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Dieses Thema hat 1.073 Antworten
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smeagol



Beiträge: 3.010

17.05.2011 14:55
#721 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von weyn
Nur noch mal zur Berichtigung: Damals bei SL3 war das Problem nicht ein Gagenstreit, sondern ganz einfach, dass Lehmann zum Zeitpunkt der Synchro für eine Traumschiff-Folge im Ausland und somit nicht verfügbar war. Danneberg selbst führte Synchron-Regie und so sprach halt er schlussendlich den John McClane.


Es geht (mir) dabei nicht um die Gründe der Umbesetzung sondern die Bedeutung oder die Auswirkung, die diese für die Filmreihe hat. Das es bei SL3 nicht um Gagenprobleme oder sonstwas ging, ist klar und wollte ich auch nicht zum Ausdruck bringen. Besetzt wurde Danneberg, soweit ich informiert bin, durch einen Supervisor (eben weil Lehmann länger nicht vor Ort war), der sich dann für ihn entschied und ihn sogar als besser passend empfand (). SL3 ist darum so ein gutes Beispiel, weil gerade eine Umbesetzung in einer sehr (!) erfolgreichen Filmreihe doppelt ärgerlich ist. Lehmann hätte mir Sicherheit auch das "Schweinenase-Gate" verhindert.

Off-Topic
Bei SL3 hätte man wirklich den Kinostart ein paar Wochen nach hinten verlegen sollen (oder Lehmann früher buchen müssen). Damals wäre das bestimmt gegangen - es dürfte kaum vorgekommen sein, dass sich jemand einen ganzen Film mit seinem 14.4er Modem aus dem Usenet gezogen hat


Mücke
Beiträge:

17.05.2011 17:01
#722 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von Taccomania

Zitat
Nachdem ich am Sonntag noch einmal in FdK 2 hereingeschaut habe, kam mir Off im Vergleich zu Nathan im übrigen merkwürdig "dünn" vor. So hatte ich das gar nicht in Erinnerung.


²Tacco: Na wen wundert's? Im Vergleich zu Nathans gewaltiger Röhre klingt Off tatsächlich wie eim Hemd. Stellt sich nur die (recht offensichtliche) Frage wer da rein stimmlich besser vom Gesicht bzw an den O-Ton kommt.



Definitiv Nathan. Ich schaue grade den ersten Teil und zappe relativ fleißig zwischen den Sprachen. Off hat mit dem O-Ton nichts zu tun. Diese leicht müde wirkende Versoffenheit geht ihm völlig ab. Kurioserweise passt Nathan in der Rolle gerade gut, WEIL er mittlerweile "breiter" klingt.

Off mag vieles sein und mögt ihn oder liebt ihn, aber ihm auch noch nachzusagen, er sei näher am Original, geht zu weit.

Martin007


Beiträge: 94

17.05.2011 20:28
#723 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Ja, Nathan's Synchro ist wohl näher am Original, aber warum muss sie das unbedingt sein? Offs Interpretation hat nunmal offenbar vielen Menschen gut gefallen, auch wenn sie vom Original tatsächlich ziemlich weit entfernt ist. Mir persönlich gefällt die Synchro besser als das Original.

Generell würde ich persönlich Off gerne öfters auf Depp hören, und dies auch mal in ruhigen Rollen ohne das hier von Mücke und anderen kritisierte "tuntige Getue". Nathan ist für mich persönlich stärker (um nicht zu sagen: grossartig) auf Bale als auf Depp, aber das ist Geschmackssache.

@Mücke: Hast du eigentlich ein Problem mit Off generell oder nur mit Off auf Depp?


Franky-El



Beiträge: 1.616

17.05.2011 21:23
#724 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von Martin007
Generell würde ich persönlich Off gerne öfters auf Depp hören, und dies auch mal in ruhigen Rollen ohne das hier von Mücke und anderen kritisierte "tuntige Getue".



Das kannst du sogar, guck dir "Before Night Falls" an! Johnny Depp ist da zwar nur in 2 kurze Szenen zu sehen, aber er wird dort auch von Marcus Off gesprochen.


M.f.G.

Franky-El

Mücke
Beiträge:

17.05.2011 23:04
#725 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von Martin007
@Mücke: Hast du eigentlich ein Problem mit Off generell oder nur mit Off auf Depp?


Off ist sicher nicht gerade mein Lieblingssprecher, was hauptsächlich an der Klangfarbe seiner Stimme liegt und nichts mit seinem Vermögen zu tun hat, aber ein "Problem" habe ich mit ihm nur auf Depp - als "Mentalist" finde ich ihn z.B. recht treffend. Auch wenn die Tatsache allein, dass Off bei mir ohnehin nicht ganz oben auf der Liste steht, für Leute wie mooniz schon völlig reicht, um mich quasi als "unzurechnungsfähig" bzw. voreingenommen zu deklarieren (was - vorsichtig gesagt - restlos absurd ist). Man wisse dann ja, woher der Wind wehe...^^

Es gibt im 1. Teil z.B. eine Szene, an der man relativ gut erklären kann, was für mich das Problem mit Off auf Sparrow ist: die Sequenz, in der Sparrow eingesperrt auf dem Boden liegt, kurz bevor er Turner überredet, ihn zu befreien. Während Depp im Original da rumliegt, als könnte er vor Suff nicht mehr stehen und sich im schicken Bariton halb-müde lallend artikuliert, gibt Off - bald eine Oktave höher - schon beinahe den sterbenden Schwan, klingt Welten nüchterner.
Was ich auch auffällig fand: Depp KLINGT im Original NIE tuntig. Es ist lediglich dieser Gestus mit den wedelnden Armen & Händen, der aber quasi dazu da ist, dass der Säufer das Gleichgewicht hält.
Depps Lallen gegenüber hat man bei Off immer wieder sogar ein gewisses Überartikulieren, was manchmal sogar ein bisschen biestig wirkt. Er hat zwar auch Momente, in denen er schön nachdenklich klingt und dann sogar mal drückt, aber bezeichnenderweise sind genau die auch seine besten als Sparrow - wenn er also quasi nicht mehr klingt, wie er (in der Rolle) normalerweise bzw. meistens klingt.

Ich finde, dass die Rolle mit Off weitgehend ihren Reiz verliert, einfach nichts großartig besonderes mehr ist. Zwar gut und teilweise auch wirklich gut gespielt, aber recht gewöhnlich - gemessen an der Vorlage. Off fehlt nur eines: Das Abgefahrene, Unkonventionelle.
Und das hat ein Nathan, der lallt, als wäre er wirklich besoffen gewesen und teilweise so abgeht, als wären die Aufnahmen auf einer Party gemacht worden, allemal. Seine tiefe Röhre passt gerade hier wirklich gut zu einem Sparrow, der müde und besoffen, nie so ganz da, ist.

Wenn Nathan von Anfang an genommen worden wäre, hätte sich, bei Umbesetzung für Film 4, jeder - aber auch wirklich jeder - über Off aufgeregt und zwar noch lautstärker, als es jetzt umgekehrt der Fall ist. Und nicht nur wegen der Kontinuität. Es hätte sich wahrscheinlich niemand gefunden, der DAS dann befürwortet hätte. Alle hätten den gestört daherlallenden Sparrow wiederhaben wollen und sich das dreifache Stimmvolumen zurück gewünscht. Dafür muss man noch nicht einmal Prophet sein.

Und ich sage es nochmal:

Dass die Leute sich im Moment noch an Nathan stören, hat hauptsächlich damit zu tun, dass "Umbesetzung" für sie automatisch nach "Qualitätsverlust" klingt. Infolgedessen wird kaum noch evaluiert, da "Umbesetzung gleich Scheiße, per se, weil neuer Sprecher gleich Scheiße, per se" und zwar nur deswegen, weil das für sie die Katze im Sack ist und meist aus keinem anderen Grund. Die Leute wollen den Spatz in der Hand, weil sie Schiss haben, die Katze im Sack zu kaufen. Mehr ist es nicht. Und deswegen ist jegliches Urteil vor dem Film bei 90% bis 95% aller Leute absolut irrelevant.

Synchronsprecher werden nur äußerst selten als (auffällig bzw. bemerkt) unpassend empfunden, außer von O-Ton-Fanatikern, und dementsprechend wird ihre Ablösung IMMER bedauert werden. Was gerade deswegen, weil Synchronsprecher nur äußerst selten als unpassend empfunden werden aber eigentlich völlig widersinnig ist, denn ergo wird der 2. Sprecher im Normalfall eh nicht schlechter wahrgenommen. Außer eben, wenn die Möglichkeit besteht, die Stimmung vorher richtig anzuheizen, weil lange vorher nichtssagende Trailer kursieren oder hyperventilierende Fans den Hochofen vorglühen.

Ich glaube sogar, dass einige, die jetzt mitbrüllen, den Wechsel nichtmal bemerkt hätten, wenn er bis zur VÖ völlig unbekannt geblieben wäre. Einfach, weil ihnen Nathans Interpretation nicht fremd vorkommen wird, weil sie sie entweder sehr gut finden oder sogar eine Assoziation mit anderen Depp-Rollen entwickeln, die ihnen vorgaukelt, er wäre es eh immer gewesen.

Ich war leider 2003 noch nicht im Forum, aber mich würde echt mal interessieren, wie sich mooniz & Co. damals verhalten haben oder verhalten hätten, als bekannt wurde, dass Off statt Nathan Jack Sparrow wird.

Ich persönlich finde: Ideologien braucht man nur, wenn man sie auch vertritt, aber sich den Begriff "Kontinuität" immer so zu drehen, wie es einem grade am besten gefällt, ist für mich in einem Höchstmaß inkonsequent, obwohl man gleichzeitig vorgibt, ganz besonders konsequent zu sein und um die "Kontinuität" immer ein großes Trara macht. Der Begriff "Kontinuität" wird auf diese Weise geradezu lächerlich gemacht.

Entweder man ist immer auf die selbe Weise für Kontinuität oder man lässt es bleiben, aber hier mal für Reihenkontinuität zu sein und da mal eher für Schauspielerkontinuität ist Nonsens. Jetzt wird es vielleicht heißen, man sei ja IMMER als erstes für Reihenkontinuität...aber mal ehrlich: Wer von den Leuten, die Off als Sparrow, aber Nathan als Depp wollen, wäre auch dafür, nen anderen Sprecher als Lehmann für Willis durch eine Reihe zu schleifen, nur weil es in Teil 1 jemand anderer war? Die Frage wurde nie geklärt.
Denn: Nur wer jetzt "Ja!" antwortet, ist für Marcus Off als Sparrow und gleichzeitig ein konsequenter Kontinuitätsverfechter. Wer für eine Rückkehr von Lehmann in Teil 2 wäre, aber gegen eine Rückkehr von Nathan ist, kann kein konsequenter Kontinuitätsfanatiker sein und macht sein eigenes Ansinnen lächerlich.

Die Entscheidung (der Fans) für Off ist eine reine Bauchentscheidung, die über die Kontinuität rechtfertigen zu wollen an der Realität vorbei geht. Mooniz hat mal treffend sowas wie "Es muss mir nur gefallen!" geschrieben. Und genau deswegen hat das Ganze auch nichts mit Kontinuität zu tun, sondern nur mit Fan-Sein oder eben nicht. Außer, wie gesagt: Man wäre IMMER, aber auch wirklich IMMER, dafür, in einer Reihe den Sprecher aus Teil 1 beizubehalten. Dann ist das zwar eine krasse Ansicht von Kontinuität, aber eine runde. Und nur wer SO tickt, kann auch behaupten, dass eine "höhere Gewalt" für Off spricht, außer dem eigenen Bauch oder den Bäuchen einer Reihe von Fans.

Weitere Kommentare von mir zu dem Thema erst, wenn die Top-Schreiber dieses Threads im Kino waren.


E.v.G.



Beiträge: 1.973

17.05.2011 23:35
#726 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zu dem Thema sollte mal ein Sprachwissenschaftler eine Doktorarbeit schreiben: Die Bedeutung des Synchronsprechers im Spannungsfeld zwischen Interpretation des Werkes, Hörgewohnheit des Zuschauers, Wertschätzung des Auftraggebers und der rechtlichen Bewertung seiner Arbeit. Der Thread bietet genug Material und Quellen, dass der Doktorant sich nur bedienen muss. Quelle: Synchronforum



http://www.die-silhouette.de/

Mücke
Beiträge:

17.05.2011 23:39
#727 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Einige empirische Untersuchungen wären wirklich mal interessant , denn was teilweise - auch von der Branche oder zumindest den Visis - alles behauptet wird, was Zuschauer merken und nicht merken, was sie akzeptieren würden und nicht akzeptieren würden, was sie stört und nicht stören würde, grenzt oftmals ans Absonderliche. Da wird unglaublich viel aus der Glaskugel gelesen bzw. mit "Erfahrungen" argumentiert, die entweder gar nicht oder unprofessionell gemacht wurden.

Ich mache den Lehmann-Spruch ab jetzt zum Slogan gegen diese unsägliche Abstempelei des Publikums:

"Die Leute sind nicht so blöd, die merken das schon. Das ist eine Hörgewohnheit und die stört das".


John Locke Lost


Beiträge: 117

18.05.2011 00:38
#728 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Mich würde mal Interessieren, wie die Zuschauerresonanz in der Vergangenheit der Filmgeschichte, im Bezug auf Umbesetzungen, innerhalb einer Filmserie ausgefallen ist?

Als Beispiel fällt mir da gerade ganz spontan Star Trek II und III ein. Gab es seinerzeit eigentlich auch so heftige Proteste, als William Shatner auf einmal von Klaus Sonnenschein gesprochen wurde?

Auch dort kam der neue Sprecher dem Original sehr nahe, aber "GG" war eben Shatner!

Bei Star Trek IV war es ja denn wieder GG, worauf ich schließe, das es eine Kampagne gegeben haben muss oder?

Vielleicht bricht ja wirklich eine Welle der Empörung los und Depp wird in Teil 5 wieder von Off Synchronisiert?

Chaos...


Gruß Marco

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VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 23.214

18.05.2011 01:04
#729 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von John Locke Lost
Bei Star Trek IV war es ja denn wieder GG, worauf ich schließe, das es eine Kampagne gegeben haben muss oder?



Es gelang einer kleinen Gruppe Fans, an Leonard Nimoy heranzutreten, der sich sehr interessiert zeigte an der Wahrnehmung und Adaption von Star Trek in anderen Ländern. Er schaffte es ganz offenbar, bei Paramount durchzusetzen, nicht nur auf GGH zu bestehen, sondern auch eben (mehr oder weniger) dieses Grüppchen als redaktionelle Betreuer zu rekrutieren (das sog. "Stand-By-Team"). In der Folgezeit gewannen auch andere Firmen bei anderen Produktionen immer mehr Interesse daran, dass ihre Werke in anderen Ländern in ihrem Sinne zur Geltung kommen.

Ja, ganz recht: Ekki würde sich vermutlich im Grabe umdrehen - wenn er tot wäre -, aber die ersten Supervisor waren tatsächlich Fan-Supervisor.

Es war also auch damals eine (un)verhältnismäßig extrem kleine Gruppe von Fans, die für die Gesamtheit sprach, aber man muss dabei auch bedenken, dass diese Fans noch in der Lage waren, ihre Meinung offenbar recht differenziert auszuformulieren (dt. TV-Synchro war recht seltsam, aber nicht alles war Mist bzw. dt. TV-Synchro ist Kult, aber nicht alles nachahmenswert, letzte Kinofilme bemängelnswert ...). Das kann man heute nicht gerade immer sagen, wenn Fans mehr Ähnlichkeit mit plärrenden Kleinkindern haben.

Gruß,
Tobias

"Ihr Kinder wisst ja überhaupt nicht, was ihr wollt! Darum seid ihr auch noch Kinder - weil ihr viel zu dumm seid!"
(Michael Rüth als Fernsehproduzent in DIE SIMPSONS)


"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."

Isch
Listenpfleger

Beiträge: 3.402

18.05.2011 01:09
#730 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Woher weiß man sowas?

Jedenfalls pervers, wenn man bedenkt, dass die heuigen Supervisoren in erster Linie GEGEN die Fans arbeiten...

Mücke
Beiträge:

18.05.2011 01:36
#731 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von John Locke Lost
Mich würde mal Interessieren, wie die Zuschauerresonanz in der Vergangenheit der Filmgeschichte, im Bezug auf Umbesetzungen, innerhalb einer Filmserie ausgefallen ist?

Als Beispiel fällt mir da gerade ganz spontan Star Trek II und III ein.


Ein anderes ist natürlich "Columbo" und obendrein ein Sonderfall, da sich die Umbesetzung zumindest in den 90ern - aufgrund des Todes von Klaus Schwarzkopf - nicht mehr vermeiden ließ. Meines Wissens soll es sogar Leute gegeben haben, die sich nicht wirklich damit abfinden konnten, dass Schwarzkopf plötzlich tot war und nicht mal eben wenigstens noch "ihren Columbo" einsprechen konnte. Das muss damals auch eine ziemliche Protest"welle" gegeben haben - tragisch, aber auch makaber...denn Schwarzkopf war nun nicht der Unbekannteste und man hätte eigentlich noch zusammen bekommen können, dass er die Stimme von Columbo war/ist, anstatt sich nur über das Fehlen der "richtigen Columbo-Stimme" aufzuregen, ohne um die Hintergründe zu wissen. Mag natürlich auch sein, dass der Bruch durch Sachtleben besonders krass ausfiel und es nur deswegen so laute Proteste gab.


ronnymiller


Beiträge: 2.392

18.05.2011 07:43
#732 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Sogar Pöni im Sat 1 Frühstücksfernsehen meckert über die Synchronstimme und erzählt, dass seine Kollegen sagen: Die Stimme passt nicht, das geht nicht.
Leute - das Thema wird diesmal nicht stillschweigend hingenommen, das geht diesmal voll in die Medien.

Mücke
Beiträge:

18.05.2011 09:27
#733 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von ronnymiller
Sogar Pöni im Sat 1 Frühstücksfernsehen meckert über die Synchronstimme und erzählt, dass seine Kollegen sagen: Die Stimme passt nicht, das geht nicht.


Nach Sichtung des Films oder nach Sichtung der Trailer oder von Ausschnitten? Alle Kollegen? Wer weiß...Pöni hat den Film sicher gesehen, aber ob er sich nur der Masse anschließt oder die Masse angeblich ihm, ist fraglich.
Überhaupt "sogar Pöni" ist gut. Wenn nicht Pöni, wer dann....Wie hat das ausgesehen?! "Also die haben, das geht ÜBERHAUPT nicht, den Synchronsprecher ausgewechselt. Der Marcus Off war ja bisher die Stimme von dem Jack Sparrow und jetzt haben die den David Nathan genommen. Das ist also überhaupt nicht zu rechtfertigen und alle meine Kollegen fanden das genauso beschissen wie ich. Die Stimme klingt viel zu tief, obwohl Jack Sparrow im Originalton eine hohe Softie-Stimme hat und richtig schön tuntig klingt."
?! Aaaaha.

Auch wenn sich 50 Millionen Menschen nach Sichtung von Trailer/Ausschnitten aufregen würden, wäre das nichts als "mob rule" und egal. Das ist nur eine Kettenreaktion und letztlich eine selbsterfüllende Prophezeihung.

Im Gegenteil: Wenn die Medien weiter so einheizen, ist selbst NACH Sichtung des Films kein sinnvolles Urteil mehr vom Publikum zu erwarten, da sich viele der gefühlten Mehrheit anschließen und nur deswegen meckern werden. Was das "der Mehrheit folgen" angeht, gibt es noch weit absurdere Beispiele, die wissenschaftlich hinreichend belegt sind. Dagegen ist die Geschichte hier sogar schon sowas wie unabdingbarer Gruppenzwang. Glaubt ihr nicht? Lest Geller, Milgram, Garfinkel oder Lamp...

Die Off-Fans wären, in ihrem eigenen Interesse, am besten beraten, vorrübergehend "einfach mal die Fresse" zu halten, denn nur dann lässt sich ein einigermaßen "objektives" Urteil vom allgemeinen Publikum ablesen und einigermaßen fundiert argumentieren. Wobei ich glaube, dass dieser Zug mittlerweile eh abgefahren ist. Dafür wurde schon zu viel Party gemacht. Das Ding ist derart angeheizt worden, dass sich eigentlich kaum noch fundierte Urteile bilden können. Es ist zwar möglich, dass man mit dieser Stimmungmache letztlich tatsächlich über "mob rule" eine Ablösung von Nathan erzwingt, allerdings ist das kein Stil.

Und was "voll in die Medien" angeht:
Bei Elsholtz in "Illuminati" gab es damals auch einen (dämlichen) BILD(!)-Artikel. Trotzdem interessiert es mit Recht keine Sau mehr.

Noch ein letztes Mal:

Ein für Disney und überhaupt interessantes Urteil, kann NUR, einzig und allein, ausnahmslos, das "allgemeingültige" Publikum fällen, da weder Kritiker noch Off-Fans noch "richtige" "FdK"-Fans eine Masse darstellen. Auch Nathan-Fans oder Johnny-Depp-Fans nicht.
Problem: Durch das ewige Geplärre ist es mittlerweile kaum noch möglich, den Film unvoreingenommen zu schauen. Ihr habt euch damit selbst ein Kuckucksei ins Nest gelegt, da man nun mit Recht immer argumentieren kann, dass das Ganze nur ein Resultat der Stimmungmache gegen Nathan ist.
Das kann zwar trotzdem zu Erfolg führen, aber ist - wie gesagt - genauso stillos, wie auch Nathans Ablösung durch Off damals schon kein guter Stil war. Somit schließt sich der Kreis. Wobei selbst Offs Argumentation, warum er es als gerechtfertigt ansah, damals "einzuspringen", noch fundierter ist, als die Argumentation, mit der ihr ihn zurück haben wollt...


Herr Frodo


Beiträge: 399

18.05.2011 09:59
#734 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Zitat von weyn
Ob Danneberg von Anfang an darauf bestand, als Ersatz für Lehmann zu fungieren, ob er von sich aus überhaupt darauf bestand oder ob dies eine Entscheidung von aussen war, weiss ich nicht. Fakt ist: Bei SL3 war diese (einmalige) Umbesetzung quasi unvermeidbar, da der deutsche Kinostart etc. alles schon feststand und man deshalb nicht auf Lehmanns Rückkehr warten konnte. So lautet zumindest meine Theorie.



In einem Interview sagte Danneberg einmal es wäre so gewesen (natürlich nicht wörtlich, aber im Groben):
Danneberg:"Du, ich hab hier Stirb Langsam 3, hast du Zeit?"
Lehmann:"Ne, ich bin auf 'nem Traumschiff-Dreh."
Danneberg:"Und wenn soll ich dann nehmen?"
Lehmann:"Mach du's doch."
Danneberg:"Ok."

Mücke
Beiträge:

18.05.2011 10:02
#735 RE: Fluch der Karibik 4 (2011) Zitat · antworten

Damit hätte Lehmann seiner eigenen "die merken das schon"-Einstellung aber akut widersprochen.

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