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Dieses Thema hat 105 Antworten
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 Synchronschaffende
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marakundnougat


Beiträge: 4.496

28.01.2014 14:08
#76 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

@ Smeagol: Allerdings finde ich das bei Christoph Waltz genau richtig, da er auch in normalen Gesprächen, sei es deutsch oder englisch, stets sehr penibel und künstlich betont und über-korrekt ausspricht, bis hin zum letzten Buchstaben eines Wortes. Sein Synchron-Deutsch ist da also nicht anders als sein Gesprächs-Deutsch oder sein Original-Englisch. Von daher trifft er sich selbst in seinen Synchronleistungen schon sehr gut. Wenn es einem dann nicht gefällt, dann mag man Christoph Waltz' Spiel vermutlich generell nicht.

smeagol



Beiträge: 3.902

28.01.2014 14:43
#77 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Zitat von marakundnougat im Beitrag #76
Wenn es einem dann nicht gefällt, dann mag man Christoph Waltz' Spiel vermutlich generell nicht.

Ja, das ist schon möglich. Ich finde vor allem, dass er bei den Selbstsynchros halt "schlecht vom Gesicht kommt". Vielleicht verstärkt seine allgemeine Sprechweise diesen Effekt in der Synchro.

Slartibartfast



Beiträge: 6.706

28.01.2014 18:54
#78 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Die Frage ist doch letztlich, ob die Originalstimmen der Schauspieler bekannt sind, oder ob sie gar zuerst in Deutschland Karriere gemacht haben.
Gert Fröbe, Armin Müller-Stahl, Franka Potente, Uwe Ochsenknecht, Christoh Walz, Till Schweiger: alles keine Kandidaten für Fremdsynchros - selbst wenn sie herausstechen. Geht leider nicht anders, weil man mekren würde, dass "was nicht stimmt".
Diane Krüger wurde durch englische Produktionen erst bekannt, genau wie Schwarzenegger. Von daher war es "wichtig und richtig" die Rollen in den Synchros zu interpretieren und fremdzubesetzen.

marakundnougat


Beiträge: 4.496

28.01.2014 19:06
#79 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Das hast du so gut auf den Punkt gebracht, dass ich dazu eigentlich gar nichts weiter schreiben will^^
Aber eine Sache noch zu Til Schweiger: Ich finde ja schon immer, dass er in Synchros generell viel besser und weniger vernuschelt klingt als in seinen deutschsprachigen O-Tönen. Vielleicht liegt es an der Nähe zum Mikro oder daran, dass er beim bewussten Sprechen mehr darauf achtet. Oder vielleicht liegt es auch an mir und ich bin der Einzige, der es so empfindet. :-)

VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 42.012

28.01.2014 19:08
#80 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #78
Geht leider nicht anders


Aus dem Grund wurden ja auch Leute wie Klaus Kinski oder Helmut Berger niemals fremdsynchronisiert ;-)

iron


Beiträge: 5.142

28.01.2014 22:53
#81 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Zitat von Silenzio im Beitrag #75

Zitat von Mücke
Mich würde ja mal interessieren, ob es hier tatsächlich auch Leute gibt, die bei Peter Ustinov eine "Fremdsynchro" der Selbstsynchro vorziehen, nur weil Ustinov - böse, böse... - auch einen leichten Akzent in der Stimme hatte.


Ja, ich. Ich finde seine Selbstsynchro zumeist furchtbar. Unter dem Aspekt finde ich selbst Donald Arthur besser.



Sein Akzent war meiner Ansicht nach nicht das Problem, dort finde ich ihn durchaus mit Donald Arthur vergleichbar und auf einem ganz ähnlichen Niveau. Meine Schwierigkeiten, wenn er sich selbst synchronisierte, hatte ich nach meiner Erinnerung mit grammatischen Fehlern, die ihm trotz seines beinahe akzentfreien Deutsch häufig trotz Dialogbuch passierten. Offensichtlich tolerierten seine diversen Synchroregisseure solche Abweichungen von seinem Text. Beispielsweise In "Lorenzos Öl" verwendete nicht ständig, aber manchmal falsche Artikel, was mich beim Zuhören einigermaßen irritiert hat. Solche Details gehörten generell zu seiner deutschen Ausdurucksweise, die mich sonst nicht weiter störten, und die ich außerhalb der Synchronisation eigentlich als liebenswerte sprachliche Eigenheit angesehen habe.

berti


Beiträge: 17.630

29.01.2014 08:49
#82 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Die falsche Verwendung von Artikeln oder Grammatikfehler sind natürlich bei Synchros auffällig, aber zumindest in "Das Böse unter der Sonne" nicht weiter störend, da Poirot auch im Original ein (weniger von der Grammatik, aber von der Aussprache her) recht "eigenwilliges" Englisch spricht.

iron


Beiträge: 5.142

29.01.2014 13:55
#83 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

"Poirot" nehme ich aus, weil Gramammatikfehler wegen seines Akzents, der zu dieser Rolle gehört, ohnehin nicht mehr auffallen.

S.T.O.F.F.E.L. ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2014 13:06
#84 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Irina Wanka für Irina Wanka in DIE VERDAMMTEN.

Das ist keine riesige, aber eine schöne Rolle. Und sie war ja noch ein Kind damals und ich fand diese Arbeit einfach super.

JamesWright


Beiträge: 35

30.01.2014 15:28
#85 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Das mieseste Beispiel für Selbstsynchronisation, das ich bisher gehört habe, war Boris Kodjoe in "Surrogates" - furchtbar!

Was Gert Fröbe angeht: Es gibt ja durchaus Leute, die seine englische Synchronstimme Michael Collins in "Goldfinger" für gut passend halten. Ich kann mich mit ihr nicht anfreunden. Fröbes Originalstimme ist einfach zu markant und seine deutsche Selbstsynchronisation zu stark. Da möchte ich auf die deutsche Fassung nicht verzichten.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

01.02.2014 15:28
#86 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Nachdem hier schon mehrfach über ihn gesprochen wurde-einen eigenen Thread hat er ja nicht:

Maximilian Schell ist heute gestorben!

Slartibartfast



Beiträge: 6.706

01.02.2014 23:25
#87 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Sowohl bei Schell als auch bei Kinski war wohl die mangelnde Verfügbarkeit eher der Grund, dass sie öfter fremdsynchronisiert wurden.
Oder war Schell sogar eher mit Schumann verbunden?

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

02.02.2014 11:48
#88 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Es wird bei Schell sicher auch mit mangelnder Verfügbarkeit zu tun gehabt haben, aber insgesamt war er doch vergleichsweise oft für sich selbst zu hören (auch wenn er das, wie er mal sagte, nicht immer angenehm empfand, das nochmal zu machen).

Erik Schumann paßte sogar sehr gut zu ihm, fand ich. In "Anruf für einen Toten" war sogar Jürgen Thormann ganz passabel. Gar nicht ging für mich Klaus Kindler, aber "Papst Johanna" war ja ohnehin kein so berauschender Film.

Mit Schell stand ich auf Kriegsfuß-als Schauspieler mochte ich ihn bis in die frühen 70er-Jahre hinein sehr gerne, danach schien mir, würde er mehr und mehr zu einem Ballungszentrum für Manirismen werden. Seine Regie-Arbeiten fand ich teilweise großartig, besonders seine Dokumentationen und "Geschichten aus dem Wiener Wald". Aber er machte auch Filme, die stark unter seiner Exaltiertheit litten.

Seine Selbst-Synchronisationen waren aus meiner Sicht stets erstklassig und auf jeden Fall anderen Varianten vorzuziehen. Wenn seine Rollen so groß waren, daß er sich voll entfalten konnte, war es für einen anderen Sprecher schwer, das auch einzufangen. Es ist natürlich immer schwierig, wenn jemand in mehreren Sprachen einen enormen Bekanntheitsgrad hat.

Wobei ich hier immer wieder staune, wieviel Synchronbereitwilligkeit es bei Romy Schneider, Curd Jürgens und durchaus auch Lilli Palmer gab (wenngleich bei letzterer erst ab ihrer Zeit beim deutschen Film).

berti


Beiträge: 17.630

02.02.2014 12:31
#89 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Zitat von Gast im Beitrag #88
Wobei ich hier immer wieder staune, wieviel Synchronbereitwilligkeit es bei Romy Schneider, Curd Jürgens und durchaus auch Lilli Palmer gab (wenngleich bei letzterer erst ab ihrer Zeit beim deutschen Film).

Da die Synchronaufnahmen im Falle von Curd Jürgens teilweise in dessen jeweiliger Villa stattfanden, konnte es für die Aufnahmeleiter immerhin mit einer Reise nach Südfrankreich verbunden sein.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

02.02.2014 23:21
#90 RE: Die Qualität der Selbstsynchronisation Zitat · antworten

Die Geschichte mit Curd Jürgens und dem "ambulanten Synchronstudio" hat mich immer amüsiert. Muß witzig gewirkt haben, ihn so allein zuhaus. Tolle Leistung, muß man sagen. Ganz so einfach ist das X-en für viele Schauspieler ja nicht.

Wäre interessant zu wissen, welche Filme definitiv davon betroffen waren. Bei vielen wird er sicher im normalen Synchronatelier gewesen sein.

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