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Dieses Thema hat 149 Antworten
und wurde 12.073 mal aufgerufen
 Allgemeines
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berti


Beiträge: 15.144

18.07.2014 09:44
#106 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #93
Gleiches tat auch F. G. Beckhaus für Herbert Lom in "Quatermain - Auf der Suche nach dem Schatz der Könige", im Unterschied zu Hans-Werner Bussingers/Richard Chamberlains "Schtatue".

In "Spaceballs" zeigt sich dieser "Generationenunterschied" auch im Dialog zwischen Wolfgang Völz ("S-tatue") und Stephan Schwartz ("Schtatue").

berti


Beiträge: 15.144

28.10.2014 22:59
#107 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

In "Die Tote aus der Themse" beschwert sich Siegfried Schürenberg, dass er die Weitergabe einer Erfolgsmeldung "s-toppen" musste.

berti


Beiträge: 15.144

14.11.2014 08:20
#108 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

In "Das schwarze Loch" sprechen Gisela Fritsch und Thomas Danneberg von "S-tart" und "s-tarten", Maximilian Schell zumindest in einer Szene, nachdem er in einer früheren noch "Schtartbereit" gesagt hatte.

berti


Beiträge: 15.144

19.12.2014 13:19
#109 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zu Beginn von "Lolita" erwähnt Gisela Trowe mehrfach ein "S-tudio".

SFC



Beiträge: 1.281

19.12.2014 13:42
#110 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vergessen habe, welches Wort es war. In "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere", der gerade im Kino läuft, sprach Eckart Dux eines der verwandten ST-Wörter ebenfalls mit s-tart-Betonung aus ;) Wahrscheinlich war es S-trategie oder so was. Fand ich jedenfalls ganz interessant, weil Dux einer der letzten aktiven Sprecher seiner Generation ist und auch - zumindest meines Wissens - häufiger in Hamburger Synchros zu hören ist.

Das Start-Phänomen wurde hier ja, so meiner Erinnerung, schon mal auf den Hamburger Raum verortet und scheint insbesondere in älteren Synchros verbreitet.


berti


Beiträge: 15.144

19.12.2014 13:57
#111 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von SFC im Beitrag #110
Das Start-Phänomen wurde hier ja, so meiner Erinnerung, schon mal auf den Hamburger Raum verortet und scheint insbesondere in älteren Synchros verbreitet.

Mittlerweile würde ich diese Aussprache weniger dem norddeutschen Raum als vielmehr der "alten Sprecherschule" zuschrieben, da bestimmte Aussprachen bei Vertretern der älteren Generation Standard gewesen zu sein scheinen.

Lammers


Beiträge: 3.670

19.12.2014 16:22
#112 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #111
Zitat von SFC im Beitrag #110
Das Start-Phänomen wurde hier ja, so meiner Erinnerung, schon mal auf den Hamburger Raum verortet und scheint insbesondere in älteren Synchros verbreitet.

Mittlerweile würde ich diese Aussprache weniger dem norddeutschen Raum als vielmehr der "alten Sprecherschule" zuschrieben, da bestimmte Aussprachen bei Vertretern der älteren Generation Standard gewesen zu sein scheinen.


Gerade weil manche Wörter ja auch Fremdworter sind, wie z.B. "Start" oder "Standard", hat man diese mit Sicherheit mit "S" und nicht mit "sch" ausgesprochen. Das hat sich ja dann später geändert.

berti


Beiträge: 15.144

19.12.2014 16:43
#113 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Gleiches war sicher auch der Grund für die früher zum S-tandard gehörende S-tatue.


berti


Beiträge: 15.144

04.01.2015 17:38
#114 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

In der Mitte von "Lawrence von Arabien" bietet Wilhelm Borchert "etwas s-tatistisches Material" an.


berti


Beiträge: 15.144

29.07.2015 14:03
#115 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

In "Alles über Eva" bedauert Eva Eras, dass man in der Nähe kein Auto "s-toppen" könne.

Slartibartfast



Beiträge: 6.152

01.08.2015 12:16
#116 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #102
Ob dieses Beispiel hier ganz hineinpasst? Zum einen handelt es sich ja um einen Fall "sp" und nicht von "st", zum anderen befindet sich das "sp" hier in der Mitte des Wortes.
Wenn man auch mit "sp" beginnende Wörter dazurechnen würde, hätten auch "S-paghetti" oder "S-permien" genannt werden können.
Außerdem bin ich etwas im Zweifel, ob "Ins-pektor" hier die alleinige standardsprachliche Aussprache ist. Natürlich wird "sp" oder "st" in der Mitte eines Wortes oft getrennt gesprochen (wenn man nicht Gert Fröbe heißt), aber "Inschpektor" habe ich manchmal auch von professionellen Schauspielern/Sprechern gehört. Siegfried Schürenberg z. B. benutzte bei "Inspektor" beide Aussprachen, am Ende vom "unheimlichen Mönch" sogar innerhalb derselben Szene.

Warum sollten Fremdwörter mit "sp" nicht hineinpassen? Ist absolut das gleiche Phänomen und wird ja auch im Sprichwort mit dem "Stolpern übern spitzen Stein" beides erfasst (auch wenn das Hamburger Idiom, wie schon häufiger erwähnt, nichts mit dem Grund dafür zu tun hat). Es wurden ja auch schon einge Wörter mit "sp" im Thread gennant.

Während ich "In-s-pektor" als üblich ansehen würde (denke mal, in "Derrick" hat es nie anders gelautet), klingt "S-paghetti" ungewohnt aufgesetzt. Dennoch erinnere ich mich, dass Hans Nielsen in BEI ANRUF MORD es so ausspricht.


Gruß
Martin
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"Star Wars basiert auf Mythologie, Star Trek auf Naturwissenschaft." (Marius Clarén in "Navy CIS")
Visit http://www.synchronkartei.de

berti


Beiträge: 15.144

01.08.2015 19:14
#117 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Sicher spielt(e) es bei der Aussprache eine große Rolle, ob das betreffende Wort als Fremdwort empfunden wird oder nicht. Wenn ja, ließe sich das durch ein stimmloses "s" am Anfang gut ausdrücken, da im Deutschen bekanntlich ein stimmhaftes Standard wäre. Stimmlos gesprochen wirkte in früheren Zeiten, als Anglizismen wie "service" oder "sorry" noch nicht gängig waren natürlich noch viel stärker als "besonders".
Die Frage wäre, ab wann ein Wort noch als Fremdwort gilt. Würde man in heutigen Nachrichtensendungen vom "S-tarten" eines Flugzeugs/einer Rakete sprechen, würde das wahrscheinlich komisch wirken, ebenso wie die "S-tatuen", die in Synchros früherer Jahrzehnte die Regel gewesen zu sein scheinen (eine der wenigen mit bekannten Ausnahmen aus dieser Zeit wäre Siegfried Schürenberg im "Glöckner von Notre Dame" von 1956). Ebenso mekrwürdig würden einem wohl "S-tatistiken" vorkommen, während "Strukturen", "Standards", "Strategien" und "Stabilität" eigentlich auch gängige Begriffe sind, von heutigen Nachrichtensprechern aber durchaus noch "stimmlos" ausgesprochen werden können. Hier spielt sicher neben der Schulung auch das individuelle Sprachgefühl eine Rolle, teilweise wurden ja auch unterschiedliche Aussprachen derselben Sprecher während ihrer Karriere genannt.
Falls jemand Beispiele aus dem "sp"-Bereich nennen möchte, ließe sich das insofern rechtfertigen, als die Frage, ob man darin ein "Fremdwort" (dieser Begriff ist sowieso nicht immer klar zu definieren) sieht oder nicht.

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #116
Während ich "In-s-pektor" als üblich ansehen würde (denke mal, in "Derrick" hat es nie anders gelautet), klingt "S-paghetti" ungewohnt aufgesetzt. Dennoch erinnere ich mich, dass Hans Nielsen in BEI ANRUF MORD es so ausspricht.

Hans Nielsen tut es tatsächlich, während sein Dialogpartner Friedrich Joloff von "Schpaghettis" spricht. Ohne kulturwissenschaftlich gebildet zu sein, war der Grund hier sicherlich, dass dieses Nahrungsmittel (wie auch andere aus der italienischen Küche) hierzulande immer beliebter und irgendwann eben "heimisch" wurde und man daher keinen Grund mehr sah, es "fremd" auszusprechen. Da kommt einem die ursprüngliche Aussprache im Deutschen irgendwann plötzlich "fremd" vor.
Erstmals aufgefallen ist es mir bei Wolfgang Ziffer und Jürgen Thormann am Anfang von "Frankenstein Junior", wo besonders Thormann es extrem betont ("Die Würmer oder die Sss-paghetti?"). Weitere Beispiele wären Harald Juhnke in "Die wilden Zwanziger" oder Manfred Schott und Wolfgang Hess in der "Schlemmerorgie".

Slartibartfast



Beiträge: 6.152

01.08.2015 21:33
#118 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von berti im Beitrag #117

Falls jemand Beispiele aus dem "sp"-Bereich nennen möchte, ließe sich das insofern rechtfertigen, als die Frage, ob man darin ein "Fremdwort" (dieser Begriff ist sowieso nicht immer klar zu definieren) sieht oder nicht.

Genau darum geht es.
Worte, die hierfür in Frage kommen, wären u.a.: Spektrum, Spektakel, Spagat, spezifisch, Spermien.
Filmzitate fallen mir auf Anhieb keine, wären aber sehr interessant...

"S-port" habe ich z.B. noch nie gehört, obwohl das früher genauso ein Fremdwort war. "S-pontan" auch eher nicht. Ob es dafür Beispiele gibt?


Gruß
Martin
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berti


Beiträge: 15.144

01.08.2015 22:36
#119 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #118
"S-port" habe ich z.B. noch nie gehört, obwohl das früher genauso ein Fremdwort war. "S-pontan" auch eher nicht. Ob es dafür Beispiele gibt?

Wahrscheinlich nicht, da diese beiden Vokabel sicher schon um 1900 nicht mehr als Fremdworte genannt wurden.

berti


Beiträge: 15.144

01.08.2015 22:43
#120 RE: Das "Start-Phänomen" Zitat · antworten

Zitat von Slartibartfast im Beitrag #118
Worte, die hierfür in Frage kommen, wären u.a.: Spektrum, Spektakel, Spagat, spezifisch, Spermien.
Filmzitate fallen mir auf Anhieb keine, wären aber sehr interessant...

Auf Anhieb fallen mir ein:
"S-pektrum": Loriot in diesem Sketch (auch wenn es sich hierbei nicht um eine Synchro handelt):https://www.youtube.com/watch?v=TtSNo_mpB2k
"S-pektakel": Lothar Blumhagen in Mel Brooks´ "verrückter Geschichte der Welt"
"s-pezifisch": Christian Rode in "Das Privatleben des Sherlock Holmes"
"S-permien": Hans Nielsen in "Anatomie eines Mordes"
Bei den Vokabeln "Spiritualität/spirituell" ließen sich sicher auch Beispiele finden, im Moment fällt mir nur Christian Rode ein, der in der Zweitsynchro der "Todeskarten des Dr. Schreck" vom "S-piritismus" sprach (im Unterschied zu Klaus Miedels "Schpiritismus" in der älteren Fassung).


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