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Dieses Thema hat 44 Antworten
und wurde 1.909 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

28.05.2019 21:47
#31 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Heute nehme ich mir den Anfang des Jahres 1949 vor. Es ist wiederum ganz interessant für mich zu sehen,
wer denn so 1949 synchronisiert hat.
DIE FILMTITEL, DIE ICH HIER NENNE, SIND AUSNAHMSLOS DIE "RICHTIGEN" DEUTSCHEN VERLEIHTITEL.
In der Zeitschrift DER NEUE FILM vom Anfang des Jahres 1949 finde ich als Sprecher der dt.Fassung die Schauspieler

......PAUL HEIDEMANN in dem britischen Film JUGENDLIEBE ,Regie der dt. Fassg.PETER MOSBACHER, Rhythmoton Film Hamburg,
Heidemann, der alte Filmhase an 1.Stelle genannt, HANS RICHTER an 2.Stelle, letzterer in diesen ersten Nachkriegsjahren
ganz oft bei Synchron dabei

......PETER LÜHR unvergessen als HAMLET (Laurence Olivier)(1948). Dieser Film lief etliche Jahre später auch in den DDR-
Kinos, in der alten Münchner Eagle-Lion-Fassung (1948/49), unter der Gesamtleitung von Edgar Flatau.
Peter Lührs Namen finde ich nicht sehr oft als Sprecher, aber 1/2 mal eben doch außer HAMLET.

......CAROLA HÖHN und RENE DELTGEN sind mehrfach in diesen Jahren dabei, das ist bekannt. Nicht so bekannt ist vielleicht, daß

......JOHANNES RIEMANN, Schauspieler und Regisseur in vielen Filmen von vor 1945, ausgesprochener Publikumsliebling seinerzeit,
eine Hauptrolle synchronisiert hat in dem Film aus Spanien KÖNIGLICHE BLUTRACHE (1944). Das war, wie die Überschrift von heute
sagt, anfang 1949. Die Synchro fand im Studio TENINGEN für die IFU statt. Das Studio für IFU- Filme in REMAGEN synchroni-
sierte parallel dazu in dieser Zeit.

......CARL BALHAUS, schon im BLAUEN ENGEL 1930 als Schauspieler dabei, dann viel später bei der DEFA Regisseur etlicher Filme,
finde ich als Sprecher einer Hauptrolle in dem britischen Film von 1948 DER MANN OHNE GEWISSEN bei der Eagle-Lion München
Edgar Flatau unter der Regie des absoluten Könners und Routiniers in Sachen Synchro Konrad P.Rohnstein. BALHAUS taucht dann
noch 1/2 mal als Synchronsprecher auf.

.....KARL MARTELL, bekannter deutscher Filmschauspieler vor 1945, spricht die Hauptrolle in dem britischen Film von 1948
BIGAMIE bei der Hamburger Rhythmoton Film. U.a. sind Edda Seippel und Ethel Reschke (unvergessen in der GROßEN FREIHEIT NR.7 (1943/44)
als Animiermädchen auf St.Paulis Reeperbahn) noch dabei.

.....ROSEMARIE FENDEL, vielfach beschäftigte Schauspielerin und Synchrondarstellerin, finde ich hier als Sprecherin der zweiten weiblichen
Hauptrolle in dem britischen Film UNVERGESSENE JAHRE (1947) bei der Münchener Eagle-Lion. OB ES IHRE ZIEMLICH ERSTE ARBEIT BEI SYNCHRON WAR ???
Mit dabei sind u.a. noch PETER LÜHR UND RICHARD HÄUßLER.

......RUDOLF VOGEL, noch in späteren Jahren Karriere im bundesdt. Film machend, viel zu früh verstorben, war in jenen Jahren einige Male
dabei, so als Sprecher von Clifton Webb (Hauptrolle) in dem US-Film von 1948 BELVEDERE RÄUMT AUF bei der MPEA MÜNCHEN, Regie Josef WOLF.
Dieser Streifen lief auch in den Ost-Kinos im Jahre 1960 in dieser alten Synchro ! DDR-Titel: BELVEDERE, DAS VERKANNTE GENIE.

Das wärs für heute. Es geht dann mit dem Jahr 1949 weiter. Morgen oder übermorgen gebe ich hier zwei volle Abschriften Synchro vom Anfang
des jahres 1949 ein. hans.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

29.05.2019 20:11
#32 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

DER BLAUE SCHLEIER- Spielfilm Frankr. 1942

Zeitschrift Nr.14/49 vom Mai 1949; MERKUR-Film GmbH München (Prod.-Ltr. Fred Lyssa)
Buch und Regie: HANNS EGGERTH
Spr.: Carola Höhn, Christiane Felsmann, E.F.Fürbringer, Walter Holten, Paul Walther, Edith Schultze-Westrum,
Johannes Hönig, Annemarie Holtz, Axel Scholz, Maria Eiselt, Til Kiwe, Gertrud Spalke, Dr. Anton Reimer, Martin
Urtel, Wolfg. Büttner, Friedrich Sauer, Hermann Mayer-Falkow, Otto Nissel, GERTRUD KÜCKELMANN !!, Malte Jaeger,
Til Klockow, Franziska Liebing, Käthe Hellwig, Johanna Fey, GISELA HOETER !!, Berthold Ebbecke, Axel Jahn


KÖNIGLICHE BLUTRACHE (dt.Zweittitel: Die tote Königin)- Spielfilm Spanien 1944

Zeitschrift 4/49 vom Februar 1949; IFU, Studio TENINGEN ( Prod.-Ltr. Dr. Eugen Berger)
Buch und Regie: Dr. GERD SCHNEIDER
Spr.: JOHANNES RIEMANN !, Siegfried Niemann, Ilse Rehbein-Mösser, Berthold Ebbecke, Hermann Mayer-Falkow,
Heinz von Cleve, Lieselotte Bellert

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

17.06.2019 13:49
#33 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

.....Weiter gehts im Jahr 1949, alles was zunächst hier kommt, befindet sich in Ausgabe 16/49, das ist Juni 1949:

DER WÜRGER- GB 1948, synchronisiert von Rhythmoton-Film-Produktion Decker & CO. Hamburg. Hier ist als dt. Sprecher an
3.Stelle WILLY A. KLEINAU genannt. Er hat also vor seiner Übersiedlung in die DDR im Herbst 1949 einige Male "drüben"
im Synchron gearbeitet und dann ab 1955/56 wieder bis zu seinem viel zu frühen tragischen Tod durch einen Autounfall
bei Merseburg/DDR. Dazwischen war er synchromäßig nur bei der DEFA tätig.

Es geht gleich weiter....

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.170

17.06.2019 14:28
#34 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Wobei seine 50er Aufgaben bei MGM waren und dort wurden - selten, aber immerhin - auch mal ostdeutsche Sprecher besetzt.

Gruß
Stefan

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

17.06.2019 14:29
#35 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

ROM IN FLAMMEN-Italien 1948
Synchro-Firma: WILLY-ZEYN-FILM GmbH MÜNCHEN
Buch:Georg A. von Ihering, Ruth Schiemann-König
Regie: WILLY ZEYN
Spr.: JOSEF WOLF, Paul Klinger, E.F.Fürbringer, Ernst von Klipstein, Bum Krüger, Werner Lieven, Curt Ackermann, Fritz
Ley, Ingeborg Klingenberg, Käthe Merck, Rudolf Reif, Toni Treutler, Ruth Kappelsberger

Autor und Regisseur Josef Wolf hier als entweder Hauptrollensprecher oder Erzähler...ich wüßte nur diesen einen Film, in
dem er als Sprecher fungiert, von einigen Filmen aus den 30er Jahren abgesehen.
Ernst von Klipstein, verheiratet mit Marianne Kehlau, hat verhältnismäßig oft im Synchrostudio gestanden, nachdem er im
deutschen Film bis 1945 für etliche Hauptrollen verpflichtet worden war.
In den Filmprogrammen zu dem deutschen Film von 1944/45 EINE REIZENDE FAMILIE (Überläufer, kam erst nach dem Kriege zur
Aufführung) wird sein Name nicht genannt, obwohl er die männl. Hauptrolle spielt. (auch z.B. Willy Fritsch und einige
Filmregisseure wie z.B. Karl Anton) werden in diesen Überläufer-Filmen in den Programmen Ost wie West nicht genannt)
Weiß jemand den Grund ? Ich vermute nur....

VON MENSCH ZU MENSCH- Frankreich 1948
Synchron-Firma: IFU A.G. TENINGEN, Studio Teningen, Prod.-ltr. Dr. Eugen Berger
Buch und Regie: GEORG ROTHKEGEL
Hier "tauchen" einige interessante dt. Sprecher "auf", wie "Hubsi" (sein Spitzname) Hubert von Meyerinck, Theodor Loos und
Claus Clausen, alle bekannte Filmschauspieler von vor 1945. Claus Clausen war der Onkel des Schauspielers PIET CLAUSEN, der
sein tolles Debut im deutschen Film bei der DEFA im Film "Eins-zwei- drei CORONA"(1947/48) gab. Piet Clausen hat mir ge-
schrieben gehabt vor vielen Jahren, daß sein Onkel ihn ab und zu bei den Dreharbeiten in den Babelsberger UFA-Hallen besucht
und Tips gegeben hat. Übrigens, der genannte Film war der erste Film nach dem Kriege, der in der ehemaligen UFA-Stadt Babels-
berg gedreht wurde. Erst im Herbst 1947 wurden die Tore dieser Hallen wieder geöffnet fürs "Filmemachen". Die DEFA-Filme, die
davor gedreht wurden, entstanden in Berlin-Johannisthal (TOBIS-Ateliers) oder in den Gustav-Althoff-Studios in Alt Novaves,
ich glaube das ist in Babelsberg.
Noch ein Wort zu GEORG ROTHKEGEL: Dieser Film VON MENSCH ZU MENSCH war einer seiner ersten Filme, die er IM WESTEN
bearbeitete. Ich habe hier Unterlagen, woraus hervorgeht, daß er im Frühjahr 1949 noch bei der DEFA tätig war. Ob ausschließlich,
da verläßt mich mein Gedächtnis.

Auch Synchros zu DOK.-FILMEN sind in der Zeitschrift abgedruckt. Ich geb mal n´Beispiel:

DAS KALIFORNISCHE JUGEND-SYMPHONIE-ORCHESTER- US-Dok.-Film, abgedruckt in Heft 19/49, das ist Juli 1949.
Synchronfirma: MPEA-Synchronproduktion BERLIN, Prod.-Ltg. FRANZ SCHRÖDER
Verfasser des Kommentars: Heinrich Rose
Regie: Rolf von Sydow
Kommentarsprecher: Fritz Genschow
Rolf von Sydow lebt, er ist über 90 und noch frisch, ich hatte mit ihm wegen seiner geschiedenen Frau SABINE EGGERTH telefo-
niert. Frau Eggerth verstarb ja vor einiger Zeit.

Bis demnächst. hans.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

17.06.2019 14:40
#36 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

STEFAN, danke für den Hinweis ! Mir fällt aus späterer Zeit (1957) auf die Schnelle noch die DDR-Schauspielerin MANJA BEHRENS
ein, die BETTE DAVIS mal in West-Berlin synchronisierte. Ob es MGM war, weiß ich allerdings nicht.
Gerhard Bienert "zählt" wohl nicht, der war ja immer in BERLIN(W) wohnhaft; fällt dir noch ein im Osten wohnender als Sprecher
bei MGM oder einer anderen West-Firma ein ?
Gruß.hans.

Markus


Beiträge: 2.203

17.06.2019 16:34
#37 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Zitat von Hans-Joachim Albrecht im Beitrag #35

Rolf von Sydow lebt, er ist über 90 und noch frisch, ich hatte mit ihm wegen seiner geschiedenen Frau SABINE EGGERTH telefoniert.


Leider ist Rolf von Sydow just am Sonntag verstorben. Aber er hat ein gesegnetes Alter erreicht: (Fast) 95 Jahre.
https://www.spiegel.de/kultur/tv/rolf-vo...-a-1272871.html

Gruß
Markus


Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

18.06.2019 08:41
#38 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Für diese Info danke ich dir, MARKUS.
Gruß.hans

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.170

18.06.2019 18:15
#39 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Zitat von Hans-Joachim Albrecht im Beitrag #36
fällt dir noch ein im Osten wohnender als Sprecher bei MGM oder einer anderen West-Firma ein ?

Paradebeispiel ist Herwart Grosse für Basil Rathbone (und für MGM), Willi Schwabe war in "French Can Can" zu hören (Studio nicht bekannt) - Wolfgang Kieling als MGM-Liebling und häufig bei der DEFA beschäftigt, ist wohl für beide ein Grenzwanderer - und ich bin nach wie vor überzeugt, dass in "Ivanhoe" (MGM) Gerd Ehlers zu hören ist; Schönheitsfehler: er war damals noch Westdeutscher.
Darüber, ob Horst Torka und Angela Brunner in "Spuren im Sand" (Deutsche Mondial, bei der es offensichtlich häufiger Überschneidungen mit MGM gab) zu hören waren, gibt es offenbar noch nicht recht Einigkeit ...

Gruß
Stefan

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

19.06.2019 14:08
#40 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Ja, HORST TORKA hatte ich beim Schauen/Hören dieses Films auch (für Harry Carey junior) gedacht. 100 %ig sicher bin ich nicht.
Ich hatte Kontakt zu seiner Witwe aufgenommen, sie war sehr nett, aber in den 50ern noch nicht mit ihm zusammen, und wenn er
in Westberlin dieses eine Mal oder gar mehrmals synchronisierte, dann hat er ihr dies nicht erzählt, meinte sie.
GERD EHLERS Name hab ich gelesen, ich denke in einer IFB, genau wie GERD BIEWER´s Name.
HERWART GROSSE war ja lange ein Rätsel für unsere bundesdt. Synchrronfans; sie vermuteten als Sprecher dieser Rolle JOHANNES
RIEMANN.....
WILLI SCHWABE in French Can Can, das wäre ja der größte Hammer bei dem Thema !! Ich hab den Film vor etlichen Jahren mal voll
gesehen, Schwabe nicht erkannt. Ich werde mir den Film besorgen und sag dann meinen Senf dazu.
Auf jeden Fall, STEFAN, vielen Dank für deine Infos.
Gruß.hans.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.170

19.06.2019 15:51
#41 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Schwabes Rolle ist sehr klein, wenn ich mich richtig erinnere ein Hotelangestellter und Kellner, jedenfalls kann man ihn schnell verpassen und ich hab tatsächlich einen Moment überlegen müssen, woher ich die Stimme kenne - da ich ja mit keinem ostdeutschen Sprecher rechnete, machte es erst verzögert Klick.

Gruß
Stefan

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

20.06.2019 10:44
#42 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Na, da bin ich mal sehr gespannt drauf, solche "Sachen" machen mir Spaß...
DANKE, dann hab ich ja "nur" auf diese Rolle zu achten.
Gruß.hans.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

30.06.2019 08:02
#43 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Schade, daß ich nicht weiß, wie man hier im Forum eine Stimme eingibt, sonst hätte ich das gemacht, damit andere
Teilnehmer hier an diesem wunderbaren Forum sich den Ausschnitt anhören könnten, ob es deren Ansicht nach WILLI
SCHWABES Stimme ist. Ich verneine es.
Für die Synchronfreunde, die den Film besitzen und die mal reinhören wollen: Bei Minute 49 ist es in meiner Fassung.
Rolle ist 2-3 Sätze lang. Ein höherer Hotelangestellter, der Jean Gabin diskret zu verstehen gibt, daß er das
Hotelzimmer doch freundlicherweise räumen möchte.
Gruß.hans.


Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

30.06.2019 09:02
#44 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Jetzt gehts weiter mit SYNCHROS AUS DEM JAHR 1949:

ARNO ASSMANN ist 1949 mehrfach als dt. Sprecher genannt. Das Jahr 1949, denke ich war der Beginn seines Wirkens
bei Synchron; und 1948 beim (westdt.) Spielfilm. Alles ziemlich spät. Lest WIKIPEDIA.

ZWISCHEN 11 UND MITTERNACHT -Frankr. 48

Heft 19/49, das ist Juli 49
Synchronfirma: Französische Synchronproduktion München, Prod.-ltg. Etienne Risle
Buch: Kurt Hinz, Isolde Lange-Frohloff, Hans Bernd Ebinger
Regie: Hans Grimm
Spr.: Herbert Gernot, Ingeborg Grunewald, Gisela Trowe, Eleonore Noelle, ARNO ASSMANN, Hermann Goebel, Bum Krüger
(wo ist der in Münchner Produktionen eigentlich nicht dabei? So eine Liste wäre wohl recht kurz), Gerhard
Steinberg, Harald Wolff, Karl Schaidler (auch er ist in diesen Jahren des öfteren dabei), Rolf Heydel, Hertha Mayen

DER GROßE WALZER- USA 38

Heft 23/49, das ist August 49
MPEA MÜNCHEN, Prod.-ltg. E.G.TECHOW
Buch: Edith Schultze-Westrum, Ursula Zell
Regie: Helmut Brennicke
dt. Sprecher: KURT MEISEL,ELFRIEDE KUZMANY, Anton Reimer, LISA MACHEINER, Bruno Hübner, Heinz Leo Fischer, ANTON
POINTNER (bitte notieren: Bum Krüger hier nicht genannt, dennoch könnte er ja dabei sein. Reimer aber ist hier
genannt, ähnlich oft in diesen Jahren in München eingesetzt)

Die sehr bekannten Film-bzw. Theaterkünstler Meisel, Kuzmany und Pointner sind nur sehr wenig als Sprecher zu
finden.
Bei LISA MACHEINER werden die DEFA-Interessierten unter euch aufhorchen. Sie wirkte später in der DDR, sehr oft
im Fernsehen, weniger bei Synchron.

Zu CHRISTINE ("Cissy") LEMBACH, dieser äußerst sympathischen Synchron-Autorin und dann später auch -Regisseurin sowie
im Nachkrieg auch Sprecherin bei der TOBIS und DEFA (sie sprach u.a. DIE SCHÖNE WASSILISSA 1946 bei der TOBIS, diese Synchro
ist einfach super, nicht nur wegen Frau Lembach)
ein paar Worte.
Wir werden sie bald, 1949, als Autorin hier haben. 1949 war ja auch ihr Weggang von der DEFA, offensichtlich fand sie (gottseidank)
gleich "Anschluß" im Westen. Wahrscheinlich wird sie das schon vorher klargemacht haben. Ich hatte das große Glück, Frau Lembach
persönlich kennenzulernen, in ihrem Heim in West-Berlin. Ich überbrachte ihr eine Kopie ihres Films , den ich hier schon nannte,
den WASSILISSA-Film, um die sie bat. Sie hat sich sehr gefreut. Knapp 10 sowjetische Filme hat sie bei der TOBIS und DEFA nach
dem Krieg synchronisiert. Daß sie da schon dt. Synchronbücher geschrieben hat, für Volker J.Becker, mit dem sie sehr befreundet
war, hatte ich ja schon mal geschrieben, muß irgendwo im Forum stehen.
Bis fast zu ihrem Krebs-Tod Mitte der 90er (da war sie fast Mitte 80 !!) hat sie noch bei Synchron gearbeitet. Als ich sie kennen-
lernte, anfang der 90er, war sie bei Rainer Brandt beschäftigt. Da sie so unendlich viel gemacht hat dann auch in späteren Jahren,
konnte sich ihre Tochter bei aller Tragik, daß dieser so gute Mensch gehen mußte, über reichlich Tantiemen- Gelder freuen.

Ach, da fällt mir noch ein, daß sie 1948 das deutsche Buch zu "PAISÀ", diesem hervorragenden neorealistischem Filmwerk von R.
Rosselini bei der DEFA geschrieben hat. Regisseur war wahrscheinlich Volker J. Becker, aber das weiß ich nicht (vergessen).
Leider konnte sie sich nicht an dt. Sprecher erinnern. Sie wußte auch nicht mehr, ob er viell. "nur" mit Unterttiteln gefertigt
wurde.
Ob der Film überhaupt aufgeführt wurde 48/49 wußte sie nicht. Wäre mal interessant, ob es von dieser Fassung noch "irgendwo"
eine Kopie gibt.
In meinen Aufstellungen steht der Film unter SBZ oder DDR oder DEFA-Synchro nicht drin. Es gibt kein einziges offizielles Film-
programm von diesem Film.
Kann jemand etwas zur westdeutschen Fassung des Films sagen ? Hab den Film vor ganz vielen Jahren gesehen, aber keine Notizen
gemacht, keine Erinnerung an die Fassung, an den Inhalt sehr wohl.
Bis bald.hans.


Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 953

13.07.2019 07:27
#45 RE: SYNCHROS AUS DEN JAHREN 1947 bis 1952---Abschriften aus der Zeitschrift "DER NEUE FILM" (München) Zitat · antworten

Hallo Interessenten an meinen 4 Rubriken, die ich "beackere". Bin ja längst in die Sommerpause eingetreten, melde
mich in mehreren Wochen wieder und freue mich darauf, wieder dies und jenes hier einzugeben.
Euch allen schönen Sommerurlaub, falls ihr ihn noch nicht hattet.
Gruß. hans.

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