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Dieses Thema hat 679 Antworten
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 Serien: Serienführer
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berti


Beiträge: 16.478

24.03.2022 15:33
#676 RE: Serienführer: Columbo (USA 1968-2003) Zitat · antworten

Zitat von andreas-n im Beitrag #673
Ich habe neulich die Folge noch mal gesehen, und deshalb möchte ich noch mal auf diese Szene eingehen, auch wenn es bedeutet, dass ich einen alten Beitrag wieder aufwärme.

Zitat von John Connor im Beitrag #337

Am ungewöhnlichsten fand ich eher sein ausfallendes Verhalten Leonard Nimoy gegenüber in der entsprechenden Episode, wo er auf den Tisch haut.



Ich habe es nämlich öfter mitgekriegt, dass diese Szene, in der Columbo mit der Kaffeekanne laut auf die Schreitischplatte schlägt, dass dem Mörder (Nimoy) sprichwörtlich das Lachen vergeht, für Verwunderung oder Erstaunen sorgt. Columbo benehme sich nicht columbo-typisch, nicht nachvollziehbar etc.

Also ich finde diese Szene beachtenswert, aber auch nachvollziehbar. Man muss sich die Situation vergegenwärtigen, in der sich Columbo gerade befindet. Er muss ja nicht nur einen Mord aufklären, nein, er muss auch noch einen weiteren Mord verhindern - also ein Menschenleben retten. Und das kann er nur, wenn er den Mörder dazu bringt, seinen eigentlichen Mordplan aufzugeben - das ist in der Serie auch ziemlich einmalig.
Und wie kann er das erreichen? Sicher nicht indem er seine schluffige Columbo-Methode durchzieht, sondern stattdessen unmissverständlich zeigt, dass er eben nicht der schusselige, wunderliche, harmlose Insoektor ist, sondern ein harter, gefährlicher, nicht zu unterschätzender Gegner.

Er muss ihm also quasi begreiflich machen: „Ich weiß genau, was du getan hast, und ich weiß, dass du deinen Chef sterben lassen willst. Wenn du das durchziehst, dann wirst du deines Lebens nicht mehr froh. Ich schau dir genau auf die Finger. Unterschätz mich nicht!“

Und es hat gewirkt. Nur deshalb hat der Mörder schließlich Muffensausen bekommen und den Mord quasi nicht vollendet.
Auf die typische Columbo-Art konnte sich der Inspektor hier mal nicht verlassen, ja, er durfte sich nicht drauf verlassen.

Natürlich hängt sein extrem untypisches Verhalten hier mit der speziellen Situation zusammen, die du sehr genau beschrieben hast. Aber auch die Konstellation, dass er einen geplanten Mord (aus der Sicht des Mörders sogar den "eigentlichen") verhindern will, ist schon reichlich ungewöhnlich, weshalb das gewohnte Schema hier nicht funktioniert hätte.
Hinzu kommt noch die extrem freche Art, in der er unmittelbar vor seinem Ausbruch verspottet wurde. Das dürfte es ihm zusätzlich erleichtert haben, die Maske fallen zu lassen.

Daniel Düppeldipp


Beiträge: 105

24.03.2022 19:32
#677 RE: Serienführer: Columbo (USA 1968-2003) Zitat · antworten

Zitat von andreas-n im Beitrag #674


...die 70-Minuten-Fassung von ETÜDE IN SCHWARZ. Ich würde gerne wissen, was die ARD aus dieser Fassung herausgeschnitten hat. Es müssten ungefähr 3 Minuten sein.


Wir unterscheiden die offizielle 70-min-Fassung, die auf der japanischen Blu-ray als Bonus enthalten ist, die 67-min-Fassung, die in der ARD lief, und die originale 90-min-Fassung, die auf der deutschen DVD zu finden ist. Ergänzend zu Lord Peters richtigen Antworten kann ich verkünden: Die Konzertszene auf der Bonus-DVD entspricht der 90-min-Fassung; sie ist also ungeschnitten. Die ARD hatte sie nicht nur gekürzt, sondern auch die musikalische Begleitung anders gestaltet. Im Original fahren die Polizisten bei der ersten Einblendung zu Jennifer Welles' Appartement - in der ARD-Fassung stehen sie bereits vor der Tür. Der einzige nachvollziehbare Grund, warum man hier so derart komisch geschnitten hat, wird wohl sein, dass die ARD dem Zuschauer das herzzerreißende Klagegeschrei des Kakadus kurz vor dem Tod ersparen wollte.
Im Original ist die Hintergrundmelodie beim Tierarzt eine andere: Da läuft bereits das zweite Stück, während in der ARD-Fassung noch die erste Melodie zu hören ist; sie wird kurz danach abrupt beendet, und dann erst setzt die richtige (verkürzt) ein, damit sie in dem Moment, in dem Columbo die Tierarztpraxis verlässt, wieder mit der Originalmusik zusammenpasst.
Die Vergasungsszene in der Küche ist in der 70-min-Version massiv geschnitten (nicht von der ARD), so dass nicht jedem Zuschauer von vornherein klar ist, warum Alex überhaupt den Hocker aufgestellt hat.
Falls Du selber überprüfen magst, wo sich die Syndicated Version von Deiner ARD-Ausstrahlung unterscheidet - eine 70-min-Version von "Etüde in Schwarz" mit der Schwarzkopf-Synchronisation und dem Blu-ray-Bildmaster könnte ich Dir auf DVD schicken.


Daniel Düppeldipp


Beiträge: 105

25.03.2022 06:21
#678 RE: Serienführer: Columbo (USA 1968-2003) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #52
26. Geld, Macht und Muskeln (An Exercise in Fatality)

Angestellte in Computerzentrale [Rose?] (Susan Jacoby) - Hildegard Krekel


Angestellte in Computerzentrale (Ann Coleman) - Hildegard Krekel

Der Autor des ungewöhnlich aufschlussreichen Sachbuchs "Shooting Columbo" hat neulich seine penible Detailrecherche abgeschlossen und herausgefunden, dass die erinnerungswürdige Angestellte bei "Tricon", die vom ungeduldig wartenden Columbo behelligt wird, im Film nicht Rose heißt (Rose ist nur eine Statistin, die im Vorbeilaufen vom Mörder gegrüßt wird), und auch nicht von Susan Jacoby gespielt wird, sondern von der nicht im Abspann erwähnten Ann Coleman.

andreas-n


Beiträge: 515

31.03.2022 17:04
#679 RE: Serienführer: Columbo (USA 1968-2003) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #63
36. Wenn der Schein trügt (Now You See Him)



Zur ARD-Fassung von „Wenn der Schein trügt“ habe ich noch ein paar Sprechernamen, allerdings ohne Schauspielernamen dazu:

Polizist bei 22:01: Denes Törsz
Polizist bei 22:34 und 28:10: Wolfgang Jürgen
Kellner bei 39:05 und 48:35: Edgar Maschmann
Jimmy bei 34:33: Rolf Mamero

berti


Beiträge: 16.478

18.05.2022 15:23
#680 RE: Serienführer: Columbo (USA 1968-2003) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #63
36. Wenn der Schein trügt (Now You See Him)
(…)
Wie allgemein bekannt, machte die ARD-Synchro aus dem flüchtigen Altnazi einen flüchtigen Bankräuber und Mörder, geschnitten wurde relativ wenig. Neben den üblichen Aktblenden fehlt der höhnische Hitlergruß Jeromes an Santini sowie eine Szene kurz vor dem Mord, als Jerome auf seiner Schreibmaschine tippt, und das Blatt in einer Einstellung zu sehen ist - lang genug, um den Namen "Stefan Müller" und die Erwähnung seiner SS-Mitgliedschaft lesen zu können.
Man mag jetzt über diese Art Zensur denken, wie man will, der Fall funktioniert auch ohne den Nazi-Background hervorragend.

Falls es jemanden interessiert: Vor einigen Jahren wurden die inahtlichen Veränderungen bei "Massengeschmack TV" behandelt und mit vergleichenden Ausschnitten veranschaulicht. Wer die Erstsynchro noch nicht kennt, bekommt hier zumindest einige Auszüge zu sehen/hören:https://www.youtube.com/watch?v=DANPwuJbbAk
Immerhin wird (anders als bei Rainer Maria Köppl) gegen Ende betont, dass der "eigentliche" Fall davon nicht betroffen ist, da es sich ja lediglich um den MacGuffin handelt.
Jenseits davon ist es putzig, dass der Autor des Dialogbuchs von 1980 nichts davon mitbekommen zu haben scheint, dass 1976 (als die Folge entstand) die Zeit der Hinrichtungen auf britischem Boden schon seit mehr als zehn Jahren vorbei war.


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