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Dieses Thema hat 139 Antworten
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 Spielfilmklassiker
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berti


Beiträge: 14.902

10.01.2019 10:29
#91 RE: Das Spinnennest/Die Spinnenfrau (1943) Zitat · antworten

Mir sind noch ein paar Punkte zur DEFA-Fassung der "Kralle" aufgefallen: Als Holmes am Ende der vorletzten Szene das Wort "Werkzeug" ausspricht, ist darin ein kurzer Tonsprung zu hören. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, ob dass bei den früheren Ausstrahlungen auch schon so war.
Als bei der Tagung zu Beginn Lord Penrose die Geschichte von dem Spuk erzählt, sagt er im Original und der Berliner Fassung, vor hundert Jahren sei nach dem Erscheinen des Geistes einigen Menschen die Kehle durchgeschnitten worden. In der Weimarer dagegen war dies in der Vergangenheit einigen Schafen geschehen.
Und anders als im Original wird in der ersten Fassung der Name des Seemannes Tanner französisch ausgesprochen, was sich durch den Handlungsort aber rechtfertigen lässt (anders als bei dem Arzt in der "Perle").


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.800

10.01.2019 12:35
#92 RE: Das Spinnennest/Die Spinnenfrau (1943) Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #91
der Johannisthal-Fassung

Äh äh ... beides DEFA, hört man auch. Fernsehen der DDR war ausschließlich für "Todbringende Spieldosen" zuständig.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.902

10.01.2019 12:45
#93 RE: Das Spinnennest/Die Spinnenfrau (1943) Zitat · antworten

Ich habe es jetzt etwas anders formuliert. Danke!

Lord Peter



Beiträge: 3.925

11.01.2019 21:46
#94 Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

09. Die Perle der Borgia/Perle des Todes
(The Pearl of Death)

Premiere: 01.08.1944 (USA)/17.07.1969 (DFF)/13.09.1980 (DDR II) (D)

1. deutsche Fassung im Auftrag des DFF
DEFA Studio für Synchronisation, Weimar
Buch: Eberhard Richter
Dialogregie: Wolfgang Thal

2. deutsche Fassung im Auftrag des DDR II
DEFA Studio für Synchronisation, Berlin
Buch: Heinz Nitzsche
Dialogregie: Horst Schappo

Laufzeit der ungekürzten DVD-Fassung: 65:46


Rolle: Darsteller: Stimme DFF: Stimme DDR II:

Sherlock Holmes Basil Rathbone Walter Niklaus Walter Niklaus
Dr. John Watson Nigel Bruce Alfred Bohl Hinrich Köhn
Inspektor Lestrade Dennis Hoey Hans Gora Klaus Glowalla
Naomi Drake Evelyn Ankers Astrid Bless Evelyn Heidenreich
Giles Conover Miles Mander Horst Kempe Karl-Maria Steffens
Amos Hodder Ian Wolfe Albert John Herbert Köfer
Francis Digby Charles Francis Paul Jaster Fritz Decho
James Goodram Holmes Herbert ? Peter Borgelt
Bates Richard Aherne Manfred Heine Dietmar Obst
Mrs. Hudson Mary Gordon ? Trude Brentina
Der Hoxton-Creeper Rondo Hatton kein Text kein Text

George Gelder Harry Cording Bert Brunn Detlev Witte

Bemerkungen:
Zwar freie, aber dennoch wiederzuerkennende Adaption der "Sechs Napoleons", was diesmal sogar in den Credits zugegeben wird.

Die erste Synchronfassung wurde geradezu zermetzgert und macht in der integralen Fassung kaum noch Spaß, hier wurde ohne Sinn und Verstand zusammengekürzt und der Dialog glattgebügelt, da retten auch die Sprecher nichts mehr. Besondere Mühe gab man sich, das zugegebenermaßen eigenartige Verhältnis Drake-Conover unter den Teppich zu kehren, so daß die beiden oberflächlich betrachtet wie "normale" Komplizen wirken. Richtig albern ist aber der Umstand, daß Holmes (im Falle eines Irrtums seinerseits) lebenslänglich Corned Beef essen anstatt Bienen züchten will...
Die zweite Fassung ist - von kleineren Materialfehlern abgesehen - vollständig und dem Original entsprechend. An der Übersetzung des "Creepers" laborierte man allerdings auch hier ("Knochenbrecher" ist zumindest deutlich konkreter als "Furchtbarer").

Der Argus-Verleih brachte bereits am 25.02.1958 einen ca. 95minütigen Zusammenschnitt aus diesem Film und "Gespenster im Schloss" unter dem Titel "Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho" in die Kinos. Es sprachen Christian Marschall (Holmes), Anton Reimer (Watson), Klaus W. Krause (Lestrade) und Ernst Fritz Fürbringer (Giles Conover).


"Sie erinnern mich an den Mann, für den ich arbeiten muß. Den find' ich auch zum Kotzen!"

Manfred Schott in "Achterbahn"

Dateianlage:
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01 - Bates.mp3
01 - James Goodram.mp3
01 - Mrs. Hudson.mp3
02 - Bates.mp3
02 - James Goodram.mp3
Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.800

11.01.2019 21:56
#95 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Bates ist in der ersten Fassung Manfred Heine, in der zweiten klingt er mir nach Dietmar Obst.
James Goodram ist Peter Borgelt, der "Maigret des Ostens".
Harry Cording wurde synchronisiert von Detlev Witte, in der ersten Fassung war es wohl wieder Bert Brunn (da ist meine Erinnerung etwas wacklig).

Der ärgste Materialfehler der Zweitfassung ist nur im verwendeten Master vorhanden, meine Nachwendeaufzeichnung ist komplett (vom uneleganten Rollenwechsel abgesehen).

Kuriosum: Bei der Synchronisation der Kinofassung stand offenbar die letzte Rolle Originalmusik nicht zur Verfügung, hier hört man nichts im Hintergrund (Ausschnitte sind ja in einer Dokumentation zu sehen), 10 Jahre später jedoch hatte man sie wohl wieder gefunden, denn die erste DEFA-Fassung verfügte darüber.

Gruß
Stefan


Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 15.919

11.01.2019 21:58
#96 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Dietmar Obst stimmt. Herbert Köfer mit f statt mit v.

berti


Beiträge: 14.902

11.01.2019 23:02
#97 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #94
Die erste Synchronfassung wurde geradzu zermetzgert und macht in der integralen Fassung kaum noch Spaß, hier wurde ohne Sinn und Verstand zusammengekürzt und der Dialog glattgebügelt, da retten auch die Sprecher nichts mehr. Besondere Mühe gab man sich, das zugegebenermaßen eigenartige Verhältnis Drake-Conover unter den Teppich zu kehren, so daß die beiden oberflächlich betrachtet wie "normale" Komplizen wirken. Richtig albern ist aber der Umstand, daß Holmes (im Falle eines Irrtums seinerseits) lebenslänglich Corned Beef essen anstatt Bienen züchten will...

Mir kam diese Fassung auch schon ziemlich "gekürzt" vor, lange bevor die DVD-Veröffentlichung das bestätigte; allerdings war es beim "Spinnennest" auch schon so gewesen (das Wort "zermetzgert" muss ich mir merken!).
Der Satz mit dem Corned Beef scheint (ebenso wie die Unterschlagung des "Vampirs von Sussex" in der "Kralle") darauf hinzudeuten, dass Eberhard Richter kein großer Kenner des Werks von Conan Doyle war ...

berti


Beiträge: 14.902

12.01.2019 08:19
#98 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Nachtrag: Neben den Kürzungen besteht ein weiterer Minuspunkt dieser Fassung darin, dass Holmes´ Schlussmonolog stark verwässert wurde. Bei dieser Folge ziehe ich eindeutig die Zweitsynchro vor.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.800

12.01.2019 08:55
#99 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #98
Bei dieser Folge ziehe ich eindeutig die Zweitsynchro vor.

Das geht mir bei fast allen Filmen der Reihe so - Ausnahme natürlich der "Hund" (da ist die Zweitfassung ja die des ZDF und deutlich untetlegen).
Und bei "Haus des Grauens" (kommt in der Gesamtliste noch) kann ich mich auch nicht recht entscheiden, der hat in der Erstfassung ein ordentliches Dialogbuch und eben die Originalmusik.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.902

12.01.2019 08:59
#100 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #99
Zitat von berti im Beitrag #98
Bei dieser Folge ziehe ich eindeutig die Zweitsynchro vor.

Das geht mir bei fast allen Filmen der Reihe so - Ausnahme natürlich der "Hund" (da ist die Zweitfassung ja die des ZDF und deutlich untetlegen).
Und bei "Haus des Grauens" (kommt in der Gesamtliste noch) kann ich mich auch nicht recht entscheiden, der hat in der Erstfassung ein ordentliches Dialogbuch und eben die Originalmusik.

Ich nehme an, bei den "Spieldosen" ist die scheußliche Musik der Zweitsynchro auch ein Grund, die erste vorzuziehen? Die hat zwar auch nicht die Kompositionen des Originals, aber diese sind bei weitem nicht so furchtbar.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.800

12.01.2019 09:12
#101 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Da schwanke ich. Bei der Erstfassung ist das Dialogbuch wieder so beklagenswert plump, dass ich kaum glauben wollte, es stamme von Egon Sartorius. Offenbar eine Übersetzung nach Gehör, sonst hätte doch niemals dieser blöde Satz "Ich bin traurig" rauskommen können (da hörte man wohl "I'm sad" statt "I'm sorry", was im feinsten Amerikanisch wohl "Aim sahri" ausgesprochen wurde).
Die Musik der Zweitfassung ist allerdings eine Katastrophe und ich habe schon mehrere Anläufe genommen, sie auszutauschen (die Archvimusik der Erstfassung klingt wesentlich besser, ist aber auch keineswegs organisch zum Bild, viel zu weich); der Klang ist auch fürchterlich (typisch Fernsehen der DDR), aber alles Andere ziehe ich auch hier in der Zweitfassung vor. Hier kann der Erstkontakt natürlich eine gewisse Rolle spielen.

Gruß
Stefan


Lord Peter



Beiträge: 3.925

12.01.2019 09:16
#102 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Ist Borgelt in der ersten oder in der zweiten Fassung zu hören?


"Sie erinnern mich an den Mann, für den ich arbeiten muß. Den find' ich auch zum Kotzen!"

Manfred Schott in "Achterbahn"

berti


Beiträge: 14.902

12.01.2019 09:17
#103 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Um nicht missverstanden zu werden: In der Regel ziehe ich die Zweitfassungen im Zweifel vor, auch wenn diese manchmal Schwächen haben sollten. Für die ersten spricht es meist allenfalls, wenn sie noch die Originalmusik oder eine nicht ganz so unpassende aus dem Archiv haben. Bei der "Perle" und dem "Spinnennest" fällt die Wahl schon allein wegen der Kürzungen leicht, bei der "Kralle" im Grunde auch, obwohl die beiden bereits erwähnten "Löcher" mich leider kurz herausreißen und vielleicht auch dem unangenehm auffallen würden, der das Original oder die erste Synchro nicht kennt.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.800

12.01.2019 09:43
#104 RE: Die Perle der Borgia/Perle des Todes (1944) Zitat · antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #102
Ist Borgelt in der ersten oder in der zweiten Fassung zu hören?

Zweitfassung - den Sprecher der ersten habe ich nicht präsent, zumal Herberts Auftritt drastisch gekürzt wurde.

Gruß
Stefan

Lord Peter



Beiträge: 3.925

13.01.2019 09:47
#105 Das Haus des Schreckens/Das Haus des Grauens (1945) Zitat · antworten

10. Das Haus des Schreckens/Das Haus des Grauens
(The House of Fear)

Premiere: 16.03.1945 (USA)/17.04.1969 (DFF)/01.08.1980 (DDR II) (D)

1. deutsche Fassung im Auftrag des DFF
DEFA Studio für Synchronisation, Weimar
Buch: Friedel Hohnwald
Dialogregie: Wolfgang Thal

2. deutsche Fassung im Auftrag des DDR II
DEFA Studio für Synchronisation, Berlin
Buch: Bernd Bartoszewski
Dialogregie: Horst Schappo

Laufzeit der ungekürzten DVD-Fassung: 66:23


Rolle: Darsteller: Stimme DFF: Stimme DDR II:

Sherlock Holmes Basil Rathbone Walter Niklaus Walter Niklaus
Dr. John Watson Nigel Bruce Alfred Bohl Hinrich Köhn
Bruce Alastair Aubrey Mather Georg-Heinrich Lange Paul Arenkens
Inspektor Lestrade Dennis Hoey Hans Gora Klaus Glowalla
Dr. Simon Merrivale Paul Cavanagh Hans-Dieter Leinhos Wolfgang Lohse
Alan Cosgrave Holmes Herbert Victor Draeger Fritz Decho
Kapitän John Simpson Harry Cording Bert Brunn Detlev Witte
Mrs. Monteith Sally Shepherd Gertraud Klawitter Anne Wollner
Chalmers Gavin Muir Jürgen Zartmann Heinz Behrens
Alison MacGregor Florette Hillier ? Margrit Straßburger
Alex/Alec MacGregor David Clyde ? Fred Ludwig

Bemerkungen:
Die Credits berufen sich zwar auf "Die fünf Orangenkerne" als Vorlage, bis auf die Obstreste selbst findet sich allerdings nichts davon in der Verfilmung wieder. Aber immerhin scheint sich Holmes durch die Architektur des titelgebenden Hauses an den "Baumeister von Norwood" zu erinnern.

Das Dialogbuch der ersten Fassung ist brauchbar, lediglich zwei minimale (und total überflüssige) Kürzungen und die Umbenennung von Professor Moriarty in Melander trüben den an sich positiven Gesamteindruck.
Die Neufassung ist ungekürzt und läßt dem Professor seinen Namen, allerdings mit dem berühmten zusätzlichen "i": Moriarity. Putzig auch Alastairs Ausrede, er habe das Dynamit nicht zur Entfernung von Felsen, sondern wegen der lästigen Lemminge(!) im Haus...


"Sie erinnern mich an den Mann, für den ich arbeiten muß. Den find' ich auch zum Kotzen!"

Manfred Schott in "Achterbahn"

Dateianlage:
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01 - Alison MacGregor.mp3
01 - Alex MacGregor.mp3
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