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Dieses Thema hat 371 Antworten
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 Allgemeines
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VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 38.552

02.06.2014 18:12
#241 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Aber noch zu den Dialogen: Mir war schnell klar, dass ich sowas kaum alleine texten könnte.

Mal von der generellen Schwierigkeit von Eric McCormacks schier UNGLAUBLICHER NUSCHELEI abgesehen, die mich schon bei WILL & GRACE an den Rand des Wahnsinns trieb, ist das auch mit den Anspielungen an sich nicht so einfach.

- Nicht alle stammen aus STAR TREK, nicht alles kenne ich.
- Nicht von allem passt das deutsche Äquivalent in den Kontext der Szene.
- Nicht alles, was in den USA ein Kultspruch oder metaphorisch tauglich ist, ist dies auch in Deutschland.
- Vieles ist einfach sehr obskur und auch mit Erklärung im Bonusmaterial nur als eine Art Insider-Gag unter den Autoren zu verstehen.

Spätestens an der Stelle würde ich mir die Freiheit erlauben, die Dialoge mit Blick auf deutsche Fans abzuändern und möglichst viele Kultsprüche aus Raumschiff Enterprise u. dgl. einzuarbeiten. Natürlich muss nicht jede Anspielung von jedem verstanden werden, aber eine Sprache, über die nur die Originalautoren lachen können, kann doch auch nicht das Ziel sein. (Gleichwohl es Synchronautoren geben soll, die extra nur für mich und sich Insider-Gags in ihre Bücher einbauen. )
Um aber ein breites Potpourri an zur Situation möglichst passenden Kultsprüchen zusammenzukriegen, müssten da wohl schon mehrere zusammenarbeiten.

Gruß,
Tobias


"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."

Scat


Beiträge: 1.584

02.06.2014 18:20
#242 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #223
Zitat von Serienfan im Beitrag #222
Außerdem ist der Film im Original sehr inkonsequent, da sich in vielen Szenen die Klingonen oft auf Englisch unterhalten oder auch mal ohne nachvollziehbaren Grund während einer Szene die Sprache wechseln.

Das ist ein bewusstes Stilmittel, das in Star Trek 6 wieder eingesetzt wurde, um nicht minutenlange Szenen in einer Phantasiesprache mit Untertiteln zu haben. Mir persönlich gefällt es.
Witzigerweise wurden auch im Original ursprünglich weitaus mehr Einstellungen in englisch gedreht - man sieht und hört deutlich, dass mehrere klingonische Dialoge nachsynchronisiert wurden - z.B. das von mir zitierte "Vaksh a'tarl tach" ist deutlich als ein herausgestoßenes "We'll honor ya!" zu erkennen - und auch das klingonische "Ha t'pach" ist klar ein "Animal" gewesen - ob das Klingonisch-Wörterbuch (das ja tatsächlich für den Film entwickelt wurde) noch nicht fertig war oder man verspätet sich für mehr klingonisch entschied, entzieht sich meiner Kenntnis.

Gruß
Stefan


Oh oh oh... das ist doch aber genau das, WIE man "Klingonisch" erfunden hat. Zum Gespräch zwischen Spock und Saviik aus Teil 2 gibt es da glaub auf der DVD ein Special. Man hat phonetische Laute verwendet, damit das Klingonische lippensynchron paßt.


VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 38.552

02.06.2014 18:24
#243 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Ja, deswegen beschweren sich die Klingonen auch immer wieder in ihrem Klingchron-Forum über dieses schrecklich unnatürliche Klingo-Synchronesisch!


"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."

PeeWee


Beiträge: 1.693

02.06.2014 18:30
#244 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

"- Nicht alle stammen aus STAR TREK, nicht alles kenne ich."

Das stimmt - und ich kenn auch nicht ALLE, aber doch einiges davon. Über vieles wird dann einfach drüber weggewischt und was "normales" draus gemacht. Aus dem "Logan's Run" Moment mit seinem 30. einen normalen 30. zu machen ist bei einem solchen Film einfach blöde, zumal es später noch eine weitere, deutliche Anspielung auf den Film gibt.
Ja, bei "don't lecture me, Bones" wüßte ich spontan auch nicht, ob und wie das bei uns vorgekommen ist, aber das Pille schlicht zu ignorieren und daraus Mark zu machen ist schwach - und auch das passiert bei den meisten Dialogen (jedenfalls die, in die ich dann zum Vergleich und zur Selbstkasteiung hineingehört habe).
Nach der Edith Keeler Anspielung sagt Shatner auch etwas Treckiges, was in der DF wieder komplett flach fällt - habs verdrängt, zu dem Zeitpunkt fand ich die Umsetzung nur noch doof.
Wer wäre denn deine komplette Besetzung? Sonnenschein für Shatner finde ich in Ermangelung von GGH gut - hat ja bei "Fanboys" auch geklappt.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2014 12:27
#245 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Mal zurück auf die Erde...

"Jules und Jim"

Sehr gutes Buch, erstklassige Besetzung. Geht aber bei mir gar nicht! Oskar Werner ist einer jener Schauspieler, den ich nur mit eigener Stimme will. Ist das nicht so, kann man den ganzen Film vergessen. So auch den schönen "Jules und Jim".


"Bestien? Ich bitte Sie! Wir sind Briten!"

Siegmar Schneider für Peter Cushing in "Horror Express"

Tremor


Beiträge: 82

19.06.2014 06:00
#246 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Habe ich neulich vergessen:
CARS
Und knapp dahinter:
KÜSS DEN FROSCH
Laien wie Niki Lauda und Cassandra Steen können einem sehr die Freude am Zuschauen nehmen.

Lammers


Beiträge: 3.901

19.06.2014 11:51
#247 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Zitat von Tremor im Beitrag #246
Habe ich neulich vergessen:
CARS
Und knapp dahinter:
KÜSS DEN FROSCH
Laien wie Niki Lauda und Cassandra Steen können einem sehr die Freude am Zuschauen nehmen.


Hast du generell etwas gegen Promisynchros ? Oder hängt es davon ab, was dort für Leute mitmachen, sprich gelernte Schauspieler oder irgendwelche Promis, die für was weiß ich bekannt sind ?

Tremor


Beiträge: 82

19.06.2014 16:44
#248 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Ob Synchronsprecher prominent sind oder nicht, ist mir schnurz.
In den genannten Fällen sind aber (u. a.) die genannten Personen erbärmlich untalentiert.
Und das stört mich.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

23.07.2014 00:14
#249 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Ich kann die von Tele 5 in Auftrag gegebene Neu-Synchronisation von "Die Hexe des Grafen Dracula" nicht leiden.

Die Originalsynchro dürfte verschollen sein. Tele 5 gab nie viel Geld aus für die Neu- / Erstsynchros, aber darunter waren durchaus welche, die anhörbar waren und irgendwie lebendig ("XX unbekannt", die "Dick Barton"-Filme, z. Bsp).

"Die Hexe..." hat zum Einen wieder diesen schaurigen Sprecher für Boris Karloff, der schon in vier (von Tele5 beauftragten) Ramsch-Synchros von Ramsch-Horrorfilmchen hemmungslos outrierte und kein Gefühl hatte für diesen Schauspieler.

Die Dialoge sind im Großen und Ganzen ok, aber teilweise (vor allem bei den Partyszenen) zu zeitgeistig 90er-Jahre und weniger späte 60er.

Manche Stimmen sind nicht schlecht. Nur ist es höchst eigenartig, wie die alle sprechen: leblos, monoton, ausdruckslos. Keiner scheint hier die Rollen zu spielen. Christopher Lees Sprecher, der mich an Horst Stark erinnert, hört sich an, als würde er für Studierende das Gesetzbuch vorlesen. Und ähnlich ausdruckslos sind auch die anderen Stimmen.


"Lesben?!? Holy, Moly!"

Wolfgang Völz für Walter Matthau in "Der dritte Frühling" (das Zitat ist nicht diskriminierend gemeint)

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.578

27.07.2014 12:23
#250 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Ich habe generell was gegen Neusynchros, das vorweg. Wo es richtig reinhaut, das sind die Warner Cartoons. Welche Fehler auch immer die alten Synchros haben mögen (und es sind nicht wenige) - sie besitzen Charme und die Schauspieler haben Spielfreude. Das vermisse ich bei den Neufassungen fast durchweg.
Sicher, es gibt auch welche, die heraus ragen. Santjago Ziesmer als Porky ist eine großartige Besetzung (und durch das häufige Hin und Her bei den Klassikern ist die Identifikation auch nicht ganz so groß), selbst an Gerald Schaale könnte ich mich vielleicht gewöhnen, obwohl ich den trashigen Charme von Kursawe vermisse (besonders der naive der frühen "Schweinchen Dick"-Fassungen oder der MGM/UA-Synchros, wo er voll abdrehen durfte).

Was aber absolut nicht geht und niemals gehen wird: Sven Plate für Bugs Bunny!!

Wer ist denn auf diese Prachtidee gekommen?
Nix da mit stimmliche Nähe zum Original (dieses Argument wird doch gern bemüht), nix mit Spielfreude. Immer nur ein Tonfall, mit enervierender Beständigkeit.
Nichts zu finden von der anarchischen Frechheit Mel Blancs, auch nicht von der hinterhältigen Unschuld Gerd Vespermanns und schon gar nicht von beider stimmlichen Wandlungsfähigkeit und überbordender Spielfreude. Selbst der hier etwas hilflos wirkende Draeger oder Gudo Hoegel (der kaum die Möglichkeit hatte, sich in den wenigen Szenen zu entwickeln) gefallen mir weitaus besser.
Nur eins muss man Plate lassen: Er kann ganz ordentlich singen. In "Rabbit of Seville" kann er mit Vespermann(s zwei Versionen) durchaus mithalten - aber das reicht nicht aus für eine ganze Palette von Filmen und Rollen, in die der durchgeknallte Hase schlüpft.
Die niemals vom ZDF oder auf VHS synchronisierten Bugs-Filme (oder die nur in Neufassung erhaltenen) kann ich mir definitiv nur im Original ansehen, bei allem Interesse für Synchronisation.

Gruß
Stefan

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.578

30.07.2014 09:55
#251 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

"Batmans Rückkehr" - nach der gelungenen Synchro des ersten Teils ein enormer Abrutscher von Joachim Kunzendorf.
Wörtliche Übersetzungen aus dem Englischen, die einfach nur schmerzhaft klingen ("Sie haben den Tag gerettet" oder "Die Dinge ändern sich"); und selbst wenn Tennstedt schon vergeben war, hätte es doch Besetzungen für Christopher Walken gegeben, die mehr mit seinem Gesicht harmonieren - Norbert Gescher will einfach nicht passen (womit ich nichts gegen seine Leistung sagen will).
Absoluter Tiefpunkt aber: Klaus Sonnenschein für Danny De Vito. Irgendwie dachte ich, dass er mich jetzt weniger stören würde, nachdem er sich für De Vito als neuer Stammsprecher etabliert hat. Das Gegenteil ist der Fall, nun vermisse ich Duwner in dieser Rolle noch mehr als zuvor.
Was hat sich Kunzendorf dabei nur gedacht? Gerd Duwner hatte sich überregional für den Schauspieler etabliert, der damals auf seinem Karrierehöhepunkt war und gerade eine so groteske Rolle wäre das richtige Spielfutter gewesen für den unterschätzten Komiker. Sonnenschein dagegen fehlt es, wie's scheint, genau an dieser Komik - mal kreischt er, mal dräut die Stimme drohend wie bei Knattermimen vergangener Tage, aber Augenzwinkern und Spaß am Schrecken suche ich vergebens - abgesehen davon, dass er es schaffte, den Namen seiner eigenen Figur in einem Take (!) auf verschiedene Weise auszusprechen (erst "Kobbelpot", dann "Kabbelpat" - warum ist das dem Regisseur nicht aufgefallen?) und leider ist das nicht der einzige Versprecher, der ihm im Laufe des Films passierte.
Kunzendorfs Synchronarbeiten sind nicht selten streitbar (was nicht unbedingt schlecht ist) - diese ist meiner Meinung nach daneben gegangen.

Gruß
Stefan

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

30.07.2014 10:26
#252 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Mangels Kenntnis des Filmes kann ich nichts Näheres dazu sagen. Aber daß sich Klaus Sonnenschein als Nachfolger Gerd Duwners bei de Vito etablieren konnte, das ist wegen des gewaltigen Klangunterschiedes schon erstaunlich. Sonnenschein beherrscht eine gewisse Klaviatur, aber er eignet sich aus meiner Sicht nicht für jede Art komischer Rolle. Sarkasmus - ja, aber Komik eigentlich kaum. Für Danny de Vito hätte ich Wilfried Herbst, Klaus Jepsen oder Michael Habeck deutlich besser als Nachfolger gefunden.


"Verglichen mit dem, was Miss Lucy fehlt, wird der Biss der gefährlichsten Schlange der Welt zu einer banalen Unpäßlichkeit!"

Jürgen Thormann für Nigel Davenport in "Dracula"

Flammentanz



Beiträge: 72

04.08.2014 23:26
#253 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Hass ist ein sehr starkes Wort, aber ich kann mich zum Beispiel mit Gerd Martienzen auf Eric Porter in "Bestien lauern vor Caracas" (1968) in keinster Weise anfreunden und ertrage den Film daher meistens nur im englischen Original.


“Was Ihr Freund getan hat, war mehr als Mord!”
Heinz Drache für Trevor Howard in “Der dritte Mann”

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2014 18:12
#254 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Zitat von Flammentanz im Beitrag #253
Hass ist ein sehr starkes Wort, aber ich kann mich zum Beispiel mit Gerd Martienzen auf Eric Porter in "Bestien lauern vor Caracas" (1968) in keinster Weise anfreunden und ertrage den Film daher meistens nur im englischen Original.


Diese Besetzung ist tatsächlich etwas anstrengend. Bei Arne stand mal GGH für ihn, vielleicht konnte der nicht - aber ich bezweifle, daß er auch gut gepaßt hätte. Für die Rolle des harten Kapitäns wäre eigentlich Heinz Petruo passend gewesen, auch Kindermann oder Miedel hätte man nehmen können. Sogar gegen Marquis klischeebesetzt hätte ich nichts gehabt, aber Martienzen macht den Kapitän etwas quengelig - das paßt nicht so ganz rein.


"Verglichen mit dem, was Miss Lucy fehlt, wird der Biss der gefährlichsten Schlange der Welt zu einer banalen Unpäßlichkeit!"

Jürgen Thormann für Nigel Davenport in "Dracula"

Flammentanz



Beiträge: 72

05.08.2014 19:04
#255 RE: Eure ganz speziellen Hass-Synchros Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #254
aber Martienzen macht den Kapitän etwas quengelig - das paßt nicht so ganz rein.


Genauso sehe ich das auch.

Klaus Miedel (den ich sehr gern höre) und Arnold Marquis hätten mir persönlich die Figur ein bißchen zu alt erscheinen lassen.

Heinz Petruo (mag ich auch sehr gern) hätte vielleicht ein bisschen zu kalt geklungen, obwohl er natürlich auch auf wunderbare Weise ganz anders sprechen konnte. Wenn ich nur an seine Synchronisation für Cameron Mitchell als Buck Cannon in der Serie "High Chaparral" denke, da macht er wirklich alles: den Sunny Boy und Draufgänger, den Ernsthaften und sogar den Verzweifelten inklusive Schluchzen in der Folge "Don Sebastians Kampf". Unvergesslich ist für mich auch der grandiose Nervenzusammenbruch für Fritz Weaver in dessen erstem Film "Angriffsziel Moskau".

Helmo Kindermann, der Eric Porter in meinen Augen kongenial in "Die Forsyte Saga" gesprochen hat, wäre für mich die Ideallösung gewesen.


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Heinz Drache für Trevor Howard in “Der dritte Mann”

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