In Antwort auf:Auch muss ich sagen, dass mir GGH am besten auf Cary Grant gefällt (weil VERDACHT mein erster Grant-Film war) und Erik Ode am zweitbesten (weil DER UNSICHTBARE DRITTE mein zweiter Grant-Film war).
So verschieden sind die Geschmäcker - ich finde GGH eigentlich immer gut - aber auf Cary Grant? Nichts als Curt Ackermann geht da wirklich glaubhaft und wird Grant's Auftreten gerecht.
In Antwort auf:--> Elsholtz find ich immer unerträglich, auf Hanks erst recht! Er ist bestimmt der am meisten überschätzte Sprecher.
Man vergleicht Tom Hanks heutzutage des Öfteren mit James Stewart, da er wie Stewart seinerzeit das Image des "Everyman" sehr glaubhaft darstellen kann - aber auch genauso gut sehr "kantige" Charaktere. Die jeweiligen Standardstimmen der beiden (Siegmar Schneider und Arne Elsholtz) haben hier gemeinsam, dass sie all das auch gekonnt und immer passend rüberbringen können - sie unterstreichen quasi die Qualitäten der US-Schauspieler und dank Ihrer Interpretationen werden die "Stars" auch hierzulande so wahrgenommen, wie sie es sollten. Hätte jeder Sprecher nur noch maximal einen US-Schauspieler, den er sprechen kann, dann wäre Tom Hanks der richtige für Arne Elsholtz, so wie es Siegmar Schneider für James Stewart war.
Bedauerlich selten wurde folgende Combo angewandt: Ian McKellen -> Joachim Höppner
Eine Cobo a la Norbert Langer/Tom Selleck - sehr schade, daß man erst so spät auf diese Idee gekommen ist. Ist das nun eigentlich Peter Jackson zu verdanken, der ja (laut meinen Informationen) die Besetzung der deutschen Fassung bestimmt hat? Oder doch eher der sehr guten Wahl von Andreas Fröhlich?
Christian Rode hatte auf Christopher Plummer bisher leider nur sieben Einsätze. Das "nur" wirkt auf den ersten Blick überraschend, aber man darf nicht vergessen, dass Plummer ja ziemlich aktiv war (und ist), und zwischen Rodes Einsätzen teilweise große Abstände waren. Auch wüsste ich nicht, dass sich Rode je auf einem Schauspieler wirklich fest etabliert hätte. Gerade in den letzten Jahren wurde ja (zu Mückes Leidwesen) Lothar Blumhagen so oft auf Christopher Plummer besetzt, dass man ihn ohne Probleme als dessen aktuelle Feststimme bezeichnen kann. Zu Blumhagen hätte es aber durchaus Alternativen gegeben.
Zitat von berti Auch wüßte ich nicht, dass sich Rode je auf einem Schauspieler wirklich fest etabliert hätte.
Ich würde sagen, dass Rode auf Craig T. Nelson relativ etabliert ist. Er spricht ihn zwar nicht immer, aber dennoch in den letzten zwanzig Jahren ziemlich regelmäßig.
Leider hatte Wolfgang Büttner auf Donald Pleasence nur drei Einsätze und konnte sich selbst in München nicht als Feststimme etablieren. Fritz Tillmann habe ich noch nicht auf Pleasence gehört, stelle ihn mir aber sehr passend vor. Leider kam Tillmann aber offenbar nur in zwei Filmen zum Zuge.
Faktisch immer, wenn genial passende DEFA-Sprecher für westliche Schauspieler gefunden wurden, bekamen sie keine zweite Gelegenheit. Perfekt Wolfgang Greese für Philippe Noiret als auch für Joseph Cotten, leider synchronisierte er viel zu selten.
Weiß nicht ob es schon hier irgendwo steht. Sigmar Solbach. Gute Stimme, schöner klang. Nicht nur auf Bruce Greenwood in "Thirteen Days" absolut genial. Leider eben nur selten zu hören.
Joachim Kunzendorf (fü Jeff Goldblum). War der beste Goldblum-Sprecher und ist leider viel zu selten als Sprecher zu hören. Weiß jemand welche seine aktuellste Synchron-Rolle ist?
Ich persönlich finde es schade, dass Franziska Pigulla nicht mehr so oft in Synchros zu hören ist. Sie macht ja bekanntlich vermehrt Dokus. Hätte sie aber gerne wieder in neueren Synchros gehört. Eine der besten, sinnlichsten & erotischsten Frauenstimmen.
Ist auf Gillian Anderson eh perfekt und gesetzt. Aber auch auf Famke Janssen & Téa Leoni lag sie gut drauf. Fand sie auf Saffron Burrows in "Deep Blue Sea" in der Rolle einfach genial.
Wolfgang Lukschy fand ich auf Walter Matthau kaum zu toppen! Er passte klasse zum Gesicht, zum oft grantelnden Rollentyp und sogar zum O-Ton. Schade, dass er nur drei Einsätze hatte. Hirthe war zwar auch nicht schlecht, mit seiner schneidenden Stimme aber eigentlich weniger naheliegend. Man hätte z. B. öfter zwischen beiden wechseln können.
Anscheinend wurde Lee Marvin tatsächlich nur in zwei Filmen ("Der Mann, der Liberty Valance erschoss" und "Die Hafenkneipe von Tahiti") von Hans Wiegner synchronisiert. Warum musste man stattdessen mehrfach Sprecher nehmen, die erheblich überbsetzter waren (Wolfgang Lukschy und natürlich erst recht Arnold Marquis)?