Dass ich bei "16 Uhr 50 ab Paddington" gern Margaret Rutherford schon die Stimme von Ursula Krieg geben würde (die ja in einer kleinen Nebenrolle zu hören ist), dürfte für viele, wenn auch nicht alle Forumsmitglieder nachvollziehbar und wenig überraschend sein. Aber auch zwei weitere würde ich am liebsten tauschen. Zwar gab es bei Charles Tingwell sowieso ständige Wechsel, aber der Bruch vom reichlich drögen Lukschy zu Juhnke und GGH, welche seine Komik (die zugegeben im ersten Film praktisch nicht vorhanden ist) kräftig unterstützten, ist wirklich heftig. Arthur Kennedy dagegen könnte die Lukschy-Pathetik ganz gut verkraften und Klinger wäre mit seinem Augenzwinkern viel näher an den späteren Sprechern dran.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #243Arthur Kennedy dagegen könnte die Lukschy-Pathetik ganz gut verkraften und Klinger wäre mit seinem Augenzwinkern viel näher an den späteren Sprechern dran.
Aber würdest du wirklich auf Klingers geniale Kehrtwende im Finale verzichten wollen?
Sicher Aber Klinger hatte mit seiner warmen Stimme für mich akustisch deutlich mehr Sympathiepunkte, weswegen die Wandlung am Ende viel effektvoller war (ähnlich wie bei einem gewissen anderen Film). Inspektor Craddock wäre (in diesem Film) im Vergleich eine eher undankbare Rolle gewesen.
Nochmal Agatha Christie ... Patrick Allen ist für mich ein Gesicht, das nach der Stimme von Arnold Marquis schreit (oder Hirthe, aber der war ja Mitte der 80er schon verstorben). Und es will mir nicht recht passen, dass ich in "Mörderische Leidenschaft" Hermann Ebeling für ihn höre - viel zu hoch und dünn - Marquis aber für Freddie Jones, für den er schon in "Ein Mann jagt sich selbst" zu bullrig (und übertrieben) war; ca. 5. Jahre später klang er dann noch voluminöser. Ebeling wäre auch für Jones nicht unbedingt perfekt, deshalb hätte ich es so gedreht: Marquis für Allen, Ebeling für Timothy West und dann wäre Duwner für Jones frei gewesen.
Zitat von berti im Beitrag #246weswegen die Wandlung am Ende viel effektvoller war (ähnlich wie bei einem gewissen anderen Film)
Ich muss gestehen, da "klingelt" bei mir leider gerade nichts.
Die ZDF-Synchro von Im Westen nichts Neues finde ich insgesamt nicht so prickelnd, aber was mich immer am meisten stört ist Hans Hessling auf Professor Kantorek. Ich finde Hessling hätte mehr auf Slim Summerville gepasst und Herbert Stass dafür auf Kantorek.
Wäre zwar ohnehin nicht nötig, da die DDR-Fassung vom "Krankenhaus am Rande der Stadt" für mich die Idealbesetzung der Stimmen hat, aber was die westdeutsche der zweiten Staffel betrifft, finde ich doch einige recht unglücklich in der Wahl. Sowohl Kieling für Chudik als auch Völz für Kopecky passen für mich nicht zum Gesicht und sind weit weg von den DDR-Sprechern, die immerhin in der 1. Staffel auch in der ARD zu hören waren. Was weitaus besser passen würde: Wüstenhagen für Chudik, Kieling wäre damit für Kopecky frei und Völz hätte Pesek übernehmen können.
"The Wild Bunch" - nicht dass Marquis fehlbesetzt wäre für Borgnine, aber Hirthe in einer anderen Rolle - das geht für mich nicht. Vor allem aber wirken für mich Hagen für Holden und Ackva für Ryan verkehrt herum.
Der "Azteken"-Zweiteiler der CCC hat zwar eine teilweise extrem klischeehafte Synchronbesetzung; aber da die Figuren ebenfalls recht stereotyp gezeichnet sind, passt das wieder. Etwas komisch wirkt auf mich aber Arnold Marquis für Kelo Henderson. 1965 klang er zwar noch nicht so bullig wie ein paar Jahre später, will aber trotzdem nicht so recht mit dem Gesicht harmonieren. Wenn man bei den damaligen Top-Leuten aus Berlin bleibt, hätte ich mir hier am besten Horst Niendorf vorstellen können. Niendorf ist im Film kurz als der Gutsbesitzer zu hören, der von Präsident Juarez zum Tode verurteilt wird; zu dessen Schauspieler (Dragoslav Dzadzevic) wiederum hätte Marquis für meinen Geschmack deutlich besser als zu Henderson gepasst.