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Dieses Thema hat 129 Antworten
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 Spielfilmklassiker
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berti


Beiträge: 13.656

21.03.2017 21:03
#61 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Zitat von Hans-Joachim Albrecht im Beitrag #60
wenn es jemanden interessiert : die 5 dt. schauspieler, die sich selbst synchronisierten, waren neben unserem heinzel-
mann günter strack, günter stoll , günter ungeheuer und gerd vespermann.
demnach sind ja dann, das fällt mir grad wieder auf, ulli lommel und edwin noel, beide in großen rollen, auch von anderen
gesprochen worden........

Besonders bei Eddi Arent fällt die Fremdsynchronisation unangenehm auf, siehe hier:Größte Fehlbesetzungen! (rein subjektiv gesehen) (3)

berti


Beiträge: 13.656

24.03.2017 09:40
#62 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Ich hätte doch noch etwas zu Wilhelm Borchert. Auch wenn du ihn selber nicht mehr kennengelernt hast und es bei den Erzählungen Anderer meist um den beschriebenen Aspekt ging, wollte ich einen Punkt ansprechen, über den sich früher schon einige Mitglieder (neben mir auch Stefan, Jörn und fortinbras) Gedanken gemacht haben. Vielleicht hast du mal etwas dazu gehört.
Borchert war zwar bis ins ein Jahr vor seinem Tod noch zu hören, aber im Laufe der Jahrzehnte gab es immer wieder Fälle, bei denen es auffällt, dass er nicht besetzt wurde, obwohl es sich um einen "angestammten" Schauspieler handelte und er zur Rolle gepasst hätte (Beispiele könnte ich nennen, es ist aber wahrscheinlich nicht nötig). Sicher kann es auch der Fall gewesen sein, dass er wegen Theaterverpflichtungen verhindert war, aber der Bühne hat er 1980 den Rücken gekehrt, während er im Synchronbereiche auch danach noch oft größere Rollen oder Erzählparts hatte.
Könnte es sein, dass er in späteren Jahren (ohne ins Detail zu gehen) kränklich war und daher öfter ausfiel?

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 96

25.03.2017 09:15
#63 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo berti ! danke sehr für deine ergänzung. ich mag herrn borchert selbst und seine stimme auch sehr. deswegen und überhaupt
freue ich mich, neues zu erfahren, nicht nur von ihm, allgemein. drum tut es mir leid, daß ich zu dem punkte, den du anschnei-
dest, nichts weiß. mir ist also nicht bekannt, um es konkret zu sagen, ob er kränklich war und daher ausfiel. das war nie thema
bei meinen briefen und telefonaten mit menschen, die ihn gut kannten.
ich kann dir ein oder 2 tel.-nummern aus den 90ern geben, vielleicht leben diese personen noch. müßt ich raussuchen. gruß hans.

ach ja, wollte ich sowieso mal schreiben, gilt für meine nächsten geschichten : wenn ich etwas mitteile hier an dieser stelle, dann
kann es sein, und wird auch so sein, daß einige, z.b. du, der stefan u.a. dies längst wissen und es viell. auch thema im forum
war. dafür möchte ich mich entschuldigen. ich will um gottes willen nicht den eindruck erwecken, als wüßte nur ich dies und
jenes. wer mich kennt, weiß, daß mir, meiner natur, das ganz fern liegt. ich kann jetzt nicht immer auf "suche" gehen und gucken.
bitte versteht das und verzeiht mir. ergänzungen immer gern, aber bitte ohne vorwürfe wie bisher ja auch.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 96

25.03.2017 09:54
#64 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo freunde! RICHARD PRIEFERT, der in meinem rühmann-geschichtlein vor einigen tagen eine zentrale rolle spielte, hat mir weitere
geschichtchen per brief und per telefon um das jahr 1999 herum mitgeteilt. davon soll heute dies und jenes drankommen.
zu herrn RICHARD PRIEFERT : geboren 1908, lebt leider nicht mehr, hat anfang der 30er bei der dt. paramount in berlin-johannisthal
bei synchron gearbeitet, dann soldat , gleich nach dem krieg synchron in später auch verantwortlichen stellungen bei der mars-film,
MPEA, elite, ultra und bis zur pensionierung chef der synchro- abt. MGM in berlin-lankwitz.
so, es geht los: er sagte also:
die allererste synchro in west-berlin nach dem 2. weltkrieg fand bei der mars-film in ruhleben statt, er war dabei, das war 1946. der
film hieß "die frau ohne herz"- GB 1945 mit der hinreißenden margaret lockwood, von lu säuberlich gesprochen. siegfried niemann synchro-
nisierte mit sowie seine gattin lola luigi , paul klinger u.a. siegfried niemann ist den älteren berlinern sicher ein begriff. er hat
später beim SFB sehr viel hörspiele gesprochen, reportagen übertragen und regie im hörfunk geführt.

die tochter von richard priefert, ANNELIESE PRIEFERT, ist oder war schauspielerin, geboren 1927, und hat synchron "gemacht". 2 rollen
nannte mir ihr papa: maggie smith "hotel international" und "candice bergen "wiegenlied für mord und totschlag "

walter suessenguth war schwierig im studio, überwarf sich gern mal mit den jeweiligen schnittmeisterinnen, und herr priefert mußte dann
die wogen glätten.
neben der BSG war die ultra in dieser zeit , also 50er/60er, die größte deutsche synchronfirma. allein im jahre 1957 wurden 90
filme in die deutsche sprache gebracht.
gertrud kückelmann war für shirley maclaine im "appartment" - usa 1959 erst gar nicht vorgesehen, sondern eine dame, die im film
davor frau maclaine synchronisiert hatte. diesen namen nannte herr priefert mir nicht, aber wen es ganz, ganz dolle interessiert,
der kanns rauskriegen. billy wilder filme = ultra, ist klar, ne ? diese dame hatte es leider nicht zur zufriedenheit gepackt,
daher die umbesetzung . gertrud kückelmann: lt. herrn priefert eine ganz, ganz liebe junge frau. es war prieferts erste begeg-
nung bei o.g. film mit frau kückelmann. das als hinweis für absolute synchronfans, dies rauskriegen wollen. tschüß ! der hans.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 96

25.03.2017 10:04
#65 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

berti, für dich und alle anderen fans von ernst-wilhelm borchert: herr priefert sagte : er war nach dem tragischen tod seiner frau
und den beiden kindern im 2. weltkrieg durch bombeneinwirkung eng mit lu säuberlich befreundet. sie hat sich bei den amerikanern
1946 für ihn eingesetzt und gut gesprochen, um ihm aus der misslichen lage (gefängnis, sperre) herauszuhelfen. ich zitire jetzt herrn
priefert : borchert angenehmer mensch, liebenswert, intelligent und guter kollege. hans.

berti


Beiträge: 13.656

26.03.2017 21:48
#66 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Danke!

Zitat von Hans-Joachim Albrecht im Beitrag #64
gertrud kückelmann war für shirley maclaine im "appartment" - usa 1959 erst gar nicht vorgesehen, sondern eine dame, die im film
davor frau maclaine synchronisiert hatte. diesen namen nannte herr priefert mir nicht, aber wen es ganz, ganz dolle interessiert,
der kanns rauskriegen.

Falls es sich nicht um Renate Danz handelte, die damals bereits einige Einsätze hatte, ohne sich etabliert zu haben, müsste es Chariklia Baxevanos gewesen sein.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 96

27.03.2017 10:11
#67 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

ja, berti, so denke ich auch. außerdem hat noch die schauspielerin eva krutina in der zeit die gute shirley
gesprochen. ich hab das nicht überprüft, ob ultra oder nicht. nichts nachgeguckt. eine von den dreien. wenn du
die krutina ausschließen kannst, sehr gut ! dann also entweder renate oder charikla, genau wie du sagst. der hans.

berti


Beiträge: 13.656

27.03.2017 10:13
#68 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Eva Krutina habe ich ausgeschlossen, weil ihr Einsatz laut Synchrondatenbank erst 1961 in die deutschen Kinos kam, "Das Appartment" dagegen 1960.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.072

27.03.2017 19:14
#69 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Aber dabei hast du offenbar Krutinas vorige zwei Einsätze für MGM übersehen. Irritierend finde ich allerdings, dass Kückelmann vorher schon zweimal für United Artists/Ultra zum Einsatz kam, da ist es ziemlich unlogisch, plötzlich jemand anderen nehmen zu wollen und sich dann doch wieder für die bewährte Variante zu entscheiden. Wie gesagt: unlogisch, das heißt nicht, dass es nicht trotzdem so sein kann ...

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 13.656

27.03.2017 19:21
#70 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #69
Aber dabei hast du offenbar Krutinas vorige zwei Einsätze für MGM übersehen.

"Übersehen" habe ich diese keineswegs. Allerdings war von dem "Film davor" die Rede, während keiner der Filme mit dieser Kombination 1960 herauskam. Und da es diese Besetzung nur bei der MGM gab (die bekanntlich oft eigenwillig besetzte) kam sie bei einem von United Artist verliehenen Film kaum in Frage.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.072

27.03.2017 19:35
#71 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Würde ich genau andersrum sehen - auch MGM besetzte oft eigenwillig und da Priefert viel und exponiert für sie tätig war, wäre die Besetzung Krutinas aus seiner Warte glaubhafter als die BSG-Besetzungen. Letzter Film kann auch heißen: letzter Film, den er auf dem Schirm hatte.

Gruß
Stefan


berti


Beiträge: 13.656

27.03.2017 19:48
#72 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Das wäre natürlich auch möglich, es sei denn, Eva Krutina gehört zu den Branchenmitgliedern, die praktisch nur von der MGM besetzt wurden.

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 96

27.03.2017 22:18
#73 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo, ich nochmal: herr priefert teilte seinerzeit mit: " 1961 verließ ich die ultra." Ab 1962 chef der MGM-synchro- abteilung.
es geht bei der frage, die den berti interessiert und zu der stefan etwas gesagt hat, um einen ULTRA-synchronisierten film als
vorgänger vom "appartment". wenn diese "aussage" überflüssig war, nicht sauer sein. bin ja opa, hahaha. gruß hans.
vorgänger vom appartment bei der ultra kriegt man über die jeweiligen DEA raus oder über die IFB-nummern. entschuldigt, wenn es
eulen nach athen sind........
immer vorausgesetzt, daß der über 90-jährige priefert sich nicht irrte und und sich nicht ungenauigkeit einschlich auf grund seines
alters.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.072

27.03.2017 22:24
#74 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Dann läuft es wohl eher auf einen Irrtum hinaus, denn MacLaine scheint bei der Ultra auch vor "Appartement" von Kückelmann synchronisiert worden zu sein. Wenn Priefert 1963 noch bei der Ultra gewesen wäre, hätte ich jetzt darauf getippt, dass er die Filme verwechselte und Kückelmann "Das Mädchen Irma la Douce" nicht bewältigte, worauf sie von Hannelore Schroth ersetzt wurde. Auch das hätte für mich eine gewissen Logik. Aber das ist alles nur Spekulation.

Gruß
Stefan

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 96

28.03.2017 10:27
#75 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo stefan , ja, wenn du das überprüft hast, dann wird es wohl ein irrtum von herrn priefert gewesen sein betr. vor-
gänger von appartment. vielleicht vor-vor- gänger......
wegen der synchro von "iwan der schreckliche" teil 2 defa-synchronstudio 1959, auf die ich scharf bin, habe ich bei meiner
guten bekannten bei der defa-stiftung nachgefragt. die interessieren sich wie bekannt auch für die defa- s y n c h r o.
sie macht mir keine hoffnung. es könnte lt. ihr nur ein zufallsfund in irgendeiner nicht-synchro -akte sein.
ich habe beim ba, fehrbelliner platz angefragt, ob ich diese version sichten kann. ich soll warten, war die antwort.
dann gäbe es noch progress, vorausgesetzt, diese (und ja auch das ba) besitzen diesen film. gruß hans.

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