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Dieses Thema hat 246 Antworten
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 Allgemeines
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Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.534

17.07.2016 10:44
#241 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Bis heute leuchtet mir nicht recht ein, warum Heinz Petruo dermaßen oft als Schurke besetzt wurde. Okay, seine Schurken waren samt und sonders beeindruckend, er konnte selbst noch aus einem unbedeutenden Schauspielerchen einen gefährlichen Gegner machen.
Aber er hatte eine keineswegs hässliche Stimme, im Gegenteil, man hätte ihn sehr wohl auch jede Menge positive Charaktere sprechen lassen können. Nur hatte irgend jemand (nicht Brunnemann, schon früher) ihn mal als Schurke besetzt und alle alle ahmten es nach.
Insofern hat mich "Das Schwert des Königs" enttäuscht, da ich hier endlich mal mit einer originelleren Besetzung gerechnet hatte. Aber wer sich ein wenig mit Synchronstimmen auskennt, ahnt von Anfang an, dass sich Ronald Howard als der eigentliche Bösewicht entpuppen wird, einfach weil er von Petruo gesprochen wurde.
Nun, immerhin ist er kein 0815-Schurke und gab Petruo Gelegenheit für andere Klänge.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.766

17.07.2016 12:36
#242 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #241
Bis heute leuchtet mir nicht recht ein, warum Heinz Petruo dermaßen oft als Schurke besetzt wurde. Okay, seine Schurken waren samt und sonders beeindruckend, er konnte selbst noch aus einem unbedeutenden Schauspielerchen einen gefährlichen Gegner machen.
Aber er hatte eine keineswegs hässliche Stimme, im Gegenteil, man hätte ihn sehr wohl auch jede Menge positive Charaktere sprechen lassen können. Nur hatte irgend jemand (nicht Brunnemann, schon früher) ihn mal als Schurke besetzt und alle alle ahmten es nach.

"Hässlich" klang er wirklich nicht, aber sehr tief und kultiviert, wenn er "härter" sprach, konnte er sehr gebieterisch und bedrohlich klingen, auch Zynismus lag ihm sehr. Bei dem Wallace-Epigonen "Die weiße Spinne" meinte jemand (in einem Fanforum), die Verhörszenen im Büro des "guten" Inspektor Corner wirkten unheimlicher als die im Versteck des Bösewichts, was sicher auch mit Petruos Wirkung als Corners Stimme aus dem Off zu tun hatte.


Koboldsky


Beiträge: 1.600

08.10.2016 20:18
#243 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Thomas Petruo wird auch recht häufig auf schwarze Schauspieler besetzt.
Keine Ahnung, ob man allerdings da schon von Klischee sprechen kann.
Er wird in dem Bereich nicht so verheizt wie beispielsweise Tilo Schmitz.


Koboldsky


Beiträge: 1.600

14.07.2017 20:34
#244 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Mittlerweile ist es mir vollkommen egal, ob eine Besetzung klischeehaft ist oder nicht.
Der wichtigste Punkt ist doch, dass sie vom Gesicht kommt und den Schauspieler oder die Rolle nicht verfälscht.

Problematisch wird eine Klischee-Besetzung mMn erst dann, wenn sie die Eigenheiten eines Schauspielers komplett glattbügelt.


Nyan-Kun


Beiträge: 1.275

03.05.2018 16:48
#245 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Als ich mir mal kurz Gedanken darüber gemacht habe wer aktuell eher so die dickeren Figuren spricht ist mir u.a. auch Tom Deininger eingefallen.

Bei ihm kommt noch hinzu, dass er gefühlt nicht nur öfters eher beleibtere Personen sprach, sonder desöfteren Versagertypen, die obendrein noch Witzfiguren sind. Exemplarisch wäre da Wayne Knight als "Zack Mallozzi" in "Rat Race - Der nackte Wahnsinn" zu erwähnen. Das waren für mich eher weniger die Sympathieträger als eher Typen gewesen über die man ordentlich lachen konnte.

Das war schon ein Rollentyp, wo Deininger mit seiner markanten Stimme geradezu prädestiniert war und wo es für mich bis heute keinen gleichwertigen Nachfolger dafür gibt.
Michael Iwannek wird zwar auch meist eher auf dickere Typen besetzt, aber eher vom Typ "liebenswertes Pummelchen". Auch Lutz Schnell, der für mich mehr kann als nur die beleibten zu sprechen, bedient da ganz andere Charaktertypen.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.534

03.05.2018 17:32
#246 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Bei Tom Deininger ist es nicht nur akustisch, sondern auch optisch (er war ja auch im Fernsehen seinerzeit präsent) naheliegend; bei Iwannek eigentlich stimmlich überhaupt nicht. Somit für mich der schlimmere Fall von Klischee-Besetzung: einer hat's vorgemacht ("Mike & Molly") und alle machen es nach, obwohl es von der Stimmfarbe her dafür keinen Grund gibt.

Gruß
Stefan


Nyan-Kun


Beiträge: 1.275

03.05.2018 17:46
#247 RE: Klischee-Besetzungen Zitat · antworten

Da hast du recht Stefan. Ähnlich dürfte es auch mit Lutz Schnell ergangen sein. Immerhin wird Iwannek durchaus auch auf anderen Rollen besetzt, wobei er mir da meist sehr beliebig und austauschbar klingt. Von der Charakterstimme eines Tom Deiningers ist er jedenfalls sehr weit entfernt.


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