Naja, aber das, was ihr jetzt so diskutiert geht ja jetzt schon wieder fast in den Bereich "Fehlbesetzung" rein - also zunindest von meiner Warte aus. Und so wie Shatner bei mir im Gedächtnis geblieben ist (habe den Film mal vor x Jahren geguckt und empfand ihn als sehr zäh) war das einfach ne Typbesetzung und jetzt in meinen Augen nicht sonderlich kurios. Wie Stefan ebenfalls anmerkte, lange vor GGH ihn prägte.
Im Eröffnungspost wird als Beispiel ja GGH auf Charles Bronson aufgeführt. Schwarzkopf auf Shatner ist da mindestens genauso kurios, wenn nicht noch kurioser. Und als "Typbesetzung" kann ich das auch nicht durchgehen lassen.
Dann könntest du vielleicht auch ausnahmsweise mal begründen, warum du die Besetzung so kurios findest, anstatt immer nur was hinzuschreiben, dann könnten vielleicht andere Forumsmitglieder es etwas besser nachvollziehen.
Naja, ich verstehe einfach nicht, wie jemand darauf kommt, Schwarzkopf auf Shatner zu besetzen. Mit seiner Rolle hat das wie gesagt auch nichts zu tun. Es ist eher so, dass die Rolle eine Besetzung von Schwarzkopf sogar noch kurioser erscheinen lässt. Ich hätte zwar auch nicht gerade GGH gebraucht, finde ihn sowieso auch nicht ideal auf Shatner, aber auch damals hätte es bestimmt sehr viele Sprecher gegeben, die gepasst hätten. Herbert Stass z. B.
Mein Favorit auf Shatner bleibt Peter Kirchberger, wobei Hartmut Neugebauer später rollenbedingt auch super funktioniert hat.
Das ist leider auch keine Erklärung. Begründungen scheinen generell nicht dein Ding zu sein. Warum zum Beispiel hätte Stass besser als Schwarzkopf gepasst? Warum ist ausgerechnet Kirchberger dein Favorit? All das lässt du komplett offen.
Ach, haa. Habe die Reihe nur so semi verfolgt. Joar, stelle ich mir jetzt auch nicht so viel passender als z.B. einen Rainer Brandt vor, um etwas zu übertreiben. Also diese Kombi (Brandt) kenne ich wiederum, passte ganz gut zur Rolle in "Weißer Terror", aber so wirklich pralle war die Kombi nicht.
Zitat von Samedi im Beitrag #741Naja, ich verstehe einfach nicht, wie jemand darauf kommt, Schwarzkopf auf Shatner zu besetzen. Mit seiner Rolle hat das wie gesagt auch nichts zu tun. Es ist eher so, dass die Rolle eine Besetzung von Schwarzkopf sogar noch kurioser erscheinen lässt. Ich hätte zwar auch nicht gerade GGH gebraucht, finde ihn sowieso auch nicht ideal auf Shatner, aber auch damals hätte es bestimmt sehr viele Sprecher gegeben, die gepasst hätten. Herbert Stass z. B.
Vermutlich ist es bei dir so, dass du Klaus Schwarzkopf (wegen Peter Falk) in erster Linie mit körperlich kleinen Schauspielern assoziierst? Das ist sicher die heutige Wahrnehmung vieler; aber in jungen Jahren wurde Schwarzkopf (wie bereits erwähnt) durchaus auch auf großgewachsene Männer besetzt, teilweise auch in Liebhaber- oder Heldenrollen. William Shatner hatte hier einen eher kleinen Part, der kaum etwas hergab, weswegen man kaum jemanden wie Herbert Stass hätte importieren müssen. Das "Urteil" ist ja eine Mischsynchro: In den "größeren" Rollen hört man Berliner wie Süssenguth, Marquis oder Borchert, aber aus dem Mund der Nebenrollen überwiegend Münchner wie Bürks, Reiner, Bardischewski, Jelde oder eben Schwarzkopf.
Ich zitiere mal, was das Ex-Mitglied fortinbras 2013 über die Rollen des "frühen" Klaus Schwarzkopf geschrieben hat:
"Die meisten Menschen denken bei Klaus Schwarzkopf als Synchronsprecher zu allererst an Peter Falk und seinen Columbo. Ein kleiner Mann. So hat man Falk vor Augen und auch Schwarzkopf. Dabei vergisst man leicht, daß dieser versierte Synchronschauspieler eine nicht unbeträchtliche Anzahl an groß- und gutgewachsenen Helden gesprochen hatte." (...) "Interessant ist, daß er vor allem in frühen Jahren viele "Schönlinge" sprach und sehr oft (aber nicht nur) auf Rollen abonniert war, die bald schon typisches GGH-Metier waren." (...) "Tony Curtis sprach er in zwei frühen Rollen. Für William Shatner war er in "Das Urteil von Nürnberg" zu hören. Ganze fünf mal (zumindest) gab er dem 50er-Star Van Johnson seine Stimme, besonders schön im verträumten "Brigadoon". 1952 war er für Lloyd Bridges zu hören in "Zwölf Uhr Mittags". Zu den echten harten Kerlen, die er sprach, zählten Cameron Mitchell (herrlich durchtrieben in "Cesare Borgia", Arthur Kennedy, Dan Dureya, der Held Steve Forrest im Gruselfilm "Der Würger von Paris" (als schönes Pendant zu Curt Ackermanns kräftigem Bösewicht). Besonders erwähnenswert natürlich Robert Mitchum in "Hügel des Schreckens". Diese Rolle kenne ich leider nicht, aber sie könnte funktionieren. Ich hätte ihn mir auch nie für Burt Lancaster in "Gewagtes Alibi" vorstellen können - aber er machte das ganz wunderbar! Für den Filmschönling Ramon Novarro sprach er in "Mata Hari"."
Zitat von Joshua Tree im Beitrag #748Der junge Schwarzkopf ist überhaupt nicht schrullig. Vielleicht fehlt es dir einfach an Vergleichsmomenten.
Er klingt eben auch auf Shatner in "Urteil von Nürnberg" schrullig. Mir geht es ja nicht um die Besetzung auf dem Papier, sondern auch darum, wie es im Film wirkt.
Möglich, dass Schwarzkopf in einem anderen Film so extrem anders klingt, dass man ihn deshalb hier auf Shatner besetzt hat, aber hier hat es leider nicht funktioniert.