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Dieses Thema hat 432 Antworten
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 Allgemeines
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Detlef


Beiträge: 424

26.02.2009 13:02
#76 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Zitat von ronnymiller
Ich muss nochmal zu ALF zurückkommen, mit dem ich den Thread ja auch gestartet hab.
Denn ich konnte gerade ein paar Folgen der ersten Staffel im O-Ton hören. 1. Die Titelmusik ist in der ersten Staffel leicht anders, diese Version wurde in Deutschland nie verwendet.


Das ist eine alternative, die gemacht werden mußte, weil es rechtliche Probleme mit der Titelmelodie gab. Deshalb erscheint die Box auch weiterhin nicht in anderen Ländern. Zur 1. Ausstrahlung war die Melodie identisch mit der, die wir kennen.




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Slartibartfast



Beiträge: 5.611

26.02.2009 17:46
#77 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Zitat von berti

Hälst du es denn für wahrscheinlich, dass Simon Jäger (Buch und Regie) an etwas in der Art gedacht hat?

Ja. Andererseits hätte er einfach eine völlig falsche Formulierung verwendet (da es "Fragen stellen" heißt), und das traue ich Simon Jäger noch weniger zu.



Gruß
Martin
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"Die Wolke ist mit Sicherheit ein bestimmtes Kraftfeld aus irgendeinem Stoff."
(Hans-Jürgen Dittberner in "Star Trek - Der Film")

VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 26.329

26.02.2009 17:49
#78 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Solche Sachen funktionieren mit manchen Sprechern aus besser als mit anderen. Ohne es genauer erklären zu können, kann ich mir den Satz mit Oliver Rohrbeck für Ben Stiller tatsächlich gut vorstellen.

Gruß,
Tobias


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Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.839

06.03.2009 11:10
#79 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Eine Merkwürdigkeit (neben der von mir schon im Thread "Charakterveränderungen" angesprochenen) der schmissigen DEFA-Synchro von "Sieben Mann und ein Luder" (zu hören auf der DVD) ist gleich der Anfangstext: Er bricht urplötzlich ab - H.J. Hegewald geht nach "Aber zuvor hört man noch einen seiner meisterlichen Aufrufe ..." nicht mit der Stimme nach unten und holt noch hörbar Luft für die Fortsetzung des Satzes ... die aber folgt nicht. Hatte sich Dialogautor Nietzsche über die Redewut Napoleons lustig gemacht und jemand hatte Parallelen zu den Parteibonzen gezogen, worauf das Synchronstudio vorsichtshalber gleich selbst zensierte?

Gruß
Stefan

Markus


Beiträge: 2.108

16.03.2009 17:28
#80 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

In der Cary-Grant-Komödie "Du und keine andere" gibt es einen kuriosen Fall von Alemanitis.
Die bukistanische Prinzessin wünscht sich, der Übersetzung nach, "Frankfurter Würstchen, auch heiße Hunde genannt".

Schwierig, weil der anschließende Gag eben auf einer Pantomime des Hot dogs beruht, aber es klingt doch witzig, wie man sich wegen der noch unbekannten Leckerei aus der Affäre ziehen wollte.

Gruß
Markus

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.839

30.05.2009 09:39
#81 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

In der (sogar von der DDR-Filmkritik ausdrücklich gelobten) deutschen Fassung von "Das Appartement" (gottseidank trotz der schlechten Tonqualität auf DVD beibehalten) spricht die Telefonistin davon, im Fernsehen laufe heute Abend ">Die Unberührbare< mit Bob Stengel". Da mir das ungewohnt zweideutig vorkam (für 1960), interessierte mich, wie es wohl im Original heißt.
Aber darauf wäre ich nie gekommen! "The Untouchables" with Bob Stack!!!
Erika Streithorst hatte hier einfach wörtlich übersetzt - und herausgekommen ist etwas, das weitest möglich vom Original entfernt ist. Man muss allerdings einräumen, dass diese Serie damals in deutschen Landen gänzlich unbekannt war.

Gruß
Stefan

Slartibartfast



Beiträge: 5.611

30.05.2009 16:56
#82 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten
Der eigentliche Hammer daran ist für mich, dass ein Eigenname wörtlich übersetzt wurde (Stack==>Stengel). Warum nicht gleich "Robert Stengel"?

Gruß
Martin
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"Die Wolke ist mit Sicherheit ein bestimmtes Kraftfeld aus irgendeinem Stoff."
(Hans-Jürgen Dittberner in "Star Trek - Der Film")

berti


Beiträge: 14.228

30.05.2009 17:09
#83 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

"Asterix und Kleopatra" ist ein Klassiker des europäischen Zeichentricks. Vor einigen Jahren ist mir aber etwas aufgefallen, was ich vorher nie bemerkt hatte.
Als Obelix vom Leuchtturm von Alexandria hört, sagt er "Ihr seid ja verrückt, Ihr Ägypter!". Später meint er: "Ganz schön blöde, diese Römer!".
Das Heinrich Riethmüller ihn nicht "Die spinnen, die..." sagen ließ, lag zweifellos daran, dass zum Zeitpunkt der Synchro Asterix im allgemeinen und diese Formulierung im speziellen wohl noch keinen Kultstatus hatten. Trotzdem kommt es dem heutigen Zuschauer (bzw. -hörer) irgendwie komisch vor.

berti


Beiträge: 14.228

21.06.2009 17:39
#84 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Es betrifft zwar nicht die Dialogübersetzung, sondern eher die Regie, aber ich wollte es hier mal schreiben:
Mich hat es früher sehr irritiert, dass in den beiden Lucky Luke-Filmen "Daisy Town" und "Sein größter Trick" sämtliche Synchronsprecher den Namen Dalton (und im zweiten Film auch den des Onkels Henry) französisch aussprechen. Zum Glück traf das auf Lucky Lukes Namen nicht auch noch zu!


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.839

21.11.2009 12:23
#85 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Die Erstsynchro von "101 Dalmatiner" (der Trickfilm von 1961 natürlich) enthält einige Merwürdigkeiten - vorrangig eine mitunter sehr saloppe Sprache, die eigenartigerweise an Karlheinz Brunnemann oder Thomas Keck erinnert ("Wir gehen diplamotisch vor" oder die Aussprache des Wortes "Gentleman" wie man es schreibt - so etwas kannte ich bisher nur von Brunnemann).
Eine Stelle aber ist komplett daneben: Pongo wälzt sich im Ruß und meint, jetzt sähe er aus wie ein Neufundländer. Das ist natürlich Unsinn, da niemand auf die Idee käme, einen schlanken, kurzhaarigen Dalmatiner (egal wie schwarz er ist) mit einem wuchtigen und extrem langhaarigen Neufundländer zu verwechseln. Und tatsächlich fällt auch in der zweiten Synchron- wie in der Originalfassung das Wort "Labrador".

Gruß
Stefan

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.839

03.12.2009 13:52
#86 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

"Rächer der Unterwelt" ist einer der Glanzmomente früher Synchronisation, vor allem, da die Sprache (Dialog und Regie: Alfred Vohrer) nicht so theatralisch und hölzern ist wie anderweitig (Bsp.: "Der Todeskuss" mit Sätzen wie "Pack dich!" oder "Wie kam das?")
Allerdings kann man schon einige Merkwürdigkeiten entdecken: Der Gast im Fast-Food-Restaurant verlangt "Senf!", obwohl er eindeutig eine Ketchup-Flasche bekommt (kannte man Ketchup damals in deutschen Landen noch nicht?). Noch merkwürdiger ist, dass es Dum-Dum ablehnt, mit seinem Kumpel "Schwarzer Peter" zu spielen - reichlich kindisches Spiel für Gangster. Ich dachte erst, im Original würde von "Black Jack" gesprochen - aber seltsamerweise ist hier nur von Karten die Rede, ohne genauere Angabe.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.228

03.12.2009 18:47
#87 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Der Gast im Fast-Food-Restaurant verlangt "Senf!", obwohl er eindeutig eine Ketchup-Flasche bekommt (kannte man Ketchup damals in deutschen Landen noch nicht?).



Möglicherweise. Wenn ja, sah das aber 5 Jahre später eventuell schon anders aus, denn in "Stadt in Angst" (MGM 1955) ist auch im deutschen Dialog von "Ketchup" die Rede.

berti


Beiträge: 14.228

05.12.2009 14:23
#88 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Ich bin eigentlich kein Fan der MGM-Synchros, aber die deutsche Fassung von "Scaramouche" gefällt mir in Bezug auf Dialoge und Besetzungen ziemlich gut. Allerdings enthält sie eine merkwürdige Dialogstelle: Während des Gesprächs im Gasthof, dass dem Duell mit Andrés (d. h. Stewart Grangers) Freund vorausgeht, sagt Mel Ferrer als Marquis (mit der Stimme von Hans Nielsen): "Ich denke nicht so!".
Eine solche Übersetzung würde selbst heute vielen Zuschauern als sperrig auffallen. Beim Vergleich mit der O-Tonspur stellte sich heraus, dass der Marquis dort nicht einmal "I don´t think so", sondern "I hardly think so" sagt. Warum wählte man also nicht einfach die Formulierung "Das glaube ich nicht/kaum"?


berti


Beiträge: 14.228

10.12.2009 20:46
#89 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Zitat von berti
Als Arielle und Eric während des Songs "Küss sie doch" im Boot sitzen, versucht Eric, ihren Namen zu erraten. In der alten Fassung fragt er: "Ist es (!) Mildred?". Diese wortwörtliche Übersetzung klingt nicht nur ziemlich hölzern, sondern ist außerdem noch grammatikalisch falsch, weil es eigentlich "Ist er (der Name)..." heißen müsste. Es ist mir unbegreiflich warum man ihn nicht einfach "Heißt du... ?" fragen ließ (wie es dann Frank Lenard bei seiner Bearbeitung 1998 tat).



Der gleiche Fehler taucht auch in der (ansonsten durchaus gelungenen) Synchro von "Zodiac" (Buch & Regie: Andreas Pollack) auf. Im letzten Drittel des Films befragt Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) die Zeugin Linda (Clea DuVall) im Gefängnis über einen Verdächtigen. Als es um dessen Namen geht, fragt er: "War es Rick?" und hakt (nach einem ersten Dementi) nach "Doch, es war Rick!". Linda antwortet: "Nein, es war nicht Rick. Es war Leigh!". Auch hier hätte sich die Formulierung "Hieß er...?/Er hieß..." angeboten, wurde aber leider nicht gewählt.


berti


Beiträge: 14.228

30.12.2009 17:38
#90 RE: Ansich Gute Synchros mit Übersetzungs Merkwürdigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Mücke
In der 10. Folge von "Die knallharten Fünf" gibt es einen wahnsinnig peinlichen Zahlendreher:
Nachdem der von Sam Jaffe gespielte Dr. Brunner einen Zahlencode eingegeben hat und Harrelson ihn fragt, woher er ihn gewusst habe bzw., was es für ein Datum gewesen sei, antwortet Brunner, es sei Pearl Harbour und redet vom "12.7.1941".
Au weia...



Ebenfalls ein Fehler in Bezug auf Pearl Harbor, der noch verheerender ist: Im Finale von Billy Wilders "Stalag 17" enttarnt Sefton (William Holden) den Gefangenen Price (Peter Graves) nicht nur als Spion, sondern auch als Deutschen, der sich als Amerikaner ausgegeben hat. Er überführt ihn, indem er ihn fragt, wann Pearl Harbor war. Price antwortet: "Am 17.(!) Dezember 1941". Beim ersten Sehen des Films dachte ich natürlich, er hätte sich durch das Datum verraten, aber Sefton überführt ihn angesichts der genannten Tageszeit (die der mitteleuropäischen entspricht). Durch Vergleich mit der Originaltonspur stellte sich heraus, dass Price dort das Datum (korrekt!) mit dem 7. Dezember angibt.


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