Ich verstehe den Kampf der hier geführt wird und habe absolutes Verständnis für jeden, der sagt: Da mache ich nicht mit. Es muss aber bei einem Arbeitskampf vorher klar sein, wie groß die Chancen auf Erfolg stehen. Es gibt in der Branche keine Gewerkschaft und jeder Schauspieler ist selbständig tätig. So sehr ich den emotionalen Teil einsehe und die Angst vor der Zukunft ist natürlich groß: Ich würde diesen Vertrag trotzdem unterschreiben. Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Nehmt das Geld und jeden Job der sich noch bietet, legt so viel zurück wie möglich und baut euch ein gutes Netzwerk auf, um später auch in der KI-getriebenen Branche weiterhin Jobs zu bekommen. Wer jetzt negativ auffällt, fällt später womöglich zurück. Der Aufschrei in der Öffentlichkeit wird vermutlich nicht sehr laut sein, wenn es zu Neubesetzungen kommt.
Falsche Einstellung, Danny. Generative KI ist nicht in Stein gemeißelt. Das Thema ist aktueller denn je, was auch der Fall Ulmen zeigt. Die Öffentlichkeit wird wachsamer und so langsam zieht das Thema auch in die Politik ein. Ja, es ist ein steiniger Weg für die Kunst. Aber auch ein machbarer. Und ja, KI verschwindet nicht. Wieso also nicht trennen. KI-Musik-Charts, KI-Filme, KI-Oscars… So hätte man die Wahl.
Ich finde Dannys Beitrag/Einstellung überhaupt nicht falsch. Allerdings sollte es nicht darum gehen jetzt noch viel Profit aus der Branche zu tragen, sondern so gut zu bleiben, dass die KI nicht an das Niveau der Synchronschaffenden heranreicht. Und das erreicht man nur durch machen, machen, machen.