Richtig, und ich dachte auch, das in meinen beiden Rezensionen angemessen berücksichtigt zu haben!?
Ich bin tatsächlich froh, eine Rainer-Brandt-Fassung hätte ich wirklich nicht gebraucht. Um genau zu sein brauch ich die sowieso nur bei "Ein Käfig voller Helden" und sonst nirgends.
Zitat von Isch im Beitrag #121Richtig, und ich dachte auch, das in meinen beiden Rezensionen angemessen berücksichtigt zu haben!?
Ich bin tatsächlich froh, eine Rainer-Brandt-Fassung hätte ich wirklich nicht gebraucht. Um genau zu sein brauch ich die sowieso nur bei "Ein Käfig voller Helden" und sonst nirgends.
Egal, was man von ihm halten mag: Die paar Spencer/Hill-Filme, die er gemacht hat, hat er, bis auf "Vier Fäuste für ein Halleluja", doch eher aufgewertet. Und wenn er wollte, konnte er sich ja auch zurückhalten.
Am drolligsten sind aber diese Youtuber, die die Zweitsynchro besser finden, weil dort "Eastwoods Stammsynchronstimme" spricht. Grünau, als ob er das in der ersten noch nicht täte.
Diese Youtuber mit ihrem Amateurwissen (anders kann ich's nicht bezeichnen) sind echt ulkig.
Gestern abend war ich in Alles steht Kopf (USA, 2015) und die Erwartungen waren ob einiger gelesenen Rezensionen und Kommentare so hoch, dass sie eigentlich nur enttäuscht werden konnten. Das war dann auch natürlich der Fall. Schon nach der Einleitung wusste man, worauf der Film hinausläuft und dementsprechend vorhersehbar war der Film. Gut, das ist eigentlich erstmal nichts schlimmes, denn das sind schließlich die meisten "Familienfilme". Aber irgendwie sprach mich die "geschaffene Welt" nicht ganz so sehr an. Je fantastischer es wird, desto weniger kann ich damit anfangen. Trotzdem fand ich manche Dinge sehr gelungen, wie z.B. die Charakterisierung der einzelnen Gefühle. Freude ging mir schon nach kurzert Zeit auf den Keks, Kummer hingegen fand ich klasse. Auch Angst und Ekel waren gut getroffen. Die beste Idee war jedoch das Traumstudio. Lustig fand ich dort vor allem die angekündigten Filme "Ich kann fliegen" und "Ich falle runter". Beides träume ich tatsächlich oft. Und der beste Gag war der Ohrwurm. Insgesamt auf jeden Fall toll, dass und wie sich dieses ungewöhnlichen Themas angenommen wurde.
Ich habe noch gar nicht erzählt, dass ich letzte Woche in Er ist wieder da (D, 2015) war. Ich kenne die Vorlage als Hörbuch und war begeistert davon. Eine der wenigen Geschichten, die das heutzutage viel zu verschwenderisch gebrauchte Prädikat "genial" wirklich verdienen. Es funktionierte auf so vielen Ebenen: Als Zeitreise-Story, als Medienkritik, als Satire auf den uns Deutschen scheinbar anhängenden "Hitler-Fetisch" und nicht zuletzt auf die zweifelhafte Glorifizierung von Satiren als solchen selbst. Dementsprechend hoch lag die Latte für den Film. Die ersten 90 Minuten orientieren sich auch im Wesentlichen daran und verdanken dem auch die positiven Aspekte; während der Film sonst leider zu einer typisch deutschen Klamotte verkommt, die sich für keinen noch so peinlichen Slaptstick zu schade ist. Zwischendurch gibt es jedoch immer wieder semi-dokumentarische Aufnahmen zu sehen, die das eigentliche Highlight sind, weil sie so viel über unser Land offenbaren, dass einem das Lachen teilweise im Halse stecken bleibt. Leider kann man bisher nicht herausfinden, ob es sich nur um einen PR-Gag handelt, oder ob diese Szenen tatsächlich echt sind. Erst in der letzten halben Stunde entfaltet der Film jedoch sein Potenzial, wenn die Stimmung düsterer wird und Aspekte aufgegriffen werden, die im (Hör-)Buch beiseite geschoben wurden. Während Hitler im Buch mehr oder weniger als Lachfigur wegkommt, wird man Film guttuenderweise wieder an dessen grauenhafte Realität erinnert. Überhaupt geht der Film über das Buch hinaus, indem er die letzten Jahre nach dessen Veröffentlichung miteinbezieht. Für jemanden, der das Buch schon kennt, hat der Film also durchaus mit einigem Neuen aufzuwarten und noch nie gefiel es mir bei einem Film so gut, dass er sich von der Vorlage entfernte.
Habe mich gerade vom allgemeinen Medien-Trubel anstecken lassen und daher Zurück in die Zukunft II (USA, 1989) geguckt und kann nur sagen: Mann was ein Schrott! Ich hatte bisher nur vor Jahren mal den dritten Teil (in diesem Fall ja tatsächlich "Teil") gesehen, weil gerade "nix besseres" lief und seitdem nie das Bedürfnis gehabt, mir mal den Rest anzuschauen - bis heute! Ob und wann ich mir allerdings den ersten mal ansehe, ist jetzt allerdings nach wie vor offen. Dieser Film zumindest, lebt ja nur davon, eine relativ einfache Plotauflösung immer und immer wieder hinauszuzögern - am Ende sogar um einen ganzen Film! Das ist eigentlich schade, da die Idee Potential für mehr gehabt hätte. So ist denn auch die Ausgestaltung "unserer" Zukunft eher mau. Bemerkenswert ist, welche Bedeutung dem damals wichtigstem technischem Haushaltsgerät, dem Fernseher, im fiktiven 2015 beigemessen wird. Ähnlich wie Science-Fiction-Filme heute vor Computertechnologie nur so strotzen. Einerseits ist es sehr interessant zu sehen, wie man sich unsere Welt vor 30 Jahren vorgestellt hat, andererseits bezweifle ich, dass die Macher dies ernsthaft vorhatten. Überhaupt bin ich von den beiden, sonst von mir eher geschätzten Herren, Regisseur Robert Zemeckis und Komponist Alan Silvestri, der hier anscheinend versuchte, den zu dieser Zeit populären John Williams nachzuahmen, eher enttäuscht.
fortinbras
(
gelöscht
)
Beiträge:
21.10.2015 21:58
#128 RE: u.[Off-Topic] Gerade habe ich folgenden Film gesehen...
Zitat von Silenzio im Beitrag #131So überdurchschnittlich viele Filme gegen die du eine Abneigung hast... da muss man ja langsam wirklich die Nase rümpfen.
Wer weiß, ob nicht auch andere Forumsmitglieder ähnlich lange Hasslisten haben, ohne diese allerdings hier zu posten?
Wer die "Zurück in die Zukunft"-Trilogie doof findet, sollte keine Filmkritiken mehr veröffentlichen . Perfekte Filmtrilogie, die von vorne bis hinten Spaß bereitet! Idealerweise hätte man aber mit Teil 1 beginnen sollen.
Zitat von Silenzio im Beitrag #131So überdurchschnittlich viele Filme gegen die du eine Abneigung hast... da muss man ja langsam wirklich die Nase rümpfen.
Wer weiß, ob nicht auch andere Forumsmitglieder ähnlich lange Hasslisten haben, ohne diese allerdings hier zu posten?
Mit Hass-Listen kann ich nicht dienen, dafür aber mit einer Liste bislang "Nicht-gesehener-Filme", die mich vermutlich hier viel eher als Kritiker disqualifizieren würde als meine mangelnde Begeisterung für die "Zurück-in-die-Zukunft"-Filme. Ich habe tatsächlich bislang noch NICHT gesehen: Die Pate-Trilogie, "Doktor Schiwago", "Vom Winde verweht", keinen einzigen "Star-Trek"- oder "Krieg-der-Sterne"-Film und nur (gezwungenermaßen) den zweiten "Herr-der-Ringe"-Film. Wie euch ja bekannt sein dürfte, kann ich mit Science-Fiction und Fantasy überhaupt nichts anfangen. Hach tut gut, das mal loszuwerden Möchte von euch jemand noch beichten?
Wäre das nicht eher ein Fall für einen separaten Thread: "Filmklassiker, die man noch nie gesehen hat" Marcel Reich-Ranicki bekannte mal in einem Interview, die Interviewer würden staunen, wie viele große Klassiker der Weltliteratur er nie gelesen habe (natürlich nannte er keinen).