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Dieses Thema hat 141 Antworten
und wurde 13.442 mal aufgerufen
 Filme: Klassiker
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Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

03.10.2005 16:46
James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Suche die Sprecher von dem Sohn, der Bond am Flughafen abholt und von dem Schach-Gegner des Phantom-Mitarbeiters am Anfang.

Francis de Wolff wurde, meiner Meinung nach, eindeutig von Stanislav Ledinek und nicht von Gerhard Geisler gesprochen.

------------------
"Ja, ich bin tot!"
Curt Ackermann für Jock Mahoney in "Overland Pacific"


Thodde


Beiträge: 31

03.10.2005 22:00
#2 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Vladek Sheybal (als Kroonsteen, der Schachspieler) wird von Jürgen Thormann gesprochen. Die Stimme hat er auch in SHOGUN.


Slartibartfast



Beiträge: 6.500

03.10.2005 22:05
#3 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Kronsteen IST aber der Phantomagent, oder?
Gefragt war nach seinem Gegner ("Gratuliere, Söa, ein brillanter Zug...")
Ich weiß nicht, ob der eigentlich noch mehr als das sagt.

Gruß
Martin
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Andy-C


Beiträge: 425

04.10.2005 09:23
#4 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Zitat von Mücke
Francis de Wolff wurde, meiner Meinung nach, eindeutig von Stanislav Ledinek und nicht von Gerhard Geisler gesprochen.
Francis de Wolff spielte doch den Vavra (was sich der Chef von den Zigeunern war), und da der überhaupt kein Wort englisch (resp. deutsch) gesprochen hat, würde mich wundern, wenn man den überhaupt synchronisiert hat.


- - - - - - - - - - - - - - -
Alan Rickman kann man nicht adäquat synchronisieren.


Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2005 19:38
#5 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Er wurde synchronisiert, keine Frage. Hört man eindeutig. Und meiner Meinung nach war es zweifelsohne Stanislav Ledinek.

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"Ja, ich bin tot!"
Curt Ackermann für Jock Mahoney in "Overland Pacific"


Thodde


Beiträge: 31

07.10.2005 20:58
#6 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Zitat von Slartibartfast
Kronsteen IST aber der Phantomagent, oder?
Gefragt war nach seinem Gegner ("Gratuliere, Söa, ein brillanter Zug...")
Ich weiß nicht, ob der eigentlich noch mehr als das sagt.
Gruß
Martin

Da hab ich mich verlesen, Sorry. Hatte ganz vergessen, dass der Gegner überhaupt was sagt.


berti


Beiträge: 16.473

17.11.2008 21:02
#7 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Offenbar wurden bei diesem Film an drei Stellen Schnitte durchgeführt, nachdem er zuvor komplett synchronisiert wurde. In einem Fanforum hab ich mal gelesen, dass die entsprechenden Kürzungen bei allen international im Umlauf befindlichen Kopien vorhanden sind.

Als Rosa Klebb Tatyana Romanowa Anweisungen gibt, liest sie aus ihrer Akte vor "Sie haben drei Liebhaber ge...". Tatyana ruft aus "Muss ich auf eine so intime Frage antworten?", ohne dass eine direkte Frage gestellt wurde. Auserdem ist zwischen beiden Sätzen ein Tonschnitt in der DF zu hören (im Original nicht). Rosa Klebb schlägt wütend auf den Tisch und schreit: "Sie sind nicht hier, um Fragen zu stellen. Sie vergessen daran gehabt?". Auch hier liegt offenbar ein Schnitt vor, denn der Tonschnitt erfolgt gleichzeitig mit dem Bildschnitt zu Tatyana. Sie antwortet "Ich war verliebt".

Als Bond Tatyana in seinem Bett vorfindet, sagt sie ihm, er sehe so aus wie auf dem Foto in seiner Akte. Plötzlich wird zu Bond geschnitten, der sagt: "... sagen: Ich habe noch nie ein so hübsches Mädchen gesehen."

Der dritte Schnitt ist in der Schlussszene in Venedig zu hören. Während Bond sich den Film ansieht, sagt er "Wenn das so weitergeht, werden wir noch Filmstars unseren ersten Film". Während er das sagt, hört man Tatyana kurz sagen "Was hast du...", was aber plötzlich abbricht.


Hat jemand Informationen oder wenigstens einen Verdacht, was an diesen Stellen geschnitten worden sein könnte? (Ich habe eine Vermutung, die mit Ian Flemings Romanvorlage zu tun hat.)


Markus


Beiträge: 2.296

17.11.2008 21:10
#8 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten
Fand ich schon immer völlig doof. Auffälliger kann man doch nicht schneiden, mitten in den Sätzen.
Hab mir schon mal überlegt, ob man nicht einfach nach der O-Fassung geschnitten hat, was dann mit den deutschen Dialogen nicht zusammen passte.


Gruß
Markus
berti


Beiträge: 16.473

17.11.2008 21:15
#9 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Zitat von Markus
Fand ich schon immer völlig doof. Auffälliger kann man doch nicht schneiden, mitten in den Sätzen.
Hab mir schon mal überlegt, ob man nicht einfach nach der O-Fassung geschnitten hat, was dann mit den deutschen Dialogen nicht zusammen passte.



Das glaube ich auch, denn im O-Ton sind an diesen Stellen keine Tonsprünge zu hören, und an zwei der drei Stellen merkt man es dort auch nicht richtig, dass gekürzt wurde (nur beim ersten Beispiel, weil der Dialog unvollständig wirkt).


Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.428

17.11.2008 23:03
#10 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Der Trailer verrät zumindest, was Bond in der zweiten verstümmelten Szene sagt: "Eins kann ich Ihnen sagen, Genossin ..." Aus irgendwelchen politischen Gründen (immerhin fehlt mittlerweile auch in den offiziellen amerikanischen Kopien von Hitchcocks "Notorious" die Erwähnung der IG-Farben, die in der ZDF-Synchro zu hören ist) wurde dieser Satz wohl geschnitten - beim schlampigen Anlegen der deutschen Fassung an die (Wiederaufführungs?)Kopie blieb nur der Schnipsel übrig (der deutsche Satz war wohl wieder mal länger als das englische Original).
Ähnlich wird es bei der ersten Sequenz gewesen sein - es dürfte übrigens auch nicht "daran gehabt" heißen, sondern "...ären gehabt" - also "Warum haben Sie diese Affären gehabt?" (dazu passt die Antwort "ich war verliebt in sie", nicht aber zu "Haben Sie Vergnügen daran gehabt?")

Mit aller Wahrscheinlichkeit lautete der Dialog so:
"Sie sind nicht hier, um Fragen zu stellen! Sie vergessen, mit wem Sie sprechen!"
"Verzeihung, Genossin." (siehe Szene 2)
"Warum haben Sie diese Affären gehabt?"
"Ich war verliebt in sie."

Der dritte Schnitt ist wohl einfach ein Materialfehler - an dieser Stelle scheint der deutsche Abspann "angebracht" worden zu sein, jedenfalls ist an anderer Stelle kein Tonsprung oder auch nur Schnittgeräusch zu hören (zu Beginn und nach Ende des Vorspanns aber sehr wohl).

Übrigens spekuliere ich, dass Arne Elsholtz hier die Dialogregie führte - er ist mit zwei winzigen Sätzen zu hören ("Ein wundervoller Sport." - "Ich habe gesagt, dass das ein wundervoller Sport ist."); außerdem wurde bei Bräutigam angegeben, dass er mit 19 Jahren zum ersten Mal Synchronregie führte - das wäre 1964. Voila!

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 16.473

18.11.2008 08:45
#11 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Der Trailer verrät zumindest, was Bond in der zweiten verstümmelten Szene sagt: "Eins kann ich Ihnen sagen, Genossin ..." Aus irgendwelchen politischen Gründen (immerhin fehlt mittlerweile auch in den offiziellen amerikanischen Kopien von Hitchcocks "Notorious" die Erwähnung der IG-Farben, die in der ZDF-Synchro zu hören ist) wurde dieser Satz wohl geschnitten - beim schlampigen Anlegen der deutschen Fassung an die (Wiederaufführungs?)Kopie blieb nur der Schnipsel übrig (der deutsche Satz war wohl wieder mal länger als das englische Original).
Ähnlich wird es bei der ersten Sequenz gewesen sein - es dürfte übrigens auch nicht "daran gehabt" heißen, sondern "...ären gehabt" - also "Warum haben Sie diese Affären gehabt?" (dazu passt die Antwort "ich war verliebt in sie", nicht aber zu "Haben Sie Vergnügen daran gehabt?")
Mit aller Wahrscheinlichkeit lautete der Dialog so:
"Sie sind nicht hier, um Fragen zu stellen! Sie vergessen, mit wem Sie sprechen!"
"Verzeihung, Genossin." (siehe Szene 2)
"Warum haben Sie diese Affären gehabt?"
"Ich war verliebt in sie."



In dem Trailer, der auf der DVD ist, sagt Bond: "I´ll tell you something kulturny: You are the most beatiful girl I´ve ever seen".
In Ian Flemings Romanvorlage läuft der Dialog etwa folgendermaßen ab: Bond fragt Tatyana, ob sie etwa "so" (also nackt) im Fahrstuhl gekommen sei. Sie antwortet, dass sei "nicht kulturny" gewesen, ihre Sachen seien unter dem Bett. Danach beginnt Bond, sie käme nicht "aus diesem Zimmer heraus, ohne ...". Tatyana unterbricht ihn, er deute etwas an, das "nicht kulturny" sei. Darauf entgegnet er: "Dann sage ich ihnen etwas, das ´kulturny´ ist: Sie sind das schönste ..." usw.

Bei der ersten Szene wüsste ich nicht, warum man diese nachträglich hätte schneiden sollen. Tatyana glaubt, Rosa Klebb wäre immer noch die Leiterin der sowjetischen Spionageabwehr; die Anrede "Genossin" wäre also verständlich. Außerdem hat Rosa in einer früheren Szene zu Blofeld über Tatyana gesagt "Her loyalty to the state is beyond question". Dieser Satz wurde nicht entfernt, obwohl es ohne Bildsprung möglich gewesen wäre. (Im Deutschen heißt es sogar noch deutlicher: "Sie ist eine überzeugte Kommunistin"!)
In Flemings Roman fragt Rosa direkt, ob Tatyana am Sex Vergnügen hätte. Sie antwortet, wenn sie den Mann liebe, dann ja. Rosa fragt weiter "Und wenn das nicht der Fall wäre?", worauf sie die Antwort erhält, das käme "auf den Mann an".


smeagol



Beiträge: 3.741

18.11.2008 09:11
#12 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Übrigens spekuliere ich, dass Arne Elsholtz hier die Dialogregie führte - er ist mit zwei winzigen Sätzen zu hören ("Ein wundervoller Sport." - "Ich habe gesagt, dass das ein wundervoller Sport ist."); außerdem wurde bei Bräutigam angegeben, dass er mit 19 Jahren zum ersten Mal Synchronregie führte - das wäre 1964. Voila!

Interessant! Muss ich mir unbedingt nochmal anhören - habe ihn an dieser Stelle bislang nicht erkannt. Und mit 19 Jahren bei einem solchen Streifen Synchronregie zu führen ist schon beeindruckend - finde ich. Klar, der richtig extreme Bond-Hype kam erst mit "Goldfinger". Aber dennoch beeindruckend.

Markus


Beiträge: 2.296

18.11.2008 09:17
#13 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten
Man müsste ihn mal fragen, er dürfte sich daran erinnern, wenn es so sein sollte.
Vielleicht verdanken wir ihm auch die Besetzung mit GGH, und damit einen Teil von dessen guter Auftragslage im Eurospy-Genre der 60er.

Gruß
Markus
c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.430

18.11.2008 09:23
#14 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten

Alles deutet darauf hin, daß der Film erst nachträglich an diesen drei Stellen weltweit identisch eingekürzt werden mußte, nachdem er zuvor bereits komplett ausgeliefert und in Deutschland auch ursprünglich in einer längeren Fassung synchronisiert worden war. In der Schlußszene sagt Bond im Original ursprünglich "...he was right you know - what a performance" und bezieht sich dabei auf im Film festgehaltene Nacht mit Tatjana. Der holprige Schnitt der deutschen Dialoge erklärt sich daraus, daß es vermutlich eine weltweit einheitliche Anweisung von Produktion und Verleih gab, wie der Film zu schneiden sei. Das wurde offenbar auch strikt beachtet, ohne dabei auf irgendwelche anders gelagerte Dialoge in fremdsprachigen Fassungen Rücksicht zu nehmen.

Hier wurde das Thema schon einmal ausführlicher diskutiert:

http://forum.cinefacts.de/119481-liebesg...aus-moskau.html

Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.430

18.11.2008 21:36
#15 RE: James Bond 007: Liebesgrüße aus Moskau (1963) Zitat · antworten


Ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema weltweite Kürzung des Films bei DVDSavant:

http://www.dvdsavant.com/s2065russjump2.html


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

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