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Dieses Thema hat 92 Antworten
und wurde 6.214 mal aufgerufen
 Off-Topic
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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

17.08.2015 23:08
In Gedenken an... Zitat · antworten

Im Forum gibt es einen Thread für die Erinnerung an verstorbene Synchronschaffende, zahlreiche aus der Branche bekommen ohnehin einen eigenen Nachruf.

Zu den Schauspieler/innenthreads folgen anlassbedingt auch oft Todesmeldungen.

Hier möchte ich nun ab sofort jenen Menschen aus Film, Fernsehen, Musik, Kultur, etc, Raum geben, deren Abschied irgendjemandem im Forum etwas bedeutet und für die andernorts kein Platz ist.

Jedem steht es frei, wenn er Todesmeldungen hört, hier einen Eintrag vorzunehmen.

Hier mein erster:

Rolf Henniger ist heute, 13 Tage vor seinem 90. Geburtstag gestorben. In erster Linie war er ein Theaterschaffender, für den die Arbeit vor der Kamera nur eine untergeordnete Rolle spielte.

In Harald Reinls "Die Nibelungen" war er als König Gunther zu sehen - seine Darstellung beeindruckte mich in meiner Jugend sehr. Später hielt ich ihn für den Synchronsprecher Dr. Lecters, weil er als Burgunderkönig von Rolf Schult synchronisiert wurde.

Von seinen Auftritten vor der Kamera beeindruckte mich aber vor allem jener in der ersten Folge von "Das blaue Palais". Darin spielte er ein mysteriöses Genie, das so Klavier oder Schach spielt, wie es verstorbene Größen taten.

Rolf Henniger hatte eine großartige Stimme, synchronisiert hat er aber vermutlich nicht sehr umfangreich, wenn überhaupt. Er war übrigens mit Eva-Katharina Schultz verheiratet.

Mag sein Name der breiten Masse nicht geläufig gewesen und in Vergessenheit geraten sein - er zählte zu den bedeutendsten Theaterschaffenden seiner Generation in Deutschland, auch wenn er nie auf einer Welle zwanghaft mitschwamm und der Wahrhaftigkeit des Theaters verbunden blieb.


"So schleicht man sich also heimlich, still und leise in mein Schloß!"

Erich Fiedler für Ferdy Mayne in "Tanz der Vampire"

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Jens


Beiträge: 1.561

18.08.2015 09:54
#2 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

In Harald Reinls "Die Nibelungen" war er als König Gunther zu sehen - seine Darstellung beeindruckte mich in meiner Jugend sehr. Später hielt ich ihn für den Synchronsprecher Dr. Lecters, weil er als Burgunderkönig von Rolf Schult synchronisiert wurde.<<

Da ging es mir ähnlich wie dir. In den 80er Jahren hielt ich ihn jahrelang für Rolf Schult. Erst in den letzten Jahren fiel mir durch seine Rollen in "Der Kommissar" und "Der Alte" auf, was für eine interessante Stimme er hatte. Schade, dass er in Film und Fernsehen eher selten zu sehen war. Durch seine ausgezeichnete Darstellung des König Gunther in den Nibelungen-Filmen war er nie ein Unbekannter für mich, von dem ich gerne mehr gesehen hätte. Auch frage ich mich, wie er wohl mit seiner eigenen Stimme in den Nibelungen geklungen hätte.

Wieder ist ein exzellenter Darsteller in diesem bitteren Jahr 2015 von uns gegangen. Aber so ist wohl der Lauf der Dinge.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

18.08.2015 12:36
#3 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Erstmal eine kleine Korrektur, die Erstmeldung des ORF gestern war nicht ganz richtig: Rolf Henniger starb am 15. August, allerdings wurde es erst gestern bekannt gegeben. Mittlerweile hat das der ORF auch schon korrigiert.

@ Jens:

Danke für deinen Beitrag, das freut mich sehr!

Ich finde es schade, dass Henniger so selten vor der Kamera stand. Selbst aus eher durchschnittlich geschriebenen Rollen wie in "Der Kommissar" konnte er interessante Figuren gestalten. Aber er war wohl in erster Linie dem Theater verfallen.

König Gunther mit Hennigers eigener Stimme zu hören, das wäre sicher auch interessant gewesen. Gerüchten zufolge soll er weitere Kinoangebote von Arthur Brauner abgelehnt haben, weil er nicht ganz mit der Fremdsynchronisation einverstanden war. Schult war hier natürlich prägend, aber von Hennigers qualitativ hochwertiger Darstellung blieb dennoch genug erhalten.

Meine erste markante Begegnung dieser Stimme waren "Die Nibelungen". Dann und wann hatte ich Schult schon gehört, aber nahm ihn nie so ganz wahr. Der nächste prägende Auftritt war, als ich im März 1991 "Das Schweigen der Lämmer" sah und kurz darauf wieder "Die Nibelungen" - da war's mir dann klar, das Rolf Henniger diese Stimme ist. Es hat eine Zeit lang gedauert, bis ich registrierte, wie es wirklich war...

2015 ist tatsächlich ein bitteres Jahr, heuer starben einige wirkliche Größen.


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

19.08.2015 10:10
#4 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Wie schon in ihrem Thread vermerkt, am 17. August verstarb "Batgirl" Yvonne Craig mit 78 Jahren.

Gestern am 18. August hat sich Bud Yorkin für immer verabschiedet mit stolzen 89 Jahren. Der Regisseur, Autor und Produzent war vor allem auf Komödienstoffe spezialisiert, u.a. "Die französische Revolution findet nicht statt", "Arthur 2" und natürlich der bis heute ambivalent diskutierte "Inspector Clouseau" mit Alan Arkin.


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

26.08.2015 23:33
#5 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Gestern starb der Schweizer Schauspieler und Theaterregisseur Peter Arens im Alter von 87 Jahren nahe Zürich. Er war einer der bedeutendsten Theaterschauspieler der Schweiz, Gastspiele führten ihn auch nach Berlin, München oder Wien (Josefstadt und Burgtheater). In Film- und Fernsehen war er gelegentlich zu sehen, in den 50ern war er auch in Heimatfilmen zu sehen, in "Durch die Wälder, durch die Auen" sogar als Carl Maria von Weber. Doch zog er das Theater immer vor. Im Filmerfolg "Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung" spielte er den Vater des Lausebengels Gaylord, er beeindruckte auch mit seinem sehr beherrschten Spiel eine Folge "Die fünfte Kolonne". Im Synchronstudio war er kaum zu Gast, hier aber für Jean-Louis Barrault in der Zweitsynchro von "Kinder des Olymp". Diese Arbeit machen zu dürfen, betrachtete er sogar als große Ehre.

Und heute starb der Regisseur und Schauspieler Peter Kern mit 66 Jahren. Der Autorenfilmer und Exzentriker war vielseitig tätig und eckte gerne an, allerdings nicht immer wirkungsvoll und hintergründig. Die meisten seiner Filme hatten sehr gute Themen und Ideen, enttäuschten jedoch in der oberflächlichen Exzentrik oder Künstlichkeit. Seinen letzten österreichischen (Mini-) Skandal lieferte nicht der Film "Blutsbrüder", sondern die Tatsache, dass er ausgerechnet Otto Schenk fragte, ob dieser darin einen alten schwulen Nazi spielen wolle. So was kann man vom "Otti" doch nicht verlangen!!!


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

07.09.2015 22:40
#6 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Am 4. September starb mit 93 Jahren die US-Schauspielerin Jean Douglas. Sie wurde in den späteren 20er-Jahren durch "Die kleinen Strolche" bekannt, konnte aber als erwachsene Schauspielerin keinen Durchbruch erzielen. In einigen Nachrufen wird sie als der letzte lebende Stummfilm-Star bezeichnet, aber das ist wohl eine sehr überzogene Sichtweise.

Und gestern, am 6. September, verstarb im 84. Lebensjahr der US-Schauspieler Martin Milner. In Europa war er nicht so bekannt wie über dem Teich, aber durch seine Mitwirkung in zig Fernsehserien kannte man doch sein Gesicht.


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

08.09.2015 13:35
#7 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Wie heute bekannt wurde, ist der Kinderbuchautor Max Kruse am 4. September mit 93 Jahren gestorben. Die meisten dürften ihn vor allem mit "Urmel" in Verbindung bringen, zumindest in Deutschland.


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Lammers


Beiträge: 3.461

08.09.2015 17:00
#8 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #7
Wie heute bekannt wurde, ist der Kinderbuchautor Max Kruse am 4. September mit 93 Jahren gestorben. Die meisten dürften ihn vor allem mit "Urmel" in Verbindung bringen, zumindest in Deutschland.


Nicht nur mit dem "Urmel", sondern auch mit anderen Kinderbüchern, wie z.B. "Der Löwe ist los" und vielen anderen Kinderbüchern, die vielfach von der Augsburger Puppenkiste verfilmt wurden. In diesem Zusammenhang ist mir sein Name am meisten ein Begriff, wobei mir sicherlich als Kind auch mal was von ihm vorgelesen wurde.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

08.09.2015 22:19
#9 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Mir war natürlich "Urmel" schon ein Begriff, aber der Name Max Kruse sagte mir eigentlich nichts. Ob ich Bücher von ihm vorgelesen bekam oder sie mal zu Gesicht bekam, weiss ich nicht mehr. Die "Augsburger Puppenkiste", die wohl extrem Anteil an seinem Bekanntheitsgrad hatte, spielte hier in Österreich keine besondere Rolle. Da waren nur ganz, ganz vereinzelt mal Stücke zu sehen und die kamen irgendwie nicht wirklich an. Die verschiedenen Puppentheater aus unserer Region waren wohl zu dominant und zu prägend.


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Tamer_of_Astamon



Beiträge: 881

09.09.2015 00:08
#10 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Der Max Kruse war der Sohn von der Käthe Kruse, die was die bekannten Puppen machte.


Mein Lieblings-Synchronsprecher: DENNIS SCHMIDT-FOSS!!!^^

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2015 09:42
#11 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Wenige Tage nach Jean Darling starb ein weiteres Mitglied der "kleinen Strolche". Dickie Moore ist am 9. September 90jährig verstorben. Er war bereits beim Stummfilm bekannt geworden und in den 1930er-Jahren ein sehr bekannter Kinderstar in Hollywood. Er war als Teenager der erste, der Judy Garland küssen durfte. Wie bei vielen Kinderstars endete die große Karriere mit dem Erwachsenwerden.


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2015 23:05
#12 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Wie heute bekannt wurde, ist am 10. September im stolzen Alter von 98 Jahren der (Film-)Komponist und Arrangeur Gerd Wilden gestorben.

Fans der "Schulmädchenreport"-Filme dürften seine schmissige Musik, die auch Jahrzehnte später auf CD dauernd verkauft wurde, sehr gut kennen. Sehr bekannt natürlich auch seine zahlreichen Krimimusiken ("Der Fluch des schwarzen Rubin", "Das Geheimnis der schwarzen Koffer" oder "Hotel der toten Gäste") und natürlich das legendäre Thema zu den "Dr. Fu Man Chu"-Filmen (inklusive "Taaa-Taaa-Taaa"). Er war auch lange mit den "Vielharmonikern" bekannt, arrangierte und komponierte eine Unmenge an Schlagern und volkstümlicher Melodie. Am Einträglichsten war für ihn übrigens die Zeichentrickserie "Heidi". Der Titelsong stammte nicht von ihm, aber die Episodenmusik - und der anhaltende Erfolg der Reihe brachte einige Tantiemen.

Wilden war bis vor kurzer Zeit noch aktiv und bei bester Gesundheit.


"Ist doch scheußlich, diese Marschmusik!"

Martin Hirthe für Charles Gray in "Diamantenfieber"

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fortinbras ( gelöscht )
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20.09.2015 10:52
#13 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Gestern starb mit 77 die eine Zeit lang sehr bekannte Schriftstellerin Jackie Collins, die jüngere Schwester von Joan. Hauptsächlich während der 70er bis Mitte der 80er war sie erfolgreich, in erster Linie mit Liebesromanen, die überproportional viel Erotik beinhalteten. Dass ihre Romane in einigen Ländern, darunter Australien, teils verboten waren, ist erstaunlich - da wurde diese Schmuddelliteratur wohl überbewertet.

Etwas zum Schmunzeln brachte mich die Tatsache, dass gestern der ehemalige Salzburger Erzbischof Georg Eder verstorben ist. Dieser sehr konservative Kirchenmann hatte u.a. einmal angeprangert, dass man mit bedenklicher amerikanischer Erotikliteratur überschüttet werde.

Fragt sich, wer von den beiden nun abberufen wurde, um wen im reinigenden Fegefeuer zu läutern...


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Martin Hirthe für Charles Gray in "Diamantenfieber"

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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2015 22:53
#14 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Der italienische Regisseur und Drehbuchautor Mario Caiano ist 82jährig verstorben.

Caiano zählte zu den produktivsten Genrefilmern vor allem der 60er-Jahre und hat von Zorro über Maciste bis zu Herkules so einiges an Helden produziert. Er drehte aber auch viele Western, wie "Die letzten Zwei von Fort Bravo", oder den gelungenen Eurospy "Leise töten die Spione".


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

24.09.2015 19:03
#15 RE: In Gedenken an... Zitat · antworten

Ellis Kaut ist gestorben, im November wäre sie 95 geworden. Wem der Name nichts sagt, der dürfte doch ihr literarisches Kind kennen, das seit Jahrzehnten alt und jung begeistert: "Pumuckl".


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