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Dieses Thema hat 277 Antworten
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Lammers


Beiträge: 3.897

04.10.2009 19:58
#91 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Habe heute Klaus Miedel in "Extrablatt" (1974) als Psychoanalytiker erleben dürfen, der hier mal österreichischen Dialekt redet, was einen sehr lustigen Effekt hat, wenn man bedenkt, dass er wenn er mit Akzent sprach, dies öfter ein französischer war, so z.B. in "Die Ritter der Kokosnuss".

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.497

05.10.2009 01:05
#92 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Mindestens in "Adios Sabata" sprach Miedel ebenfalls mit wienerischem Akzent und ich glaube, das war auch noch mehrfach der Fall.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 16.543

19.10.2009 16:59
#93 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Zitat von berti
Hans Nielsen auf Arthur O´Connell in "Picknick".
Nielsen sprach ja in seinen frühen Jahren (um 1950) oft forsche, dynamische Draufgänger, ab Mitte der 50er auch abgefeimte, arrogante Typen. In jedem Fall meist Rollen, die sehr selbstbewusst auftraten.
In "Picknick" hört man ihn dagegen kleinlaut, schüchtern und demütig, was ich äußerst ungewohnt finde.
Kennt jemand eine andere Rolle, in der Nielsen ähnlich klingt?



Anderer Sprecher, aber eine ähnliche Wirkung: Unter den Sprechern seiner Generation ist Curt Ackermann für mich geradezu die Verkörperung von Selbstbewusstsein und Männlichkeit (nicht umsonst wurde sein Organ mal als "die männlichste aller Synchronstimmen" bezeichnet). Auf Tom Dugan als Statist Bronski in "Sein oder Nichtsein" klang er dagegen teils schüchtern, teils flehentlich. Es wirkt sehr amüsant, wenn er z. B. beim Theaterregisseur darum bettelt, seine stumme Rolle als Hitler durch etwas Text auszuweiten, oder gegenüber seinem Kollegen Grünberg über sein Schicksal jammert, sind so ungewohnt, dass es äußerst amüsant wirkt.
Eine sehr schöne Besetzung gegen den Strich!


berti


Beiträge: 16.543

24.10.2009 13:46
#94 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Zitat von Lammers
Walter Bluhm kriegt als Stan Laurel in "Fra Diavolo" oder "Hände hoch oder nicht" einen ordentlichen Lachflash mit einigen Kreischern. Sonst sprach er ja immer sehr sanft und so als könne er keiner Fliege etwas zu leide tun.



Komisch, dass in Bezug auf Bluhm der Klassiker "Asterix und Kleopatra" noch nicht genannt wurde! In der Rolle des Numerobis schreit er nämlich an einer Stelle wütend (als er Pyradonis aus seinem Haus wirft).
Ein ähnliches sanft-friedfertiges Image wie Walter Bluhm hatte Alfred Balthoff. In manchen Synchros klang er etwas gereizter (z. B. als Richter in einigen Szenen von "Wer den Wind sät"), aber am Ende von "Ruhe sanft GmbH" schreit er. Kennt jemand noch eine andere Synchro, in der Balthoff so laut zu hören ist? Mir fällt spontan keine ein.


Lammers


Beiträge: 3.897

24.10.2009 17:04
#95 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

In Antwort auf:
Kennt jemand noch eine andere Synchro, in der Balthoff so laut zu hören ist? Mir fällt spontan keine ein.



In "Im Zeichen des Bösen" von und mit Orson Welles ist er auch ungewöhnlich laut und unsymphatisch auf Akim Tamiroff (Rolle: Joe Grandi) zu hören.

berti


Beiträge: 16.543

24.10.2009 17:20
#96 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Dass Balthoff auch in unsympathischen Rollen zu hören war (neben Tamiroffs Part wäre z. B. Edward G. Robinson in "Die zehn Gebote" ein solcher Fall) stimmt natürlich. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass er in Welles´ Film auch geschrien hätte. Oder hat er das doch?


Lammers


Beiträge: 3.897

25.10.2009 16:50
#97 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

In Antwort auf:
Aber ich kann mich nicht erinnern, dass er in Welles´ Film auch geschrien hätte. Oder hat er das doch?



Doch, in einer Szene, die in seinem Etablissement spielt und wo er einen Mitarbeiter der Polizei erschießt. Da hatte ich ihn nämlich mit Hans Hessling verwechselt, weswegen ich auch zunächst annahm, dass Tamiroff dort von Hessling gesprochen würde.

berti


Beiträge: 16.543

25.10.2009 18:25
#98 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Danke für die Antwort! Meine Erinnerung an den Film war leider nicht mehr so gut.

Weiß jemand noch andere Synchros, in denen Balthoff geschrien hat?

berti


Beiträge: 16.543

20.11.2009 14:44
#99 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Harald Leipnitz spielte oft in Boulevard-Komödien. In der Synchronisation wurde er oft auf Typen besetzt, die ein gepflegtes Auftreten hatten und auch so sprachen. Dass er auf Gene Wilder als neurotisches Nervenbündel Leo Bloom in "Frühling für Hitler" besetzt wurde, war zeimlich originell. In einer Szene glaubt Leo, sein Chef Max Bialystock (Zero Mostel) wolle ihn zertrampeln (wie es Nero mit Pompeja getan hatte), und kreischt völlig hysterisch.
Einen weiteren Ausraster hatte Leipnitz als Mortimer Duke (Don Ameche) am Ende von "Die Glücksritter".


berti


Beiträge: 16.543

31.01.2010 15:51
#100 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Eine ähnliche Szene hatte GGH für Lex Barker (der sichtlich an dieser Szene scheiterte) in "Der Schut" - er zittert förmlich vor (gespielter) Angst: "Da hinauf?? Oh ..." (Natürlich setzt er wenig später ein geradezu donnerndes "Kara Ben Nemsi ist hier!!" hinterher.)



Stimmt, sowohl die gespielte Feigheit als auch das kurze Brüllen klangen äußerst ungewohnt.

berti


Beiträge: 16.543

09.02.2010 20:54
#101 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Zitat von berti

Zitat von berti
Hans Nielsen auf Arthur O´Connell in "Picknick".
Nielsen sprach ja in seinen frühen Jahren (um 1950) oft forsche, dynamische Draufgänger, ab Mitte der 50er auch abgefeimte, arrogante Typen. In jedem Fall meist Rollen, die sehr selbstbewusst auftraten.
In "Picknick" hört man ihn dagegen kleinlaut, schüchtern und demütig, was ich äußerst ungewohnt finde.
Kennt jemand eine andere Rolle, in der Nielsen ähnlich klingt?


Anderer Sprecher, aber eine ähnliche Wirkung: Unter den Sprechern seiner Generation ist Curt Ackermann für mich geradezu die Verkörperung von Selbstbewußstein und Männlichkeit (nicht umsonst wurde sein Organ mal als "die männlichste aller Synchronstimmen" bezeichnet). Auf Tom Dugan als Statist Bronski in "Sein oder Nichtsein" klang er dagegen teils schüchtern, teils flehentlich. Es wirkt sehr amüsant, wenn er z. B. beim Theaterregisseur darum bettelt, seine stumme Rolle als Hitler durch etwas Text auszuweiten, oder gegenüber seinem Kollegen Grünberg über sein Schicksal jammert, sind so ungewohnt, dass es äußerst amüsant wirkt.
Eine sehr schöne Besetzung gegen den Strich!




Ein weiterer Fall bei einem Sprecher, der sonst meist sehr souverän klang: Siegfried Schürenberg für Bernard Miles in Hitchcocks "Der Mann, der zuviel wusste"
Bei dem Gespräch mit seinem Auftraggeber bettelt Edward Drayton zunächst (unter dem Vorwand, den Attentäter bezahlen zu müssen) um Geld. Danach verteidigte er die Entführung des Jungen in einem kläglichen Tonfall "Was hätte ich denn tun sollen, damit McKenna den Mund hält?". Interessant, den sonoren Herrn Schürenberg so kleinlaut zu hören! Verbal versinkt seine Rolle in dieser Szene geradezu im Boden.


JanBing


Beiträge: 1.095

10.02.2010 16:43
#102 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

In "Braveheart" spricht Peter Flechtner mal nicht den kernigen, gutaussehenden Typen, sondern den tuntig-weichen Prince Edward.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.497

10.02.2010 17:11
#103 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Gerade Flechtner hätte ich nun nicht mit kernigen Typen in Verbindung gebracht - liegt aber vielleicht daran, dass ich ihn vor allem als tapsigen Pollunder-Macho aus "Coupling" kenne.

Gruß
Stefan

pewiha


Beiträge: 3.351

10.02.2010 18:30
#104 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Zitat von JanBing
In "Braveheart" spricht Peter Flechtner mal nicht den kernigen, gutaussehenden Typen, sondern den tuntig-weichen Prince Edward.



Ich habe Peter Flechtner noch nie als kernig gutaussehenden Typen in Erinnerung. Gutaussehend, klar. Aber eher so wie in J.A.G., Torchwood, Prison Break und Co.


Danke für eure Mithilfe.

JanBing


Beiträge: 1.095

10.02.2010 20:55
#105 RE: Synchronstimmen, die man eigentlich ganz anders kennt Zitat · antworten

Stimmt, wenn ich so drüber nachdenke... aktuell ist mir aber als erstes Matthew Fox eingefallen, den ich seinem 3-Tage-bärtigen Lost-Look doch als "kernig" bezeichnen würde. Vielleicht habe ich aber auch ein anderes Verständnis für den Begriff "kernig". Ersetzen wir das ganze durch "männlich".

Und bei "gutaussehend" bleibe ich trotzdem... ;-)


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