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Dieses Thema hat 255 Antworten
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berti


Beiträge: 16.649

19.12.2014 19:34
#166 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Als störend habe ich solche Färbungen eigentlich nie empfunden, und bis vor ein paar Jahren sind sie mir praktisch gar nicht aufgefallen (selbst wenn ich die Filmen schon öfter gesehen hatte).

berti


Beiträge: 16.649

17.07.2015 10:24
#167 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

In "Anastasia" von Anatole Litvak sagt Eleonore Noelle in einer Szene, ihre Tante sei "sehr reljös" gewesen.

Lammers


Beiträge: 3.920

17.07.2015 10:51
#168 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von Knew-King im Beitrag #165
Bisschen Färbung haben sehr viele. Darf man nicht so eng sehen mMn.


Besonders bei Sprecherkindern fällt sowas mitunter auf. Bei der 60er-Jahre-Synchro von "Fury" kann man hören, dass Rainer Schmitt (Stimme von Joey bzw. Joe) und andere Sprecherkinder eine deutliche, bayerische Färbung haben. Ebenso ist mir das bei dem russischen Märchenfilm "Das Märchen von der verlorenen Zeit" von 1964, wo die Hauptperson eine starke und unüberhörbare Berliner Färbung hat. Achtet man da eigentlich heute noch mehr drauf als früher bzw. war man da früher weniger perfektionistisch ?

Knew-King



Beiträge: 6.293

17.07.2015 11:15
#169 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Früher war Synchron halt noch nicht so künstlich, steril und stilisiert wie heute.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.648

17.07.2015 11:16
#170 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Ich glaube tatsächlich, dass man heute stärker darauf achtet als früher - es sind mehr Sprach-Regionen dazu gekommen (von beiden Seiten der ehemaligen Grenze aus gesehen) und überregionale Synchros gibt es auch stärker als früher. Die Kehrseite ist, dass man dadurch eventuell Gefahr läuft, saubere Aussprache höher zu schätzen als Talent.
Das Beispiel DEFA ist ein gutes - die Hauptkapazitäten lagen immer in Berlin, deswegen war man bei Kinderstimmen immer nachsichtiger bei berliner Dialektfärbung als bei sächsischer. Beweis? Sowjetische Filme wurden mit wenigen Ausnahmen seit den 70ern fast nur noch in Leipzig synchronisiert, auch die Märchenfilme. Ausnahmen bildeten nur noch mit größeren Kinderrollen: "Abenteuer mit der Tarnkappe" oder "Mio, mein Mio" - und ich behaupte, dass es nicht daran lag, dass Leipzig keine geeigneten Kindersprecher gehabt hätte.
Da ist sowieso die Frage: Wann wird die Färbung zu stark? Ist "le-ischt" statt "leicht" akzeptabler als ein furchtbar hartes S, wo es nicht hingehört?

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 16.649

17.07.2015 12:02
#171 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #170
Da ist sowieso die Frage: Wann wird die Färbung zu stark? Ist "le-ischt" statt "leicht" akzeptabler als ein furchtbar hartes S, wo es nicht hingehört?

Ist das "furchtbar harte S, wo es nicht hingehört" aus deiner Sicht denn typisch für Berliner Kindersprecher?
Ich hätte es eher denen aus dem Münchner Raum zugeordnet.
Übrigens erwähnte Ekkehard Belle vor einigen Jahren in einem Interview, dass in München immer Kinder besonders gefragt gewesen seien, die schon früh problemlos "hochdeutsch" klingen konnten.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.648

17.07.2015 12:22
#172 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #171
Ist das "furchtbar harte S, wo es nicht hingehört" aus deiner Sicht denn typisch für Berliner Kindersprecher?
Ich hätte es eher denen aus dem Münchner Raum zugeordnet.

Da hast Du mich missverstanden - genau auf diese Gegenüberstellung von süd und halbwegs nord (wirkliche norddeutsche Färbung suche ich in der Synchronisation vergebens, nicht zuletzt wohl auch, weil es nie ein DEFA-Studio in Rostock gegeben hat) wollte ich hinaus.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 16.649

17.07.2015 12:30
#173 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Da hatte ich angesichts der beschriebenen Gegenüberstellung Berlin-Leipzig tatsächlich etwas missverstanden. Entschuldigung!

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.130

17.07.2015 14:33
#174 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #170

Sowjetische Filme wurden mit wenigen Ausnahmen seit den 70ern fast nur noch in Leipzig synchronisiert, auch die Märchenfilme.


Ich hatte sogar den Eindruck, dass aber auch ein Großteil davon in Weimar landete (z.B. "Die Eisfee", "Märchen in der Nacht erzählt"). Ändert natürlich nichts am beschriebenen Sachverhalt.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.648

17.07.2015 14:51
#175 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Leipzig und Weimar zu unterscheiden ist ohne FBJ kaum möglich, da hast Du mehr Einblick als ich; bei beiden von Dir genannten Filmen hätte ich absolut auf Leipzig getippt. Nur - in Leipzig gab es durch den Rundfunk die Sprecherkindergruppe, ob es so etwas in Weimar auch gab, weiß ich nicht, aber bestimmt nicht in dem Umfang.

Gruß
Stefan

Koboldsky


Beiträge: 2.672

11.08.2015 14:27
#176 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Es kann sein, dass ich mir es einbilde. Allerdings meine ich bei Walter von Hauff, obwohl er meist Hochdeutsch spricht, seine schwäbische Herkunft heraushören zu können.
So von der Sprachmelodie her.


Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.130

15.08.2015 14:23
#177 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Sylvie Nogler. Ob sie's später abgelegt hat, weiß ich nicht. Aber zumindest in ihrer Berliner Zeit, Anfang der 90er, kann man ihre Herkunft (Innsbruck) noch ganz gut raushören. Fällt mir vor allem bei den "Fliegenden Ärzten" auf, wo sie in späteren Staffeln eine wiederkehrende Ärztin sprach.

berti


Beiträge: 16.649

25.08.2015 22:44
#178 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

In "Blut für Dracula" sagt Walter Bluhm, dass in seiner Zelle "eine höchst wichtje Prozedur vollzogen" würde.

berti


Beiträge: 16.649

25.02.2016 15:54
#179 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

In "Der Knabe auf dem Delphin" kann man von Marion Degler ein echt berlinerisches "billijer" hören - aus dem Mund der Italienerin Sophia Loren, die in einem amerikanischen Film eine Griechin spielt.

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.130

08.11.2016 21:56
#180 RE: "Einfärbungen" der Sprache/Stimme Zitat · antworten

Bei Andreas Borcherding kann ich auch ganz gut seine bayrische Herkunft raushören, finde ich. Nicht negativ gemeint. Der schweigsame Ossi hat selbst vier Jahre in Bayern verweilt und tja... basst scho.

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