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Dieses Thema hat 173 Antworten
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 Allgemeines
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Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 15.199

01.09.2011 11:45
#61 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Zitat von berti
Bekanntlich sprach er gerade in Western (egal, ob Italo- oder Karl May) öfter Bösewichter. Mir selber ist er da nicht so unangenehm in Erinnerung geblieben, aber meine Kontakte mit diesen Rollen liegen schon etwas länger zurück. Klang er dort öfter so?


Unangenehm ist er mir auch mal als Held aufgefallen: in "Sein Wechselgeld ist Blei", wo er für Peter Lee Lawrence spricht. Sein Versuch dort hart zu klingen, finde ich geradezu lächerlich. Dann noch die Dialoge. Z.B. als er nach dem Bürgerkrieg wieder nach Hause kommt und seine Verlobte in trauter Zweisamkeit mit dem Rivalen sieht und daraufhin als Kommentar ablässt: "Fehlt nur noch 'ne Kerze auf'n Tisch und 'ne kalte Ente."


"Der Herr da ist unser neuer Wirt. Wer nichts wird, wird Wirt!"
Heinz Petruo für Guido Lollobrigida in Django - Nur der Colt war sein Freund

berti


Beiträge: 14.548

01.09.2011 12:33
#62 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Zitat von Silenzio
Unangenehm ist er mir auch mal als Held aufgefallen: in "Sein Wechselgeld ist Blei", wo er für Peter Lee Lawrence spricht. Sein Versuch dort hart zu klingen, finde ich geradezu lächerlich.


Klang er da ähnlich wie in der Szene im "Sonnentempel"?
Da fällt mir noch eine Bösewicht-Rolle von ihm ein, in der er absolut albern klang: Der (deutsche?) Schlägertyp in "Das Krokodil und sein Nilpferd".

berti


Beiträge: 14.548

29.09.2011 11:55
#63 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

In "Der Mann mit dem Glasauge" war Rolf Schult für Narziss Sokatscheff (leider!) so schlecht bei dem Versuch, bedrohlich zu klingen, dass man kaum glauben mag, dass derselbe Sprecher gerade in bedrohlichen und psychopathischen Rollen grandios sein konnte.
Aber vielleicht lag es hier an der Vorlage?
topic-threaded.php?forum=11776729&threaded=1&id=507760&message=7241955


Lammers


Beiträge: 3.578

29.09.2011 13:36
#64 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Da wir gerade bei dem Thema Vorlage sind: So sehr gerne ihn auch höre: Ich finde, dass Hans Paetsch als Intro-Sprecher der Hamburger Videosynchro von "Star Trek: Next Generation" (also Picard) keine gute Figur macht, was aber nicht direkt an ihm liegt sondern an dem schlecht übersetzten bzw. übertragenen Einleitungstext, der ihm seinerzeit keine gute Vorlage gab. Wenn der Text in der späteren Form schon existiert hätte, wäre er mit Paetsch als Sprecher auf jeden Fall toll gewesen. So wirkt das Ganze aber leider sehr gekünstelt.


Chow Yun-Fat


Beiträge: 4.042

07.10.2011 00:05
#65 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Wie lautete denn der Text in der Videosynchro?



"Du magst meinen Reis nicht?"


Er ( gelöscht )
Beiträge:

07.10.2011 10:40
#66 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

.


Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

14.11.2011 22:57
#67 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Eine ganz üble Entgleisung waren für mich die Einsätze von Gerd Duwner für den italienischen Komiker Franco Franchi, der gemeinsam mit Ciccio Ingrassia ein Abbott & Costello recht ähnliches Duo bildete.

Franchi wirkte mit Duwner derart senil, dass man davon ausgehen möchte, dass einige miese Kritiken hierzulande sogar unmittelbar von dieser Interpretation beeinflusst wurden, wohingegen Erich Ebert in München bis hin zu einer denkwürdigen Hitler-Imitation einfach großartig war.
Was im Original eine lustige Real-Version comichaften Humors ist, wirkt mit Duwner einfach nur dämlich und manchmal sogar schon fast beängstigend, wenn er die Stimme hochdrückt wie ein Psycho-Killer in manch Thriller (der Spruch "Vergessen Sie nicht - ein Pferd ist auch nur ein Mensch." zum Beispiel, war inhaltlich zwar schon blöd, aber noch wesentlich dämlicher eingesprochen).

Und auch bei Ingrassia passte eine Münchner Variante, der sonore Christian Marschall, am besten und machte aus dem etwas steif wirkenden und verblassenden Sidekick tatsächlich ein kurioses Kabinettstückchen.


"Muss ja nich' sein..."
"Darf nicht sein!"
Wolfgang Hess für Bud Spencer und Lothar Blumhagen für Emilio Laguna in "Zwei wie Pech und Schwefel"

Lord Peter



Beiträge: 3.789

15.11.2011 21:53
#68 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Zitat von Silenzio
Friedrich Schoenfelder für Addison Powell in "Die drei Tage des Condor"

Einer der wenigen Sprechrollen von Herrn Schoenfelder, wo ich ihn wirklich blass und schwach finde. Verstärkt wird das noch durch die großartige Leistung von Siegfried Schürenberg, Jürgen Thormann und Christian Rode.



So sehr es mir in der Seele weh tut, auch seine Arbeit in der TV-Synchro von "Schwarze Geschichten"/"Der grauenvolle Mr. X" (für Vincent Price) ist nicht das Gelbe vom Ei. Vor Ansicht hatte ich eigentlich vor, seinen Part in die 63er-Synchro zu schneiden, um ihn mit Balthoff für Lorre zu vereinen, aber vom sterilen Klang abgesehen - gerade "Die schwarze Katze" hat er in den Sand gesetzt. Während Ackermann herrlich chargierte und Price' Mimik dabei blendend unterstützte bzw. diese nutzte, spricht Schoenfelder den Part ganz normal, als ob er zu Hause auf der Couch säße. Gerade die bei Ackermann (und im Original) herrlich überzogenen Hilferufe (oder auch die Weinprobe) verpuffen hier völlig, die makabre Komik der Episode geht fast komplett verloren. Zwar gibt es auch einige "positive Ausfälle", und in "Morella" und "Die Tatsachen im Falle Valdemar" paßt Schoenfelders Interpretation (rollenbezogen) wieder besser, aber warum so viele dieser TV-Synchro hinterhertrauern, erschließt sich mir nicht wirklich. Ich hoffe, "Haus der langen Schatten" ist dem ZDF besser gelungen...

Auch wenn ich ansonsten Schoenfelder auf Price Ackermann jederzeit vorziehe - hier kann ich es nicht.


"Hm, etwas fällt mir beim Sekt immer wieder auf."
"Haferstroh, sollten Sie jetzt sagen, daß die Sektperlen Sie in der Nase kitzeln, dann ermorde ich Sie auf der Stelle!"

Gerd Duwner und Friedrich Schoenfelder in "Ein toller Käfer"

Lammers


Beiträge: 3.578

16.11.2011 14:29
#69 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Zitat von Er
Das Problem ist meiner Meinung nach Paetschs Märchenonkel-Tonfall der hier so garnicht passt. Ich glaube auch nicht, dass er mit dem ZDF-Text gepasst hätte.



Eine zusätzliche Frage ist auch, warum man Paetsch einen Hall-Effekt verpasst hat ? Wollte man damit etwas Überirdisches erreichen ? Jedenfalls wird damit der von dir angesprochene Märchenonkel-Tonfall nur noch negativ verstärkt. Ein weiteres Problem ist, dass der Text der CIC-Fassung wesentlich später beginnt, so dass man sich zunächst fragt, ob es in dieser Fassung überhaupt einen Text gab oder in Gedanken darauf drängt, dass der Sprecher endlich mit dem Text anfängt.


Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

16.11.2011 17:44
#70 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter
Auch wenn ich ansonsten Schoenfelder auf Price Ackermann jederzeit vorziehe - hier kann ich es nicht.


Ich fand Ackermann besser, weil er für Price völlig unberechenbar war.
Price hatte allerdings mehrere geniale Sprecher. Rätselhaft ist mir z.B., warum Friedrich Joloff nicht öfter besetzt wurde.


"Muss ja nich' sein..."
"Darf nicht sein!"
Wolfgang Hess für Bud Spencer und Lothar Blumhagen für Emilio Laguna in "Zwei wie Pech und Schwefel"

Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 15.199

27.02.2012 21:26
#71 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Christian Brückner für Horst Frank in DJANGO - EIN SARG VOLL BLUT.

Die Besetzung kam zwar ganz gut vom Gesicht, aber Brückner legt ihn deart "pseudo-böse" an, dass es nur noch peinlich ist. Überhaupt: bei Brückner's frühen Rollen habe ich leider öfters mal das Gefühl von einer gewissen, übertriebenen Performance gehabt.

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 894

27.02.2012 22:22
#72 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Hubertus Bengsch, den ich eigentlich sehr schätze, hat mir in "Speed Train-Todesfahrt in die Hölle" garnicht gefallen. Die Betonung war meiner Meinung nach falsch und es war sehr schlecht gespielt und aufgesetzt, so dass man ihm die Rolle garnicht abnahm und es ziemlich lächerlich wirkte, fast ein bisschen wie die Amateure aus Offenbach oder Hannover, aber auch Detlef Bierstedt war nicht viel besser. Aber da es beide, wie ich finde sehr gute Sprecher sind muss es an der Regie gelegen haben. Metz-Neun synchro ?

Knew-King



Beiträge: 5.418

27.02.2012 22:25
#73 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Was meinst du denn mit "Die Betonung"?


"Hallo? Hallo? Was geht hier vor? Was soll das Geschrei? Wir dulden keinen Ärger hier!"
SIMON JÄGER in THE LEAGUE OF GENTLEMEN

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 894

27.02.2012 22:39
#74 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Das ist schwer zu beschreiben, betonung war vielleicht das falsche Wort, aber auf mich hat es so gewirkt, wie, ddie Amateursprecher, wenn sie lauter werden und aggresiv klingen wollen.

Um ein kleeines Beispiel zu nennen, mich hat Hubertus Bengsch' Spiel sehr an von dem Sprecher erinnert, der Lorenzo Lamas in "Mega Shark vs. Giant Octpus" gesprochen hat (wer auch immer das war).

Auf Grund der sehr schwachen Leistung von zwei Topsprechern, vermute ich eine Mtz-Neun Synchronisation, die es ja schon häufiger geschafft haben bekannte Synchronschauspieler ins Studio zu bekommen.

dlh


Beiträge: 10.518

27.02.2012 22:59
#75 RE: Schwache Leistungen von Top-Sprechern Zitat · antworten

Also die Besetzungen von "Speed Train", dier in der Synchronkartei gelistet sind, deuten auf eine reine Berliner Synchro hin.


Vielen Dank für Ergänzungen, Korrekturen und sonstige Informationen.
"Alles, was Sie wissen müssen, finden Sie dort. Im Kopf dieses Mannes." (Michael Telloke in "MillenniuM")

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