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Dieses Thema hat 540 Antworten
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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

22.05.2015 11:11
#496 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Hans Cossy war kein Dauergast im Synchronstudio, aber er synchronisierte doch des öfteren. Dass Horst Sommer ihn aber ausgerechnet für Joseph Cotten in "Lady Frankenstein" wieder mal ausgrub, fand ich doch recht kurios. Als Baron Frankenstein hätten sich in München passend zur Rolle auch Christian Marschall, Helmo Kindermann oder auch Holger Hagen angeboten, die zur Rolle und zu Cotten gepasst hätten (trotz gewisser Altersunterschiede). Man muss sagen, dass Cotten seine Rolle sehr uneinheitlich spielt und weder die kühle, todernste Variante des Spieles durchzieht, noch die etwas übertriebene Seite. Er spielt manchmal a la Peter Cushing, dann wieder a la Vincent Price - das macht es einem Synchronsprecher natürlich auch nicht leicht. Hans Cossy überzeugt vor allem in den väterlichen Szenen mit der Tochter, aber ansonsten will seine joviale, bodenständig-kernige "Gutsherrenstimme" nicht so ganz zum kühn-kühlen Wissenschaftler passen. Das wäre so, als hätte man in Berlin Carl Raddatz besetzt.


"Wenn ich das Wort 'Toleranz' noch einmal höre, dann werd ich verdammt intolerant, Freundchen!"

Ich für mich, leider nicht mit Arnold Marquis' Stimme.

Dies ist mein Beitrag zum ESC 2015.

http://www.ruine.at

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.574

27.05.2015 19:31
#497 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Mel Brooks, synchronisiert von ... Gert Günther Hoffmann.
Das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen - einer der absurdesten Gedanken, die mir je untergekommen sind.
Aber ich muss sagen: Bis zu einem gewissen Grad funktioniert es. Gesicht und Stimme harmonieren natürlich überhaupt nicht, aber GGH dreht in der Rolle so sehr ab, dass es kaum noch eine Rolle spielt. Ich habe ihn noch nie so gaga gehört. Es besteht wohl kein Zweifel daran, dass er es genossen und voll ausgekostet hat.
So geschehen im "Muppet Movie"

Gruß
Stefan

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.574

10.06.2015 13:58
#498 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Wolfgang Lukschy als Sportreporter!

In "Kommissar X - Drei blaue Panther" hört man ihn im Hintergrund ein Autorennen kommentieren, und zwar ziemlich aufgekratzt.
Zwar war der "Oscar" in "Ein seltsames Paar" auch Sportreporter, aber als solchen erleben wir ihn nicht wirklich, insofern eine sehr unerwartete Besetzung; und das, obwohl die Hauptrollen klischeehaft sind wie es schlimmer nicht mehr geht (GGH und Brandt als Heldenteam - beide völlig daneben).
Fragt jetzt noch ernsthaft jemand, wer hier die Feder geführt hat? Brunnemann!
Übrigens: es funktioniert gut.

Gruß
Stefan


Markus


Beiträge: 2.157

26.10.2015 10:14
#499 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Passt nicht so ganz in diesen und ähnliche Threads (Erfreuliche Abweichungen vom Standard, Stammsprecher spricht Gegenpart), deshalb versuche ich es hier. Ich finde die Hauptrollenbesetzung von "Zähl bis drei und bete": Van Heflin/Curt Ackermann und Glenn Ford/Horst Niendorf interessant. Zwar entspricht die Besetzung, wenn man die Listen der Schauspieler ansieht, lediglich einer gewissen Kontinuität (beide Synchronschauspieler haben "ihre" Stars mehrfach synchronisiert), aber für Fords charmant-teuflischen Bösewicht hätte man leicht auf Ackermann kommen können, der solche Rollen öfters bedient hatte (man denke an Robert Mitchum in "Die Nacht des Jägers") und der auch Glenn Ford gelegentlich synchronisiert hatte.

Statt dessen hat Niendorf die eher seltene Möglichkeit, andere Facetten zu zeigen, als nur den gradlinigen Helden zu spielen. Passt auch zum Original, wo Fords Besetzung die Ambivalenz, weil Sympathie der Figur unterstreicht; und wo auch Van Heflin den Helden weitaus manischer und zerrissener verkörpert, als das in früheren Westernzeiten der Fall gewesen wäre.

Gruß
Markus


John Connor



Beiträge: 4.883

26.10.2015 14:45
#500 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Markus im Beitrag #499
Ich finde die Hauptrollenbesetzung von "Zähl bis drei und bete": Van Heflin/Curt Ackermann und Glenn Ford/Horst Niendorf interessant. Zwar entspricht die Besetzung, wenn man die Listen der Schauspieler ansieht, lediglich einer gewissen Kontinuität (beide Synchronschauspieler haben "ihre" Stars mehrfach synchronisiert), aber für Fords charmant-teuflischen Bösewicht hätte man leicht auf Ackermann kommen können, der solche Rollen öfters bedient hatte (man denke an Robert Mitchum in "Die Nacht des Jägers") und der auch Glenn Ford gelegentlich synchronisiert hatte.


Vielleicht kätte mir der Film in dieser Konstellation ingesamt besser gefallen? Jedenfalls gehörte ZÄHL BIS DREI UND BETE lange Zeit zu meinen enttäuschendsten Western-Erlebnissen überhaupt (gerade gestern musste ich in einem anderen Zusammenhang [Elmore Leonard] wieder an diesen Film denken).

Lange bevor ich die Möglichkeit hatte, diesen selten gezeigten Film zu sehen, hatte ich viel über ihn gelesen - Joe Hembus war in seinem Western-Lexikon voll des Lobes über diesen Film und zitierte ausgiebig aus der FILMKRITIK, was für ein Geniestreich dieser Film doch sei (Delmer Daves genoss aus unerfindlichen Gründen bei französischen und deutschen Kritikern der auteur-Schule einen unverschämt guten Ruf), spielte ihn gar gegen ZWÖLF UHR MITTAGS aus, bezeichnete im entsprechenden Artikel DER LETZTE ZUG VON GUN HILL von John Sturges eine schwache Kopie des Daves-Films usw. Den Zinnemann-Film und auch den Sturges-Film kannte und schätzte ich beide schon damals sehr - und lernte sie noch mehr zu schätzen, als ich Daves' angeblich besten Film endlich sehen konnte. Langweilig, spannungsarm, mit einem unerträglich theatralischen Heflin - das sollte ein guter Western sein?!
Bekanntlich gab es vor ein paar Jahren ja von James Mangold ein Remake des Daves-Westerns mit Christian Bale und Russell Crowe - ein vorzüglicher Western, den ich seinem Premake trotz eines idiotischen Finales jederzeit vorziehe.

Das war jetzt ganz schön off-topic - der Threadstarter möge es mir nachsehen.


„Eastwood. Clint Eastwood.“
„Was für’n bescheuerter Name is‘n das!?“
(Sven Hasper und Thomas Petruo in ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT III)

Pride of Frankenstein


Beiträge: 38

11.11.2015 17:08
#501 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

In dem etwas sonderbaren Film "Die Zeitfalle" wird Klaus Kinski (in der ersten Synchro) von Lothar Blumhagen gesprochen. Es ist unmöglich, bei dieser Stimme nicht an Jonathan Higgins aus Magnum zu denken, wobei der natürlich erst 1996 in der RTL-Synchron als Higgins bekannt wurde und der Film von 1986 ist.

Das ZDF reagierte 1990 mit einer Neusynchro des Films, wo Fred Maire Kinski gesprochen hat.


"In dem Land, aus dem ich komme, war ich selbst eine Schlange...". (Fred Maire für Klaus Kinski)

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.574

29.11.2015 09:59
#502 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Wolfgang Hess (der schon in den 60ern kaum anders klang als 40 Jahre später) für einen halbwüchsigen Afrikaner ist schon seltsam genug, aber dann noch als Sohn von Horst Sachtleben??? So geschehen in einer "Daktari"-Folge. Nicht, das es jetzt völlig daneben ist, aber man muss sich mit einem gewissen Bild im Kopf erst mal dran gewöhnen. Immerhin, eine originelle Besetzung, die vom Klischee abweicht.

Gruß
Stefan

Lammers


Beiträge: 3.621

13.12.2015 21:34
#503 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Gestern abend habe ich den Film "Frauen bis zum Wahnsinn gequält" (I 1970) gesehen. Der Film wurde 1971 in München synchronisiert, wurde aber erst etwa 1985 auf Video veröffentlicht.

Es geht um eine Frau, die von einem Unbekannten bezüglich ihres vielbeschäftigen Mannes erpresst wird. Der Unbekannte, gespielt von Simón Andreau, wird von jemandem synchronisiert, mit dem ich jetzt nicht unbedingt gerechnet hätte. Man würde vielleicht mit Klaus Kindler, Joachim Kemmer, Randolf Kronberg oder Thomas Danneberg (mit letzteren Zweien bei einer Berliner Synchro) rechnen, aber auf Klaus Löwitsch wäre ich nicht unbedingt gekommen. Dabei macht er seine Sache richtig gut, passt gut auf Andreaus grobes Gesicht und klingt auch überzeugend bedrohlich. Im Grunde ist das kein Wunder, war er doch im Grunde meistens auf negative Rollen abonniert.

Off-Topic: Nebenbei bemerkt gibt es einen tollen Film, wo er mal eine ganz andere Rolle gespielt hat: Das Urteil


berti


Beiträge: 14.800

13.12.2015 21:45
#504 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Lammers im Beitrag #503
Gestern abend habe ich den Film "Frauen bis zum Wahnsinn gequält" (I 1970) gesehen. Der Film wurde 1971 in München synchronisiert, wurde aber erst etwa 1985 auf Video veröffentlicht.

Interessanterweise lag diese Synchro nicht nur lange im Keller, es kommt noch hinzu, dass der Film zuvor unter verschiedenen Titeln angekündigt wurde, siehe hier:
Frauen bis zum Wahnsinn gequält (1970)
Synchros, die jahrelang auf Halde lagen (2)

Koboldsky


Beiträge: 1.605

22.12.2015 18:03
#505 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Als ganz aktuelles Beispiel:

Ronald Nitschke auf Rob Schneider in „The Ridiculous 6“ (2015).

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.574

02.01.2016 15:43
#506 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Schade, dass bei den von der DEFA synchronisierten sowjetischen Kurzfilmen nie die Bearbeiter genannt wurden - ich wüsste zu gern, wer auf die absurde Idee gekommen ist, ausgerechnet Wolfgang Ostberg als Wolf in den "Hase und Wolf"-Filmen zu besetzen.
Zweifellos ein begabter Komödiant, aber eine viel zu dünne Stimme für diese Rolle. Helmut Müller-Lankow, der die ideale Stimme hatte, kam leider erst bei den letzten beiden Cartoons zum Zuge.

Gruß
Stefan

Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 15.745

25.01.2016 03:13
#507 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Heinz Petruo für den kleinwüchsigen Billy Barty im total bescheuerten "Police Patrol - Die Chaotenstreife vom Nachtrevier" (1984). Eine Besetzung, die alles andere als naheliegend ist. Ich musste sogar zweimal hinhören, weil ich es kaum glauben konnte und Petruo seine Stimme lächerlich "nach oben" verstellte, um wahrscheinlich für den Zwerg wirkungsvoller zu erscheinen.

Eifelfilmfreak


Beiträge: 317

25.01.2016 19:20
#508 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Nitschke auf Schneider ist echt ein Treppenwitz! Sehe ich Rob Schneider, läuft in meinem Kopf die Stimme von Santiago Ziesmer!

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.574

11.11.2016 20:35
#509 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Ich weiß nicht, ob John Carradines Stimme eher tief und voluminös war, sein dürres, knorriges Gesicht (gerade in Altersrollen) legt eine solche jedenfalls nicht nahe. Schon Curt Ackermann in "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" war eher überraschend (großartig gespielt und daher passend, ohne Zweifel), aber Manfred Wagner in "Die Munsters" schießt wohl etwas über das Ziel hinaus. Wobei ich persönlich es genieße, dass Wagner hier sich mal wirklich von einer anderen Seite zeigen durfte.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.800

12.11.2016 10:10
#510 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #509
Ich weiß nicht, ob John Carradines Stimme eher tief und voluminös war, sein dürres, knorriges Gesicht (gerade in Altersrollen) legt eine solche jedenfalls nicht nahe.

Einen ganz guten Eindruck von seiner Stimme bekommt man in dieser (leider geschnittenen) Szene aus "Frankenstein Junior" (ab 02:13):https://www.youtube.com/watch?v=Jr8xYH9ork8

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