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Dieses Thema hat 225 Antworten
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 Spielfilmklassiker
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Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

28.04.2017 09:08
#136 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo JOHN CONNOR, danke für die aufklärung betr. der frage von JEANNOT, da hatte ich echt keine peilung.
bis sonntag ist es noch bischen hin, deshalb noch einen tip von mir : könnte es michael chevalier mit
total "verstellter " stimme sein ? ich komme darauf, weil wir gerade den sprecher HANS PUTZ mit
total verstellter stimme am wickel hatten. es gibt da beispiele, putz ist ja nur eines. denken wir
an verschiedene sprecher bei märchenfilmen oder aktuell die sprecher bei animationsfilmen. gruß hans.

übrigens, warum so knauserig ? witze erzählt man doch auch, ohne belohnt zu werden ? is ja man bloß
ne frage. ich hoffe, deine augen sind noch einigermaßen intakt und du entdeckst mein fragezeichen...

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.875

28.04.2017 09:27
#137 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Hallo,
der gesuchte Sprecher hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit Chevalier - und es ist mit absoluter Sicherheit kein häufig im Atelier vertretener Sprecher, den hätten schon mehrere Forumsmitglieder erkannt.

Gruß
Stefan

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

30.04.2017 10:42
#138 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

man hat schon pferde....... weiter sage ich nicht, DIESES FORUM BLEIBT SAUBER ! deshalb , STEFAN, schließe ich
michael chevalier nicht aus. ich hab den film gerade auf youtube zu laufen.........
was ist das denn für eine rolle in TREIBJAGD, die unser gesuchter dt. sprecher a u c h spricht,wie hier gesagt
wurde, JOHN CONNOR und JEANNOT ?
wegen diesem sprecher hab ich noch 2 eisen im feuer, ich hoffe ich kriege heute noch die antwort, ansonsten kommende
woche. ein drittes eisen hab ich noch, JOHN CONNOR. wenn dir die sache so ganz dolle
wichtig ist, kann man noch was über die münchner (?) synchronfirma, die wir z.z. nicht kennen (oder ? ) versuchen.
was meint ihr dazu ? was gabs denn 1970 in münchen für firmen ? bavaria, 82031 grünwald, bavariafilmplatz 7,
Tel. 089- 64 99 38 10 , sich da mal durchfragen nach synchronabteilung, JOHN CONNOR . was gabs noch ?
gruß hans.

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.875

30.04.2017 11:27
#139 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Pferde und ihr Krankheitsverhalten oder nicht ... von Chevalier kannst Du Dich gedanklich wirklich verabschieden, das ist er so eindeutig nicht, dass selbst ein Filmprogramm mit seiner Nennung mich nicht überzeugen könnte.
Aber ich habe eine neuen Gedanken, in dessen Richtung man überlegen könnte. Irgendjemand hat mal die Idee aufgebracht, es könnte ein schweizer Schauspieler sein (vielleicht mit Lukas Ammann im Hinterkopf) - das glaube ich nicht.
Für mich ist das ziemlich eindeutig ein Holländer.
Vielleicht bringt das jemand auf die richtige Idee, der die (west)deutschen Filme (Kino & TV) jener Zeit richtig gut auf dem Schirm hat.

Gruß
Stefan


John Connor



Beiträge: 4.737

30.04.2017 11:32
#140 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Wenn du dich selbst davon überzeugen willst, dass es definitiv nicht Chevalier ist, Hans - ich hatte vor ein paar Jahren mal einen Tonausschnitt aus dem Film hochgeladen: Charles Bronson (5)

Die damals erneut entfachte Diskussion um Bronsons gesuchten Sprecher kannst du ab Seite 4 nachverfolgen, wenn du magst - es sind damals schon die abenteuerlichsten Spekulationen in die Welt gesetzt worden: Bronson himself habe sich in der deutschen Fassung gesprochen (von Clockwork), oder: ein mit verstelltem Akzent radebrechender Günter Strack sei der gesuchte Sprecher (von mir .

Jeannot



Beiträge: 2.110

30.04.2017 17:00
#141 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Erinnern möchte ich noch, daß Aldo Ray in der TREIBJAGD ebenso wie Ryan und Massari mit Akzent synchronisiert wurde.


"Wenn du den Auftrag ausgeführt hast, kommst du sofort nach Afrika!" (Wolfgang Eichberger für Piero Lulli in MACISTE IM KAMPF MIT DEM PIRATENKÖNIG)

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

30.04.2017 20:23
#142 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

danke für eure beiträge. jetzt ist es 20.19 uhr, da kommt von meinen leuten (auch vom HANS PUTZ-erkenner) wohl heute
nichts mehr. dann bis die tage dieserhalb. gruß hans

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

02.05.2017 11:03
#143 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo synchronfreunde ! heute gibt es von mir nicht e i n geschichtlein, sondern mehrere kurze.
es geht los:
CHRISTINE LEMBACH/ VOLKER J.BECKER : beide arbeiteten bei der TOBIS-Synchro, ab 1946 DEFA-Synchro, viel zusammen,
sie als autorin und synchrondarstellerin, er als regisseur. anfang 1949 wechselten sie zu westberliner firmen,
ohne bei der DEFA "Tschüß" zu sagen, ihr versteht. daraufhin wurden ihre namen bei ihrem letzten ost-film
nicht genannt. .......beide haben dann bis zu ihrem tode auf synchro "gemacht". der homosexuelle becker starb
schon sehr früh, er wurde nur ca. 50 jahre alt, während frau lembach bis ins hohe alter noch als synchron-
autorin

und -regisseurin in berlin/west arbeitete.

ERNST-WILHELM BORCHERT: er war 1,83 groß, dunkelbraune haare, sport: reiten und schwimmen,entnazifiziert im
osten am 24.9.47 und dann nochmal (der kalte krieg war im gange) 1948 im westen.

FALK HARNACK, der allseits geschätzte regisseur von spielfilmen und von theaterstücken, hat nachweislich 1 mal
in seinem leben synchronisiert (viell. auch öfter, aber ich finde in den filmprogrammen nur das eine mal)
und zwar sprach er die rolle des rolf mamlock in dem sowjetischen film von 1937 "PROFESSOR MAMLOCK" nach dem schau-
spiel von friedrich wolf, dem vater des defa- regisseurs konrad wolf. das war im jahre 1947 bei der DEFA.
den prof. mamlock sprach übrigens walter altenkirch.

AGI PRANDHOFF teilte mir 1999 mit, daß ihre allererste synchronrolle ( unter der regie von harald philipp) im jahre 1954
die synchro von LUCILLE BALL in dem streifen "VILLA MIT 100 PS" war. am liebsten synchronisierte sie die schauspielerin
KAY KENDALL. wer absoluter fan von der sympathischen agi ist: ich hab auch ihre theaterrollen und theaterstationen....

GERD_GÜNTER HOFFMANN hat bei der DEFA im jahre 1951 2 filme synchronisiert, also als blutjunger kerl. ob das sein synchro-
debut war oder er doch schon vorher im westen diese oder jene (kleine ? ) rolle sprach, ist mir nicht bekannt. vielleicht
kann es mir jemand sagen.
aber was bekannt war, das war die tatsache, daß er ungern auf fanbriefe ein autogrammfoto verschickte. ich hab aber eins ge-
kriegt: hab ihm nämlich die beiden ddr-filmprogramme (s.oben) mitgeschickt zum behalten, die ich doppelt hatte.....

dann bis bald mal wieder. der opa hans.

berti


Beiträge: 14.294

02.05.2017 11:56
#144 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Zitat von Hans-Joachim Albrecht im Beitrag #143
hallo synchronfreunde ! heute gibt es von mir nicht e i n geschichtlein, sondern mehrere kurze.
es geht los:
CHRISTINE LEMBACH/ VOLKER J.BECKER : beide arbeiteten bei der TOBIS-Synchro, ab 1946 DEFA-Synchro, viel zusammen,
sie als autorin und synchrondarstellerin, er als regisseur. anfang 1949 wechselten sie zu westberliner firmen,
ohne bei der DEFA "Tschüß" zu sagen, ihr versteht. daraufhin wurden ihre namen bei ihrem letzten ost-film
nicht genannt. .......beide haben dann bis zu ihrem tode auf synchro "gemacht". der homosexuelle becker starb
schon sehr früh, er wurde nur ca. 50 jahre alt, während frau lembach bis ins hohe alter noch als synchron-
autorin und -regisseurin in berlin/west arbeitete.

Weißt du zufällig, wann etwa Volker J. Becker gestorben ist? In der Synchronkartei wird ihm "Sartana" von 1966 zugeschrieben, aber es könnte theoretisch sein, dass danach noch etwas kam.
Bei Christine Lembach vermerkt IMDB die Lebensdaten (1913-1998).


Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

02.05.2017 19:37
#145 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

ja, BERTI, ich kann dir und anderen anhängern von volker j. becker helfen :
geboren am 27.9.1917 in wiesbaden, sein vater war u-boot-kommandant und blieb im 1. weltkrieg.
gestorben ist er 1969. er war unverheiratet, keine nachkommen. becker hat unter conrad von molo
die frz. filme von romy schneider als synchronregisseur betreut. romy wollte immer nur ihn.
er war groß, schlank, gehbehindert, homosexuell wie schon gesagt und hatte beste umgangsformen.
äußerst nett gegenüber allen, daher sehr beliebt. seine stimme war weich, er sprach nie laut.
seine tätigkeit bis zum jahre 1945 war die eines dramaturgen bei der terra oder ufa.
(infos von ulrich hoffmann aus dem jahre 1994 ). gruß hans.

berti


Beiträge: 14.294

02.05.2017 19:53
#146 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Danke!
Hast du auch Informationen über Dietmar Behnke, der viele Jahre zu den wichtigsten Regisseuren der BSG gehört zu haben scheint?

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

03.05.2017 09:00
#147 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

tut mir leid, BERTI, zu dietmar behnke hab ich leider keine infos. vielleicht bis bald mal wieder.
gruß hans.

berti


Beiträge: 14.294

03.05.2017 10:43
#148 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Trotzdem danke und bis demnächst!

Hans-Joachim Albrecht


Beiträge: 298

06.05.2017 09:47
#149 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

hallo freunde ! heute will ich euch den langjährigen zweiten vorsitzenden des SYNCHRONVERBANDES in der
bundesrepublik vorstellen. Das ist herr

HANS ALEXANDER FREIHERR VON RÜXLEBEN, geboren 30.5. 1920 in berlin. ob er noch lebt , weiß ich leider nicht.

er hat mir im jahr 1998 mehrere briefe geschrieben, und ich hoffe natürlich, daß euch meine auszüge aus dieser
post interessieren werden.
ehe ichs vergeß, noch folgendes vom freiherrn: dr. rohnstein, das synchron-urgestein in deutschland, bereits
ab den 30ern des vorigen jahrhunderts die nr.1 bei synchron gewesen, hatte den spitznaman SYNCHRONSTEIN.

Die HANS-GRIMM-FILM : diese firma hatte in den ersten nachkriegsjahren einen vertrag mit DAVID o. SELZNIK und
hat fast ausschließlich dessen filme synchronisiert. nebenbei: grimms frau war die schpielerin hansi wendler,
ihr gemeinsamer sohn ist der ehemalige kinderstar und jetzige schauspieler oliver grimm.

anfang der 50er entstand die RIVA-synchron-firma . gründer : Dr. RICHTER und VAILLANT, daher der name RIVA.
beide waren quereinsteiger und auf fachkräfte angewiesen. die RIVA hatte auch eine filmkopieranstalt.

1949 dauerte die synchro eines spielfilms etwa 9 bis 10 tage. manche produktionen probten mit den sprechern
3 bis 4 tage, bevor man zur aufnahme kam. 1951 fielen die proben weg. etwa in einer woche wurde ein film
eingedeutscht. als die B-PRODUKTIONEN kamen (hauptsächlich western), wurde das tempo erhöht, 2 bis 3 tage.

immer mehr kleinere synchronfirmen entstanden. um an aufträge zu kommen, wurde preislich immer mehr unterboten.
der markt war verdorben. die gagen verschlechterten sich , und in 2 tagen mußte ein film von 1,5 stunden länge
aus dem atelier sein. seither wird viel geschludert.

eine spezialität war in wiesbaden bei der AFIFA- synchron-firma zu finden. dr. kaufmann hatte ein system erfunden,
mit dem der zu sprechende Text in einem schriftband unter dem filmband lief. der synchronsprecher mußte einfach
nur ablesen und mußte nicht mehr auf den mund des ausländischen darstellers sehen.

Die ifu REMAGEN synchronisierte die ausländischen filme im SCHLOSS CALMUTH, welches idyllisch auf einem waldhügel
bei REMAGEN/rhein gelegen ist . die ifu hatte dort in der nähe des schlosses eine eigene kopieranstalt.

der herr VON RÜXLEBEN teilte mir auch seine beruflichen stationen mit. Ist dafür interesse da ? der synchronopa hans

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.875

06.05.2017 10:44
#150 RE: Der Synchronopa erzählt... Zitat · antworten

Bei mir besteht auf jeden Fall Interesse.
Stichwort Synchronstudio im Schloss: Das leipziger DEFA-Studio war (zumindest in den 80ern) im Dachgeschoss des Reichsgerichts untergebracht, wo auch das Museum der Bildenden Künste (natürlich in wesentlich größeren Räumen) stationiert war. Kultur zu Kultur.

Gruß
Stefan

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