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Dieses Thema hat 64 Antworten
und wurde 5.784 mal aufgerufen
 Zukünftige Serien
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jjbgood



Beiträge: 795

Gestern 22:53
#61 RE: Harry Potter (2026-) Zitat · antworten

Zitat von Dennie03 im Beitrag #56
Ich finds btw einfach so krank, dass der Schauspieler Paapa Essidou jetzt Morddrohungen kriegt, weil die Leute nicht drauf klar kommen, dass Snape von einem Schwarzen gespielt wird. Es ist einfach so krass, wie desillusioniert diese Menschen sind, dass sie wegen so ner Trivialität den Tod von einem Menschen wollen.

Ich finde das auch widerwärtig. Wie auch schon bei Star Wars, als einige Darstellerinnen aufgrund des Hasses ihre Social-Media-Konten gelöscht haben.
Für mich ist das Casting auch fragwürdig, aber der Schauspieler kann nichts dafür. Er hat einfach einen Job angenommen, der ihm angeboten wurde. Und ich bin mir sicher, dass alle Beteiligten wussten, was sie da tun. Das Studio, das ein Blackwashing-Casting forciert hat, die Produzenten, die es umgesetzt haben, und die Casting-Agenten, die nach Schauspielern gesucht haben, können mir nicht erzählen, dass sie von der Reaktion überrascht sind – so krank, wie die Menschheit auch ist. Nicht heutzutage und nicht mit der ekelhaften Hasskultur, die sich online gebildet hat.
Der Mann wird hoffentlich, falls er zu blauäugig war, um die Reaktionen vorherzusehen, ein ordentliches Briefing bekommen haben, was auf ihn zukommt. Was es natürlich nicht besser macht.
Nichtsdestotrotz finde ich dieses forcierte Casting bei einem Charakter, dessen Aussehen nicht nur beschrieben ist, sondern essenziell für seine Rolle ist, bescheuert, da sie damit das Original verändern, obwohl sie die Serie damit rechtfertigen wollen, sich mehr ans Original zu halten. Dabei hätte es andere Charaktere gegeben, bei denen es kein Problem gewesen wäre, wenn man sie dunkelhäutig dargestellt hätte, da ihr Aussehen nicht wichtig für die Handlung ist. Aber ausgerechnet diesen einen Charakter, der bis ins Detail beschrieben ist, nehmen sie sich ...
Hach ... wir leben in seltsamen Zeiten. (Und trotzdem hat der Darsteller den Hass nicht verdient ...)

Dennie03


Beiträge: 3.266

Gestern 23:15
#62 RE: Harry Potter (2026-) Zitat · antworten

Ganz ehrlich. Mir es wirklich egal ob Snape jetzt schwarz, weiß, latino oder asiatisch ist. Solange er die Art dieses Characters trifft, ist es sowas von unwichtig welche Hautfarbe der Schauspieler jetzt hat oder welche Nationalität.

Insomnio


Beiträge: 1.271

Gestern 23:18
#63 RE: Harry Potter (2026-) Zitat · antworten

Zitat von jjbgood im Beitrag #61
Nichtsdestotrotz finde ich dieses forcierte Casting bei einem Charakter, dessen Aussehen nicht nur beschrieben ist, sondern essenziell für seine Rolle ist


Was aber voraussetzt, dass man eine Verfilmung NICHT als eigenständiges Kunsterzeugnis anerkennt. Wer will das entscheiden?

Insomnio


Beiträge: 1.271

Gestern 23:19
#64 RE: Harry Potter (2026-) Zitat · antworten

Hat man noch ein paar Trans-Charaktere hinzugefügt, um JK Rowling zu huldigen?

Ludo


Beiträge: 1.684

Heute 00:24
#65 RE: Harry Potter (2026-) Zitat · antworten

Also - Morddrohungen gegen Paapa Essidou sind völlig inakzeptabel. Egal, wer jetzt derjenige war, der Snape als schwarze Figur besetzt hat, einen Schauspieler so dafür anzugreifen (und zwar so massivst) eine Rolle angenommen zu haben, ist echt beschämend, aber leider wieder typisch für die aktuelle toxische Internetgemeinde. So etwas wie Hautfarbe sollte im Jahr 2026 einfach keine Rolle mehr spielen.

Ja, Snape wird in den Büchern als fahler, dünner Mann beschrieben, aber sein Aussehen is mW nie handlungstragend. Buchvorlagen sind ja meist nur "Anhaltspunkte". Wie ich schon vor einem Jahr hier schrieb, wird in Psycho aus dem dicken, unsympathischen und älteren Säufer der Romanvorlage, ein schüchterner aber sehr attraktiver, junger Mann - eine deutliche optische Änderung, aber die Essenz der Figur wird immer noch gewahrt und trägt in der filmischen Adaption sogar noch dazu bei, die weitere Handlung im Ungewissen zu lassen, denn einem unansehnlichen Trinker traut man eine Mordtat im ersten Moment eher zu, als einem ansehnlichen "Nice Guy".
Und um im "Psycho-Aspekt" bei Harry Potter zu bleiben: das Aussehen von Hermine und Umbridge wird in den Büchern auch viel "unansehnlicher" beschrieben, als es Emma Watson und Imelda Staunton im Film letztendlich sind. Von der Wandlung des "frech-rebellischen" Harrys in den Büchern zum eher "betroffend-leidenden" Harry in den Filmen mal ganz zu schweigen (beispielhaft sei die Umsetzung der Denkarium-Situation in Teil 5)
Und um den Bogen zu Snape zurückzuschlagen (auch wenn ich weiß, dass er Wunsch von Rowling war): wenn man ehrlich ist, war Snape auch viel zu alt besetzt, vorallem wenn man bedenkt, dass er in der Buchvorlage 1998 stirbt (also mit 38, was Alan Rickman im Übrigen im Jahre 1984 war - ergo 17 Jahre vor Drehbeginn von Teil 1). Von den weiteren Auslassungen relevanter Stellen in den Büchern seitens der Filme ganz zu schweigen. Von daher ist es sachlich durchaus möglich, Snape anders zu interpretieren.

Mein Hauptkritikpunkt liegt in der Art und Weise, wie die Serie daherkommt. Erstens: Ich bin voll und ganz bei VanToby, denn es stört mich auch, dass die Serie die "bekannten" Filme optisch fast unverändert reproduziert, statt etwas Eigenständiges zu schaffen. Eine neue Ästhetik, ein frischer Look hätten der Serie gutgetan. Momentan wirkt es eher wie eine ordinäre Computerspiel-Version des ersten Teils, mit einigen Ausreißern nach rechts und links. Da hätte ich mir deutlich mehr kreative Eigenständigkeit erhofft.
Das liegt aber auch daran, dass die Serie meiner Meinung nach mindestens zehn, wenn nicht sogar zwanzig Jahre zu früh erscheint: Die Originalfilme sind noch fest im kollektiven Gedächtnis verankert und jede Abweichung wird sofort kritisch bemerkt und moniert. Das erklärt teilweise, warum man sich optisch so stark an die alte Filmreihe gehalten hat – und gleichzeitig zeigt es, wie stark solche kreative Freiheiten eingeschränkt werden, weil die Erwartungen der Fans und des Mainstreampublikums noch sehr präsent sind (der letzte Film ist gerade einmal 15 Jahre her). Man will mit aller Kraft was "Neues" schaffen, aber auch die ikonischen Bilder behalten, weil man "niemanden vergraulen" will.

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