich mit dem Businessteil der Branche überhaupt nicht aus, aber er wollte fast das 10 Fache seiner Gage von dem ersten Teil haben und ist verwundert, dass ein Studio ihn unbesetzt? Ist das normal so? Man würde sich wünschten, Synchronsprecher machen den 2. Teil aus Respekt den Fans gegenüber oder Liebe zum Projekt für die selbe Gage.
Ich möchte gar nicht urteilen, ich bin eher neugierig darüber, ob das so üblich ist.

Also sollen Künstler sich konstant weit unter Wert verkaufen, der fAnS wegen.

Pan hat bereits beim ersten Teil den dt. Clavier-Fans zuliebe eine kleinere Gage akzeptiert. Nach einem 30Mio-Überraschungserfolg dann die Position zu vertreten "er soll sich doch nicht anstellen und weiter die selbe Gage wie zuvor nehmen", verdeutlicht einfach nur ein manipuliertes Bewusstsein. Das zeigt, dass Verleihe bereits "Fans" wie dich um den Finger gewickelt haben und ihre Taktik, den Künstlern die Schuld zu geben, bei einigen auf Anklang gefruchtet ist: "Der soll nach meiner Pfeife tanzen, da ich das Geld habe."


iron


Beiträge: 4.307

23.02.2019 15:37
#38 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Zitat von Geppo im Beitrag #24
Zitat von iron im Beitrag #23
Es ist vielleicht einfacher"Ja" zu aagen wenn man einen Kollegen nicht oder kaum persönlich kennt ...


Sorry, iron, aber diese Einstellung ist schon kritikwürdig.



Völlig richtig, ich teile sie ganz und gar nicht. Ich habe lediglich versucht, für solches Verhalten eine Erklärung zu finden, aber keineswegs zu rechtfertigen. Möglicherweise haben Manche Angst vor irgendwelchen unangenehmen Folgen, so irrational oder unberechtigt sie vielleicht auch sein mögen.
Meinen tiefen Respekt für Herrn Münchow und seinen Kollegen, die so und nicht anders gehandelt haben!


"SIE DENKEN DOCH NICHT, WAS ICH DENKE, DASS SIE DENKEN?!"
(Eberhard Haar in "Knight Rider 2000")

Geppo


Beiträge: 160

23.02.2019 16:21
#39 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Eben. Nicht umsonst gibt des den IVS, bzw. den Synchronverband, Die Gilde.

Übrigens sind einige Kommentare auf YouTube zum Trailer eindeutig. https://www.youtube.com/watch?v=0_m1Y13NjL8
Nur so viel dazu, dass das "gemeine Volk" eine Stimmumbesetzung nicht sonderlich bemerkt (die Annahme vieler Filmverleiher).


smeagol



Beiträge: 3.761

25.02.2019 12:21
#40 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Es ist doch alles eine Frage der "Wertigkeit". Ist ein Benjamin Völz 15.000 EUR für die Synchro einer Staffel Akte-X wert? Aus meiner Sicht ja, denn er trägt meiner Meinung nach deutlich zur Wertigkeit des Films hierzulande bei. Sieht das der Verleih auch so? Nein. Der "allgemeine" Konozuschauer? Auch anscheinend: Nein. Und hier liegt das Problem: Michael Pan hat sich ohne Zweifel für Teil 1 "unter Wert" verkauft - aus einem, meiner Meinugn nach, ehrenwerten Ziel heraus und zudem natürlich auch, um einem "seiner" Stars die stimmliche Treue zu halten. Ich finde seine Gagenvorstellung für Teil 2 alles andere als überzogen (sehe ich auch bei Völz so), sondern dem finanziellen Erfolg und in Hinblick darauf, die Hauptrolle zu sprechen, angemessen.


--
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Curt Ackermann für Cary Grant in "Über den Dächern von Nizza"

Geppo


Beiträge: 160

25.02.2019 13:02
#41 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Zitat von smeagol im Beitrag #40
...Aus meiner Sicht ja, denn er trägt meiner Meinung nach deutlich zur Wertigkeit des Films hierzulande bei. Sieht das der Verleih auch so? Nein. Der "allgemeine" Kinozuschauer? Auch anscheinend: Nein. ...


Die Kommentare zum Trailer zeigen jedoch eine andere Meinung. Viele Zuschauer bemerken schon, dass da was nicht stimmt. "Irgendetwas ist anders. Die Stimme ist es!"
Und wir reden hier von 4 Mio. !!! Kinozuschauern, von denen der Verleih zumindest ein Drittel wieder ins Kino ziehen will. Mit dieser Aktion funktioniert das aber nicht.

smeagol



Beiträge: 3.761

26.02.2019 08:45
#42 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Zitat von Geppo im Beitrag #41
Zitat von smeagol im Beitrag #40
...Aus meiner Sicht ja, denn er trägt meiner Meinung nach deutlich zur Wertigkeit des Films hierzulande bei. Sieht das der Verleih auch so? Nein. Der "allgemeine" Kinozuschauer? Auch anscheinend: Nein. ...


Die Kommentare zum Trailer zeigen jedoch eine andere Meinung. Viele Zuschauer bemerken schon, dass da was nicht stimmt. "Irgendetwas ist anders. Die Stimme ist es!"
Und wir reden hier von 4 Mio. !!! Kinozuschauern, von denen der Verleih zumindest ein Drittel wieder ins Kino ziehen will. Mit dieser Aktion funktioniert das aber nicht.

Und wann bemerken sie es? Im Kino / beim Streamen für 4,99 EUR Gebühr. Ein Schaden ist für den Verleih nicht feststellbar = egal. Die Twitter- und Facebookkommentare sind schnell vergessen. Siehe Fluch der Karibik, siehe Akte X. Gerade bei letzterem Fall hätte ich durchaus mit einer Reaktion seitens Fox gerechnet, wenn sich Staffel 10 aus bestimmten Gründen auf DVD/BluRay nicht so verkauft, wie es normalerweise der Fall wäre und man dann nach Gründen im deutschsprachigen Markt sucht. Scheint nicht geschehen zu sein - man ließ Pro7 auf Staffel 11 so synchronisieren, wie Staffel 10 = sowieso egal.


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Slartibartfast



Beiträge: 6.538

26.02.2019 16:18
#43 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Mich würde mal interssieren, welche "Kinogage" hier gemeint ist. Scheint ja mehrere Größenordnungen zu geben. Die 15.000 liegen offenbar darüber.
Ich stimme Frischi zu, dass ein zehnfacher Betrag etwas hochgegriffen ist, vor allem wenn es offensichtlich mehrere Gagenklassen gibt, die Pan hätte aufrufen können, und andere Sprecher, die auch keine No-Names sind, sehr wohl bereit sind, für weniger zu arbeiten. Das passt alles nicht zussammen.

Ich halte auch nichts von der wiederholten Auffasung, bestimmte Sprecher "seien eben teurer". So entsteht sicher keine Einigkeit in der Branche. Und weil wieder das Völz-Bespiel kam: Ja, "Akte-X" kam u.a. wegen Völz zu seinem großen Erfolg, aber auch Völz selbst sollte bedenken, dass er vielleicht wegen dieses Erfolgs erst in der Lage war, höhere Gagen aufzurufen. Läuft mir alles zu einseitig.


Gruß
Martin
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smeagol



Beiträge: 3.761

26.02.2019 17:16
#44 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Dwayne Johnson wird heute auch eine andere Gage aufrufen seit seinen „Scorpion King“-Tagen. Ich verstehe nicht, warum der Wert eines Schauspieleres bzw. seiner Leistung nicht steigen sollte, je mehr er zum Erfolg eines Filmes / einer Serie beigetragen hat. Ob Big Bang Theory, Friends ... usw.: Warum ist ein Benjamin Völz bzw. ein Michael Pan nach einem so großen Erfolg nicht auch „mehr wert“? Die Höhe der Gage ist dann ja noch Verhandlungssache, aber warum sollte so jemand vor dem Hintergrund eines solchen finanziellen Erfolgs nicht (um eine Summe in der Mitte zu nennen) 9.500 EUR „wert sein“?

Hier liegt doch (meiner Meinung nach) das Problem: Die Stimme von Michael Pan ist es nicht wert und die von Benjamin Völz für Akte-X auch nicht, weil auch ohne deren Mitwirkung das Geld verdient wird. Und die, die wir aber doch so gerne dieselbe, vertraute Stimme hören wollen, sind eben in der Unterzahl. Einen David Duchovny will man unbedingt an Bord haben - seine deutsche Stimme: Who cares? Sehe ich anders, ich hätte auch lieber 10,- pro DVD-Box mehr bezahlt dafür. Aber - wo soll also die Wertigkeit herkommen? Eben.


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Slartibartfast



Beiträge: 6.538

04.03.2019 10:39
#45 RE: Monsieur Claude 2 (Frankreich 2019) Zitat · antworten

Zitat von smeagol im Beitrag #44
Dwayne Johnson wird heute auch eine andere Gage aufrufen seit seinen „Scorpion King“-Tagen. Ich verstehe nicht, warum der Wert eines Schauspieleres bzw. seiner Leistung nicht steigen sollte, je mehr er zum Erfolg eines Filmes / einer Serie beigetragen hat. Ob Big Bang Theory, Friends ... usw.: Warum ist ein Benjamin Völz bzw. ein Michael Pan nach einem so großen Erfolg nicht auch „mehr wert“? Die Höhe der Gage ist dann ja noch Verhandlungssache, aber warum sollte so jemand vor dem Hintergrund eines solchen finanziellen Erfolgs nicht (um eine Summe in der Mitte zu nennen) 9.500 EUR „wert sein“?


Wenn es Verhandlungssache wäre, steht es es jeder Seite frei, Nein zu sagen. Genau das ist hier passiert (wieder mal).
Trotzdem ist das Ergebnis nicht befriedigend. Kann also wohl doch nicht so einfach sein.

Und der Vergleich mit den Kinostars ist ebenso eine Milchbrötchenrechnung. Erstens kann nicht jeder Star einfach eine x-beliebige Gae aufrufen, die dann blind bezahlt wird. Da wird ebnfalls geschachert und intrigiert, bis das Blut spritzt.
Zweitens ist es glaube ich typisch deutsch, einerseits die Mechanismen des Markts ins Feld zu führen und dann mit gleichzeitig Moral zu kommen. Wenn der eine mehr bekommt, hat der andere auch mehr "verdient". Am besten noch automatisch. Käme irgendwer auf die Idee, wenn Ronaldo für 100 Mio. den Verein wechselt, dass dann sein Friseur (der ebenfalls behaupten könnte, er habe Anteil am Vermarktungserfolg des Stars) ab sofort auch mehr Kohle bekommt?

Sicher ist es unschön, wenn in einer Branche die Preise immer weiter gedrückt werden (wobei es durchaus mittlerweile Effekte in die andere Richtung gibt). Aber gerade wenn man seine Stammrollen behalten will, ist es nötig auch mal in den saueren Apfel zu beißen und weniger Gage zu verlangen. Die Nachfrage in der Künstlerbranche lebt von Vitamin-B und Gefälligkeiten und zwar bei beiden Verhandlungspartnern.
Gagenpoker oder gewerkschaftliche Dogmen sind aus meiner Erfahrung eher kontraproduktiv.


Gruß
Martin
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