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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 1.205 mal aufgerufen
 Filme: Klassiker
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lupoprezzo


Beiträge: 2.642

22.06.2019 21:03
#16 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #14
Aber haben denn Diedrich und Thomas für die Aventin gearbeitet? Und für den Constantin-Verleih?


Schwer zu sagen. Constantin hat je eher selten Infos zu Buch und Regie bekannt gegeben. Soweit ich's erinnere ist Manfred R. Köhler tatsächlich der einzige, der dort in den 1960ern häufiger mal im Vorspann genannt wurde und ich vermute, dass er da wohl Wert drauf legte (es sich evtl. sogar vertraglich zusichern ließ). Auffällig z.B. bei den FU MAN CHU-Filmen: Nur im vierten Film der Serie wird der deutsche Bearbeiter genannt und es ist... Manfred Köhler. Bei den anderen vier Filmen gibt's keine Infos zum Bearbeiter.

Ist natürlich alles spekulativ, aber mir macht es gerade Spaß...

Beim RÄTSEL DES SILBERNEN DREIECKS ging es von Fertigstellung bis zum deutschen Kinostart extrem schnell. Der Film wurde erst Ende Januar 1966 in England fertiggestellt und bereits im April in Deutschland gestartet, so dass für die dt. Bearbeitung nur Februar bis April bleiben. Köhler hatte aber gerade erst AGENT 505 - TODESFALLE BEIRUT abgedreht und war dann im April schon wieder mit den Dreharbeiten von DAS GEHEIMNIS DER GELBEN MÖNCHE beschäftigt. Drehbuch und Pre-production dazu wird auch etwas Zeit in Anspruch genommen haben, so dass die Zeit für Synchronaufgaben da auf jeden Fall knapp war.


Gruß
Horst

MrTwelve



Beiträge: 529

17.10.2019 18:05
#17 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #1

Edgar Wallace                        (nicht vorhanden)               Alfred Vohrer



Dass Vohrers Stimme auch in Filmen zu hören war, die nicht von ihm gedreht wurden, kam ja öfters vor. Interessant ist es hier, dass seine Stimme beim "Dreieck" auch in einem Film zu hören ist, der gar nicht von der Rialto Film, sondern von einem anderen Produzenten stammt. Das war das einzige Mal, dass ein anderer Produzent die Aufnahme mit Vohrers Stimme übernommen hat, oder?

Ungewohnt ist für einen Wallace-Film hier die Münchener Synchro, da man da ja sonst Berliner Sprecher gewohnt ist (ähnlich wie bei "Das Vermächtnis des Inka" bei den Karl-May-Filmen). Auch in den Filmen, in denen überwiegend Deutsche in Nebenrollen zu sehen sind, sieht - bzw. hört - man ja damalige Berliner Sprecher in Klein- und Kleinstrollen.

Die deutsche Fassung nennt Werner Jacobs (bekannt durch Lausbuben-, Lümmel-, Willi-, Heintje-, Peter Alexander- und Roy Black-Filme) als Regisseur, die englische dagegen John Llewellyn Moxey. Wikipedia meint, der eigentliche Regisseur sei Moxey und Jacobs wäre lediglich Regie-Koordinator gewesen. Vielleicht ist die Frage hier etwas fehl am Platz, aber weiß jemand, wie genau das mit der Regie bei diesem Film war und was genau ein Regie-Koordinator macht (und ob es richtig ist, ihn als Regisseur auszuweisen)?

berti


Beiträge: 15.690

17.10.2019 18:46
#18 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von MrTwelve im Beitrag #17
Wikipedia meint, der eigentliche Regisseur sei Moxey und Jacobs wäre lediglich Regie-Koordinator gewesen. Vielleicht ist die Frage hier etwas fehl am Platz, aber weiß jemand, wie genau das mit der Regie bei diesem Film war und was genau ein Regie-Koordinator macht (und ob es richtig ist, ihn als Regisseur auszuweisen)?

Ähnlich wie bei Wikipedia steht es auch bei Joachim Kramp, der sicher Einblick in die Produktionsunterlagen hatte. Und Christos Tses erzählt eine Anekdote, gemäß der Jacobs bei Anweisungen zu sehr ins Detail gegangen sei und Moxey ihn daran erinnert habe, dass er (Moxey) der Regisseur sei.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 12.315

17.10.2019 19:01
#19 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

"Ähnlich" ist gut - Wikipedia hat es ja auch aus genau diesen Quellen. Jacobs sollte wohl vor allem dafür sorgen, dass die deutschen Schauspieler in der rein britischen Produktion nicht untergingen und seine Nennung stärkeren deutschen Einfluss vorgaukeln, als es tatsächlich der Fall war.
Kramp sollte man mit Vorsicht genießen, Tses ist durch seine vielfältigen Schauspielerinterviews wahrscheinlich deutlich näher an der Realität.

Gruß
Stefan


berti


Beiträge: 15.690

17.10.2019 19:44
#20 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
Kramp sollte man mit Vorsicht genießen, Tses ist durch seine vielfältigen Schauspielerinterviews wahrscheinlich deutlich näher an der Realität.

Dass du von Kramp nicht viel hältst, ist ja bekannt. Aber aufgrund seiner Einblicke in Produktionsunterlagen würde ich seine Angaben hier nicht unbedingt in Zweifel ziehen.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
"Ähnlich" ist gut - Wikipedia hat es ja auch aus genau diesen Quellen.

Da es dort keine Fußnote zu dieser Angabe gibt, habe ich es sicherheitshalber erwähnt.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
Jacobs sollte wohl vor allem dafür sorgen, dass die deutschen Schauspieler in der rein britischen Produktion nicht untergingen und seine Nennung stärkeren deutschen Einfluss vorgaukeln, als es tatsächlich der Fall war.

Ob er wohl die letzte Szene mit Heinz Drache gedreht hat, die wohl nur für die deutsche Version verwendet wurde? Bei anderen Szenen, die in der englischen Fassung auf DVD nicht enthalten sind könnte es theoretisch sein, dass diese auch von Moxey stammen. Aber das alternative Ende passt in die Tendenz der deutschen Fassung, Carls Part stärker hervorzuheben.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 12.315

17.10.2019 20:35
#21 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Unwahrscheinlich, dass ein zweiter Regisseur bei Alternativszenen zum Einsatz kam, zumal ein Großteil davon schlicht zusätzliche Einstellungen bzw. Verlängerungen der auch in der englischen Fassung gedrehten sind. Möglich, dass Moxey solche wie Drache vor der Höhle seinem Assistenten oder Jacobs überließ, aber ich denke, dass Jacobs vor allem das tat, was auch bei Tses geschildert wird: er beschäftigte sich ausschließlich mit Motivation und Spiel der (deutschen) Schauspieler.

Gruß
Stefan

kogenta



Beiträge: 1.755

17.10.2019 22:46
#22 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Im Audio-Kommentar mit John Moxey auf der US-DVD kann sich dieser auf Nachfrage überhaupt nicht an Werner Jacobs erinnern und grübelt, wer das wohl gewesen sein könnte. Somit wohl offensichtlich, dass Jacobs keinen nennenswerten Beitrag zum Film geleistet hat.

Gruß, kogenta


MrTwelve



Beiträge: 529

21.11.2020 17:49
#23 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #1

Gregor/Boris (Christopher Lee) Heinz Engelmann
Barberini (Anthony Newlands) Herbert Weicker



Eigentlich schon merkwürdig, dass Herbert Weicker nicht auf Christopher Lee besetzt wurde (obwohl er ihn damals schon öfter sprach) und dafür eine andere Rolle im Film spricht.

Zitat von berti im Beitrag Eine Stimme, mehrere Darsteller in einem Film
In "Das Rätsel des silbernen Dreiecks" hat Norbert Gastell zwei Cameos, beide Male als Polizist: Zuerst informiert er Inspektor Elliott bei dessen Eintreffen am Tatort über den Raubüberfall und gegen Ende ist er kurz auf dem Polizeirevier zu hören.


Ist das evtl. die Szene, in der Sir John Inspektor Elliott bereits gratuliert und dieser darauf einwendet, er hätte den Täter noch nicht? Ich gebe zu, ich konnte Norbert Gastell an keiner zweiten Stelle heraushören (am Anfang des Films hingegen schon).

Ach ja, und: Auch wenn das kaum relevant ist: Ca. 6 min vor Ende des Film, in der Szene, in der die Zirkusnummer mit Eddi Arent geübt wird, konnte ich noch Dietrich Thoms als Zirkusarbeiter erkennen. Er sagt aber nur: "Fertig, Mr. Fleming!" aus dem Off, man sieht alle anderen nur von hinten. Da einen Darsteller zuzuordnen, wird wohl unmöglich sein.


berti


Beiträge: 15.690

21.11.2020 23:02
#24 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Aus heutiger Sicht ist die Besetzung von Weicker auf den Direktor sicher überraschend. Allerdings hatte er Lee zu dieser Zeit erst einmal gesprochen ("Ich, Dr. Fu Man Chu").

Was die mögliche zweite Rolle von Gastell angeht, so werde ich die dafür in Frage kommenden Szenen nochmal durchgehen und dir dann Bescheid geben.

MrTwelve



Beiträge: 529

22.11.2020 11:06
#25 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Ich hatte das jetzt nur im Kopf, dass Weicker Lee in der 2. Hälfte der 1960er öfter sprach, ohne an die genauen Jahreszahlen zu denken. Aber stimmt, die meisten Einsätze - wie eben z. B. Dr. Fu Man Chu oder "Die Schlangengrube und das Pendel" kamen erst nach dem "Dreieck". Selbst der zweite "Fu Man Chu"-Film von 1966 - für den man Weicker lobenswerterweise nach Berlin holte - wurde wohl erst nach dem "Dreieck" synchronisiert (zumindest kam er später ins Kino).

Chow Yun-Fat


Beiträge: 4.589

22.11.2020 11:15
#26 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Das hatte mich zuletzt in DER FLÜSTERNDE TOD (1976) überrascht. Herbert Weicker ist dabei, aber eben nicht für Christopher Lee. Wobei ich Christian Marschall hier echt gut und passend fand.

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