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Dieses Thema hat 160 Antworten
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c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.246

16.01.2017 22:24
#151 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Auf arte kann man in diesen Tagen Käutners "Des Teufels General" sehen. Curd Jürgens spricht sich in der französischen Kinosynchro von 1956 selbst!


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

berti


Beiträge: 14.601

17.01.2017 07:29
#152 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Zitat von c.n.-tonfilm im Beitrag #151
Curd Jürgens spricht sich in der französischen Kinosynchro von 1956 selbst!

Soweit ich weiß, hat er das immer getan, da er zweisprachig aufgewachsen ist.

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.246

17.01.2017 19:05
#153 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Zitat
Soweit ich weiß, hat er das immer getan, da er zweisprachig aufgewachsen ist.



Es ist bekannt, dass Jürgens sehr häufig die englischen und französischen Synchronisationen seiner Filme selbst gesprochen hat. Dennoch sollte man nie pauschalisieren, sondern die Filme einzeln prüfen. In der französischen Fassung von "Die Ratten" - auch vor kurzem auf arte - war ers z.B. nicht sondern Jacques Erwin.


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

berti


Beiträge: 14.601

17.01.2017 20:02
#154 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Zitat von c.n.-tonfilm im Beitrag #153
Dennoch sollte man nie pauschalisieren, sondern die Filme einzeln prüfen. In der französischen Fassung von "Die Ratten" - auch vor kurzem auf arte - war ers z.B. nicht sondern Jacques Erwin.

Entstand diese Synchro denn definitiv noch zu seinen Lebzeiten?

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.246

17.01.2017 21:42
#155 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

1956


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

berti


Beiträge: 14.601

17.01.2017 22:44
#156 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Ach so. Vielleicht wurde es erst zum Standard, als er in Frankreich populärer wurde und seine Stimme dem dortigen Publikum vertrauter war (so wie hierzulande bei Peter Ustinov)?


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.189

06.10.2017 11:38
#157 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Vom Neusynchronisationswahn in Deutschland ist zumindest eins immer verschont worden: die originalen Tonspuren deutscher Filme.
In der Sowjetunion dagegen wurden mehrere Filme - mindestens zwei, von denen ich es definitiv weiß: "Schöne Wassilissa" und "Sadko" - im Zuge der Bildrestaurierung auch in erheblich besserer Tonqualität komplett nachsynchronisiert. Inwieweit die Originalschauspieler verpflichtet werden konnten (Sergej Stoljarow stand wohl in beiden Fällen wieder zur Verfügung), kann ich natürlich nicht sagen, aber der zeitliche Abstand von einmal 26 und einmal 34 Jahren dürfte zu hören gewesen sein.
Für mich eine kulturelle Barbarei.

Gruß
Stefan

Lammers


Beiträge: 3.591

07.10.2017 09:47
#158 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Vor ein paar Monaten ging es in dem Magazin "Asynchron" von Massengeschmack-TV um die englische Synchro von "Didi, der Doppelgänger":

Lammers


Beiträge: 3.591

07.10.2017 09:50
#159 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #157
In der Sowjetunion dagegen wurden mehrere Filme - mindestens zwei, von denen ich es definitiv weiß: "Schöne Wassilissa" und "Sadko" - im Zuge der Bildrestaurierung auch in erheblich besserer Tonqualität komplett nachsynchronisiert


Das hat man im Zuge des Director's Cut von "Das Boot" im Zuge der 5.1-Neuabmischung auch mit der englischen Synchro gemacht:

iron


Beiträge: 2.259

08.10.2017 13:57
#160 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Zitat von Lammers im Beitrag #158
[...]die englische Synchro von "Didi, der Doppelgänger":


Es ist verblüffend, was ein gutes Synchronisationsteam zusammenbringen kann! Ganz Ähnliches habe ich in der Sequenz aus "casablanca" festgestellt, wo ds berühmte Zitat: "Ich seh' dir in in die Augen Kleines" vorkommt. Auch hier finde ich die Übereinstimmung vno gesprochenem Wort mit den entsprechenden Mundbewegungen erstaunlich.
Ohne sich zu weit von der Vorlage/den originaldialogen zu entfernen, lässt sich dieses Kunststück (speziell bei Hallervorden in Großaufnahme)mMn. aber nicht ohe Bruch durchziehen. Das war bei dieser englischen "Doppelgänger" Synchro wohl nicht anders.
Der Anspruch der Branche, die Leut glauben zu lassen, dass "die alle" selber deutsch reden, wird imho. v.A. nur aufrecht erhalten, wenn man gar nicht auf die Lippenbewegungen zum gesprochenen Text achtet - es haben mir jedenfalls Einige erzählt, dass si gar nicht so darauf achten.


"SIE DENKEN DOCH NICHT, WAS ICH DENKE, DASS SIE DENKEN?!"
(Eberhard Haar in "Knight Rider 2000")

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.189

15.05.2018 11:59
#161 RE: RE:Synchronisation im Ausland Zitat · antworten

Vladimír Rហscheint eine Art Gert Günther Hoffmann des Barrandov-Studio gewesen zu sein - er sprach nicht nur Lex Barker in sämtlichen tschechischen Karl-May-Synchronfassungen immerhin über einen Zeitraum von 30 Jahren (möglicherweise auch in anderen Filmen), sondern auch - wenn ich mich nicht völlig verhört habe - Jean Marais in der "Fantomas"-Trilogie und "Die Prinzessin von Cleve". Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er bei der Fülle von tschechischen Synchronisationen, die Anfang der 90er am Fließband produziert wurden, trotz seines fortgeschrittenen Alters viele weitere solche Aufgaben übernahm und bereits in früheren Jahren auf den gleichen Rollentyp besetzt wurde (sonst ergäbe es keinen Sinnen, einen Schauspieler zu nehmen, der deutlich älter war als die synchronisierten Herren).

Gruß
Stefan

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