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Dieses Thema hat 971 Antworten
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smeagol



Beiträge: 3.417

17.04.2018 15:00
#931 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Zitat von Serienfan im Beitrag #929
Völz war auch in "Californication" so großartig, dass ich mir diese Serie auf deutsch ansah. Er schafft es perfekt, die unterschwellige, trockene Ironie von Duchovny zu treffen. Aber auch diese fast unschuldige Gutmütigkeit, die Duchovny immer wieder so perfekt trifft, hat er ideal wiedergegeben.

Ich gehe so weit zu sagen, dass mir die deutsche Version in den von dir beschriebenen Punkten sogar noch deutlich besser gefällt. Einerseits ist es eine Verfälschung, weil Völz diese Eigenschaften aus meiner Sicht verstärkt (gerade das sympathisch-unschuldige, weshalb man der Figur Hank Moody nachvollziehbar alle Eskapaden nachsieht) - es liefert aber ein (noch) stimmigeres Gesamtbild, was den Figuren zusätzlich gut tut. Die grandiose Übersetzung liefert den Rest - Glanzleistung aller Beteiligten.

Es gibt halt Idealbesetzungen und Völz ist das nunmal für Duchovny, weil er sein Spiel versteht und perfekt passend "drüberlegt" - das gelang weder im 2. Kinofilm noch in den Ausschnitten, die ich aus Staffel 10 gesehen habe.

Akte X ist dann aber vielleicht auch nicht (mehr) "2 and a half men", wo Völz ggf. als deutlich weniger ersetzbar (für eine letzte Staffel) angesehen wurde als nun für eine neue Staffel einer 90er-Jahre-Serie. Die Einschaltquoten sprechen vielleicht auch dafür, dass Akte X nicht mehr so zieht wie seinerzeit. Auf Pro7 würde ich es aber auch mit Völz nicht live verfolgen, sondern die DVDs kaufen ... das hätte ich aber 100%, unterlasse es so aber. Ich könnte mir daher durchaus vorstellen, dass die Syncho-bedingten Einbußen bei den DVD Verkäufen durchaus höher sind als bei den TV-Zuschauerzahlen ... sofern überhaupt messbar.

Nun - es lässt sich halt nicht mehr ändern. Schade drum ist es in jedem Fall - den Schaden haben so oder so aber "nur" die Akte X Fans und sonst niemand.


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"Ich würde nach Hause gehen und mich richtig ausschlafen"
Curt Ackermann für Cary Grant in "Über den Dächern von Nizza"

Klp


Beiträge: 97

21.04.2018 19:37
#932 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

[Akte X (Miniserie, USA 2016) (62)] An Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten - und inhaltlich absolut gar nichts! Genau das meinte ich. Arrogante Revierverteidigung und sonst gar nichts.

Mew Mew
Moderator

Beiträge: 13.919

21.04.2018 22:45
#933 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Mal davon abgesehen, dass ich froh über das Ende bin, fand ich es in der letzten Folge echt unschön, dass die Atmer und das Weinen von Scully fast komplett im O-Ton waren. Da hörte man deutlich den Stimmenunterschied. Das hat einen völlig unschön aus der Situation gerissen.


Slartibartfast



Beiträge: 6.012

22.04.2018 15:35
#934 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Zitat von Klp im Beitrag #932
[Akte X (Miniserie, USA 2016) (62)] An Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten - und inhaltlich absolut gar nichts! Genau das meinte ich. Arrogante Revierverteidigung und sonst gar nichts.

Diesen Käse hältst du allen vor, die nicht deiner Meinung sind.
Interessant ist dabei, wenn man sich ausgerechnet eine Reaktion(!) auf einen unredlichen Vorwurf rauspickt und dann behauptet, diese stehe stellvertretend für den Niedergang des Forums.


Gruß
Martin
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Klp


Beiträge: 97

22.04.2018 16:43
#935 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Ach, jetzt spielst du wohl mal wieder die moralische Instanz, die entscheidet, was redliche Kritik und unredlicher Vorwurf ist. Viel mehr Hybris geht wirklich nicht.


Slartibartfast



Beiträge: 6.012

22.04.2018 19:10
#936 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Es reicht nicht, in einem Beitrag möglichst oft Worte wie Selbstherrlichkeit, Arroganz oder Hybris unterzubringen. Aber wenn jemand latente Frauenfeindlichkeit unterstellt, nur weil man vom anderen Geschlecht ist, dann geht mir das zumindest zu weit und dann erlaube ich mir, dies laut zu äußern. An etwas Ähnliches kann ich mich im Forum jedenfalls nicht erinnern, also: Wehret den Anfängen.
Äußere dich doch einfach, wenn du anderer Meinung bist, aber bitte zur Sache. Ich kann Gegenrede durchaus vertragen. Aber deine seltsame Empörung über die "Alteingesessenen" ist einfach nur an den Haaren herbeigezogen.

Schönen Abend noch:-)


Gruß
Martin
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smeagol



Beiträge: 3.417

23.04.2018 12:00
#937 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Ich finde den Fall auch aus einem wirtschaftlichen Betrachtungswinkel interessant und zwar, wie 20th Century Fox das so sieht mit der Synchro:

Ob man die neue Besetzung nun für einen Totalausfall oder eine gute Entscheidung hält lasse ich mal aussen vor - Fakt ist ja aber, dass man innerhalb der Reihe nun einen (unnötigen) Bruch hat. Erneut möchte ich betonen, dass es mir hier nun überhaupt nicht um die neue Stimme für Mulder per se geht, sondern wie ein solches Konstrukt "behind the scenes" wohl abging?

Es bieten sich ja zig bewährte als auch neue Auswertungsmöglichkeiten der Serie und damit auch der Synchronfassung - von DVD bis Streaming. Mich wundert zum einen, dass Fox die Synchro der neuen Folgen nicht selber in Auftrag gegeben hat und auch dass man nicht zumindest ein Mitspracherecht hatte bzw. nicht davon Gebrauch machte.

Als Beispiel nenne ich mal die "Magnum" Neusynchro. Die hat RTL seinerzeit 5 Mio. DM gekostet. Das ist jetzt mal eine ganze Menge Geld - dennoch hat sich diese Investition doch mehrfach gerechnet durch (a) eigene, werbefinanzierte Ausstrahlungen im Hauptprogramm (b) werbefinanzierte Wiederholungen im Hauptprogramm als auch auf den hauseigenen Spartensendern (c) Lizenzierung der Synchro an andere Free-TV Sender (ZDF & Co.) (d) Lizenzierung der Synchro an Pay-TV Sender (13th Street usw.) (e) Lizenzierung der Synchro für DVD-Auswertungen (f) Lizenzierung der Synchro für Streaming-Angebote (gab es die schon? Kommt aber sonst mit Sicherheit).

Ich habe bis heute die Aussage bekommen, dass die Rechte an der Magnum-Synchro ganz bei RTL liegen - Universal aber ein seitens RTL nicht verwehrbares Nutzungsrecht besitzt. Sprich: RTL kann die Synchro Universal nicht vorenthalten, aber erhält stets Lizenzgebühren. Ob dies durch eine Einmalzahlung lief oder durch einen fixen Betrag pro Abruf der Synchro kann ich (natürlich) nicht sagen - so viele Details konnte ich leider bislang nicht in Erfahrung bringen (sind ja auch Interna) und das Gerücht, Universal hätte die RTL die Synchro sogar komplett abgekauft haben sich bislang nicht bestätigt. Magnum läuft nicht ohne Grund heute noch auf so vielen Sendern und immer wieder - es ist eine Kultserie.

Ähnlich verhält es sich doch mit Akte-X. Ich verstehe wirklich nicht, warum sich 20th Century Fox nicht zum einen dieses Geschäft durch eine eigene Synchro gesichert hat und sollte es eben vertragliche Gründe haben (a la "Pro7 first"), dann zumindest ein Mitspracherecht, was die Kontinuität usw. angeht.

Es kann also - so schlussfolgere ich - wirklich nicht am Geld gescheitert sein (wir sprechen soweit ich weiß um 12.000 EUR Differenzbetrag). Aus meiner Sicht ist und bleibt es daher rein politisch und sonst nichts. Und das finde ich spannend - mich würde wirklich interessieren, wie 20th Century Fox das so sieht bzw. was wirklich hinter den Kulissen abging. Ich glaube schon, dass es (in welchem ggf. geringem Umfang auch immer) geschäftsschädigend ist - warum also lässt man das dann so durchlaufen? Entweder waren sich 20th Century Fox und Pro7 einig darin, BV nicht verpflichten zu wollen oder Pro7 konnte schalten und walten und 20th Century Fox nur zusehen, da sie einen "Friss oder Stirb" Vertrag mit Pro7 rund um Akte-X haben.

Hat jemand Erfahrungen, wie sowas allgemein vonstatten geht?


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Slartibartfast



Beiträge: 6.012

23.04.2018 12:59
#938 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Völlig richtig, das Geld wäre da gewesen.
Nur wollte man keinen Präzedenzfall schaffen. Politische Entrscheidung also, und ein Stück weit auch nachvollziehbar.

Dass hier irgendjemand die Entscheidung "gut" findet, glaube ich übrigens nicht. Die Diskussion ging darum, ob man Gerhardt oder das Studio zu Sündenböcken machen , bzw. bei einem Stimmwechsel gleich von "Billigsynchro" sprechen sollte.


Gruß
Martin
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scoob


Beiträge: 630

23.04.2018 13:41
#939 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Zitat von smeagol im Beitrag #937
Mich wundert zum einen, dass Fox die Synchro der neuen Folgen nicht selber in Auftrag gegeben hat und auch dass man nicht zumindest ein Mitspracherecht hatte bzw. nicht davon Gebrauch machte.


Die Synchronisation von Serien sind bis heute immer noch Sache der Fernsehsender. Es gibt nur wenige Studios wie CBS (aber nur für Showtime-Serien), Disney (nur für Marvel- und Kinderserien des Disney Channels) und Sony Pictures (hier laut eigener Aussage immer in enger Abstimmung mit dem ausstrahlenden Fernsehsender), die sich zumindest teilweise an den Synchronisationen beteiligen. 20th Century Fox Television hat zum Beispiel damals klar geäußert, die Synchronisation von "Akte X" sei eine Angelegenheit von ProSieben. Hierbei sollte man aber auch bedenken, dass 20th Century Fox 2008 mit der Umbesetzung im zweiten Kinofilm von "Akte X" erst die Grundlage für die erneute Umbesetzung geschaffen hat. Daher wäre es nur rein spekulativ anzunehmen, Benjamin Völz wäre bei der Fortsetzung der Serie von 20th Century Fox Television wieder besetzt worden.

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #938
Die Diskussion ging darum, ob man Gerhardt oder das Studio zu Sündenböcken machen , bzw. bei einem Stimmwechsel gleich von "Billigsynchro" sprechen sollte.


...was ohnehin absurd ist, denn die ProSiebenSat.1 Group hat die Synchronisation schließlich nicht nach Offenbach gegeben, sondern wieder an die Cinephon, die auch die ersten neun Staffeln verantworteten. Dass die Cinephon nicht im Ruf steht, "Billigsynchros" anzufertigen, wird doch hoffentlich niemand anzweifeln.


Slartibartfast



Beiträge: 6.012

23.04.2018 17:02
#940 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Doch, genau das wurde hier angezweifelt. Was meinste, wo die 63 Seiten herkommen?


Gruß
Martin
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smeagol



Beiträge: 3.417

23.04.2018 18:10
#941 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Für mich macht es keinerlei Unterschied, ob nun ein „No Name“ Fox Mulder spricht, oder ob ein David Nathan, Norbert Langer, Manfred Lehmann oder sonstwer aus der allerersten Reihe übernommen hätte. Kann man bei „Stirb langsam 3“ bis heute gut sehen - eine etablierte Figur, eine etablierte, markante Stammbesetzung ... und da kann man auch aus der erste Reihe einen Ersatz besetzen - es ist einfach nicht dieselbe Figur (in der Synchro). Das hat dann aber auch nichts mit Billigsynchro zu tun.


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aijinn


Beiträge: 1.206

23.04.2018 18:15
#942 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Ach, können wir diese Diskussion jetzt nicht mal langsam lassen? Die beiden Staffeln sind gelaufen, die Synchro ist wie sie ist, und jeder darf das finden, wie er möchte. Bla.
Die Wahrheit ist irgendwo.......

Mal was inhaltliches, falls gestattet: diese Rückblicke aus Scullys Vergangenheit zum Thema "Vaterschaft", gab es diese Szenen in der alten Serie wirklich?


"Was??? Ich hab' aber auch ein Pech, jetzt fängt die auch noch an!" J.B. (damals Wippich)

Serienfan


Beiträge: 163

25.04.2018 08:55
#943 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #938
Völlig richtig, das Geld wäre da gewesen.
Nur wollte man keinen Präzedenzfall schaffen.

Das behauptest Du immer wieder. Inwieweit hätte man hier denn bitte einen "Präzedenzfall" geschaffen? Forderungen nach höherem Gehalt oder höheren Gagen gab es schon immer, und es wird sie auch immer geben. Mal wird ihnen nachgegeben, mal nicht, egal ob es sich dabei um Schauspieler, Synchronsprecher oder "gewöhnliche" Leute im Angestelltenverhältnis handelt. Man hat im Synchrongeschäft schon öfter höheren Forderungen nachgegeben, und man wird es wohl auch in Zukunft tun. Was hätte jetzt ausgerechnet hier einen "Präzedenzfall" geschaffen?

Der "Völz-Fall" hätte ja auch nicht auf Seite 1 der Bild-Zeitung gestanden. Eine höhere Gage kann auch stillschweigend vereinbart werden.

Die meisten Synchronsprecher werden auf überzogene Forderungen verzichten. Nicht, weil sie um die aktuelle Rolle angst haben, sondern weil sie lieber weiter gut mit einem Studio zusammenarbeiten und auch künftig neue Aufträge erhalten wollen. Da spielt es gar keine Rolle, ob man nun Völz die erhöhte Gage hier ausnahmsweise zugestanden hätte oder nicht. Die Drohgebärde "gut, diesmal geben wir nach, aber künftig werden wir dich nicht mehr auf andere Serienrollen besetzen" wird auch künftig die meisten Synchronsprecher abschrecken, mehr Gage zu fordern, völlig unabhängig von dem "Präzendenzfall". Und jene Synchronsprecher, die "nichts zu verlieren" haben und auf neue Aufträge nicht angewiesen sind, werden sich durch den Fall von Völz auch nicht abschrecken lassen; vielmehr könnte ich mir eine "jetzt erst recht"-Grundhaltung vorstellen.

Eher schaffen die Zuschauer einen "Präzendenzfall", wenn sie ohne Protest jede Neubesetzung akzeptieren, auch dann, wenn sie weder stimmlich noch qualitativ an die Erstbesetzung heranreicht.

Slartibartfast



Beiträge: 6.012

25.04.2018 11:43
#944 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Zitat von Serienfan im Beitrag #943

Die meisten Synchronsprecher werden auf überzogene Forderungen verzichten. Nicht, weil sie um die aktuelle Rolle angst haben, sondern weil sie lieber weiter gut mit einem Studio zusammenarbeiten und auch künftig neue Aufträge erhalten wollen. Da spielt es gar keine Rolle, ob man nun Völz die erhöhte Gage hier ausnahmsweise zugestanden hätte oder nicht. (...)vielmehr könnte ich mir eine "jetzt erst recht"-Grundhaltung vorstellen.

Das ist alles nicht falsch, aber leider nicht entscheidend. Wichtig ist nur, was der Auftraggeber sich an Konsequenzen "vorstellt" und nicht, ob diese realistisch sind. Manche Konflikte werden eben künstlich aufgebauscht.

Zitat von Serienfan im Beitrag #943
Eher schaffen die Zuschauer einen "Präzendenzfall", wenn sie ohne Protest jede Neubesetzung akzeptieren, auch dann, wenn sie weder stimmlich noch qualitativ an die Erstbesetzung heranreicht.

Damit hast du auf jeden Fall recht. Zumal Proteste, wenn sie doch mal stattfinden, meist von völlig falschen Voraussetzungen ausgehen, was das Synchrongeschäft anbelangt. Die Einträge in den Gästebüchern oder bei Amazon sind teilweise nur peinlich. Dagegen ist der Thread hier eine Univorlesung:-)


Gruß
Martin
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Serienfan


Beiträge: 163

25.04.2018 15:09
#945 RE: Akte X (Miniserie, USA 2016) Zitat · antworten

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #944

Das ist alles nicht falsch, aber leider nicht entscheidend. Wichtig ist nur, was der Auftraggeber sich an Konsequenzen "vorstellt" und nicht, ob diese realistisch sind.

Das ist wahr. Bei Dir klang es aber so, als wäre es eine nachvollziehbare Entscheidung. Die Synchron-Studios, die Aufträge verteilen, sitzen doch am längeren Hebel, und die dürften das auch wissen.

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #944
Zitat von Serienfan im Beitrag #943
Eher schaffen die Zuschauer einen "Präzendenzfall", wenn sie ohne Protest jede Neubesetzung akzeptieren, auch dann, wenn sie weder stimmlich noch qualitativ an die Erstbesetzung heranreicht.

Damit hast du auf jeden Fall recht.


Sapperlot! ;)

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #944
Zumal Proteste, wenn sie doch mal stattfinden, meist von völlig falschen Voraussetzungen ausgehen, was das Synchrongeschäft anbelangt.

Mag sein. Aber wenn man Völz angeblich für die letzte "Californication"-Staffel und die letzten Sheen-Episoden von "Two And a Half Man" mehr bezahlt hat, wäre es da wirklich so "Präzedenzfall"-gefährlich gewesen, beim Reunion-Special von "Akte X" (das ja zunächst nur sechs Folgen umfasste) zumindest mal mit Völz zu verhandeln?

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #944
Die Einträge in den Gästebüchern oder bei Amazon sind teilweise nur peinlich. Dagegen ist der Thread hier eine Univorlesung:-)


Ich finde es aber dennoch gut, wenn protestiert wird. Die Überzeugung, es sei doch egal, was man dem dummen Volk vorsetzt (sei es inhaltlich, sei es synchro-mäßig), scheint sich in den Chef-Etagen der Sender wieder ein wenig auszubreiten.

Und die Synchro WAR früher besser. Ich sehe mir gerade die Serie "Die Onedin-Linie" erneut auf deutsch an. Von so einer brillanten Synchro, wie sie damals geleistet wurde, kann man heute nur träumen. Das waren durch die Bank perfekt schauspielernde Sprecher und durch und durch elegante Dialoge, die flüssig ineinandergreifen und einen vollkommen vergessen lassen, dass man hier eine "eingedeutschte" Serie sieht. Es liegt sicher auch am Verfahren, das den Sprechern damals mehr Zeit gab, mit der Figur zu verschmelzen und sich auf die anderen Sprecher im Studio einzustellen.

Ich hatte es hier schon einmal an anderer Stelle geschrieben: Noch nie wurden so aufwendige Serien gedreht wie heute, Bezahlsendern und Streaming-Diensten sei Dank. Und gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass bei den Synchros noch nie so sehr gespart wurde. Wieso ist das Geld für teuere Serien da, nicht aber für teuere Synchros? Und wieso glaubt man in den Chef-Etagen noch immer, die Synchro sei der Ort, wo man den Rotstift ansetzen kann und muss?


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