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Dieses Thema hat 153 Antworten
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 Spielfilme 1970 bis 1989
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Taccomania


Beiträge: 638

13.04.2010 11:35
#136 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Etwas Off-Topic, aber da wir gerade dabei sind:

Ich hatte zunächst befürchtet, die Unsitte auf vielen Privatsendern, Cinemascope-Filme auf 16:9 zu beschneiden, habe jetzt auch im Videomarkt Eingang gefunden.

Heutzutage wird wohl kein Regisseur bei der Kameraführung mehr darauf Rücksicht nehmen, daß in der TV-Ausstrahlung links und rechts die Ränder abgeschnitten werden. Es sei denn, es handelt sich um einen Film, der von vornherein in erster Linie auf die TV-Auswertung zugeschnitten ist. Bei vielen Cinemascope-Filmen, die als 16:9-Vollbild gezeigt werden, ist es schon störend, wenn rechts und links Personen oder Gegenstände nicht oder nicht vollständig im Bild sind.

Als das ZDF Ostern "Jenseits von Afrika" ausstrahlte, sogar in HD, hätte ich auch schwören können, daß dieses Epos vom Sender auf 16:9 geschnitten worden ist. Bieten sich doch gerade Landschaftsaufnahmen im Breitwandformat an. Aber siehe da, auch dieser Streifen wurde ursprünglich im Format 1:1,85 gedreht. Die HD-Ausstrahlung wirkte trotzdem leblos, grobkörnig und verwaschen. Was nützt HD, wenn man einen abgenudelten Master abspielt? Gleiches gilt für manche Kinovorführung. Als ich gestern im Cineplex die finale Vorführung von "Männer, die auf Ziegen starren" sah, war ich doch etwas überrascht, wie schnell sich auch in modernen Kinos Filmstreifen abnutzen. Der Film erweckte streckenweise den Eindruck, von einem 40 Jahre alten Super-8-Master zu kommen.

Ich bin da technisch leider überhaupt nicht versiert: aber gibt es für Kinos noch keine hochauflösenden digitalen Abspielgeräte, um solche Qualitätsverluste zu vermeiden?


kogenta



Beiträge: 1.429

13.04.2010 22:37
#137 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Zitat
oft kommt es z.B. bei britischen Filmen aus den 60ern vor, dass die Kaschierung in die Bildkomposition eingerechnet wurde, obwohl in der Kamera keine Abdeckung erfolgte. Bestes Beispiel dafür ist die deutsch-britische Co-Produktion "Das Geheimnis der gelben Narzissen" (auf DVD mit Matting, im TV noch ohne), bei welcher der englische Kameramann Desmond Dickson über den Köpfen immer eine Menge Platz ließ für das "falsche" Breitwand-Format.


Ja, Stefan, sowas gibt's oft, vor allem in den 70er Jahren. Deshalb auch manchmal Mikrofone oben im Bild, ein deutliches Zeichen, daß das Vollformat hier falsch ist. Was ist denn in solchen Fällen das 'richtige' Format? Manchmal fällt es wirklich schwer, das eindeutig zu sagen (z.B. 'Gloria' von John Cassavetes).

Beim Bildformat ist der entscheidende Punkt doch der: es geht hier nicht um technische, dogmatische oder puristische Überlegungen, sondern um rein ästhetische Belange. Es ist physisch schmerzhaft, einen für 2:35 konzipierten Film beschnitten in 1:85 oder gar 1:33 (PAN & SCAN mit zusätzlichen 'Schnitten' innerhalb einer Einstellung, Aua!) zu sehen. Merkt man die Beschneidung nicht, weil von vornherein im Hinblick auf TV das Bild trotz 2:35 eigentlich nur im Bereich 1:85 gestaltet wurde, ist's mir offengesagt egal.

Ganz pervers wird's, wenn man die Quadratur des Kreises versucht (z.B. 'Titanic' von James Cameron), wobei der Kameramann beim Drehen 2 Rechtecke (2:35 und 1:85) im Sucher hat und die Bildgestaltung sich nur im Überschneidungsbereich beider Rechtecke abspielen darf. Dann hat die 2:35 Fassung Überflüssiges rechts und links, und die 1:85 Fassung Überflüssiges oben und unten. Das ist wirklich krank!

Gruß, kogenta

PS: Sorry, hat nichts mit Synchronisation zu tun, möchte das an dieser Stelle nicht weiter vertiefen!


Slartibartfast



Beiträge: 5.450

14.04.2010 01:05
#138 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Zitat
Sorry, hier muß ich entschieden wiedersprechen - natürlich sieht man, wo was vom Bild fehlt, da das gesamte Gleichgewicht der Bildkomposition durch beschnittene Bilder aus den Angeln gehoben wird.


Bitte genau lesen, was ich sagte.
Es ging nur um den Minimalunterschied zwischen 1:1,85 und 16:9. Man kann, um auf 16:9 zu kommen, vom im Kino wegmaksierten Vollbild in der Höhe etwas zulegen oder den 1:1,85-Ausschnitt nehmen und seitlich etwas beschneiden.
Beide Varianten unterschieden sich kaum und können keineswegs durch Untersuchung der Bildkomposition erkannt werden. Schon gar nicht wenn, wie meist üblich, noch ins Bild gezoomt wird.


Gruß
Martin
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(Hans-Jürgen Dittberner in "Star Trek - Der Film")

kogenta



Beiträge: 1.429

14.04.2010 06:57
#139 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Zitat
Bitte genau lesen, was ich sagte.


Sorry, Slartibartfast, habe wieder mal voreilig meinen Senf dazugegeben.
Ob 1.85:1 oder 1.66:1 oder 16:9 (=1.78:1) sieht man meistens nicht, zugegeben.
Ob 2.35:1 oder 16:9 (=1.78:1) sieht man!! Wenn nicht, ist's wurscht (siehe oben).

Das Bildformat ist ein Reizthema für mich. Das rührt daher: als Fotograf der alten Schule (Kleinbildfilm ohne Computer-Nachbearbeitung!) bin ich entschieden der Meinung, daß ein Foto beim Klick auf den Auslöser der Kamera ausgewogen sein muß, nachträgliches Bearbeiten (besonders das Beschneiden!) empfinde ich als Dilettantismus. Mag im Zeitalter von Handy-Fotos und You-tube eine überholte Einstellung sein, ich möchte aber dabei bleiben.

Analog gilt das natürlich für Filmaufnahmen! Ein ausgewogenes Bild nachträglich zu ruinieren, ist ein Verbrechen!! Hoffentlich sind wir uns da einig ...

Gruß, kogenta


Slartibartfast



Beiträge: 5.450

15.04.2010 00:04
#140 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Zitat
Ob 2.35:1 oder 16:9 (=1.78:1) sieht man!!


Na logisch, nur ging's darum nicht. War übrigens als Student Filmvorführer und kenne mich auch etwas aus. Das Reizthema hat sich glücklicherweise seit Eiinführung der DVD zuu 90 % erledigt. Pan-Scan gehört parktisch der Vergangeheit an. Und womit? Mit Recht!


Gruß
Martin
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Taccomania


Beiträge: 638

23.04.2010 15:05
#141 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Da heute und morgen die seltene Gelegenheit besteht, im Nachtprogramm der ARD die Fernsehfassung "Der Pate - Die Saga" (75 Minuten länger als die Kinofassungen von Teil I+II und wohl noch nicht auf DVD erschienen) zu sehen, stellt sich die Frage, welche der drei völlig unterschiedlichen Synchronfassungen die Beste ist:

Der Pate I+II: Originalsynchro (u.a. mit Gottfried Kramer auf Marlon Brando, Lutz Mackensy auf Al Pacino, Norbert Langer auf Robert Duvall und Christian Brückner für Robert de Niro)?

Der Pate I+II: DVD-Synchro 2008 (u.a. mit Helmut Krauss auf Brando, Lutz Mackensy auf Pacino, Tom Vogt auf Duvall und Christian Brückner auf de Niro)?

oder

Der Pate - die Saga: (u.a. mit Christian Brückner für Brando und de Niro, Frank Glaubrecht auf Pacino und Norbert Langer auf Duvall)?


Die DVD-Synchro ist zwar sehr gut. Brückner hat aber in Teil II kaum etwas zu tun, da 90% von de Niros Dialogen in der italienischen Originalfassung gehalten sind. Ihn in der "Saga" auch auf Brando zu besetzen, ist zwar interessant, aber eigentlich unnötig. Ist Glaubrecht eine gute Alternative auf Michael Corleone? Heutzutage ist er auf Pacino zwar nicht wegzudenken, aber Mackensy ist auf der Rolle eigentlich ein Klassiker - obgleich man darauf in Teil III auch keine Rücksicht genommen hat.

Slartibartfast



Beiträge: 5.450

23.04.2010 19:00
#142 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Völlig unterschiedlich nicht, da die DVD-Synchro die Dialoge der Kinosynchro verwendet.
Untrerschieden werden muss auch die Kinoversion des Teils 2 von den Versionen mit itl. Sprache plus UT. Diese gab es einmal mit der übrigen Kinosynchro auf der ersten DVD-Auflage und später mit den neuen Sprechern auf den neuen DVDs. In der Kinofassung (auch auf der neuen DVD) hatte Brückner nämlich viel mehr zu tun.


Gruß
Martin
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Markus


Beiträge: 2.090

24.04.2010 09:27
#143 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Die Saga läuft natürlich im Vollbild.
Hat jemand überprüft, ob das Open Matte oder von außen beschnitten ist?

Gruß
Markus

Taccomania


Beiträge: 638

24.04.2010 14:17
#144 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Ist leider an den Rändern beschnitten. Abgesehen davon ist die Bild- und Tonqualität des ARD-Masters recht bescheiden. Da nützt auch kein Umschalten auf "Das Erste HD". Aber die Synchro und die zusätzlichen Szenen machen den Vierteiler sehenswert.

N8falke



Beiträge: 3.553

02.05.2017 13:50
#145 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Bin mir nicht sicher, ob das bereits bekannt war, aber Helmut Krauss gab jüngst in einem Interview bekannt, dass für die Neusynchro von Marlon Brando in Teil 1 auch Thomas Fritsch im Gespräch war, er sich im Casting aber durchsetzen konnte.
(-> Interviews und sonstiger Stuff (175))


Koboldsky


Beiträge: 940

02.05.2017 18:17
#146 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Ich finde es auch gut so, dass es letztendlich wieder Krauss geworden ist.
Mit Fritsch wollte man wahrscheinlich den Bruch zu Gottfried Kramer verkleinern, aber für die Rolle des Don Vito Corleone klingt er mir dann doch nicht versifft genug.

HalexD


Beiträge: 274

01.06.2017 22:41
#147 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Die Neusynchros finde ich weit besser. Helmut Krauss ist einfach genial gewählt und war auch im PS2 Spiel zu hören.
Wurden für die TV-Langfassung eigentlich nur die neuen Stellen neu synchronisiert oder gleich der komplette Film noch einmal?


Brian Drummond


Beiträge: 2.477

01.06.2017 23:11
#148 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Die TV-Fassung hat eine komplett andere Synchro.

Slartibartfast



Beiträge: 5.450

02.06.2017 09:12
#149 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Und fast komplett andere Sprecher.


Gruß
Martin
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Sünkro


Beiträge: 680

04.06.2017 11:49
#150 RE: DER PATE-Trilogie Zitat · antworten

Die Teile 1+2 haben die beste Neuvertonung, die mir je untergekommen ist. Die Trilogie läuft ja immer wieder im TV und ist auch zB. bei Netflix zu sehen. Da gibts wenige oder sogar gar keine Dinge, die mir negativ aufgefallen sind. Nahezu jeder Sprecher passt perfekt, die italienischen Dialoge wurden auch im Original belassen, mein Kompliment.

Was allerdings eine sehr unglückliche Besetzung ist:
Jürgen Thormann zunächst für Fredo Corleone in der ersten Vertonung von 1+2 und dann später für diesen ekligen Don Lucchesi in Teil 3. Das musste wirklich nicht sein.

Gottfried Kramer in Teil 2 (Frank Pentangeli) hätte ich nicht von alleine bemerkt, der klingt ja da völlig anders, aber nicht minder genial, als bei Don Vito Corleone. Den Sinn mit der Besetzung bei Michael Corleone im dritten Teil erschließt sich mir nicht ganz. Eigentlich möchte ich die Kombi mögen, aber es gelingt nicht...


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