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Dieses Thema hat 202 Antworten
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tinitron


Beiträge: 395

08.08.2012 00:34
#46 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Was ich meinte, ist, dass es nicht "ik" gesprochen wird sondern einfach "ig" bleibt.

Ach ja, genau, Balkong. Und Betong!


"Mein Gott, er hat ein Kind!" "... und einen alten Mann!" (Solveig Duda und Leon Boden in "Der Knochenjäger")

VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 26.351

08.08.2012 01:38
#47 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Bühnendeutsch schreibt aber generell Auslautverhärtung vor. Der brave Bürger ist also "braf", graben tut man sich ein "Grap", kindisch ist ein "Kint" und bekriegen tut man sich im "Kriek". (Hier sollte man allerdings eine übertriebene Artikulierung à la "Goltdh-Schmuckgh" vermeiden.) Lediglich für "-ig" ist tatsächlich "-ich" vorgeschrieben.

(Es gibt meine ich aber auch einen konkurrierenden süddeutschen Bühnenstandard, der sich jedoch nicht hat durchsetzen können.)


"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 892

11.08.2012 16:37
#48 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Ich finde, dass man bei einigen Berlinern die herkunft raushören kann, da sie häufig das "g" wie ein "j" aussprechen.

berti


Beiträge: 14.230

01.09.2012 13:01
#49 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #34
Keine Ahnung, ob Curt Ackermann dort geboren wurde, aber zumindest hat er viele Jahre lang in Berlin als Schauspieler gearbeitet. Eventuell hat der dortige Dialekt auf ihn abgefärbt. In "Die seltsamen Wege des Pater Brown" sagt er jedenfalls (für Peter Finch) "fürchterlich" sei "wohl kaum der richtje Ausdruck für die schönste Privatsammlung der Welt".

Für Paul Lukas in "Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer" spricht er das g an einer Stelle auch wie ein j aus: "Aber viel wichtijer ist..."

berti


Beiträge: 14.230

13.09.2012 11:04
#50 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von VanToby im Beitrag #45
Bei Carin C. Tietze in IN PLAIN SIGHT ist mir "-ig" als "-ik" ausgesprochen gleich zweimal in der vergangenen Staffel aufgefallen. Allerdings mag das auch Absicht gewesen sein, weil man die Rolle im Gespräch mit Schwester und Mutter bewusst in ein recht verschliffenes Deutsch fallen lässt, oder sie auffällige Attitüden in der Diktion hat, wenn sie mal wieder von irgendjemandem oder -etwas genervt ist und es von sich stoßen will, teilweise leicht nachäffend. (Der eine Fall war so etwas wie: "Das ist echt ner-vik!")

Es ist zwar keine Synchro, betrifft aber einen Schauspieler, der öfter mal im Studio stand:
Peter Fricke sagt im (Münchner) Tatort "Im Fadenkreuz" an einer Stelle, seine Kinder würden "ungeduldick". Natürlich kann es auch ein Versprecher oder auch ein Versuch, die Angespanntheit der Figur in dieser Szene (durch den härteren Klang) auszudrücken. Denn ansonsten benutzt er in der Folge die Aussprach -ich. Ein klares Zeichen seines süddeutschen Hintergrunds (er ist in Murnau am Staffelsee aufgewachsen und in München ausgebildet worden) dürfte jedoch sein, dass Fricke "Pension" ausspricht, wie man es schreibt.
Ist das jemanden auch mal in einem Hörspiel oder einer Synchro bei Fricke aufgefallen?

Dubber der Weiße


Beiträge: 2.862

13.09.2012 11:24
#51 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

@VanToby: Beim Bühnendeutsch könnte es Ausnahmen geben. "Nervig" kenne ich beispielsweise nur mit "-ik", wie beispielsweise auch "lästig". "Nervich" und "lästich" würden mir falsch vorkommen.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.839

13.09.2012 11:29
#52 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Auch wenn es Dir falsch vorkommt, ist es doch nicht falsch. Im Gegenteil: "lästik" ist die eindeutig falsche Aussprache.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.230

13.09.2012 12:10
#53 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von Dubber der Weiße im Beitrag #51
@VanToby: Beim Bühnendeutsch könnte es Ausnahmen geben. "Nervig" kenne ich beispielsweise nur mit "-ik", wie beispielsweise auch "lästig". "Nervich" und "lästich" würden mir falsch vorkommen.

Auch bei Schauspielern, die nicht aus dem Bereich südlich der Rhein-Main-Linie stammen oder dort zumindest ausgebildet wurden? Da kann ich mich nicht erinnern, -ik öfter gehört zu haben.


berti


Beiträge: 14.230

24.10.2012 10:30
#54 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #35
In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz spricht man das "ch" in China, Chemie und Chirurg wie ein "k", in anderen Dialekten (z. B. an Rhein und Ruhr) wie ein "sch".
In "Die Nacht vor der Hochzeit" spricht die in München geborene Eva Vaitl (für Katharine Hepburn) von "Kina", der gebürtige Kölner Hans W. Hamacher (für Rupert Davies in "Wie tötet man eine Dame?/Das Geheimnis der gelben Mönche") vom "Pappschinesen" und der "schinesischen Philosophie".

Es ist zwar keine Synchro, aber in "Scotland Yard jagt Doktor Mabuse" spricht der Berliner Wolfgang Lukschy zu Beginn vom "plastischen Schirurgen", der sein Gesicht operiert habe.

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 892

24.10.2012 14:58
#55 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Ich dachte immer, so wäre die hochdeutsche Aussprache.

berti


Beiträge: 14.230

24.10.2012 18:14
#56 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Bei "Chef" oder "Champagner" schon, aber nicht bei "China", "Chemie" oder eben "Chirurg(ie)".
Die hochdeutsche Standardaussprache dürfte eher die sein, die Dieter Borsche im selben Film wenig später benutzt.


berti


Beiträge: 14.230

24.10.2012 18:51
#57 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 892

24.10.2012 20:19
#58 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #56
Bei "Chef" oder "Champagner" schon, aber nicht bei "China", "Chemie" oder eben "Chirurg(ie)".
Die hochdeutsche Standardaussprache dürfte eher die sein, die Dieter Borsche im selben Film wenig später benutzt.



Ok, das wusste ich in der tat nicht. Da wo ich wohne sagt jeder "Schirurg" oder "Schemie"und hier gibt es eigentlich keinen Dialekt.

berti


Beiträge: 14.230

25.10.2012 14:15
#59 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von Ohne Wiederkehr im Beitrag #58
Da wo ich wohne sagt jeder "Schirurg" oder "Schemie"und hier gibt es eigentlich keinen Dialekt.

Und in Filmen oder Medien ist dir die andere Aussprache nie aufgefallen?

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 892

25.10.2012 14:46
#60 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Ich habe um ehrlich zu sein nicht wirklich drauf geachtet und wenn doch mal jemand "Chirurg" gesagt hat und ich es gemwekt habe, habe ich es wohl auf den Dialekt geschoben.

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