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Dieses Thema hat 110 Antworten
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Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.447

09.07.2018 18:13
#76 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Round hammer im Beitrag #75
Ist das eine neue Facette in der Diskussion, weshalb es zu dem Sprecherwechsel von ZDF/SAT1 kam?

Bierstedt und Pan waren die einzigen Ex-DDRler im Hauptcast - beide vor der Wende in den Westen gegangen und beide bis zum Ende dabei. Einzig Meincke kam unter den Hauptrollen dazu.
Und das war zudem nach Plates Zeit.
Es ist offensichtlich, dass dies mit dem Sprecherwechsel nichts zu zun haben KANN.
Die ostdeutschen Sprecher, die in den ZDF-Folgen zu hören waren, bedienten nur Nebenrollen, oft auch nur der kleineren Art. Das änderte sich erst unter Johannson und Tessmann.

Gruß
Stefan

Klp


Beiträge: 79

11.07.2018 16:39
#77 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Ich glaube das ist auch etwas, was man hier schon einmal lesen konnte (ich finde es gerade nicht wieder). In einem uralten Post wurde mal behauptet, es sei damals im Rahmen dieser Synchro von einigen bemängelt worden, dass die ehemaligen DDR-Sprecher sehr unprofessionell gewesen seien. Ich denke, damals hatten auch viele der West-Sprecher keine Lust auf die "Billigkonkurrenz" aus der "Zone", die ja sehr zahlreich in die Ateliers strömte und es nach kurzen Anlaufschwierigkeiten eben doch konnte. Ich würde Plates Aussage daher auch nicht unbedingt für die absolute Wahrheit halten. Die Synchro fiel, denke ich, in eine Zeit, in der sich beide Seiten durchaus argwöhnisch beschnupperten.

Johannson und Tessmann kamen dann schlicht und einfach auch später und die guten Ostsprecher hatten genügend Zeit sich zu etablieren. Man wusste also, was man erwarten konnte. TNG startete ja im ZDF schon im September 1990; er konnte also nur auf "geflüchtete Ossis" zurückgreifen. Erdmann hat ja z.B. in Babylon 5 auch nach TNG mit Bert Franzke und Peter Reinhardt auf zwei Sprecher aus der DDR zurückgegriffen und auch wieder auf den bewährten Detlef Bierstedt.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.447

11.07.2018 16:53
#78 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Ich denke, das einzige "Unprofessionelle" war, dass die ostdeutschen Sprecher an ein anderes Tempo gewöhnt waren. Wenn man sich den Take vorher lieber zweimal anschaut, um die Nuancen gut zu erfassen, wird das leicht (aber ungerechtfertigt) als Bremse oder Nicht-Können verstanden. Und plötzliche Konkurrenz, die sich anmaßt, etwas zu können, was man als eigene Hochburg ansieht (ich glaube, wenn eine Menge Synchronfans sich gar nicht bewusst sind, wie viel in der DDR synchronisiert wurde, dann waren es pragmatischer eingestellte Schauspieler auch nicht), ist auch selten willkommen - ich sage das aus eigener Erfahrung.

Gruß
Stefan

Klp


Beiträge: 79

11.07.2018 17:02
#79 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Ein paar Ostsprecher in größeren Rollen waren ja auch bei Erdmann durchaus dabei: Jürgen Kluckert, Udo Schenk, Bodo Wolf, Marina Krogull, Monica Bielenstein und Barbara Adolph in der ersten Staffel. Thomas Wolff, Jürgen Heinrich, Reinhard Kuhnert, Heike Schroetter, Klaus Piontek und Stefan Staudinger in der zweiten Staffel sowie Klaus-Dieter Klebsch, Werner Ehrlicher, Fritz Decho, Ernst Meincke, Dieter Okras, Michael Telloke, Monica Bielenstein und Hans-Joachim Hanisch in der dritten. Viele der genannten haben die DDR aber vor 1989 verlassen. Die dritte Staffel wurde außerdem schon 1993 gesendet und es dauerte auch seine Zeit, bis diese Leute sich umorientiert hatten und auch engagiert worden sind. Bis Ende 1991 gab es ja z.B. noch den DFF, bei dem nicht wenige unter Vertrag standen.


Klp


Beiträge: 79

11.07.2018 17:04
#80 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #78
Ich denke, das einzige "Unprofessionelle" war, dass die ostdeutschen Sprecher an ein anderes Tempo gewöhnt waren. Wenn man sich den Take vorher lieber zweimal anschaut, um die Nuancen gut zu erfassen, wird das leicht (aber ungerechtfertigt) als Bremse oder Nicht-Können verstanden. Und plötzliche Konkurrenz, die sich anmaßt, etwas zu können, was man als eigene Hochburg ansieht (ich glaube, wenn eine Menge Synchronfans sich gar nicht bewusst sind, wie viel in der DDR synchronisiert wurde, dann waren es pragmatischer eingestellte Schauspieler auch nicht), ist auch selten willkommen - ich sage das aus eigener Erfahrung.

Gruß
Stefan

Ja, sehe ich auch so. Viele - darunter wohl auch Plate - wussten nichts vom Osten (und wissen es auch heute noch nicht). Daher würde ich wie gesagt diesem Einschub nicht unbedingt viel Bedeutung beimessen. Die Art und Weise wie er es einschiebt, klingt für mich auch ein bisschen, als würde er da ein einer sehr alten Wunde lecken.

Wie oben geschrieben trafen ja da durchaus einige, die "rüber gemacht sind" auf welche, die geblieben waren. Ich kann mir schon vorstellen, dass die sich nicht immer grün waren. (Kann ich mir aber generell nicht vorstellen, dass hinterm Mikrofon immer eitel Sonnenschein war. Insofern finde ich die Zuschreibung schon etwas seltsam. Es klingt so, als hätten sich dort nur die Ossis gekabbelt.)


Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 15.549

11.07.2018 17:14
#81 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Klp im Beitrag #79
Ein paar Ostsprecher in größeren Rollen waren ja auch bei Erdmann durchaus dabei: Jürgen Kluckert, Udo Schenk, Bodo Wolf, Marina Krogull, Monica Bielenstein und Barbara Adolph in der ersten Staffel. Thomas Wolff, Jürgen Heinrich, Reinhard Kuhnert, Heike Schroetter, Klaus Piontek und Stefan Staudinger in der zweiten Staffel sowie Klaus-Dieter Klebsch, Werner Ehrlicher, Fritz Decho, Ernst Meincke, Dieter Okras, Ortwin Speer, Michael Telloke, Monica Bielenstein und Hans-Joachim Hanisch in der dritten. Viele der genannten haben die DDR aber vor 1989 verlassen. Die dritte Staffel wurde außerdem schon 1993 gesendet und es dauerte auch seine Zeit, bis diese Leute sich umorientiert hatten und auch engagiert worden sind. Bis Ende 1991 gab es ja z.B. noch den DFF, bei dem nicht wenige unter Vertrag standen.

Wäre mir neu, dass Ortwin Speer ein Ostsprecher wäre. Auch 80% der aufgezählten Sprecher waren längst in der BRD etabliert und hatten viele Rollen schon lange vor TNG. Passen also nicht unbedingt für dieses Beispiel. Einzig Piontek, Ehrlicher, Decho, Meincke, Telloke und Hanisch sowie Ulrike Mai (die noch in der Aufzählung fehlt) könnte man wirklich dazu zählen.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.447

11.07.2018 17:19
#82 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Speer stammt natürlich nicht aus der DDR. Und auch Staudinger begann erst nach der Wende mit dem Synchronisieren (es sei denn, mir ist irgend was durchgeschlüpft).
Zur Etablierung mehrerer DDR-Sprecher, die kurz vor der Wende in den Westen gingen, trug vor allem tatsächlich die Arena-Synchronisation "Die fliegenden Ärzte" bei.

Gruß
Stefan

Klp


Beiträge: 79

11.07.2018 17:21
#83 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #82
Speer stammt natürlich nicht aus der DDR. Und auch Staudinger begann erst nach der Wende mit dem Synchronisieren (es sei denn, mir ist irgend was durchgeschlüpft).
Zur Etablierung mehrerer DDR-Sprecher, die kurz vor der Wende in den Westen gingen, trug vor allem tatsächlich die Arena-Synchronisation "Die fliegenden Ärzte" bei.

Gruß
Stefan

Speer ist wirklich falsch; den habe ich mit Wilfried Ortmann verwechselt. Ich hab's korrigiert. Ob Staudinger vorher synchronisiert hat, weiß ich nicht, aber es ging ja um ehemalige DDR-Bürger bei TNG.
Zitat von Silenzio im Beitrag #81
Auch 80% der aufgezählten Sprecher waren längst in der BRD etabliert und hatten viele Rollen schon lange vor TNG. Passen also nicht unbedingt für dieses Beispiel. Einzig Piontek, Ehrlicher, Decho, Meincke, Telloke und Hanisch sowie Ulrike Mai (die noch in der Aufzählung fehlt) könnte man wirklich dazu zählen.

Hab ich aber geschrieben, dass viele von denen vor '89 in die BRD ausgewandert waren! Ich hatte auch begründet, warum ich die Leute mit aufgeführt habe. Kritik sollte dann schon (wie im Falle Speer) berechtigt sein, Silenzio.


Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 15.549

11.07.2018 17:31
#84 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Klp im Beitrag #83

Hab ich aber geschrieben, dass viele von denen vor '89 in die BRD ausgewandert waren! Ich hatte auch begründet, warum ich die Leute mit aufgeführt habe. Kritik sollte dann schon (wie im Falle Speer) berechtigt sein, Silenzio.

Ähm, ja. Dann verstehe ich die halbe Aufzählung aber trotzdem nicht. Du hast die aufgeführt, um eben zu belegen, dass auch es auch schon Ostsprecher in den ersten Staffeln gab. Durchaus berechtigte Info, nur dann sollte man es trotzdem auf die Leute beschränken, die erst mit der Zeit der Wende in den BRD-Studios dazu kamen. Die anderen haben nun mal schon etliche Rollen in BRD-Synchros lange vor TNG gehabt. Passt also nicht ganz zum Beispiel.

Klp


Beiträge: 79

11.07.2018 17:35
#85 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Klp im Beitrag #80
Wie oben geschrieben trafen ja da durchaus einige, die "rüber gemacht sind" auf welche, die geblieben waren. Ich kann mir schon vorstellen, dass die sich nicht immer grün waren. (Kann ich mir aber generell nicht vorstellen, dass hinterm Mikrofon immer eitel Sonnenschein war. Insofern finde ich die Zuschreibung schon etwas seltsam. Es klingt so, als hätten sich dort nur die Ossis gekabbelt.)

Wilkins


Beiträge: 2.382

12.07.2018 06:33
#86 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Halten wir fest: Niemand weiß etwas konkretes (offenbar nicht einmal Herr Plate selbst), daher sind es nur Gerüchte und Spekulationen. Mir erscheint ja die Variante glaubhaft, dass es damals vielleicht eine belanglose Streiterei wegen Irgendwas gab, an der dann zufälligerweise ostdeutsche Kollegen beteiligt waren; ganz gleich ob Vor- oder Nachwendler. Völlig egal, ob diese Reiberein mit deren Herkunft zu tun hatten, im Nachhinein wurden sie dann zu einer Art Ost/West-Konflikt aufgeblasen. Leider durchaus denkbar, denn einige Westberliner (wohlgemerkt nicht alle) waren ihren neuen Kollegen offenbar derart feindselig gegenüber eingestellt, dass da wohl in der Tat Gerüchte und Unwahrheiten verbreitet wurden. Wenn ein Gerücht erst einmal die Runde gemacht hat, ist es schwer totzukriegen.

Möglich auch, dass man durch diese Gifteleien der Synchronfirma eins reinwürgen wollte. Die Arena war damals in Sachen Besetzung überaus experimentierfreudig, und setzte viele unbekanntere (und somit auch ostdeutsche) Sprecher ein. Das wird sicherlich nicht jedem gepasst haben.

Serienfan


Beiträge: 162

12.07.2018 10:06
#87 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Wilkins im Beitrag #86
Halten wir fest: Niemand weiß etwas konkretes (offenbar nicht einmal Herr Plate selbst),

Das bezweifle ich allerdings.

Wir wissen, dass Michael Erdmann irgendwann die Synchro-Regie an Johannsen abgab, und das hatte eindeutig nichts mit dem Wechsel vom ZDF zu SAT.1 zu tun, denn bereits in den letzten ZDF-Folgen wird plötzlich Johannsen im Nachspann genannt. Und das dürfte Sven Plate ja auch mitbekommen haben.

Hier erscheint mir doch die Hauptfrage: Warum hat Michael Erdmann aufgehört, während Johannsen ja in Interviews zugab, zu dieser Aufgabe wie "die Jungfrau zum Kind" gekommen zu sein. Immerhin hat Johannsen ja nur die letzten acht "ZDF-Folgen" zu verantworten.

Hat Michael Erdmann noch während der ZDF-Synchro überraschend hingeschmissen, sodass Johannsen für ihn einspringen und bei den letzten acht Folgen die Leitung übernehmen musste? Warum blieb man nicht bei Michael Erdmann, der ja danach der Science Fiction treu blieb und "Babylon 5" übernahm?

Und es kann durchaus sein, dass sich Sven Plate darauf bezieht, wenn er von Querelen spricht. Es ist ja doch erstaunlich, wenn jemand mit jahrzehntelanger Synchro- und Berufserfahrung wie Sven Plate Jahrzehnte später auf Konflikte bei einer Synchro-Arbeit hinweist. ("Es gab dann zwar so innere Querelen, weil das auch relativ kurz nach der Maueröffnung war, da waren dann Sprecher, die sich noch aus dem Osten kannten, und die dann nicht zusammen sprechen wollten, weil die damals Probleme hatten.")

Erdmann ging, Johannsen übernahm, führte den ZDF-Auftrag zuende, und für die SAT.1-Synchro setzte er seine Arbeit (leider) fort, wobei dabei auch noch weitere Sprecher ausgewechselt wurden. Dieser spätere Sprecherwechsel mag tatsächlich verschiedene Gründe gehabt haben (Loyalität zum Regisseur, Krankheit, Gagen-Höhe), ich denke aber, das Hauptproblem lag im Weggang von Michael Erdmann, der eine eindeutig bessere Arbeit ablieferte als Johannsen. Wäre Erdmann geblieben, wären wahrscheinlich zumindest deutlich weniger Sprecherwechsel erfolgt.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.447

12.07.2018 10:52
#88 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Serienfan im Beitrag #87
Erdmann ging, Johannsen übernahm, führte den ZDF-Auftrag zuende, und für die SAT.1-Synchro setzte er seine Arbeit (leider) fort, wobei dabei auch noch weitere Sprecher ausgewechselt wurden. Dieser spätere Sprecherwechsel mag tatsächlich verschiedene Gründe gehabt haben (Loyalität zum Regisseur, Krankheit, Gagen-Höhe), ich denke aber, das Hauptproblem lag im Weggang von Michael Erdmann, der eine eindeutig bessere Arbeit ablieferte als Johannsen. Wäre Erdmann geblieben, wären wahrscheinlich zumindest deutlich weniger Sprecherwechsel erfolgt.

Vorsicht mit solchen Spekulationen!
Zitat von Serienfan im Beitrag #87
Wir wissen, dass Michael Erdmann irgendwann die Synchro-Regie an Johannsen abgab, und das hatte eindeutig nichts mit dem Wechsel vom ZDF zu SAT.1 zu tun

Hä? Doch, genau damit ging es eindeutig einher.
Hier wird offenbar gern übersehen, an welch merkwürdiger Stelle der Wechsel vom ZDF zu Sat.1 erfolgte - mitten in der Staffel. Dass man als letzte ZDF-Episode ausgerechnet "Final Mission" hatte, dürfte ein seltsamer und glücklicher Zufall sein.
Dem ZDF wurden offenbar die Rechte entzogen, nachdem die Synchronisation der vierten Staffel bereits begonnen hatte. Und aller Wahrscheinlichkeit nach schmiss Erdmann aus den gleichen Gründen wie einige Sprecher: der absehbare Zeitdruck. Die letzten ZDF-Episoden wurden ja auch von ihm bearbeitet, lediglich "Familienbegegnung" bis "Das Experiment" gingen auf Johannsons Konto. Serien werden keineswegs immer chronologisch synchronisiert, was hier offensichtlich auch nicht der Fall war bzw. wurde schon parallel gearbeitet.
Dass die Ausstrahlung auf Sat.1 erst 7 Monate später begann, heißt keineswegs, dass die Synchronisation erst zu diesem Zeitpunkt angefertigt wurde, zumal man sich von Anfang an auf einen täglichen Ausstrahlungrhytmus einstellte (also MUSS schon viel Material vorgelegen haben, ansonsten ist das um keinen Preis zu schaffen).
Ich halte es für absurd anzunehmen, dass nach vier Folgen Synchronisation mehrere Sprecher hinschmissen, vielmehr wurden sie für diese vier Episoden noch engagiert bzw. überredet, damit man nicht zwei (!) Sprecherwechsel kurz vor Ende der ZDF-Ausstrahlung hatte..

Gruß
Stefan


Klp


Beiträge: 79

12.07.2018 12:13
#89 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #88
Hä? Doch, genau damit ging es eindeutig einher.
Hier wird offenbar gern übersehen, an welch merkwürdiger Stelle der Wechsel vom ZDF zu Sat.1 erfolgte - mitten in der Staffel. Dass man als letzte ZDF-Episode ausgerechnet "Final Mission" hatte, dürfte ein seltsamer und glücklicher Zufall sein.
Dem ZDF wurden offenbar die Rechte entzogen, nachdem die Synchronisation der vierten Staffel bereits begonnen hatte. Und aller Wahrscheinlichkeit nach schmiss Erdmann aus den gleichen Gründen wie einige Sprecher: der absehbare Zeitdruck. Die letzten ZDF-Episoden wurden ja auch von ihm bearbeitet, lediglich "Familienbegegnung" bis "Das Experiment" gingen auf Johannsons Konto. Serien werden keineswegs immer chronologisch synchronisiert, was hier offensichtlich auch nicht der Fall war bzw. wurde schon parallel gearbeitet.

So ganz ergibt es für mich trotzdem keinen Sinn. Die Rechte lagen zumindest bis "Die letzte Mission" wohl beim ZDF und die Arena hatte vom Zweiten den Auftrag diese Folgen zu synchronisieren. Möglicherweise hatte man zu der Zeit aber tatsächlich schon angefangen für Sat.1 die weiteren Folgen zu bearbeiten und Arena-intern Johannson damit betraut. Vielleicht hat Erdmann es dann lieber gleich sofort ganz aufgegeben und Johannson bekam noch die fehlenden ZDF-Folgen obendrauf.

Sind denn "Die Rettungsoperation" bis "Die letzte Mission" wirklich von Erdmann bearbeitet worden? Es steht eigentlich überall, dass Johannson ab Episode 76 die Bearbeitung übernahm; auch hier im Episodenführer.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.447

12.07.2018 12:43
#90 RE: DISKUSSION: Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert (USA 1987-1994) Zitat · antworten

Zitat von Klp im Beitrag #89
Sind denn "Die Rettungsoperation" bis "Die letzte Mission" wirklich von Erdmann bearbeitet worden? Es steht eigentlich überall, dass Johannson ab Episode 76 die Bearbeitung übernahm; auch hier im Episodenführer.

Dann steht es dort falsch - im Abspann war seinerzeit groß und deutlich Erdmanns Name zu lesen. Ist mir damals natürlich aufgefallen, weil es für mich keinen Sinn ergab, dass für nur 4 Episoden der Bearbeiter wechselte nach drei Jahren.

Gruß
Stefan

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