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Dieses Thema hat 82 Antworten
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 Synchronschaffende
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Ludo


Beiträge: 740

04.01.2022 14:44
#76 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #73
Es ist blanke Spekulation meinerseits, aber bei den Teilen 1, 4 und 5 führte Schick Regie, bei Teil 6 Ludwig.
Im ersten Kinofilm ebenfalls Klaus der Einzige, der umbesetzt wurde - das kann für mich kein Zufall sein. Ich vermute einen Konflikt der beiden, weshalb Schick unter seiner alleinigen "Herrschaft" umbesetzte, während er sich bei der Serie mit Ludwig in die Regie teilte und der möglicherweise auf Klaus der Kontinuität wegen bestand. (Ludwig holte ihn ja dann auch zurück für "Das unentdeckte Land".)
Ja, ich habe schon gesagt, das ist blanke Spekulation, aber in der Geschichte der Synchronisation gibt es solche Gründe immer wieder - abwegig sind meine Gedanken also nicht. Fragen kann man ja leider nicht mehr und wenn, dann würde zurecht wohl der Mantel des Schweigens gebreitet.



Mhhm klingt recht plausibel, dachte da gäbe es ne 'offizielle' Version zu. Meine Theorie ging eher in Richtung Verhinderung in Teil 4 seitens Klaus (so ähnlich soll ja auch die Besetzung mit Niesner auf Quinto/Spock entstanden sein, der ursprünglich vorgesehene "konnte einfach nicht") und dann Fortführung der Reihe mit Piper, der jedoch 1991 vielleicht zu 'ALF'-belastet war. Letzteres klingt zwar absurd, aber in der SK wird es bei Piper zu ALF-Hochzeiten und danach deutlicher lichter, was Sprechrollen anbelangt.
Und beim ersten Teil habe ich es eher auf den Standortwechsel geschoben, dass Herr Schick nur das 'Nötigste' mitnehmen konnte und Sulu im Vergleich zu Kirk, McCoy und Spock eher zweitrangig war.
(Und II und III sind eh so ne Sache für sich, wenn ich bedenke was das für tolle Synchros gegeben hätte wenn die richtigen Leute am Werk gewesen wären, aber nöö)

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.731

04.01.2022 14:59
#77 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Ludo im Beitrag #76

Und beim ersten Teil habe ich es eher auf den Standortwechsel geschoben, dass Herr Schick nur das 'Nötigste' mitnehmen konnte und Sulu im Vergleich zu Kirk, McCoy und Spock eher zweitrangig war.

Dem widerspricht für mich, dass sogar Doris Gallart aus München kam, obwohl sie gar keine Stammsprecherin von Majel Barret war - Klaus wäre da viel "nötiger" gewesen.

Gruß
Stefan

Ludo


Beiträge: 740

08.04.2022 18:04
#78 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Im kürzlichen Interview mit Dietmar Wunder sprach dieser die Situation von Frauen im Synchron an und verwies auf die eher geringere Rollenangebote von Frauen in Filmen. Dies erinnert mich aber noch an ein weiteres Problem, was viele Sprecherinnen tatsächlich immer mal wieder angesprochen haben und zwar, dass sie viel häufiger umbesetzt werden, als Männer. Seht ihr das auch so und was könnte der Grund sein? Passen Frauenstimmen vielleicht auf viel unterschiedlichere Schauspielerinnen, da sie im Gegensatz zu donnernden Timbres á la Kerzel, Marquis o.ä. - also variabler einsetzbar sind? Liegt das Problem auch eher im Original schon vor, da weibliche Figuren oft eher Nebenfiguren spielen und dadurch keinen wirklichen Wiedererkennungswert haben. Oder liegt es vielleicht auch an der auch im Forum immer wieder geäußerten Meinung "Ich kann mir Frauenstimmen schwer/schlecht einprägen", wodurch Regisseure womöglich eher dazu verleitet werden, bei Absenz einer Stammsprecherin sich nicht weiter drum zu bemühen, denn das fällt ja eh keinem auf?

Oder seht ihr das vielleicht ganz anders? Gegenbeispiele wären z.B. Jodie Foster

CrimeFan



Beiträge: 5.044

08.04.2022 18:17
#79 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Wir spielen einfach das Synchronspiel: "Nenne mir 20 Markante Stimmen für Männer und Frauen". Ich denke der Mehrheit, würden spontan mehr Männernamen einfallen. Frauenstimmen unterscheiden sich durchschnittlich weniger voneinander. Und da fällt es weniger auf, wenn Umbesetzt wird. Obwohl das auch mit den Generationen schwindet. Die heutigen Jung Sprecher, klingen zu den jetzigen Zeitpunkt auch immer gleicher. Zumindest für mich.

UFKA8149



Beiträge: 8.769

08.04.2022 18:36
#80 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Wenn schon wenige Frauenrollen verfügbar sind, muss man den Wegfall an Gagenmöglichkeiten durch eine weitere Tätigkeit ausgleichen. Und wenn diese Arbeit zeitlich nicht immer mit dem Synchron zu vereinbaren ist, wird man leichter umbesetzt.
Ich denke da kommt auch die Mentalität á la "die Person hat sowieso keine Zeit/Lust" wieder ins Spiel, weshalb sofort umbesetzt wird anstatt anzufragen.

Edit: Geringe Take-Anzahl bei kleinen Rollen macht es auch attraktiver wen neues zu nehmen. Bei Frauen wird das dann öfter passieren, wenn ihre Rollen weniger zu Wort kommen.

Nyan-Kun


Beiträge: 4.645

08.04.2022 20:00
#81 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Ludo im Beitrag #78
Im kürzlichen Interview mit Dietmar Wunder sprach dieser die Situation von Frauen im Synchron an und verwies auf die eher geringere Rollenangebote von Frauen in Filmen. Dies erinnert mich aber noch an ein weiteres Problem, was viele Sprecherinnen tatsächlich immer mal wieder angesprochen haben und zwar, dass sie viel häufiger umbesetzt werden, als Männer. Seht ihr das auch so und was könnte der Grund sein? Passen Frauenstimmen vielleicht auf viel unterschiedlichere Schauspielerinnen, da sie im Gegensatz zu donnernden Timbres á la Kerzel, Marquis o.ä. - also variabler einsetzbar sind? Liegt das Problem auch eher im Original schon vor, da weibliche Figuren oft eher Nebenfiguren spielen und dadurch keinen wirklichen Wiedererkennungswert haben. Oder liegt es vielleicht auch an der auch im Forum immer wieder geäußerten Meinung "Ich kann mir Frauenstimmen schwer/schlecht einprägen", wodurch Regisseure womöglich eher dazu verleitet werden, bei Absenz einer Stammsprecherin sich nicht weiter drum zu bemühen, denn das fällt ja eh keinem auf?

Oder seht ihr das vielleicht ganz anders? Gegenbeispiele wären z.B. Jodie Foster

Ähnliches hab ich von anderen Sprecherinnen auch schon gehört. Mir fällt da tatsächlich nur der Animebereich ein, wo der Anteil an weiblichen Hauptrollen recht groß ist und wo auch entsprechend der Bedarf nach Sprecherinnen stärker ist. Julia Meynen finde ich in dem Bereich recht markant, aber in Realserien/-filmen fiel sie mir dagegen kaum auf. Ansonsten hab ich über diese Thematik nie wirklich nachgedacht oder mal genauer drauf geachtet. Bei Serien hatte ich nie den Eindruck gehabt, dass da Frauen nur Nebenrollen spielen. Der Main-Cast war da schon recht ausgeglichen. Bei Filmen könnte das dagegen anders sein.
Würde übrigens nicht pauschal sagen, dass Frauenstimmen austauschbarer wären. Bei den Männern gibt es genauso unscheinbare beliebige Stimmen, wo es nicht auffallen würde wenn man die umbesetzt. Auf der anderen Seite würde ich jetzt bei Leuten wie Cathlen Gawlich, Giuliana Jakobeit, Marie-Luise Schramm oder Claudia Urbschat-Mingues nicht sagen, dass man die einfach umbesetzen könnte ohne das es irgendjemanden ausfällt und erst recht nicht könnte man die ohne weiteres auf jede Art von Frau besetzen.

Zitat von CrimeFan im Beitrag #79
Wir spielen einfach das Synchronspiel: "Nenne mir 20 Markante Stimmen für Männer und Frauen". Ich denke der Mehrheit, würden spontan mehr Männernamen einfallen. Frauenstimmen unterscheiden sich durchschnittlich weniger voneinander. Und da fällt es weniger auf, wenn Umbesetzt wird. Obwohl das auch mit den Generationen schwindet. Die heutigen Jung Sprecher, klingen zu den jetzigen Zeitpunkt auch immer gleicher. Zumindest für mich.
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde das es bei mir anders wäre. Markante Frauenstimmen fallen mir zwar auch auf Anhieb ein, aber bei den Männern überwiegt das bei mir dann doch.

Ludo


Beiträge: 740

09.04.2022 02:04
#82 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von CrimeFan im Beitrag #79
Nenne mir 20 Markante Stimmen für Männer und Frauen". Ich denke der Mehrheit, würden spontan mehr Männernamen einfallen. Frauenstimmen unterscheiden sich durchschnittlich weniger voneinander.

Zitat von Nyan-Kun im Beitrag #81
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde das es bei mir anders wäre. Markante Frauenstimmen fallen mir zwar auch auf Anhieb ein, aber bei den Männern überwiegt das bei mir dann doch.n

Klar, mir fallen bei markanten Frauen auch direkt Namen wie Evelyn Maron, Arianne Borbach, Martina Treger, Monica Bielenstein, Franziska Pigulla, Ingeborg Lapsien ein, aber tatsächlich dominieren hier dann auch eher die Männer in meiner Einfallsliste - nur warum?
Allerdings würde ich CrimeFans Aussage mit den heutigen gleichklingen Jungsprechern nur bedingt zustimmen, denn aktuell finde ich die weiblichen Stimmen mit Namen wie Joespehine Schmidt, Marcia von Rebay oder Anja Stadlober um einiges markanter als ihre männlichen Pendants....zumindest mein Eindruck

Nyan-Kun


Beiträge: 4.645

09.04.2022 11:48
#83 RE: Gründe für Umbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Ludo im Beitrag #82
Klar, mir fallen bei markanten Frauen auch direkt Namen wie Evelyn Maron, Arianne Borbach, Martina Treger, Monica Bielenstein, Franziska Pigulla, Ingeborg Lapsien ein, aber tatsächlich dominieren hier dann auch eher die Männer in meiner Einfallsliste - nur warum?
Allerdings würde ich CrimeFans Aussage mit den heutigen gleichklingen Jungsprechern nur bedingt zustimmen, denn aktuell finde ich die weiblichen Stimmen mit Namen wie Joespehine Schmidt, Marcia von Rebay oder Anja Stadlober um einiges markanter als ihre männlichen Pendants....zumindest mein Eindruck

Diese Frage könnte man theoretisch wissenschaftlich erörtern/untersuchen. Ich selber kann da auf Anhieb auch keine Antwort liefern.

Bei den aktuellen Jungstimmen (Anja Stadlober ist für mich mittlerweile schon mehr mittleres Alterssegment, auch wenn sie immer noch jung klingen kann) würde ich auch dazu tendieren, dass ich die Damen im Schnitt markanter finde. Valentina Bonalana, Léa Mariage, Marcia von Rebay, Laura Jenni. Die fallen schon auf.
Bei den Männern um die 30 und abwärts sehe ich dagegen nicht allzu viel auffälliges. Da gab es zuletzt für mich eher nur wenige Ausnahmen. Ich finde da etwa Patrick Kropp ziemlich vielversprechend. Der muss sich im Synchron noch etablieren. Patrick Roche als eine der reiferen Jungstimmen hat sich dagegen fest im Synchron etabliert.

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