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Dieses Thema hat 38 Antworten
und wurde 13.423 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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Videonaut


Beiträge: 74

19.12.2015 23:45
#16 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

In einer Filmografie wird für die Erstaufführung (mit deutschen Untertiteln) für die SBZ der 11.04.1947 angegeben, als Sendedatum der 28.05.1977. Da der Film parallel in zwei verschiedenen Fassungen gedreht wurde, muss das den anderen Angaben noch nicht mal widersprechen.


Gruß
Videonaut

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.294

20.12.2015 09:34
#17 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Zitat von Videonaut im Beitrag #16
In einer Filmografie wird für die Erstaufführung (mit deutschen Untertiteln) für die SBZ der 11.04.1947 angegeben, als Sendedatum der 28.05.1977. Da der Film parallel in zwei verschiedenen Fassungen gedreht wurde, muss das den anderen Angaben noch nicht mal widersprechen.


Wie unterscheiden sich diese Fassungen?


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

Videonaut


Beiträge: 74

20.12.2015 10:31
#18 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Augenscheinlich in der Laufzeit (1 негатив — 9 частей, 2147 метра; 2 негатив — 9 частей, 2380 метра / 1. Negativ - neun Rollen, 2147 Meter; 2. Negativ - neun Rollen, 2380 Meter), ansonsten kann ich nur sagen, dass schon ziemlich zum Anfang eine Szene etwas anders gespielt und verschieden lang war (danach habe ich den Gedanken, den Icestorm-Ton mit dem um einiges besseren Ruscico-Bild zusammenzubringen aufgegeben und nicht weiter verglichen). Während auf den meisten russischen DVDs die Laufzeit des Films wie auch bei Icestorm irgendwas zwischen 77 und 78 Minuten beträgt, sind es bei Ruscico 83,5 Minuten.

Edit/Am Rande: "Die steinerne Blume" ist nicht der erste russische Farbfilm*, sondern der erste auf Agfacolor gedrehte russische Farbfilm. Wenn ich mir die beiden Fassungen so angucke, zweifle ich aber bald daran, dass das auch für die kürzere Fassung zutrifft - dass der eklatante Unterschied nur durch die Restauration bei/für Ruscico bedingt sein soll, mag ich kaum glauben.

*Die Information geht zurück auf DER SPIEGEL 16/1947. Richtig wäre die Formulierung "der erste in Farbe gedrehte russische Spielfilm" gewesen.


Gruß
Videonaut

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

20.12.2015 20:12
#19 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Zitat von Videonaut im Beitrag #18
Edit/Am Rande: "Die steinerne Blume" ist nicht der erste russische Farbfilm*, sondern der erste auf Agfacolor gedrehte russische Farbfilm.

Da erklär mir mal bitte den Unterschied - dass es ein alternatives russisches Farbfilmsystem gegeben haben soll (zwingend notwendig, wenn es einen früheren Farbfilm gegeben haben soll), ist mir wahrlich nicht bekannt.
Zitat von Videonaut im Beitrag #18
dass der eklatante Unterschied nur durch die Restauration bei/für Ruscico bedingt sein soll, mag ich kaum glauben.

Dann hast Du offenbar noch nie "Abenteuer im Zauberwald" zwischen Ruscico und Icestorm vergleichen können - der Unterschied ist eklatant. Ruscico stand das Negativ zur Verfügung, während Icestorm nur eine gewöhnliche Kinokopie (ORWO = stark wechselhafte Qualität) zur Verfügung hatte, die zudem noch von einem deutschen Negativ stammt, das von einer Kopie gezogen wurde, die vom russischen Negativ kam - mindestens. Der Generationenverlust ist da bedeutend. Man braucht nur die auf VHS veröffentlichte Kopie von "Das kalte Herz" mit der restaurierten Fassung auf DVD zu vergleichen - was für ein Unterschied.

Gruß
Stefan


Videonaut


Beiträge: 74

20.12.2015 20:26
#20 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Der erste russische Farbfilm ist der viragierte Film "Nachtigall, kleine Nachtigall" ("Груня Корнакова" 1936).


Gruß
Videonaut

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

20.12.2015 21:06
#21 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Virage ist eingefärbter Film, kein Farbfilm, ebensowenig wie nachcolorierte s/w-Filme Farbfilme sind.

Gruß
Stefan

Videonaut


Beiträge: 74

20.12.2015 21:26
#22 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Das erlaube ich mir weiterhin anders zu sehen.


Gruß
Videonaut

Heinz Klett


Beiträge: 23

20.12.2015 21:27
#23 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Die tolle Qualität der Restaurationen vom Originalnegativ hat ja nichts mit dem Farbsystem zu tun. Die Russen haben doch einfach das alte Agfa gekapert und dann selbst eingesetzt. In der DDR hieß das dann eben Orwo. Die Qualität des Materials war ja in den ersten Jahren sehr schwach. Grau, flackerig, schwache Farben. Aber so war es nun mal. AGFA hat sein Material stetig verbessert, bei ORWO hat sich kaum was getan. Die Negative waren schon gut, aber man konnte die gute Qualität nur bedingt in die Kopien retten. Deshalb können die Filme heute gut aussehen. Das Farbsystem der Negative ist und bleibt aber Agfa, bzw. Orwo.

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.294

20.12.2015 22:03
#24 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Zitat
1 негатив — 9 частей, 2147 метра; 2 негатив — 9 частей, 2380 метра / 1. Negativ - neun Rollen, 2147 Meter; 2. Negativ - neun Rollen, 2380 Meter



Gibt es wohl irgendwo eine Online-Datenbank mit russischen Meterzahlen?


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

Heinz Klett


Beiträge: 23

20.12.2015 23:33
#25 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Es könnte ja tatsächlich sein, dassm an - wie auch bei den ersten deutschen Farbfilmen - mehrere Negative aus alternativen Takes gebastelt hat. Einfach, weil man das Originalnegativ aus Qualitätsgründen nicht kopieren konnte. Das wäre eine gute Erklärung für die Neusynchro in den 70er. In den 40er wäre dann das Auslandsnegativ zum Einsatz gekommen und später vielleicht das Original. Oder umgekehrt? Wer weiß es schon.
ä

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

20.12.2015 23:38
#26 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Es handelt sich nicht nur um alternative Einstellungen (wie bei den Normal- und Scope-Fassungen von Ptuschkos "Ilja Muromez" und "Sampo", sondern auch um unterschiedliche Szenen, zumindest soweit ich es verfolgt habe, bis ich (wahrscheinlich fast an der gleichen Stelle wie Videonaut) den Versuch abbrach, Ruscico und deutschen Ton zu kombinieren. Genaueres kann ich vielleicht in ein paar Wochen sagen, denn mittlerweile habe ich Lust bekommen, mir diese Fassung doch noch zu kaufen und sie mehr unter die Lupe zu nehmen.

Gruß
Stefan

Jeannot



Beiträge: 2.110

23.01.2016 16:37
#27 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Aschenbrödel
(Soluschka)
Lenfilm 1947
RE Adeschda Koschewerowa, Michail Schapiro

DE 14.11.1947
DEFA
RE und Buch: Volker J. Becker

Aschenbrödel - Janina Sheimo - Gudrun Genest (Gesang: Rita Streich, Staatsoper Berlin)
Prinz - Alexej Konzowskij - Ullrich Hoffmann (Gesang: Ullrich Hoffmann)
König - Erast Garin - Hugo Schrader
Stiefmutter - Faina Ranewskaja - Erna Sellmer
gute Fee - Wawrawa Miasnikowa - Käthe Haack
Page - Igor Klemenkow - Michael Günther
Korporal - Sergej Filipow - Walter Altenkirch

Eine liebevolle, kindergerechte, sehr gelungene Verfilmung, die den nervenden 3-HASELNÜSSE-Quark spielend in die Tasche steckt


"Wenn du den Auftrag ausgeführt hast, kommst du sofort nach Afrika!" (Wolfgang Eichberger für Piero Lulli in MACISTE IM KAMPF MIT DEM PIRATENKÖNIG)

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

31.01.2016 11:15
#28 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

"Lockendes Glück/Sadkos Abenteuer" (Sadko)

DDR-Premiere: 7.5. 1953
DEFA-Studio für Synchronisation, Berlin/Potsdam
Dialog und Regie: Ilse Stobrawa
Schnitt: Ursula Freund
Ton: Erwin Kropf, Herbert Henke


Sadko Sergej Stoljarow Horst Naumann
Ljubawa Alla Larionowa Isot Kilian
Trifon Michail Trojanowski Hans Ulrich
Wyschata Nadir Malischewski Maximilian Larsen
Iwaschka W. Surowzew Jürgen Krause
Kusma Juri Leonidow Harald Sawade
Timofej Larionowitsch Iwan Perewersew Alfred Haase
Omeljan Danilowitsch Nikolai Krjutschkow Guido Goroll
Mönch Sergej Martinson Hans Fiebrandt
Maharadscha Michail Astangow Albert Venohr
Anführer der Heerscharen Lew Fenin Walter Schramm
Meereszar Stepan Kajukow Manfred Schäffer
Königin der Quellen Olga Wiklandt Lou Seitz
Prinzessin Ilmen Ninel Myschkowa Ursula Meißner
Phoenix Lidija Wertinskaja Rita Mosch

Gruß
Stefan

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

07.03.2016 22:31
#29 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Nochmal zum Mysterium "Die steinerne Blume": Da sich die Angaben auf der Seite der DEFA-Stiftung zum Neustart 1973 klar auf die alte Synchro beziehen und bei der TV-Erstsendung weder die Angabe zu finden ist, ob es die Alt- oder Neusynchro ist oder gar die untertitelte Originalfassung (wenn es sich um das 2. Programm handelte, wäre das nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich), kommt durchaus in Frage, dass die Neusynchro DOCH nach 1977 erstellt wurde.
Klarheit könnte hier nur noch eine bestätigte Angabe aus den Jahrbüchern bringen - wenn die jemand entdecken könnte, wäre ein hartnäckiges Rätsel gelöst.

Gruß
Stefan

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.380

26.04.2017 19:15
#30 RE: Sowjetische Märchenfilme Zitat · antworten

Zwei Märchenfilme im (damals) modernen Ambiente - und entsprechend didaktisch und betont sozialistisch, aber auch dadurch aus heutiger Sicht unterhaltsam.

"Der Zauberer aus der Flasche" (Старик Хоттабыч)

DDR-Kinopremiere: 30.12. 1957
DEFA-Studio für Synchronisation, Berlin
Dialog: Annette Ihnen
Regie: Inge Müller

Chottabytsch         Nikolai Wolkow           Wolf von Beneckendorff
Wolka Aleksej Litwinow Ulrich Gürtler
Shenja Gennadi Chjudakow Peer Jäger
Goga Lew Kowaltschuk Holger Mahlich (!)
Warwara Stepanowna Olga Tscherkassowa Charlotte Küter
Gogas Mutter Wera Romanowa Maria Rouvel
Muchamedow Jefim Kopeljan J. Peter Dornseif
Doktor Aleksandr Larikow Arthur Malkowsky


"Der Zaubermantel" (Волшебный халат)

DDR-Kinopremiere: 17.6. 1966
DEFA-Studio für Synchronisation, Berlin
Dialog: Harald Thiemann
Regie: Margot Seltmann
Moschun-Agajew       Movsoum Sanani           Helmut Müller-Lankow
Io-Kio Anatoli Falkowitsch Herwart Grosse
Raschid Aser Kurbanow Manfred
Sarifa Solmas Gatamowa Ingrid
Direktor ? Helmut Müller-Lankow (! - keine Ahnung warum, zumal er seine Stimme auch nicht verstellte)

Gruß
Stefan


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