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Dieses Thema hat 140 Antworten
und wurde 15.011 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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Willoughby


Beiträge: 1.291

15.09.2018 17:04
#136 RE: Fehlende Sprecher in den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford Zitat · antworten

Etwas Trivia am Rande... Ronnie Raymond (Alexander) wurde in der englischen Fassung von "16 Uhr 50 ab Paddington" selbst fremdsynchronisiert, was durchaus störend auffällt, und zwar von Martin Stephens. Dieser wiederum wurde in einigen Filmen ebenfalls von Helo Gutschwager gesprochen.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.337

15.09.2018 19:40
#137 RE: Fehlende Sprecher in den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford Zitat · antworten

Das erklärt endlich, warum der Erschreckensruf und das Gelächter (die auch in der deutschen Fassung zu hören sind) so gar nicht zur sonst zu hörenden Stimme (weder von Ronnie Raymond noch von Helo Gutschwager) passen.

Gruß
Stefan

Willoughby


Beiträge: 1.291

15.09.2018 22:28
#138 RE: Fehlende Sprecher in den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford Zitat · antworten

Mit dem Schrei beim Erschrecken und dem Gelächter ganz am Ende hast Du Recht, das ist eindeutig Raymonds eigene und deutlich tiefere Stimme. Da hier die Abweichung zum fast kindlich klingenden Gutschwager und zu Stephens eklatant ist, war es nicht besonders klug, diese Passagen (in der englischen und deutschen Fassung) im Originalton zu belassen.
Die Fremdsynchronisation missfällt übrigens vor allem durch die weitgehend monotone Sprechweise und die mangelhafte Abmischung im Verhältnis zur Raumatmo und den übrigen Stimmen.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.337

04.03.2019 18:29
#139 RE: Fehlende Sprecher in den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #133
Es ist nur ein Gefühl, aber mir scheinen die Besetzungen in "Der Mörder sitzt am Tisch" (ich verweigere mich dem sinnfreien offiziellen Titel) unorthodoxer als in den anderen Filmen, bis hin zu Stefan Wigger, der selten und meist nur bei der BSG zu hören war.
Ich habe keine Theorie, wer es sein könnte, aber ich denke, dass das Team nicht identisch war mit dem der letzten Filme.

Jetzt habe ich eine: Zu den wenigen Regisseuren, die Wigger besetzten, gehörte auch Hermann Gressieker - und der war nachweislich mehrfach für MGM tätig. Er ist mein erster Tipp in diesem Fall.
(Dass Klaus von Wahl für MGM gearbeitet hätte, ist bisher nicht bekannt, deswegen kommt er für mich erst einmal weniger in Frage.)

Gruß
Stefan

Edigrieg



Beiträge: 2.552

08.03.2019 17:31
#140 RE: Fehlende Sprecher in den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford Zitat · antworten

Weil ich grad Lust dazu hatte:

Das Wirrwarr der Marple Roman- & Filmtitel und eingestreuten Erwähnungen

Die Autoren der vier MM-Filme hatten sich damals bewusst für eigens kreiirte Filmtitel entschieden, da sich die Filme meist nur lose auf A.Christie Romane stützten. Die ersten 3 deutschen Filmtitel wurden jedoch
nach den deutschen Titeln eben jener Romane benannt, was zumindest bei Film 2 und 3 gar keinen Sinn ergibt. Auch andere Erwähnungen von Christie-Romanen in den Filmen wurden in den deutschen
Fassungen verfälscht. Da man hier Unkenntnis der Sachlage seitens der deutschen Verantwortlichen ausschließen kann, stellt sich die Frage nach dem Grund dafür. Sollte dies eine unterbewusst suggerierte
Werbemaßnahme für Agatha Christies Bücher gewesen sein? Hier einmal der gesammelte Wust:


49. Roman - 4.50 from Paddington (Buch) - Murder she said (Film) - 16 Uhr 50 ab Paddington (deutscher Buch- und Filmtitel)
- Dies ist noch die authentischte Verfilmung eines Christie-Romanes innerhalb dieses Quartetts. Miss Marple ist hier auch wirklich die Ermittlerin.
- Christies 25. Roman Murder is easy (Das Sterben in Wychwood) liegt bei Miss Marple gegen Ende des 1. Films auf ihrem Nachttisch.

44. Roman - After the Funeral (Buch) - Murder at the Gallop (Film) - Der Wachsblumenstrauß (deutscher Buch- und Filmtitel)
- Im Originalroman ermittelt Hercule Poirot. Der eigentliche Wachsblumenstrauß ist der Lösungshinweis des Roman-Falles und taucht in der Verfilmung gar nicht auf.
- Um eine Verbindung herzustellen, erwähnt in der deutschen Fassung Miss Marple in einem Gespräch mit Craddock Agatha Christies Buch Der Wachsblumenstrauß, in der
das Verderben in Form einer Katze erscheint. Im englischen Original erwähnt Miss Marple hier Agatha Christies Buch The Ninth Life (Anm.: Eine Katze hat 9 Leben).
Dieses Buch ist jedoch nur eine Erfindung für den Film. (Selbiges gilt übrigens auch für den Krimi, den Miss Marple im 1. Film im Zug liest, The Hatrack Hanging/Der Galgen wartet auf Hatrack,
(ebenfalls Film 1), The Doom Box/Die Todesbüchse aus Film Nr. 4, sowie alle vermeindlichen Theaterstück-Titel des 3. Films.
- Der ursprüngliche deutsche und wesentlich passendere Titel Der Mörder sitzt am Tisch wurde noch nach Veröffentlichung des Films aus unb. Gründen abgeändert.

42. Roman - Mrs. McGinty’s Dead (Buch) - Murder Most Foul (Film) - Vier Frauen und ein Mord (deutscher Buch- und Filmtitel)
- Auch dies ist in der Buchvorlage eigentlich ein Hercule Poirot - Fall. Der deutsche Titel leitet sich aus einem Kindertanz ab, was im Laufe der Romanhandlung erklärt wird.
- Mit dem Titel Murder most foul (einem Zitat aus Shakespeares Hamlet) soll Agatha Christie höchst unzufrieden gewesen sein.
- Beim Durchstöbern der Sachen des Opfers findet Miss Marple 5 Programmhefte des Theaterstückes Murder she said, dass nur in der deutschen Fassung von Miss Marple als ein Theaterstück
identifiziert wird, das sie und ihre Truppe selbst schon einmal aufgeführt haben. Sie übersetzt es selbst als 16 Uhr 50 ab Paddington. Im Original liest sie einfach nur 5 mal den Titel laut vor.
Während also das englische Original lediglich einen augenzwinkernden Hinweis auf den ersten Film gibt, verkommt die Szene in der deutschen Fassung zur Farce.
- Marples bewusst eingestreuter Probenpatzer lautet im engl. Original "You see, you see, Mrs. McGinty's dead" und zitiert damit die Originalvorlage wortgetreu.
Nun lautet der Titel korrekt übersetzt nicht McGintys Tod, so wie es die deutsche Synchro einstreut, sondern McGinty ist tot, was man bei der Flexibilität der Szene synchrontechnisch auch so hätte einbauen können.
- Am Ende des Films werben Marple & Stringer mit einem Kutschenanschlag für ihr Theaterstück Murder without End, für das sie im Film ja auch kräftig proben. Es sollte der Titel des nächsten (?),
auf jeden Fall 5. Miss Marple Films werden, der leider nie in Produktion ging.

(43. Roman) Mörder ahoi! (Orig.: Murder Ahoy) basiert nicht einmal lose auf einem Hauptroman Christies, jedoch flossen einige Motive aus Fata Morgana (They Do It with Mirrors) hier ein.
Ermittlerin war hier in der Tat Miss Marple.
- The Mousetrap (Die Mausefalle) ist ein Theaterstück von Agatha Christie. Es wird seit 1952 täglich im Londoner West End aufgeführt und ist damit das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück
der Welt. Der Titel bezieht sich erneut auf Shakespeares Hamlet.

und der Vollständigkeit halber:

18. Roman - The A.B.C. Murders (Buch) - The Alphabet Murders (Film) - Der ABC-Fahrplan (original deutscher Buchtitel) - Die Morde des Herrn ABC (Film- und späterer Buchtitel)


Slartibartfast



Beiträge: 6.154

13.03.2019 14:52
#141 RE: Fehlende Sprecher in den Miss Marple-Filmen mit Margaret Rutherford Zitat · antworten

Zitat von Edigrieg im Beitrag #140

- Beim Durchstöbern der Sachen des Opfers findet Miss Marple 5 Programmhefte des Theaterstückes Murder she said, dass nur in der deutschen Fassung von Miss Marple als ein Theaterstück
identifiziert wird, das sie und ihre Truppe selbst schon einmal aufgeführt haben. Sie übersetzt es selbst als 16 Uhr 50 ab Paddington. Im Original liest sie einfach nur 5 mal den Titel laut vor.
Während also das englische Original lediglich einen augenzwinkernden Hinweis auf den ersten Film gibt, verkommt die Szene in der deutschen Fassung zur Farce.

Das habe ich immer als Insidergag aufgefasst. Sie sagt (vermutlich aus synchrontechnischen Gründen) im ON "Das war doch auch ein Stück von uns" und dann OFF "16 Uhr 50 ab Paddington". Damit soll aus meiner Sicht nicht gemeint sein, dass die Theatergruppe diese Stück aufgeführt hat, sondern dass sie und Mr. Stringer darin, also im ersten Film, zu sehen waren.


Gruß
Martin
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"Ein rechter Scheißdreck war's. Altmodisch bis provinziell war's. Des war's!" (Helmut Fischer in "Monaco Franze - Der ewige Stenz" [1983])
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