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Dieses Thema hat 252 Antworten
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 Allgemeines
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Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

21.04.2006 21:13
#91 RE: RE:Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten
Auf Lee Van Cleef kehrten ja Arnold Marquis und Gerd Martienzen auch nach seinen ersten großen Italo-Erfolgen nochmal zurück, nachdem sie ihn beide schon in 50er-US-Filmen gesprochen hatten. Gerade Martienzen war ja in den 50ern im Prinzip so ne Art Stammkraft für ihn, trotz eigentlich nicht sonderlich vieler großer, geschweigedenn bahnbrechender Rollen. Marquis war es nach (zumindest) "Geheimring 99" in den 50ern dann nochmal in "Die letzte Rechnung zahlst du selbst", Martienzen sprach ihn nochmal in "El Condor", nachdem er ihm in den 50ern (zumindest) schon in "Nackte Straßen", "Schach dem Mörder", "Zwei rechnen ab"/"Blutsbrüder" und "Joe Dakota"/"Ein Toter kehrt zurück" seine Stimme geliehen hatte.

Nichtsdestotrotz halte ich von beiden für Van Cleef nicht sonderlich viel. Martienzen wirkt sozusagen zu "schmächtig"/füllt ihn nicht aus, Marquis fehlt der besonders später für Lee Van Cleef sehr charakteristische Zynismus größtenteils, den Heinz Petruo im Grunde sowas wie perfekt verkörperte. Er wirkt einfach zu oberflächlich überbetont rau auf Van Cleef. Klaus Miedel war dagegen schon wieder zu glatt, traf aber zumindest recht gut den Zynismus und füllte ihn im Gegensatz zu Martienzen auch gut aus. Holger Hagen war blass. Gerd Duwner ist zu lange her (kann mich an Van Cleef nur noch visuell erinnern in dem Film), aber absolut unvorstellbarst. Wird mit großer Sicherheit das selbe Problem wie in "Wer erschoss Salvatore G.?" gewesen sein, siehe Thread "Die kuriosesten Synchron-Besetzungen". Hartmut Neugebauer war als szenenweiser Nachsynchro-Sprecher recht gut.
Neben Petruo fand ich nur Heinz Engelmann wirklich sehr gut, aber wohl eher rollenbezogen und gleichsam Christian Marschall (rollenbezogen). Gottfried Kramer ist zu lange her, war aber auch mindestens so gut wie Miedel.
Sehr gespannt wäre ich mal auf Friedrich Joloff, wenn ich den Film mal zu sehen kriege. Kann ich mir gut vorstellen. Sehr gern würde ich auch nochmal Wolfgang Kieling hören. Ist, glaube ich, am längsten von allen her.
Eine gute Variante anstelle von Holger Hagen wäre vielleicht Michael Cramer gewesen?!

Beitrag wurde EDITIERT!

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Kürzelerklärung:
[In Reihe] : Der Schauspieler wirkte in einer Reihe von Folgen innerhalb einer Serie oder eines Mehrteilers mit relativ langer Laufzeit und unbekannter Folgenanzahl mit.
[Serie]: Der Schauspieler wirkte in einer oder wenigen Folgen einer Serie mit.
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"... du lügst jetzt bloß, weil du furchtbare Angst hast!"
Lothar Blumhagen für Charles Cioffi in "Klute"


VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 25.538

22.06.2006 00:58
#92 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten
Bruce Davison, für den sich inzwischen Reinhard Kuhnert gefestigt hat, nachdem es neben vielen anderen früher auch mal überregional Andreas von der Meden war, hatte in ENTERPRISE: 2x07 "Der Siebente" [2003] Wolfgang Condrus. In einer ansonsten Münchner Synchro. Ist aber gar nicht verwunderlich, denn schließlich war er es gerade mal 34 Jahre zuvor in Davisons erstem Film PETTING (Last Summer) [1969] auch schon mal.

(Vielen Dank an unseren Leser Hendrik Meyerhof für diesen Hinweis .)

Gruß,
Tobias
--
"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."


John Connor



Beiträge: 4.709

21.12.2006 16:27
#93 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Wenn ich recht sehe, kam Horst Niendorf für Robert Mitchum nach ENGELSGESICHT (DF 1953) erst 39 Jahre später wieder in einem Spielfilm zum Einsatz, nämlich in MIDNIGHT RIDE (DF 1992).

Grüße, Fehmi


RoTa


Beiträge: 1.252

21.12.2006 17:30
#94 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten
@ Fehmi:

Hallo Fehmi,

das hast Du nicht ganz richtig gesehen, denn Horst Niendorf sprach für Robert Mitchum nach "Engelsgesicht" noch in "Mörder ohne Maske" (DF 1954) und "Im Banne der roten Tigerin" (aka "Bring sie lebend heim") (DF 1963), ehe er in "Midnight Ride" als Sprecher zurückkehrte. Aber 29 Jahre sind auch eine beachtliche Zeit ...

MfG
Jürgen

berti


Beiträge: 13.979

11.03.2007 13:31
#95 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

1978 kam in "Ashanti" wieder Heinz Engelmann für William Holden zum Einsatz, nachdem er ihn zuletzt 1964 in "Beim siebten Morgengrauen" gesprochen hatte. Zwischenzeitlich (und auch wieder von 1979 bis zu Holdens Tod 1981) kamen die unterschiedlichsten Sprecher für Holden zum Einsatz: Holger Hagen, K. E. Ludwig, Wolf Ackva, Arnold Marquis, Horst Niendorf, etc. Warum eigentlich? Dass Engelmann ab den späten Sechzigern fast nur noch in München gearbeitet hat, dürfte wohl kaum der Grund gewesen sein, da er z. B. in "Flammendes Inferno" oder "Network" auch nicht besetzt wurde. Überhaupt hat er ab Mitte der Sechziger doch fast nur noch Nebenrollen gesprochen, oder? Eigentlich schade, da seine Stimme (wie schon öfter erwähnt) im Verlauf der Jahrzehnte kaum gealtert ist.
Eine Vermutung meinerseits: War Engelmann eventuell in der Branche unbeliebt geworden (Warum auch immer)?

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

11.03.2007 13:40
#96 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Ich finde, dass die Stimme von Heinz Engelmann aus William Holden einfach rausgewachsen ist. Es passte irgendwann einfach nicht mehr so wie einst. Holger Hagen passte zunehmend besser drauf. Engelmann wirkte stimmlich wohl immer "übervoller" für Holden.



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Kürzelerklärung:
[In Reihe] : Der Schauspieler wirkte in einer Reihe von Folgen innerhalb einer Serie oder eines Mehrteilers mit relativ langer Laufzeit und unbekannter Folgenanzahl mit. Der Schauspieler trat auffallend wiederkehrend in Erscheinung, also besonders, wenn er mehrmals in derselben Rolle auftrat oder ausgesprochen oft in verschiedenen Rollen.
[Serie]: Der Schauspieler wirkte in einer oder wenigen Folgen einer Serie mit.
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"Sei ohne Furcht! Ich komme als Freund!"
Axel Monjé für Reg Park in "Herkules erobert Atlantis"

berti


Beiträge: 13.979

11.03.2007 13:50
#97 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Stimmt, Hagen kam ja nach 1964 noch am häufigsten auf Holden zum Einsatz. Aber noch nicht einmal in München konnte er sich als Feststimme etablieren.

Samedi



Beiträge: 3.080

11.03.2007 17:46
#98 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Zitat von Eifelfilmfreak
Hallo Leute!!
Euch ist doch sicher auch schon aufgefallen, dass es häufig vorkommt, dass ein "großer Star", den man fest mit einer deutschen Stimme verbindet, plötzlich einen Stimmwechsel verpasst bekommt und dann urplötzlich nach einigen Jahren, kehrt dann doch die altvertraute Stimme wieder zurück!!
So war es doch zum Beispiel bei Eastwood: Kindler sprach ihn in den ersten beiden Dollarfilmen, dann erst wieder ab Dirty Harry II, von dort an aber bis zu seinem Tode!! Dazwischen versuchten sich dann unter anderem die Herren Hoffmann und Schult!!
Auf das Thema de Niro und Brückner habe ich ja bereits an anderer Stelle erinnert!!
Über das ständige Wechselspiel bei Mel Gibson zwischen Wepper, Tennstedt und Glaubbrecht ist sicher auch schon mal diskutiert worden!! Wobei es doch ganz erstaunlich ist, dass zwischen "Kopfgeld" und "Wir waren Helden" es meineswissens immer Wepper war, der Gibson sprach!! In den Jahren 1979 und 1996 war das Wechselspiel in Sachen Gibson ja noch extremer!!
Genauso verhält es sich ja auch bei Al Pacino: Mackensy zu Glaubrecht, Glaubrecht zu Kindler, Kindler wieder zu Glaubrecht!!
Kennt Ihr noch mehr solcher Beispiele und wie steht ihr insgesamt zu dieser häufig unnötigen Wechselerei??
Viele Grüße
Eifelfilmfreak


Ich geh mal auf die Beispiele ein:

Hoffmann fand ich in TGTBATU schon sehr passend, also war diese "Wechselei" meiner Meinung nach nicht unnötig. Auch wenn der Film zur "Dollar"-Trillogie gehörte und die Eastwood-Figur immer ähnlich war, so war es doch nicht der selbe Charakter. In der Dirty Harry Reihe hätte man aber nicht wechseln müssen. Am besten wärs dort gewesen, wenn immer Kindler synchronisiert hätte. Bei Brückner auf De Niro gibts aber aus meiner Sicht keine Alternative und da ist jeder andere Sprecher einfach fehlbesetzt, möge er auch noch so gut sein. Wepper hätte Gibson IMO auch immer sprechen können, bzw. sogar sollen. Bei Pacino ist das etwas problematischer. Lutz Mackensy war der ideale "junge Pacino". Klaus Kindler ist der ideale "alte Pacino". Und Frank Glaubrecht war (um es in James Bond Slang zu sagen) der "All-Time-Hight-Pacino". Glaubrecht und Kindler bringen am besten dieses "Overacting-feeling" rüber, das Pacino so drauf hat und für das man ihn auch liebt. Dann kam "Der Pate III" und man brauchte einen älteren Sprecher für Pacino und man nahm rollengemäß Gottfried Kramer, der ja auch schon den alten Vito und Frankie Petangelie sprach. Aber Kramer war wie gesagt rein rollenspezifisch und hat nicht unbedingt sehr gut zu Pacino selbst gepasst. Aber ich schweiffe ab. Also um zum Thema zurückzukommen war der Wechsel bei Pacino schon nötig, weil eben Mackensy nicht mehr zum alten Pacino gepasst hat.

MFG

Samedi


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"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Niels Clausnitzer als James Bond in Leben und sterben lassen

Porgy



Beiträge: 1.036

11.03.2007 18:08
#99 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Über das ständige Wechselspiel bei Mel Gibson zwischen Wepper, Tennstedt und Glaubbrecht ist sicher auch schon mal diskutiert worden!! Wobei es doch ganz erstaunlich ist, dass zwischen "Kopfgeld" und "Wir waren Helden" es meineswissens immer Wepper war, der Gibson sprach!!

Ich kann mich irren, aber kann es sein, dass manche Synchronsprecher auch Rollen ablehnen. Ich dachte bei "Wir waren Helden" hätte Wepper den nicht sprechen wollen? Aber wie gesagt ich kann mich irren....

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.556

16.03.2007 16:44
#100 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Im Falle von Elmar Wepper sollte man nicht vergessen, daß er als TV-Schauspieler auch recht gut im Geschäft ist. Mitunter werden sich möglicherweise einfach keine Termine finden (siehe Willis ohne Lehman in "Stirb langsam - Jetzt erst recht" - warum hat eigentlich niemand an Nitzschke gedacht?) - und Joachim Tennstedt ist weiß Gott keine zweite Wahl.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 13.979

16.03.2007 21:05
#101 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Mitunter werden sich möglicherweise einfach keine Termine finden (siehe Willis ohne Lehman in "Stirb langsam - Jetzt erst recht" - warum hat eigentlich niemand an Nitzschke gedacht?)


Ich glaube, irgendwo hier meinte jemand mal dazu, dass Nitschke bei manchen Berliner Studios unbeliebt sei.

Jensheyroth


Beiträge: 1.132

13.06.2007 20:29
#102 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Mir fällt noch Beau Bridges einer, der ab den 90ern wieder regelmäßig von Norbert Gescher gesprochen wurde.

Pete


Beiträge: 2.780

16.06.2007 00:10
#103 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Mir kam der Einfall, dass man doch für Bruce Willis dann doch auch Thomas Wolff hätte nehmen können. Mir ist am Montag abend bei "Ein Käfig voller Helden" wieder diese Ähnlichkeit zu Nitschkes (so heißt er ja richtig!) Stimme aufgefallen. Deshalb dachte ich ja lange, dass dieser Bob Crane sprach! Aber Thomas Danneberg hat seine Sache wirklich trotzdem gut gemacht, obwohl Nitschkes bzw. Wolffs Stimmen vielleicht doch mehr auch an Manfred Lehmann herankommen (ich meine zumindest in mancher Hinsicht)! Gruß, Pete!

Eifelfilmfreak


Beiträge: 309

16.06.2007 10:53
#104 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten

Nochwas zu Lehmann/Willis:
Ich weiß jetzt nicht genau, welcher von den 1994er Filmen (Pulp Fiction, Nobody´s Fool, North) als letzter synchronisiert wurde, aber danach kam Ja "Stirb langsam 3" mit Danneberg!! Und dann liefen fast zeigleich "Four Rooms" (mit Nitschke) und 12 Monkeys (mit Lehmann) an!! Wenn jetzt Four Rooms vor 12 Monkeys bearbeitet wurdde, wären es ja immerhin zwei Filme in Folge mit Willis ohne Lehmann gewesen!! Weiß da jemand was genaueres

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

20.06.2007 00:21
#105 RE: Rückkehr der alten Stimme Zitat · antworten
Vielleicht war er da immer noch im Urlaub... ...was für Thomas D. ja immerhin Grund genug war die Kontinuität der einen Reihe schonmal zu eliminieren, muss Ronald Nitschke ja nicht zurückgehalten haben.

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