Joachim Tennstedt in dem Game "Max Payne" von 2001. Die Synchro wurde damals für die geschnittene deutsche Version erstellt, die letztendlich nicht veröffentlicht wurde und erst mit der iOS/Android-Version Jahre später auf den Markt kam. Man merkt, dass die Synchro unfertig ist, viele Effekte fehlen. Das ändert aber alles nichts daran, dass Tennstedt a) kongenial fehlbesetzt wurde und b) so lustlos klingt, wie noch nie von ihm zuvor gehört. Torsten Michaelis war im zweiten Teil bedeutend besser, auch wenn James McCaffrey natürlich unerreicht bleibt. Generell ist die Synchro vom Nachfolger mindestens eine Klasse besser und brauchbar, obwohl sie beide aus Offenbach stammen.
Daniela Hoffmann für Mircea Monroe in "The Rookie".
Fairerweise muss man dazu sagen, dass Hoffmann auch völlig fehlbesetzt ist (19 Jahre Unterschied). Aber sie spielt auch wirklich einfach schlecht. Und es ist schon irgendwo ein Talent der Regie, dass man es überhaupt hinbekommen kann, dass eine Hoffmann so underperformt.
Zitat von CrimeFan im Beitrag #228Und es ist schon irgendwo ein Talent der Regie, dass man es überhaupt hinbekommen kann, dass eine Hoffmann so underperformt.
Und damit ist uns der Platz im nächsten Hollywoodgeflüster sicher
Wieder mal aus dem Klassiker-Bereich und leider wieder mal Rainer Brandt: "Die Gräfin von Hongkong"
Bei Klaus von Wahls Besetzungen sehe ich sowieso nie so recht durch, aber bei Brando schoss er den Vogel ab. Mal Juhnke (Kontinuität), mal Schmidt (immerhin auch schon mal), dann plötzlich Biederstaedt und hier nun Brandt. Ausgerechnet bei einer Komödie! Brando war im komischen Fach ohnehin fehlbesetzt und seine Leistung hier ist äußerst widersprüchlich - manchmal zieht er seine übliche Tour durch, dann erkennt man plötzlich ganz klar die chaplinschen Vorgaben (das muss beide viel Energie gekostet haben). Und manchmal zumindest sind auch mimische Feinheiten zu sehen - zu sehen, aber nicht zu hören. Dass Juhnke die hätte bedienen können, steht wohl außer Frage, aber auch der Gedanke an GGH (mit dieser Kombi können ja viele hier nichts anfangen) ist sehr reizvoll - beide hätten Brando in jedem Fall kräftig bereichert; und beide wären bei von Wahl sogar in Frage gekommen. Brando und Brandt - das ist keine gute Kombi, da geht's nach unten. Und die gewohnt großartige Leistung von Marion Degler macht den Kontrast noch größer.
Hoppla, da habe ich mehr über Brando als über Brandt geschrieben - aber das sagt eigentlich alles: Brandt zieht auch seine übliche Nummer ab, also den knurrenden, pseudo-coolen Macho. Da muss Brando schon in Großaufnahme schreien, damit Brandt etwas die Stimme erhebt. Keine Feinheiten von Humor, nicht einmal etwas überzogene Komik (der hat sich Brandt ja durchaus auch gern bedient). In dem Punkt müsste man eigentlich von Wahl auch nennen (im Regie-Thread), weil er das hat durchgehen lassen. Wenn er tatsächlich bei "Im Schatten des Zweifels" Regie führte, war er ja offenbar in der Lage, weitaus mehr aus Brandt herauszuholen.