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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 758 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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lupoprezzo


Beiträge: 2.565

22.06.2019 21:03
#16 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #14
Aber haben denn Diedrich und Thomas für die Aventin gearbeitet? Und für den Constantin-Verleih?


Schwer zu sagen. Constantin hat je eher selten Infos zu Buch und Regie bekannt gegeben. Soweit ich's erinnere ist Manfred R. Köhler tatsächlich der einzige, der dort in den 1960ern häufiger mal im Vorspann genannt wurde und ich vermute, dass er da wohl Wert drauf legte (es sich evtl. sogar vertraglich zusichern ließ). Auffällig z.B. bei den FU MAN CHU-Filmen: Nur im vierten Film der Serie wird der deutsche Bearbeiter genannt und es ist... Manfred Köhler. Bei den anderen vier Filmen gibt's keine Infos zum Bearbeiter.

Ist natürlich alles spekulativ, aber mir macht es gerade Spaß...

Beim RÄTSEL DES SILBERNEN DREIECKS ging es von Fertigstellung bis zum deutschen Kinostart extrem schnell. Der Film wurde erst Ende Januar 1966 in England fertiggestellt und bereits im April in Deutschland gestartet, so dass für die dt. Bearbeitung nur Februar bis April bleiben. Köhler hatte aber gerade erst AGENT 505 - TODESFALLE BEIRUT abgedreht und war dann im April schon wieder mit den Dreharbeiten von DAS GEHEIMNIS DER GELBEN MÖNCHE beschäftigt. Drehbuch und Pre-production dazu wird auch etwas Zeit in Anspruch genommen haben, so dass die Zeit für Synchronaufgaben da auf jeden Fall knapp war.


Gruß
Horst

MrTwelve



Beiträge: 468

17.10.2019 18:05
#17 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #1

Edgar Wallace                        (nicht vorhanden)               Alfred Vohrer



Dass Vohrers Stimme auch in Filmen zu hören war, die nicht von ihm gedreht wurden, kam ja öfters vor. Interessant ist es hier, dass seine Stimme beim "Dreieck" auch in einem Film zu hören ist, der gar nicht von der Rialto Film, sondern von einem anderen Produzenten stammt. Das war das einzige Mal, dass ein anderer Produzent die Aufnahme mit Vohrers Stimme übernommen hat, oder?

Ungewohnt ist für einen Wallace-Film hier die Münchener Synchro, da man da ja sonst Berliner Sprecher gewohnt ist (ähnlich wie bei "Das Vermächtnis des Inka" bei den Karl-May-Filmen). Auch in den Filmen, in denen überwiegend Deutsche in Nebenrollen zu sehen sind, sieht - bzw. hört - man ja damalige Berliner Sprecher in Klein- und Kleinstrollen.

Die deutsche Fassung nennt Werner Jacobs (bekannt durch Lausbuben-, Lümmel-, Willi-, Heintje-, Peter Alexander- und Roy Black-Filme) als Regisseur, die englische dagegen John Llewellyn Moxey. Wikipedia meint, der eigentliche Regisseur sei Moxey und Jacobs wäre lediglich Regie-Koordinator gewesen. Vielleicht ist die Frage hier etwas fehl am Platz, aber weiß jemand, wie genau das mit der Regie bei diesem Film war und was genau ein Regie-Koordinator macht (und ob es richtig ist, ihn als Regisseur auszuweisen)?

berti


Beiträge: 15.164

17.10.2019 18:46
#18 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von MrTwelve im Beitrag #17
Wikipedia meint, der eigentliche Regisseur sei Moxey und Jacobs wäre lediglich Regie-Koordinator gewesen. Vielleicht ist die Frage hier etwas fehl am Platz, aber weiß jemand, wie genau das mit der Regie bei diesem Film war und was genau ein Regie-Koordinator macht (und ob es richtig ist, ihn als Regisseur auszuweisen)?

Ähnlich wie bei Wikipedia steht es auch bei Joachim Kramp, der sicher Einblick in die Produktionsunterlagen hatte. Und Christos Tses erzählt eine Anekdote, gemäß der Jacobs bei Anweisungen zu sehr ins Detail gegangen sei und Moxey ihn daran erinnert habe, dass er (Moxey) der Regisseur sei.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

17.10.2019 19:01
#19 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

"Ähnlich" ist gut - Wikipedia hat es ja auch aus genau diesen Quellen. Jacobs sollte wohl vor allem dafür sorgen, dass die deutschen Schauspieler in der rein britischen Produktion nicht untergingen und seine Nennung stärkeren deutschen Einfluss vorgaukeln, als es tatsächlich der Fall war.
Kramp sollte man mit Vorsicht genießen, Tses ist durch seine vielfältigen Schauspielerinterviews wahrscheinlich deutlich näher an der Realität.

Gruß
Stefan


berti


Beiträge: 15.164

17.10.2019 19:44
#20 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
Kramp sollte man mit Vorsicht genießen, Tses ist durch seine vielfältigen Schauspielerinterviews wahrscheinlich deutlich näher an der Realität.

Dass du von Kramp nicht viel hältst, ist ja bekannt. Aber aufgrund seiner Einblicke in Produktionsunterlagen würde ich seine Angaben hier nicht unbedingt in Zweifel ziehen.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
"Ähnlich" ist gut - Wikipedia hat es ja auch aus genau diesen Quellen.

Da es dort keine Fußnote zu dieser Angabe gibt, habe ich es sicherheitshalber erwähnt.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #19
Jacobs sollte wohl vor allem dafür sorgen, dass die deutschen Schauspieler in der rein britischen Produktion nicht untergingen und seine Nennung stärkeren deutschen Einfluss vorgaukeln, als es tatsächlich der Fall war.

Ob er wohl die letzte Szene mit Heinz Drache gedreht hat, die wohl nur für die deutsche Version verwendet wurde? Bei anderen Szenen, die in der englischen Fassung auf DVD nicht enthalten sind könnte es theoretisch sein, dass diese auch von Moxey stammen. Aber das alternative Ende passt in die Tendenz der deutschen Fassung, Carls Part stärker hervorzuheben.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

17.10.2019 20:35
#21 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Unwahrscheinlich, dass ein zweiter Regisseur bei Alternativszenen zum Einsatz kam, zumal ein Großteil davon schlicht zusätzliche Einstellungen bzw. Verlängerungen der auch in der englischen Fassung gedrehten sind. Möglich, dass Moxey solche wie Drache vor der Höhle seinem Assistenten oder Jacobs überließ, aber ich denke, dass Jacobs vor allem das tat, was auch bei Tses geschildert wird: er beschäftigte sich ausschließlich mit Motivation und Spiel der (deutschen) Schauspieler.

Gruß
Stefan

kogenta



Beiträge: 1.720

17.10.2019 22:46
#22 RE: Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Dreieck (Circus of Fear a.k.a. Psycho-Circus, UK 1966) Zitat · antworten

Im Audio-Kommentar mit John Moxey auf der US-DVD kann sich dieser auf Nachfrage überhaupt nicht an Werner Jacobs erinnern und grübelt, wer das wohl gewesen sein könnte. Somit wohl offensichtlich, dass Jacobs keinen nennenswerten Beitrag zum Film geleistet hat.

Gruß, kogenta


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